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Finanzmärkte verlieren 31 Billionen Dollar seit Anfang 2022! Videoausblick

Die Finanzmärkte (Aktien und Anleihen) haben seit Jahresbeginn 31 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung verloren – die Verluste bei Krypto-Assets noch gar nicht mitgerechnet. Und das alles, weil die Notenbanken nun den monetären Klimawandel eingeleitet haben und bislang ihre Bilanzsummen insgesamt um eine Billion Dollar reduziert haben. Das erste Halbjahr war für die Finanzmärkte also ein ziemliches Disaster – aber übergeordnet war das vor allem der Abbau von zuvor maßlosen Übertreibungen, ausgelöst durch die Liquidität der Notenbanken. Manches spricht dafür, dass der Schmerz noch nicht vorbei ist – aber die bald eintretende Rezession in den USA wird die Fed umstimmen, sodass das zweite Halbjahr ingesamt dann doch deutlich besser werden dürfte als das erste Halbjahr..

Hinweise aus Video:

1. Michael Burry warnt: Fed könnte wegen „Bullwhip-Effekt“ Kurs ändern!

2. Aktienmarkt: Ist der Boden erreicht? Nein, es sei denn..

3. Live-Link Boom & Bust: „Energie, Ernährung: Wie (un)sicher ist Deutschland?“



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26 Kommentare

  1. @Markus Fugmann

    Wenn die Billionen weg sind, ist garantiert auch die Schöne auf deinem Titelbild auf und davon🙁.

    1. @Columbo, das fürchte ich auch stark :)

    2. 31.000 Milliarden US Dollar.
      31.000.000 Millionen US Dollar.
      31.000.000.000.000 US Dollar
      Na und?
      Buchwert, nicht im Buch
      Sonder in Computerdaten.
      Also kein Buchverlust.
      Sonder Computerdatenverlust.
      A, so a SCHMARRN.

  2. Hr Fugmann, tatsächlich ist das aktuelle BTC-Verhalten ziemlich bullisch. Mal davon abgesehen, dass S2F noch immer nicht gerissen ist (es zeigt nur eine Wahrscheinlichkeitsverteilung an) ist deutlich wichtiger, dass BTC seit Wochen bei ca 20.000 hängen bleibt.

    Solange BTC nicht nachhaltig unter das Top des letzten halving-induzierten Vier-Jahres-Zyklus geht, passt noch alles. Das letzte Top war Ende 2017 bei ca 19.000.

    Eine von drei möglichen Theorien zum aktuellen Zyklus lautet, dass BTC bereits mit 69.000 sein Top erreicht hat. Das würde bedeuten, dass es erst in über zwei Jahren wieder höher steht. Was jedoch auf keinen Fall passieren darf ist, dass es nachhaltig unter 19.000 fällt. Also z.b. 16.000 für mehrere Wochen. Dann wäre das wohl wirklich das Ende, zumindest als Weltwährung. Sie haben hier die sehr ungewöhnliche Situation einer Falsifizierbarkeit!

    Das ganze hat übrigens nichts mit sinnloser Charttechnik zu tun sondern mit der informationstheorethisch eingebaute Deflation. Und gilt ausschließlich für das dezentrale unmanipulierbare Bitcoin, und nicht für die 10.000 anderen Tech-Aktien, die sich „Cryptos“ nennen…

  3. Exakt – Herr F. aus H.
    :D.

    und was Du gesagt hast, stimmt. die FED und die EZB bzw haben viel zu lange die Zinsen zu niedrig gehalten, die Rechnung sehen wir jetzt.

    Und die Rechnung sehen wir beim ach so tollen, (vermeintlichen) Gold-Ersatz, dem Kryptomarkt.

    Das da so richtig schöne Short-Posis draussen sind ??? Beim Bitcoin ? ja ja – c wir wissen von nix…

  4. Und das der Währungsmarkt vollkommenst durcheinander ist, wegen Russland usw…Siehe den CHF.

    Aber la Suisse sieht das etwas anders wer hat, der hat… So kann ich, als schweizer Alpenland meine Wirtschaft zerstören…. Genau so… ;)

    Und da können sie sich ein Ei drauf backen , auf deren CHF.

  5. 31.000 Milliarden US Dollar.
    31.000.000 Millionen US Dollar.
    31.000.000.000.000 US Dollar
    Na und?
    Buchwert, nicht im Buch
    Sonder in Computerdaten.
    Also kein Buchverlust.
    Sonder Computerdatenverlust.
    A, so a SCHMARRN.

