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Erholung kurzfristig möglich - aber dominante Triebkraft jetzt negativ Fed negativ, Nvidia positiv – was ist stärker? Videoausblick

Die Fed bleibt auf Zinsanhebungskurs, das hat das gestrige FOMC-Protokoll gezeigt, auf das die Märkte negativ reagierten – aber dann kamen die Zahlen von Nvidia und hellten die Stimmung wieder auf. Nvidia +8% nachbörslich, das zog vor allem den Nasdaq-Future nach oben. Was ist heute stärker: die negativen Implikationen durch die Fed – oder die Zahlen des Chip-Herstellers? Der US-Leitindex S&P 500 hat gestern wichtige Unterstützungen gehalten – eine Erholung der Aktienmärkte ist daher kurzfristig nicht unwahrscheinlich. Aber übergeordnet haben wir dennoch den game changer gesehen: hartnäckigere Inflation zwingt die US-Notenbank die Zinsen höher anzuheben und länger hoch zu belassen als die Märkte erwartet hatten. Das ist nun die neue dominante Triebkraft für die Märkte..

Hinweise aus Video:

1. Anträge auf Immobilienkredite in den USA fallen auf 28-Jahres-Tief

2. DIW: EZB kann mit Zinsanhebung die Energiepreise senken

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30 Kommentare

  1. Nvidia jetzt Börsenwert 550 Milliarden 😂😂Umsatz etwas mehr als 5 Milliarden im Quartal…KGV 100

    Die Blase ist nach wie vor voll Intakt.
    Dumm, dümmer Wallstreet. Ein unumstösslicher Grundsatz.

  2. Nicht desto trotz sind die Märkte stark und lassen sich nicht wirklich von den impotenten Notenbanken beeinflussen 🤑

  3. Der Markt ist immer stärker und resilienter als so manche glauben.
    Wer hätte Anfang 2022 gedacht, dass die Märkte heute da stehen wo sie nun stehen, bei solch hohen Zinsen, Krieg, Inflation, Energiekrise, Pandemie, mögliche Rezession?
    Was passiert, wenn sich einer oder mehrere dieser genannten Faktoren positiv umkehrt?
    Oder sich auch nur der Gedanke auf ein Fünkchen von Hoffnung darauf in den Köpfen der meist pessimistischen Marktteilnehmer manifestiert?

  4. Ich mag die Videos von Herr Fugmann. Sind lustig, oft gut recherchiert und durchaus informativ. Aber diese ständige bärische Haltung ist eine Katastrophe. Hätte ich seit Anfang des Jahres auf Ihn gehört, würde ich mich Grün ärgern. Ich glaube auch nicht das er jemals irgendwo bei einem Analysehaus gearbeitet hat. Dazu fehlt mir zu viel Kompetenz und seine Shortwetten, naja, Schwamm drüber würde Herr Fugmann sagen :D

    1. @Frederik, nur wer ein Vertreter der Long-only-Seite ist, unterstellt mir „diese ständige bärische Haltung“
      Mein Argument für die Fortsetzung des Bärenmarkts ist klar: Liquidität! Geld wird immer teurer. Der monetäre Faktor ist entscheidend für die Märkte.
      Was ist denn Ihr Argument?

  5. ….wie waers mit dem Argument „die Realitaet“?

    1. aha, @Jochen ist wieder da nachdem es nach dem Abverkauf ein halbes Prozent nach oben geht :)

      1. Herr Fugmann, bei allem Respekt den ich vor Ihnen als Mitmenschen habe, ihre systematische Diskreditierung jeglicher anderslautender Pots und deren Verfasser ist nicht in Ordnung.

        1. aber @Jochen, als es nach unten ging, schwiegen Sie, kaum kommt etwas nach oben, schon wieder der alte Lautsprecher! Was ist daran diskeditierend? Es ist ein alt bekanntes Verhalten, das mir immer wieder begegnet und bei Ihnen eben auffällig ist!

          1. Deshalb habe ich „systematische Diskreditierung“ geschrieben.
            Ich habe in den letzten Tagen bereits 3 Posts gesendet die von Ihnen oder Ihrem Team nicht veröffentlicht wurden. Wäre ja ok wenn Sie das so filtern möchten, aber das hier für Ihr Narrativ der long only „alle gleich Typen“ zu benutzen ist sehr günstig.

          2. @Jochen, also ich habe nichts gelöscht – und sonst löscht es keiner!

