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US-Staatsverschuldung: Anstiege von 100 Milliarden Dollar pro Tag!

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Die Flagge der USA - Staatsschulden steigen sehr schnell an

Die US-Staatsverschuldung ist in den letzten Tagen um gut 100 Milliarden Dollar angestiegen, und das pro Tag! Aktuell liegt sie bei 24,221 Billionen US-Dollar mit Stand 9. April. Die Daten werden immer mit zwei oder drei Werktagen Verzögerung durch das US-Finanzministerium veröffentlicht. Die folgende Grafik zeigt es recht gut. Am 6. April lag die US-Staatsverschuldung noch bei 23,917 Billionen US-Dollar. Am 7. April waren es 24,011, am 8. April 24,111, und am 9. April wie gesagt 24,221 Billionen US-Dollar. Hundertmilliarden-Schritte pro Tag beim Zuwachs der Staatsschulden, das ist extrem!

Coronakrise pusht die US-Staatsverschuldung extrem schnell nach oben

Der Grund ist naheliegend. Die US-Staatsverschuldung wächst deswegen so schnell, weil die US-Regierung dieser Tage aufgrund der Coronakrise gigantische neue Schuldenberge auftürmen muss! Es werden Schecks an die Bürger verschickt, damit viele Bürger, die jetzt nicht arbeiten können, überhaupt ein paar Dollar in der Tasche haben, um sich etwas zu essen kaufen zu können. Und natürlich müssen die gigantischen Kreditprogramme der Regierung für die US-Wirtschaft finanziert werden. Dies geht auf Kosten des US-Haushalts, also der Steuerzahler. Natürlich werden viele dieser Gelder nach und nach wieder zurückgezahlt.

Aber hey… wer sich die vergangenen Jahre nicht nur unter Donald Trump anschaut, sondern auch unter seinen Vorgängern, der weiß: Die Anstiege in der US-Staatsverschuldung gehen immer weiter, und weiter, und weiter. Auch Barack Obama hatte seinen großen Schuldenanstieg nach der Finanzkrise 2008. Aber auch ganz ohne Krise stiegen die Staatsschulden in den USA immer weiter an, egal ob Obama, Busch oder Trump. George W Bush schaffte es in seiner Amtszeit von 2001-2009 die Verschuldung von 5,7 auf 10,6 Billionen Dollar zu verdoppeln.

Auch Barack Obama schaffte danach in seinen acht Jahren beinahe eine Verdopplung der US-Staatsverschuldung (hier mehr Details), und zwar von 10,6 auf 19,97 Billionen US-Dollar. Donald Trump hat dann von gut 20 auf jetzt über 24 Billionen US-Dollar erhöht – wie gesagt, aktuell schnell ansteigend! Die Coronakrise wird der US-Regierung unter Donald Trump erlauben in obszönem Ausmaß die Staatsschulden hochzupushen. Niemand wird mehr so genau hinschauen bei diesen großen Summen, und wer stellt da noch Fragen zu Details? Es muss gerettet werden. Und wer glaubt schon daran, dass diese Schulden nach der Krise abgebaut werden? Also, Augen zu und durch?

Tägliche Veränderung der US-Staatsverschuldung
Grafik: US Treasury

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    asyoulike

    14. April 2020 11:22 at 11:22

    Moin, moin,

    sportlich, was die USA in Sachen Neuverschuldung, wie auch andere Länder, an den Tag legen. Eine andere Handlungsalternative, ausser neuen Schulden, steht nicht mehr zur Verfügung. Blöd nur, wenn schon vor der Coronakrise die Schulden sehr hoch waren. Nun kommen noch die neuen Schulden hinzu. Es ist wie bei einem Schiff, irgendwann ist die Traglast überschritten, dass Schiff bekommt eine Schlagseite und geht unter.

    M.E. hat sich die westliche Welt vom Gedanken, die aufgelaufenen Schulden irgendwann einmal zurückzuzahlen befreit. Nur erscheint es mir auch sicher wie das Ahmen in der Kirche, dass das Bürgertum nicht ohne Einschnitte ins Vermögen davon kommen wird.

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      Tom

      14. April 2020 15:45 at 15:45

      Wenn man es nicht macht und wir wirtschaftlich Jahrzehnte zurück gesetzt werden dann ist die relative Schuldenlast in % vom BIP sicherlich nicht geringer, mit ungleich höheren Kosten für die Menschen.
      Das ist nicht der Moment für schlaue Vergleiche. Bleiben Sie gesund.

