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Finanzkrise: Panik – die damaligen Entscheider sagen aus

Die Dokumentaion "Panic: The Untold Story of the 2008 Financial Crisis" ist spannender als ein Krimi. Sie zeigt den dramatischen Ablauf der Ereignisse aus der Sicht der Entscheider

Bis zur Coronakrise war die Finanzkrise die „Ur-Katastrophe“ für die Finanzmärkte. Was aber ist damals wirklich passiert? In folgender, in jeder Hinsicht sehenswerten und spannenden Dokumentation erzählen die damaligen Entscheider George W. Bush, Henry („Henk“) Paulson, Ben Bernanke, Timothy Geithner sowie der spätere US-Präsident Barak Obama (damals noch Präsidentschaftskandidat) ihre Sicht der dramatischen Entwicklungen.

Mit der Finanzkrise begann eine Art permanente Rettungspolitik – seitdem wachsen die Schulden deutlich schneller als die Wirtschaft. Die Doku über die „unerzählte Geschichte“ der Finanzkrise zeigt auch die Bedeutung der Wall Street für die Entscheider: crasht die Wall Street, dann crasht die Wirtschaft, so klar etwa formuliert etwa der damalige US-Finanzminister Henry Paulson. Wer also die Wirtschaft retten will, muß die Wall Street retten, so lautet das Mantra, das auch der aktuelle Fed-Chef Powell mustergültig umsetzt. Nur so ist erklärbar, warum die Aktienmärkte auf den aktuell extrem hohen Bewertungsniveaus handeln.

Die Dokumentaion „Panic: The Untold Story of the 2008 Financial Crisis“ ist spannender als ein Krimi. Sie zeigt den dramatischen Ablauf der Ereignisse – und wie die Beteiligten versuchten, den totalen Absturz zu verhindern – die politischen Widerstände gegen ihre Rettungsmaßnahmen waren damals enorm groß. Henk Paulson bringt es auf den Punkt mit der Aussage: „Manchmal ist die Realität verrückter als die Fiktion“.

Und: ohne die Finanzkrise wäre Donald Trump wohl niemals US-Präsident geworden.

Unbedingt ansehen!

 

Die Finanzkrise als "Urkatastrophe" des 21.Jahrhunderts

 



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1 Kommentar

  1. 1.) Waren die wirklich überrascht?
    https://www.klartext.la/politik-und-zufall/
    Franklin D. Roosevelt (US-Präsident 1933-1945) sagt dazu: „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf diese Weise geplant war.“ Auch ein amerikanischer Präsident und ich glaub nciht, daß sich seitdem etwas geändert hat.
    2.) Und Bush und Clinton haben nachweislich gelogen (Kuwait-Lüge, …). Ja, und für diese Kreise sagt Juncker ganz ehrlich: „Wenn es brenzlig wird, muß man lügen.“
    3.) Auch wenn er nicht belogen werden möchte, denk ich mal. Deswegen ja auch der EU-Kampf gegen Fake-News. Da gilt das auf einmal nicht mehr. Das darf nur die EU oder die Regierung. Und bei Bankbilanzen darf dann wieder gelogen werden. Warum läßt man bei Wirecard nicht einfach die nicht existierende Forderung als werthaltig in den Büchern? Nur bis nach Corona(Hihihi). Oder darf Wirecard das eben gerade nicht, weil es ja keine Bank ist? Dürfen nur Banken täuschen? Früher war das ja ein Straftatbestand. Ist das kompliziert.

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