  6. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Zinsprognose von James Bullard resultiert im Wesentlichen daraus, das die FED. seit dem „Bernanke Zeitalter“,die Zinsen immer in so einer komischen Spanne hält.

    Bullard legt nun den 5,25 Prozent Zinssatz als untere- und den 5,5 Prozent als obere Grenze fest.

    Das ist im Prinzip der Zinssatz von vor der Finanzkrise.

    Das bedeutet drei weitere Zinsanhebungen zu 0,25 Prozent im Jahresverlauf 2023 und dann eine längere Pause um abzuwarten, wie der Zinssatz wirkt.

    Da die FED die Bilanzsumme weiter reduziert, ist davon auszugehen, das die amerikanische Umlaufrendite im Gegenzug weiter steigt.

    Steigende Umlaufrenditen sind ab einem gewissen Punkt schädlich für die Börse, weil sie Anleihen, festverzinsliche Wertpapiere und Tagesgeldkonten wieder attraktiv machen, als Alternative zu Aktien.

    Dabei müssen die Umlaufrenditen so attraktiv sein, das Anleger ihr Kapital umschichten, weg von Aktien, hin zu Anleihen usw.

    Ob es dazu kommt, hängt im Wesentlichen von der FED ab. Sicherlich, die Bullardsche Zinsprognose würde ein attraktives Zinsumfeld darstellen.

    Würde heißt aber nicht muss. Es bleibt abzuwarten, ob sich James Bullard mit seinem hawkischen Ansatz im FED- Rat wird durchsetzen können.

    Ich persönlich würde es begrüßen, bin ich doch in den Achtziger und Neunziger Jahren mit relativ hohen Zinsen aufgewachsen.
    Ich erinnere hier an unseren ehemaligen Bundesbank- Präsidenten Helmut Schlesinger, der im Jahre 92 die Zinsen bis auf 8,75 Prozent trieb.
    Selbst für uns, ehemalige DDR Bürger, war das viel, hatten wir doch, mit 3,25 Prozent einen immer einheitlichen Sparerzinssatz.
    Gleichzeitig erhöhte damals das Finanzministerium unter Waigel den Freibetrag auf über 6000 DM für Singles und auf über 12 000 DM für Verheiratete, so dass eigentlich ein jeder in den Neunzigern gut und sicher sparen konnte.
    Ich selbst habe zum Beispiel mir ein sogenanntes „Sparer- Zertifikat “ zu 8,5 Prozent über mehere Jahre Laufzeit in’s Depot gelegt, einfach als sichere Alternative zur Aktie.
    Die Haltefrist für Aktien und Aktienfonds betrug damals gerade mal 6 Monate.

    Aber kommen wir zurück zur FED. Ich gebe dem Moderator der Sendung recht, das sich die finanziellen Konditionen weiter straffen werden und das dies den Druck auf die Märkte weiter erhöht.
    Ich selbst würde mir, bei einer amerikanischen Umlaufrendite von über 5 Prozent ,sicherlich den einen oder anderen Langläufer in’s Depot legen.

    1. Hallo Herr Dr. Schaarschmidt,

      zu Ihrem letzten Satz eine Frage. Was läßt Sie glauben, dass die Inflation wieder zurückgeht und die Währungen gerettet werden?
      Oder andersherum: Warum schließen Sie aus, dass wir (wieder einmal) das Ende der Fahnenstange erreicht haben und uns Währungsreformen ins Haus stehen?

      Vielen Dank im voraus.

      1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

        Ich glaube persönlich nicht an eine Währungsreform. Warum auch? Ich bin kein Verschwörungstheorie- Anhänger.

        Hier in der Sendung geht es meiner Meinung nach um die kurz- bis mittelfristigen Ausblicke an der Börse.

        Langfristig gehören Aktien und Aktienfonds oder ETFs in jedes Depot. Ich glaube aber dennoch daran, das wir im historischen Kontext relativ hoch standen, nämlich in den USA,bei 210 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt in Bezug auf die Marktkapitalisierung.
        Das Ausgangsniveau waren mal schlappe 32 Prozent in 82 ( Dow Jones Industrial Average Index damals bei 850 Punkten).
        Die Notenbanken müssen jetzt die Inflationen, in ihren jeweiligen Währungsräumen bekämpfen, dazu müssen sie die zuvor bereitgestellte Liquidität wieder zurückziehen.
        Einerseits durch höhere Zinsen, anderseits durch geringere Bilanzsummen. Daran führt kein Weg vorbei.
        Aktien,besonders die der Nasdaq ,performen besonders gut in Zeiten der ultra laxen Geldpolitik.
        Das ist nunmal nicht mehr der Fall. Neue All Time Highs sind deshalb nicht sehr wahrscheinlich, aber das ist auch nicht schlimm, schließlich sitzen die Aktienanleger immer noch auf dicken Gewinnen.