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    Tino Gruchmann15

    14. April 2020 12:16 at 12:16

    Wenn im grossen Rahmen Schulden zurückgezahlt würden, bricht die Wirtschaft ein in unserem aktuellen System.

  3. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 14.04.2020 | das-bewegt-die-welt.de

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    willi Kuchling

    14. April 2020 16:48 at 16:48

    Wenn in unserem System alle Schulden zurückgezahlt werden würde, wäre kein Geld mehr da!! Ganz einfach, weil das Geld durch die Auszahlung von Krediten “Geschaffen” wurde.

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Corona-Krise und das dauerhaft veränderte Konsumverhalten

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Erst war es aus der Not geboren: Viele Menschen, die eigentlich viel lieber in Geschäften eingekauft hatten und nicht im Online-Handel, mussten sich durch den Lockdown in der Corona-Krise zwangsläufig umorientieren. Werden diese alle wieder ins alte Konsumverhalten zurückkehren? Neueste Studien zeigen: Davon ist nicht auszugehen.

Corona-Krise: Umfragen nicht im Sinne des stationären Handels

Bisher schob man es zum großen Teil auf die Maskenpflicht: Die gebremste Shoppinglust mit einem Utensil, welches nicht nur Kommunikation und Atmung beim lustbetonten Einkaufsbummel behindert, sondern auch so etwas wie eine psychologische Falle darstellt: Hier lauert eine Gefahr für mich, aufpassen, nicht leichtsinnig werden! Wenngleich es noch keine großen wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass es in Geschäften zu größeren Infektionen mit Covid-19 gekommen ist, bleibt die Maskenpflicht noch eine Zeit bestehen. Spannend wird es im Hochsommer, wenn das Personal in Räumen ohne Klimatisierung den Schutz über acht Stunden am Tag tragen muss.

Auch wenn immer mehr Lockerungen im Gespräch sind, erschrecken Umfragen in Deutschland, wie auch in Europa, den stationären Einzelhandel. Viele Kunden haben sich an den Online-Handel gewöhnt und werden wohl auch nach der Corona-Krise nicht mehr so häufig zum Shoppen gehen.

Die bisherigen Verkaufsumsätze liegen unter den Erwartungen des Handels, man hofft auf die Rückkehr zu alten Gewohnheiten. Der Konsum als Ganzes wird dabei wieder auf alte Höhen klettern, sollte es nicht zu weiteren Einschränkungen wegen Corona kommen. Aber die aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal dürfte der Branche nicht gefallen:

23 Prozent der Deutschen wollen weniger in Geschäften einkaufen, mehr über online shoppen, aber insgesamt weniger ausgeben.
Auch in anderen europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Schweiz) brachte die Studie ähnliche Ergebnisse. Im Ausland fürchtet man die Folgen der Corona-Krise stärker – Verlust des Arbeitsplatzes, Vermögenseinbußen –  so dass viele Kunden nur das Nötigste eingekauft haben. 41 Prozent der Befragten wollen auch in naher Zukunft erst einmal abwarten – auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage.
Die Furcht vor einer zweiten Welle ist überall zu verspüren. Kein Wunder, in der täglichen Berichterstattung ist es ständiges Thema. Verfügbarkeitsheuristik, nennt es die Psychologie, wenn Ereignisse so oft wiederholt werden, dass es im Gedächtnis fest verankert wird.

Zunahme des Online-Handels

Der Lockdown hat in vielen Bereichen die Digitalisierung angeschoben – nicht nur bei Microsoft, wo der CEO Nadella behauptet hat, die Corona-Krise hätte die Entwicklung von zwei Jahren komprimiert auf wenige Monate -, auch beim Handel. Auch eine weitere Umfrage bestätigt diese Annahme: Bei einer Befragung von 2500 Konsumenten durch den Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland, erzählten über 50 Prozent der Menschen, dass sie künftig mehr online kaufen würden, die Coronazeit habe sie überzeugt.

Beispielsweise habe die Online-Plattform der Otto-Gruppe in kurzer Zeit eine Million Kunden hinzugewonnen. Wie wollen die Geschäfte auf diese Entwicklung reagieren? Verkleinerung der Verkaufsflächen, Rationalisierungen, neue Ideen beim Verkauf der Produkte?

Fazit

Sehr oft ist derzeit die Rede davon, was die Corona-Krise für Langfristfolgen in der Gesellschaft zeitigen wird. Home Schooling, Home Office, Video-Besprechungen, Änderungen im Reiseverhalten oder auch beim Shopping. Letzteres dürfte sehr wahrscheinlich werden, zu sehr hat die Corona-Krise selbst Technikmuffel von der Bequemlichkeit der Methode überzeugt.

