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Facebook-Quartalszahlen heute Abend – die Vorschau

Redaktion

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Die Facebook-Quartalszahlen werden heute um kurz nach 21 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Wir berichten dann so schnell wie möglich. An dieser Stelle wollen wir eine Vorschau bieten, was erwartet wird.

Beim Umsatz erwartet der Markt für heute Abend ca 13,8 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr waren es noch 10,33 Milliarden Dollar, und vor drei Monaten 13,23 Milliarden Dollar. Beim Gewinn erwartet man heute 1,47 Dollar pro Aktie. Vor einem Jahr waren es noch 1,59 Dollar, und vor drei Monaten 1,74 Dollar.

Allgemein wird erwartet, dass das Wachstum bei den Nutzern ein immer größeres Problem wird. Genau dieses Problem könnte heute noch stärker zu Tage treten, als so mancher es glaubt. Die Zahl der monatlich aktiven User nahm im letzten Quartal nur noch um 1,5% zu. Das war das schlechteste Wachstum in der Firmengeschichte.

Seit den letzten Quartalszahlen hat die Aktie schon 33% verloren. Und für heute ist die Grundstimmung kaum rosiger. Vielleicht erreichen wir heute sogar ein Nullwachstum bei den Nutzern? Auch die zunehmende Regulierung von Facebook in den USA, aber noch mehr in Europa, macht Facebook wohl zunehmend zu schaffen. Immer mehr Personal zum Löschen von Fake-Accounts und Hatespeech-Beiträgen frisst die Gewinnmargen auf (es müssen ja auch Gehälter gezahlt werden).

Es ist gut möglich, dass ein einschlafendes Nutzer-Interesse das Wachstum zum Erliegen bringt, und dass die schnell steigenden Kosten gleichzeitig die Gewinne fressen. Es gibt auch noch ein weiteres Problem. Das kleine, aber noch sichtbare Nutzerwachstum letztes Quartal, stammte nicht aus etablierten Märkten wie Nordamerika, wo Facebook 26 Dollar pro Nutzer an Werbeeinnahmen erzielt. Das Wachstum kam aus Asien, wo Facebook nur 2,62 Dollar pro Nutzer verdient. Auch das kann heute am Gewinn nagen.

Also: Es ist gut möglich, dass die am Anfang des Artikels genannten Erwartungen der Analysten noch zu optimistisch waren. Für Facebook wirkt es zumindest so, dass zumindest momentan der Gipfel des Wachstums erreicht wurde. Wir wollen aber natürlich keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung abgeben. Heute Abend sind wir alle schlauer.

Facebook-Quartalszahlen - Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano CC BY 2.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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