  6. Wer hat die 31 Billionen denn jetzt?
    Ich habe immer gehört, das richtiges Vermögen nie verschwindet, es hat dann nur jemand anderes.

    1. @Helmut

      Nach dieser Logik müssten die 31 Billionen auch schon immer dagewesen sein.
      Es sei denn, man beachtet so wichtige Begriffe wie „Marktkapitalisierung“ und versteht, dass das kein „richtiges“ Vermögen ist. Sondern zu einem großen Teil gehebelte virtuelle Zockerei in einer virtuellen Welt. Das Metaversum lässt schon mal grüßen, der Teil mit der Börse ist schon fertig programmiert…

    2. Hallo Helmut,

      zu Deiner Frage mal sachlich: die Kapitalisierung der Aktien geschieht an der Börse, in dem es Menschen gibt, die Aktien einem anderem zu einem Preis abkaufen. Ist die Durchschnittsumme der Kaufpreise höher, als der bisherige Preis, steigt der Preis. Umgekehrt fallen die Preise, wenn der Marktpreis sinkt.
      Das Geld ist also bei denen, die zu einem höheren Preis verkauft als zuvor gekauft haben. Zumindest war es dort für den Moment. Ein guter Teil wird danach üblicherweise in Nutten und Koks umgesetzt.

      Ein Teil des Geldes wird allerdings durch Kredit aufgebracht, wird also im Moment der Kreditvergabe neu geschöpft.
      Bei denen, die die Aktien nun billiger verkauft haben, ist dieses Geld real abgeflossen, bei denen, die die Aktien mit einem niedrigeren Wert im Depot behalten, entsteht ein Buchverlust. Für den privaten Aktionär ist das Privatsache, ein Fonds muss abschreiben. Der Buchverlust wird dann auch ohne Verkauf real.

      Die für den Aktienkauf aufgenommenen Schulden bleiben davon unberührt. Aktienkredite werden durch Verkauf der Aktien glatt gestellt. Würde sich um einen unbesicherten Kredit aus andere Quelle handeln und wäre beim Schuldner ist nichts mehr zu holen, hätte der Kreditgeber das Problem. Das müßte man aber sehr theoretisch konstruieren. Denkbar ist das, aber ich schätze, das sich das auf wenige Konkursfälle beschränkt, bei denen ein evt. Aktienkredit nicht ins Gewicht fällt. Das kann sich natürlich in einer großem Krise ändern und zu einem Faktor werden.

  7. An diesem Kommentar sieht man, dass der schlaue und gebildete Kommentator @Michael doch noch immer in einem wesentlichen Teil ein Börsenlaie ist. Abzüglich überzogener Spekulation, was wird denn mit den Börsenkursen ausgedrückt? Die Gewinne von Tausenden Unternehmen, die von Millionen Menschen in der Produktion täglich erwirtschaftet werden. Oder sind die Gewinne im Unternehmen von Michael auch nur eine Luftbuchung? Seine Firma ist nur nicht börsennotiert. Wenn eine Firma mit ihrem Modell scheitert, verschwindet sie vom Markt.
    Am gesamten Aktienmarkt werden die Gewinne (und Kapitalkosten) an die Investoren verteilt, selbst im größten Crash fällt die Marktkapitalisierung nicht unter den Buchwert, also die Summe des Vermögens der Unternehmen zurück. Aktienmärkte schwanken, wie aktuell erlebt, getrieben durch Angst oder Gier, fallen als Ganzes aber nicht auf das vorherige Krisenniveau zurück. Außer die Welt würde zerstört, Krieg, Meteoriteneinschlag….Hier nur mal die Entwicklung des S&P 500 in seiner Historie:

    – 50 Punkte, im September 1958
    – 100 Punkte, Juni 1968
    – 200, November 1985
    – 400, Dezember 1991
    – 800, Februar 1997
    – 1500, März 2000
    – 2000, August 2014
    – 3000, Juli 2019
    – 4000, April 2021
    – 4800 Januar 2022

    Dahinter steht nicht nur virtuelles Vermögen, der Aktienmarkt ist eine Partizipation am Ertrag einer Volkswirtschaft. In manchen Diktaturen funktioniert dies eben nicht, aus nachvollziehbaren Gründen.

    1. @Columbo-Fan (sind Sie wirklich das Original?)

