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Faktencheck: Kapitalkontrollen in Griechenland ab diesem Wochenende?

Von Claudio Kummerfeld

Wie wir vor Kurzem berichteten, geistert das Gerücht von Kapitalkontrollen in Griechenland durch Europa. Die griechische Regierung hat ihren Reformplan heute fertiggestellt und Mitarbeiter von Finanzminister Varoufakis reisen jetzt umgehend nach Brüssel, um ihn dort zu präsentieren. Allgemein wird erwartet, dass dort endlich Maßnahmen auftauchen wie die Eintreibung von Steuern oder das Rückholen von Schwarzgeld aus Ländern wie der Schweiz, die ja tatsächlich kooperationsbereit zu sein scheint.

Bei Marktteilnehmern kursiert seit heute das Gerücht, dass just an diesem Wochenende Griechenland Kapitalverkehrskontrollen einführen wird, um den stetigen massiven Mittelabfluss von griechischen Banken zu stoppen. Ein Wochenende mit geschlossenen Banken ist für so eine Maßnahme in der Tat der beste Zeitpunkt, um Einschränkungen bei Überweisungen und Barabhebungen zu verkünden, wohl ein Sonntag. Aber: das ist bisher NUR ein laues Gerücht. Die Quelle dieser Gerüchte sollen Nachrichten sein, die über das soziale Netzwerk Twitter laufen. finanzmarktwelt.de hat die Tweets der letzten Stunden zu den entscheidenden Stichworten analysiert.

Fakten, konkrete Quellen, konkrete Aussagen oder Bezüge auf fachkundige Personen sind dort nicht zu finden, sondern bisher nur Tweets, die im Großen und Ganzen so lauten: „greece capital control this weekend“…. das ist weniger als ein Gerücht, das ist nichts. Wahrscheinlich haben sich hier latent vorhandene Theorien zu Kapitalverkehrskontrollen gemischt mit der Tatsache, dass anscheinend zum ersten Mal unter der neuen Regierung ein konkreter Reformplan auf den Tisch gebracht wird, und zwar an diesem Wochenende. Dieser Plan ist für uns alle eine Wundertüte – und man weiß nicht, was drin ist…



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