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Aktuelle Kurz-Analyse Experten: Dank Gasumlage Inflation bald über 9 Prozent

Die heute Mittag verkündete Gasumlage wird die Inflation über 9 Prozent springen lassen. Dies zeigen aktuelle Expertenaussagen.

Gas-Flamme

Um 12:06 Uhr ging die Meldung von „Trading Hub Europe“ raus. Die Gasumlage wird ab Oktober 2,419 ct/kWh (24,19 EUR/MWh) betragen. Viele Gasanbieter werden diese Möglichkeit nutzen steigende Preise an ihre Endkunden weiterzureichen. Die Verbraucherpreise (Inflation) werden dann nochmal einen weiteren Schub sehen.

Inflation über 9 Prozent – Gasumlage, 9-Euro-Ticket und Tankrabatt

Nur wenige Minuten nach Veröffentlichung der Höhe der Gasumlage haben die Ökonomen der Commerzbank (CoBa) eine Kurz-Analyse dazu veröffentlicht, wie sich die Höhe der Gasumlage auf die Inflation auswirken wird. Die Gasumlage werde die Gaspreise weiter nach oben schieben. Bei einer vollständigen Weitergabe der Umlage dürften die Gaspreise etwa doppelt so hoch wie im Durchschnitt des vergangenen Jahres sein. Wird auf die Umlage auch noch Mehrwertsteuer erhoben, wäre der Effekt entsprechend etwas größer.

Unabhängig von dieser Entscheidung über die Mehrwertsteuer wird die Inflation in Deutschland laut den CoBa-Experten in den kommenden Monaten noch einmal nach oben springen. Den ersten Sprung auf etwa 9 Prozent (aktuell 7,5 Prozent) werde es voraussichtlich im September geben, wenn 9-Euro-Ticket und Tankrabatt auslaufen. Im Oktober/November werde sie dann voraussichtlich deutlich über dieser Marke liegen (wegen der Gasumlage).

Laut Dr. Jörg Krämer von der Commerzbank dürfte die Gasumlage die Inflationsrate inkl. der MWSt um knapp 1 Prozentpunkt erhöhen. Zusammen mit dem Wegfall des 9-Euro-Ticket und des Tankrabatts werde dies die Inflation im Oktober und November wohl auf deutlich über 9 Prozent steigen lassen.

Ab wann wird die Gasumlage für die Verbraucher wirksam?

Wird die Inflation dank der Gasumlage erst ab Dezember für die Verbraucher wirksam? Erhoben wird die Umlage wie gesagt ab dem 1. Oktober. Allerdings heißt dies laut den CoBa-Experten nicht, dass sie dann bereits bei den Endkunden ankommt. Denn die Versorger müssen Preisänderungen zumeist 6 Wochen vorher ankündigen. So habe auch das Bundeswirtschaftsministerium darauf hingewiesen, dass die Gasumlage in vielen Fällen wohl erst im November oder gar Dezember bei den Endkunden ankommen wird.

Die Experten weisen auch darauf hin, dass die monatliche Abrechnung der Gasumlage alle drei Monate angepasst werden kann. Sollte Russland seine vertraglich zugesicherten Mengen wieder vollständig erfüllen, werde die Preisanpassung auf null gesetzt. Und eigentlich müsste auf die Gasumlage auch Mehrwertsteuer erhoben werden, was die Bundesregierung aber vermeiden möchte. Allerdings bräuchte sie hierfür das Einverständnis der EU. Sollte sie dieses nicht bekommen, würde sich der Erdgaspreis um einen weiteren knapp halben Cent pro KWh erhöhen.

Auswirkung der Gasumlage auf die Inflation



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