      Seltsamer Kommentar inkl. der Ansprache in der Dritten Person! Sie selbst sprechen von abzüglich überzogener Spekulation, Markus Fugmann nennt es zuvor maßlose Übertreibungen, ich nenne es eben zu einem Teil (das sind die 31 Billionen und sicherlich noch mehr) gehebelte virtuelle Zockerei. Wo ist da der Unterschied?

      Die Marktkapitalisierung aller Aktien weltweit lag 2020 bei 106 Billionen USD.
      Das globale Wirtschaftsleistung lag im selben Jahr bei 85 Billionen USD. Ich finde jetzt auf die Schnelle nicht den Anteil, den die börsennotierten Unternehmen daran haben. In DE vielleicht 50%, USA 80%, Schwellenländer 10%?
      Wie kann ein Bruchteil aller Unternehmen deutlich mehr wert sein, als die gesamte Wirtschaftsleistung? Wo spiegeln sich da realistisch die Gewinne wider? Wie sehr beeinflussen die Aktienrückkäufe der Giganten den Kurs?

      Werden beispielsweise die MSCI-World-Unternehmen statt Marktkapitalisierung nach ihrer relativen Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) gewichtet, ergibt sich eine völlig andere Zusammensetzung. Der Anteil der USA sinkt auf gut 40 Prozent. Deutschland, wegen seines unterentwickelten Aktienmarktes ein Zwerg auf Basis der Marktkapitalisierung, steigt dagegen zum Schwergewicht auf.

      Auch andere, die sich sicherlich besser auskennen, als wir beide, stützen eher meine These, dass Börsenkurse mit der wirtschaftlichen Realität nicht viel gemeinsam haben (da diese These immer gilt, spielt das Jahr der Veröffentlichung keine Rolle):

      Wer über die reine Aktienbewertung hinausschaut, erkennt Absurditäten. In der Gewichtung der globalen Aktienmärkte zeigt sich schon lange ein amerikanisches Übergewicht, das sich mit wirtschaftlicher Potenz nicht erklären lässt. Da die Aktienkurse nicht die Gegenwart einschätzen, sondern das Zukunftspotenzial bewerten, ist es kaum möglich, verbindlich zu sagen, welche Bewertung angemessen wäre.
      https://www.nzz.ch/finanzen/aktienkennzahlen-wenn-apple-russland-schlaegt-ld.1637954?reduced=true

      Amerikas Großkonzernen schmelzen die Gewinne weg, der S&P 500 klettert trotzdem munter weiter – stimmt da was nicht? Warum nur koppeln sich die Börsenkurse immer weiter von der wirtschaftlichen Realität ab?
      https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/us-berichtssaison-amerikas-grosskonzernen-schmelzen-die-gewinne-weg-der-s-p-500-klettert-trotzdem-munter-weiter-stimmt-da-was-nicht_H1892166625_307099/

      Die Gewinne der insgesamt rund 27 Millionen US-Firmen entwickeln sich schlechter, als die Konzerne im S&P 500 suggerieren.
      https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/us-aktien-warum-der-sundp-500-ein-falsches-bild-der-us-wirtschaft-zeichnet/25339632.html