  7. Eine nachhaltige Herangehensweise an die langfristige Anlage und das kurzfristige Trading erfordert ein regelmäßiges, vorausschauendes, wenig emotionales Abwägen der Situation.

    Die letzten Monate betrachtet bedeutete das für mich ein sukzessives Einkaufen von Aktien aus 3 verschiedenen Bereichen im Spätsommer plus 18 erfolgreicher long Trades auf den Dow. Dann ab Anfang Januar schrittweise ein Abbau der der Aktien Positionen bis 50% und seit heute früh sichere ich diese Rest Positionen mit einem short Trade auf den Dow ab. Damit bin ich für einen Rücksetzer gewappnet und gehe wieder auf Einkauftour falls der Markt zurückkommt.

    Gleichzeitig laufen ETF Sparpläne natürlich weiter.

    Das ist in meinen Augen eine nachhaltige Strategie die auf Diversifikation setzt. Dieser Diffamierungs- Quatsch von wegen long only nur weil man nicht alles schwarz malt ist doch kindisch.

    Das setzen auf den Big Short & Untergangsszenario bringt nur dem Autor dieser Videos einen Mehrwert.

    1. Genauso wenig wie Sie „long only“ gehen, geht Herr Fugmann „short only“ wenn ich die Videos richtig verstanden habe.

      Sie sind aber unbestreitbar ein Tradinggenie und eine Koryphäe. Daran zweifelt doch niemand und dafür liefern Sie hier immer schlüssige und sehr hilfreiche Argumente ;-)

      Danke Jochen. Sie sind ein wahrer Held.

      Und falls ihr Portfolio einmal unerwartet geschröpft werden sollte, was es Nett Sie kennengelernt zu haben (sagt man halt so ;-)

      1. Was bedeutet das konkret für Sie ?

  8. Die Analysen von Herrn Fugmann sind meiner Meinung nach in jeder Hinsicht das Beste, was ich in deutscher Sprache kenne (und soweit ich weiß, kenne ich alles – Hinweise werden gerne genommen).

    Was die Jugend manchmal an seiner kritischen Haltung irritiert, ist wahrscheinlich der Umstand, dass die allermeisten Analysten nie besonders kritisch sind. Und was nicht dem gewohnten Muster entspricht wird als weniger wahr oder unrichtig wahrgenommen.

    Das ist einfach zu erklären: die Leute sind „Sell-Side“. Die Damen und Herren können schon gut analysieren, werden aber letztlich von Unternehmen bezahlt, die verkaufen wollen. Also ist das alles fast ausschließlich long only.
    Oder es sind Youtuber, die ihr eigenes Programm verkaufen wollen (was natürlich völlig in Ordnung ist), aber an wen können die verkaufen? – an ihr vorwiegend junges Publikum, dass meist nur 13 Jahre liquiditätsgetriebenen Aufschwung für Tech oder Growth kennt.

    Ich denke, dass mal wieder eine Menge Lehrgeld fällig ist.

  9. Hallo Jochen F,

    mich würden dann ein paar Details interessieren. Welche drei Bereiche? Welche ETFS?

    Das Big Short Szenario existiert und muss einkalkuliert werden. Woran machen Sie fest, dass Herr Fugmann das überbetont? (Für mich kommen Überlegungen in diese Richtung eher zu kurz, haben Sie schon eine Lösung dafür?)

  10. ETF > MSCI World, Xtrackers Artific Intellig and BigDataUCITS und iShares Automation & Robotics UCITS

    3 Bereiche:
    – Dax Werte mit hoher Dividende, Siemens, Allianz, BASF etc
    – Clean Energy, SMA Solar, first solar etc.
    – American Big Tech, Nvidia, Apple, Amazon, Facebook.

    Wie geschrieben, einen Teil habe ich schon wieder verkauft….hoffentlich nicht leider : )

    Natürlich kommt der Big Crash irgenwann, dagegen kann man sich aber absichern wenn das Risiko hoch ist.

    1. Danke für die Auskunft. Dividendenwerte halte ich gegenwärtig auch für sehr sinnvoll. Robotic ist für mich ein sehr wichtiges Zukunftsthema. Ich bin aber noch nicht investiert.

