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Fed wirft Blick auf „rückläufige“ globale Verschuldung von 238% zum BIP

Innerhalb der Federal Reserve ist die St. Louis Fed eine Art Datenalayse-Monster. Zu allen möglichen volkswirtschaftlichen Daten gibt es hier Charts und statistische Erhebungen. Vor ein paar Tagen hat man sich Gedanken über die globale Verschuldung gemacht, womit man Schulden des nicht finanziellen Sektors meint.

Gehe man nach dem reinen Schuldenstand in Geld, dann sei die globale Verschuldung (Auswertung von 43 Volkswirtschaften) laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) in der Schweiz von März 2009 bis März 2019 von 115 Billionen auf 184 Billionen Dollar gestiegen. Gut, das ist die reale Zahl. Aber die St. Louis Fed merkt dazu an, dass man ja auch die seitdem gestiegene globale Wirtschaftsleistung mit bedenken müsse. Von daher sei es sinnvoller die Schulden prozentual in Relation zur Wirtschaftsleistung zu setzen, was ja auch in der EU gerne gemacht wird um rückläufige Schuldenstatistiken zu präsentieren – obwohl die tatsächlichen Schulden in Euro zunehmen!

Gehe man danach, so habe die globale Verschuldung im September 2016 ihren Höhepunkt erreicht mit 245% in Relation zum BIP. Seitdem sei sie etwas gefallen auf 238% im März 2019. Dies lasse den Schluss zu, dass es seit drei Jahren eine gewisse Stabilisierung des Schuldenniveaus gebe. Vor der Finanzkrise habe der Verschuldungsgrad bei 207% gelegen. Die Stabilisierung gehe vor allem von den Industrienationen aus, und nicht von den Schwellenländern. Die lockere Geldpolitik der Notenbanken könne zu einem weiteren Anstieg der Schuldenlast führen, aber nicht so schlimm wie vor zehn Jahren, so die St. Louis Fed.

Der Verschuldungsanstieg nach der Finanzkrise dürfe erklärt werden durch mehr Verschuldung von Regierungen (USA sind kräftig mit an Bord) und von Unternehmen! Die Verschuldung der Verbraucher sei nicht gestiegen. Die erste Grafik zeigt ganz eindeutig: Die Zunahme der globalen Verschuldung in den letzten zehn Jahren kommt in erster Linie aus China, aber auch aus den USA! Die zweite Grafik zeigt für die letzten 20 Jahre die Entwicklung der Schulden in Prozent zum BIP. Nur Deutschland präsentiert eine gute Entwicklung, wenn es nach diesem Chart geht.

Globale Verschuldung - Zuwachs durch USA und China



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2 Kommentare

  1. Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Wenn man natürlich die Gelddruck orgien der Nationalbanken nicht als Schuld und Risiko anschaut ja dann könne man dieser Meinung sein, seit 10 Jahren saugen die Nationalbanken alles auf was nicht bei 3 auf dem Baum ist, die Verschuldung der SNB zum Bip liegt schon alleine einiges über 100, aber den Michel kann man immer Bescheissen und das beste er glaubts auch noch…

  2. Pingback: Nachrichten der letzten Tage – Teil 2! | das-bewegt-die-welt.de

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