      1. @Michael. Nur ein paar Antworten. Weil die Kurse aufgrund des billigen Geldes so weit gelaufen sind, auch aufgrund des Anlagenotstandes der Kapitalsammelstellen, kommt es jetzt eben zur Korrektur. Ihre Feststellungen sind aber dennoch seltsam. Wieso soll die Marktkapitalisierung der Unternehmen mit der Gesamt-Wirtschaftsleistung direkt zusammenhängen? Dann müsste Apple mit dem gewaltigen Börsenwert von drei Billionen Dollar astronomische Umsätze (Gewinn 2021 – 95 Mrd., Umsatz 365 Mrd. Dollar) machen.
        Der S&P 500 ist seit 60 Jahren im Schnitt pro Jahr um 10 Prozent (wie etwa die Gewinne) gestiegen und das Wirtschaftswachstum der USA? Eher um drei/vier Prozent p.a. es besteht also kein direkter Bezug.
        Und dann der Ländervergleich. Klar hat der DAX 40 nur eine MK von 1,4 Billionen Euro, im Vergleich zur deutschen Wirtschaftsleistung von 3,4 Billionen Euro. Aber in Deutschland erwirtschaftet der Mittelstand eine Menge und diese Firmen sind nicht börsennotiert.
        Aber die Marktkapitalisierung der Aktien und Indizes ergibt sich aus den Kurs/Gewinnverhältnissen und diese sind international gar nicht so ewig auseinanderliegend, ob S&P 500, Dax, Nikkei oder bei Indizes aus den Emerging Markets. 10 bis 20 und wenn es auf 30 geht, wie 2021, 2007 oder 2000 gibt es immer wieder die Korrekturen. Nicht den Fehler machen einzelne Aktien oder Branchen als Negativbeispiele heranziehen. Die gab es immer, die Börse wird in Teilbereichen immer verzerrt sein, es ist der Mensch.
        Die etwa 9000 Unternehmen, die die Weltmarktkapitalisierung im MSCI All Country World Index ausmachen, sind über viele Länder verteilt: 27 Länder zählen zu den Industriestaaten und 24 zu den Emerging Markets, die etwa 85 Prozent von deren MK repräsentieren. Und darin werden die Unternehmen eben bewertet, anhand ihrer Gewinne, die in der Zukunft abdiskontiert werden und anhand ihrer Geschäftsmodelle. Wenn der S&P 500 mit seiner immer noch gigantischen Marktkapitalisierung von 30 Billionen Dollar ein KGV von 20 aufweist, dann sind die Gewinne der Unternehmen im Schnitt für das Jahr ein Zwanzigstel davon. Aber das hat nur indirekt etwas mit der Wirtschaftsleistung der USA von etwa 24 Billionen Dollar zu tun.
        Die DAX-Werte haben im letzten Jahr etwa 128 Milliarden Euro (insbesondere international) verdient, multipliziert mit dem KGV ergab das eben eine Marktkapitalisierung von über 1,6 Billionen Euro und einen Dax-Stand von 16.000.
        Wenn der globale Börsenwert jetzt um 31 Billionen Dollar gesunken ist, dann haben sich die Kurs/Gewinnverhältnisse eben reduziert, die USA mit ihrem ehemaligen 50 Billionen Dollar Markt sind jetzt die großen Verlustbringer in absoluten Zahlen. Oder aber es gibt eine Rezession, dann steigen die KGVs sogar und die Indizes haben noch ein Stück des Weges vor sich.
        Wenn Apple, Amazon, Microsoft und Konsorten in Zukunft weniger verdienen, sinkt ihre Marktkapitalisierung, ihr Börsenwertung, damit der Anteil in den heimischen Indizes, so wie auch im MSCI World.
        1989 waren die weltweit schwersten Aktien japanische und dies hat sich nach dem Immobilien-Crash drastisch geändert.
        Also: Wenn die Geschäftsmodelle des US-Techsektors nicht mehr funktionieren, sinkt ihr Börsenwert, wie wir es gerade bei Facebook und Netflix erleben.
        Das mit den virtuellen Börsenwerten ist ein viel zu verallgemeinernder Unsinn, wenn die Unternehmen ihre Gewinne in Zukunft nicht bringen oder auch nicht halten können, sinkt deren Wert und deren Index-Bedeutung.
        Sinnlos überhöhte Bewertungen wie bei ARK Investments werden dann schmerzhaft reduziert.
        Die großen Indizes bleiben aber stets in einem großen Rahmen bei den KGVs, in der Regel bei 10 bis 20, in der Euphorie bis 30, im Crash mal unter 10.

        Natürlich gibt es Verzerrungen über Aktienrückkäufe, aber auch das reguliert sich, wenn diese mit Fremdmitteln geschehen, die dann langfristig das Wachstum behindern, vor allem, wenn die Zinsen steigen. Und so weiter und so fort.
        Die Börsenindizes haben in vielen Ländern nur indirekt etwas mit der Gesamtwirtschaft eines Landes zu tun, in den USA mit der großen Dominanz von Aktiengesellschaften schon eher.
        Aber an allen Börsen werden eben die Gewinne der Unternehmen an die Aktionäre verteilt, trotz der periodisch auftretenden Übertreibungen, aber es gibt seit Jahrhunderten kein besseres System für die Unternehmen, um an Kapital zu kommen, oder? Michael, wenn Sie etwas anderes kennen, schreiben Sie es.
        Wollte mich eigentlich nicht so lange auslassen, ich will nicht dem Herrn H nacheifern, sorry.

        1. @Columbo-Fan

          Erst einmal vorab: Die zeitliche Abfolge von Kommentaren auf FMW ist ein Chaos, weil sie nicht chronologisch erfolgt. Vor allem am Wochenende. Das ist kein Vorwurf an die FMW, macht aber Diskussionen dann, wenn Berufstätige Zeit haben, zum Verwirrspiel.