Wie lange wartet man schon auf einen radikalen Rationalisierungsschnitt im Einzelhandel durch automatisierte Zahlungssysteme an den Kassen? Und jetzt auch noch der Umbruch durch den Versandhandel. Was aber geschieht mit der Einzelhandelsbranche, den zahlreichen Geschäften und ihren vielen Beschäftigten?

Die Corona-Krise verändert das Konsumverhalten dauerhaft

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EZB-Bilanz +53 Milliarden Euro in einer Woche – Anleihekäufe waren nicht der größte Posten!

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Der EZB Tower in Frankfurt

Die Bilanz der EZB wird einmal pro Woche veröffentlicht. Jetzt liegt uns die Bilanz mit Stand 3. Juli vor. Sie klettert immer weiter, auf ein derzeitiges Allzeithoch von 6,289 Billionen Euro. Noch im Februar waren es 4,7 Billionen Euro. In der folgenden Originaltabelle der EZB zeigen wir die aktuellste Aktiva der Bilanz. Die Bilanzsumme stieg im Wochenvergleich um 52,8 Milliarden Euro. Wie üblich dieser Tage würde man denken, dass diese Steigerung herrührt durch die ständigen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank, die sich aufgrund der Beschlüsse in Folge der Coronakrise um insgesamt 1,35 Billionen Euro ausweiten werden. Aber nein, diese Bilanz ist anders. Die Anleihekäufe machen nur den zweitgrößten Zuwachsposten aus mit +33,48 Milliarden Euro.

Der größte Posten war ein Plus von 38,95 Milliarden Euro beim Bilanzposten Gold. Weil der Goldpreis so gut gestiegen ist, und weil gerade Quartalsende war, wurden die Goldbestände der EZB neu bewertet. Der Wertzuwachs durch den Preisanstieg bei Gold wird in der Bilanz jetzt mit 38,95 Milliarden Euro quasi nachgebucht, wodurch die Bilanz um diesen Wert ansteigt. So trägt der steigende Goldpreis zu einem kräftigen Bilanzzuwachs bei der EZB bei. Abseits dieser beiden großen Posten gibt es noch viele kleinere Änderungen, wodurch insgesamt ein Zuwachs von 52,8 Milliarden Euro im Wochenvergleich herauskommt. Die Bilanz der EZB macht jetzt 53 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone aus. Im Vergleich dazu liegt die Bank of England bei 31 Prozent, die Fed bei 33 Prozent, und die Bank of Japan bei exorbitanten 119 Prozent.

Daten zur aktuellsten EZB-Bilanz

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Dirk Müller zum Wasserstoff-Hype: Warum man jetzt nicht einsteigen sollte

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Wir hatten erst vorgestern über die Aussagen von Dirk Müller berichtet,über die Wahnsinns-Hausse der letzten Wochen in den USA, wo teilweise Minderjährige mit den Kreditkarten ihrer Eltern die Börse stürmen, und wo Millionen von Menschen mit Kleinstbeträgen wie wahnsinnig Börsenkurse pushen. Heute spricht Dirk Müller im folgenden Video über den aktuellen Hype rund um das Thema Wasserstoff. Diese Woche wurde der Hype nochmal kräftig befeuert durch die erst gestern präsentierten großen Pläne der EU, dass man bis 2050 klimaneutral werden wolle, und das mit Wasserstoff. Gigantische Milliardenprogramme sollen von Staaten und Unternehmen in Europa aufgelegt werden.

Also, ist das nun auch der große Start für den Hype rund um Wasserstoff-Aktien? Oder läuft er schon, und Anleger, die sich hier noch nicht auskennen, kommen zu spät? Genau davor warnt Dirk Müller im folgenden Video. Er beschreibt diese jetzige Euphorie und vergleicht sie mit Themen wie 3D-Druck oder Cannabis-Aktien. Jetzt sei der Markt für Anleger schon zu teuer. Man müsse nun erst einmal auf die Marktbereinigung warten, die nach der Euphorie einsetze. Er beschreibt auch Phasen der Markteuphorie, wie es sie in anderen Bereichen schon gegeben habe, die nun auch so beim Wasserstoff ablaufen würden.

Wasserstoff Tankstelle in Belgien
Eine Wasserstofftankstelle in Zaventem Belgien. Foto: Dr. Artur Braun (Arturbraun) CC BY-SA 4.0

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