    2. Gucken Sie sich den Etf lieber einmal genau an was dort hoch gesichtet ist. Das hat nur bedingt mit robotic zu tun

  11. „Natürlich kommt der Big Crash irgendwann, dagegen kann man sich aber absichern wenn das Risiko hoch ist.“

    Das ist der beste und tiefgründigste Tipp ever !!!!

    Also, wenn mal irgendetwas von hohem Risiko in den Nachrichten zu hören ist, dann ist die Zeit gekommen sich abzusichern ;-)

    Alternative wäre einfach den Jochen zu fragen, wann das Risiko hoch ist.

    Konfuzius wäre bei dieser Weisheit vor Neid erblasst.

    1. Können Sie mir bitte nochmal die Situation beschreiben als Sie meinen Post gelesen haben? Was haben Sie in diesem Moment gefühlt ? Was wäre für Sie ein besserer Post gewesen ?

      Nehmen Sie sich ruhig etwas Zeit mit der Antwort.

      1. Können Sie mir bitte nochmal die Situation beschreiben als Sie meinen Post gelesen haben? Was haben Sie in diesem Moment gefühlt ?

        Da bin ich emotionslos.

        Ich habe Garnichts gefühlt, als ich Ihre inhaltsleeren Post gelesen habe.
        Der Erkenntnisgewinn war gleich null und sie sind teilweise unverschämt.

        Machen Sie jetzt einen auf Hobbypsychologen oder haben Sie sonstige Beschwerden?

        Da helfe ich gerne ;-)

        1. sorry diese persönlichen Zuweisungen sind nicht so mein Ding.
          Aber halten Sie einfach einen Moment inne wenn es Ihnen die Zeit erlaubt und fragen sich ganz ehrlich „Mensch Herr der Finanzen, warst du da wirklich ganz emotionslos“ ?

          1. „sorry diese persönlichen Zuweisungen sind nicht so mein Ding.“

            Seit wann das denn?

            Aber halten Sie einfach einen Moment inne wenn es Ihnen die Zeit erlaubt und fragen sich ganz ehrlich „Mensch Herr Jochen, warst du wirklich immer nicht persönlich Zuweisend“? ;-)

            „Aber halten Sie einfach einen Moment inne wenn es Ihnen die Zeit erlaubt und fragen sich ganz ehrlich „Mensch Held der Finanzen, warst du da wirklich ganz emotionslos“ ?

            Anmerkung: Held der Finanzen, nicht Herr der Finanzen. ;-) Aber nichts für ungut….

            So, einen Moment inne gehalten.

            Ergebnis: Eiskalt. Keine Emotionen. Und nun?

  12. Was sagen mir die „Streitereien“? Wirklich erfolgreich auf Dauer sind immer nur die wahren Insider,
    die sich nie zu erkennen geben. Die Eingriffe der Notenbanken lassen zuweilen den wirklich guten
    Analysten alt aussehen. Zu den Eingriffen der Notenbanken zählt m.E. vor allem die gezielte Rethorik.
    Damit werden die Massen gelenkt. Die Insider wissen was gespielt wird. Darum erwischt es die
    Masse der Kleinanleger immer bei einem Crash scherpunktmäßig. Ich würde mir die Ausführungen
    von Herrn Fugmann immer zu Herzen nehmen. Ich bin dankbar!

  13. Der Täter kehrt ans Tatort zurück, aus welcher Anstalt ist er entwichen?

  14. Frederik sind sie ein Jochen Jünger? ( Wenn Schwarze Schwäne Junge kriegen) Solche Typen verärgern 99% der FMW Teilnehmer und vor allem gegenüber Fugi ist ihr Verhalten schändlich.
    Das mit den Longs und Absicherungen ist doch lächerlich. Die Situation mit den Permabullen ist doch eine Blaupause von Ende 2021.
    Von all den Profis hat doch damals ( ausser Fugi) niemand gewarnt . Bei der Korrektur 2022 haben sehr viele sehr viel Geld verloren.
    Die 140 bis 160 Mia.Verlust der SNB und des Norweger Fonds waren doch nur die Spitze des Eisberges. Ich hoffe sehnlichst auf eine richtige Baisse, nicht aus Gewinnsucht, sondern nur ,dass diese Primitivos wieder für einige Zeit ruhiggestellt werden.
    Die Kommentare vor der Baisse in 2022 ähnelten sehr den heutigen Diskussionen, es wäre interessant einige davon zu wiederholen.

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