          In all dem Chaos, ich gebe mich geschlagen.
          Sie schreiben zurecht: Das mit den virtuellen Börsenwerten ist ein viel zu verallgemeinernder Unsinn, wenn die Unternehmen ihre Gewinne in Zukunft nicht bringen oder auch nicht halten können, sinkt deren Wert und deren Index-Bedeutung.

          Obwohl ich mich immer wieder frage, wie Börsenwerte innerhalb kürzester Zeit um 31 Billionen steigen können, um dann fast spiegelbildlich wieder abzustürzen. Und woher die Börsen wissen, was die Unternehmen in Zukunft bringen oder nicht. Ich arbeite daran, bin aber noch zu sehr im Hier und Heute verhaftet. Und noch schlimmer, ich validiere und verifiziere anhand von bekannten Fakten, von Erfahrungen.

          Aber deshalb bin ich ja auch Laie.
          Vermutlich war nur mein Begriff „virtuell“ missverständlich und der Auslöser für all die Kalamitäten. Vielleicht hätte ich es „hoch spekulativ“ nennen sollen. Oder wie Sie: Sinnlos überhöhte Bewertungen, Verzerrungen über Aktienrückkäufe, periodisch auftretende Übertreibungen.

      2. @Columbo-Fan

        Nachdem sich nun auch noch wirkliche Börsenprofis hinzugesellt haben, die zum Zeitpunkt meines ersten Kommentars noch nicht sichtbar waren, möchte ich gerne noch ergänzend ein paar Anmerkungen hinzufügen. Und nebenbei bemerkt: Obwohl zu Beginn etwas seltsam, finde ich es mit fortschreitender Zeit zusehends reizvoller, von @Michael (also mir) in der Dritten Person zu schreiben. Klingt irgendwie cool, das hat etwas „Cäsarisches“ 🤩

        Seien wir ehrlich: Was wird denn wirklich mit den Börsenkursen ausgedrückt? Die tatsächlichen Gewinne von Tausenden Unternehmen, oder die Erwartungen, Hoffnungen, Einschätzungen irgendwelcher Profi-Analysten mit einer Trefferquote von 50% zzgl./abzgl. der Zockereien irgendwelcher Hedgefonds?

        Wie Felix so schön erklärt: Bei denen, die die Aktien mit einem niedrigeren Wert im Depot behalten, entsteht ein Buchverlust, ein Fonds muss diesen abschreiben. Der Buchverlust wird dann auch ohne Verkauf real.
        @Michael Cäsars (also meine) Gewinne im Unternehmen beinhalten ebenfalls Abschreibungen auf den gewerblich genutzten Teil der Immobilie. Inzwischen ist dieser Teil virtuell-buchhalterisch nur noch 40% wert, in der wahren Welt etwa 200%.
        Also ja, seine (also meine) GuV ist auch nur eine teilweise Luftbuchung.

        Abschließen möchte ich mit Ihren eigenen Worten: Der Aktienmarkt ist eine Partizipation am Ertrag einer Volkswirtschaft. Eine Partizipation, also ein mitwirkender Teil von etwas Größerem. Wenn ganze Volkswirtschaften nur noch einen Bruchteil an ein paar wirklich systemrelevanten und unersetzlichen Gütern und Dienstleistungen wie von Tesla, Apple, Twitter, Facebook oder Google repräsentieren, wird es für den Laien @Michael Cäsar (also mich) tatsächlich virtuell.
        Um das intellektuell zu kompensieren und professionell zu internalisieren, muss er sich erst einmal die nächsten Tage an den 31 Billionen für Koks und Nutten beteiligen, wie es in den Geldströmen von Felix prognostiziert wurde.

    2. @columbo-fan,genau und deswegen muss immer wieder mit neuem frischen Kreditgeld vie Anleihenemmission ( Coronahilfen,2% Rüstungskosten,Sondervermögen,Kriegskosten ,Green Deal etc etc.) mehr Währungseinheiten dazu monetarisiert werden ,weil das alte Kapital kein Preisrisiko eingeht und die Neuankömmlinge mit Frischem ausgestattet werden müssen.Denn sonst würden irgendwann die laufend zirkkulierenden Erträge aus der Substanz des „alten (jahrhunderte altem Kapital) kommen . Das zu verhindern,dass ist die einzige Metrik um die es immer und immerwieder geht. Das „alte Kapital“ steht in keiner Forbesliste . Dort ist das Kapital jetzt.

    3. @Columbo-Fan
      Der schlaue und gebildete Kommentator @Michael hat sein Leben doch schon vor fast 20 Jahren auf die offensichtlichen Dinge ausgerichtet. Er hat ein Haus gebaut, das ohne großen technischen Firlefanz natürlich vorhandene Energien nutzt und bei den Investitionskosten nur Peanuts an Mehraufwand verursachte. Allen russischen Gas-Unkenrufen zum Trotz.

      Heute besitzt er ein Heim, in dem er und seine Familie leben, ohne dass ihn Gaspreise oder Strompreise auch nur ansatzweise tangieren. Sein KGV liegt geschätzt bei 300.
      Ob er in Teilen Börsenlaie ist, interessiert ihn wahrscheinlich wenig. Dem wahren Leben hat er sich schon damals gestellt, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel rechtzeitig erkannt, akzeptiert und konsequent in die Tat umgesetzt.

      Dass Sie ihn nun so herablassend als Börsenlaien bezeichnen, lässt sich nur mit Neid oder Missgunst erklären. Oder mit ideologischem Frust, dass grüne Strategien im echten Leben so gut funktionieren können.

      1. @Michael-Fan. Sei es wie es ist. Was war das aber für eine komische Schlussfolgerung? Neidisch auf seine Vorausschau in der Energieproblematik, ha?
        Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Aussagen zur Bewertung der Aktienmärkte in Relation zur Wirtschaftsleistung laienhaft waren. Da war der Herr „Oberlehrer“, wie er sich selbstironisch genannt hat, natürlich beleidigt. Und eigentlich heißt die Seite Finanzmarktwelt und da ist der überragende Schwerpunkt der Kapitalmarkt, denke ich.
        Jedenfalls mache ich es jetzt weiter wie mein anlagetechnisches Forumsvorbild, @Columbo: Ich investiere breit, nehme die Erträge der Weltwirtschaft mit, aus welcher Ecke der Welt diese auch kommen werden. Prognosefrei investieren, die jetzt höheren Kapitalkosten global einsammeln und auch den künftigen Anstieg um 31 Billionen Dollar nutzen, denn die Welt wächst weiter, auch wenn Pessimisten stets mit dem finanziellen Weltuntergang rechnen. Wann dies geschieht, weiß keiner, es ist möglich, dass wir in drei bis sechs Monaten schon wieder um 15 Billionen Dollar aufgeholt haben.
        Eine Übersicht aus den USA habe ich vorgelegt und wenn es in der nächsten Dekade woanders stärker nach oben geht, egal. Aber um alles in der Welt: Was hat das alles mit einem energetisch optimierten Haus in der Oberpfalz zu tun? Was ich im Übrigen ganz toll finde.

  8. Also bitte nicht über mich herfallen, denn ich habe wirklich keine Ahnung von Aktien usw.
    Aber die Deutsche Bank sagt, sie hätte etwa 60 Milliarden Eigenkapital, wenn die Verbindlichkeiten mit den Forderungen und dem Eigenkapital verrechnet werden/würden.
    Man könnte aber die DB mit etwa 17 Milliarden am Aktienmarkt kaufen.
    Also könnten wir doch alle mal zusammen legen, um die DB für 17 Milliarden kaufen, dann aufzulösen und die über 40 Milliarden teilen wir uns dann auf.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Hallo Helmut,

      wenn der Buchwert einer Firma deren Aktienwert übersteigt, ist das immer ein schlechtes Zeichen. Columbo-Fan hat das ja oben beschrieben: der Wert einer Firma sind die zukünftigen abgezinsten Gewinne (nach Erwartung natürlich nur). Dieser Wert steigt und fällt mit den Marktbedingungen und dem geschäftlichen Erfolg der Firma und die Aktionäre orientieren sich mit ihren Kauf- und Verkaufgeboten daran. Letztere machen den Börsenpreis, wie von mir oben beschreiben.

      Der höhere Buchwert resultiert aus den Feinheiten der Buchhaltung. Die Soll zwar „Wahrheit und Klarheit“ pur sein, aber es gibt eben viele Dinge, bei denen es Spielräume gibt, weil es sich um eine Frage der rechtlichen Regelung handelt. Z.B. Anlagevermögen, dass ich nicht kaufe, zu welchem Wert aktiviere ich das? DA gibt es viel Spielräume, die man lediglich mit einer nachvollziehbaren Begründung und Regelmäßigkeit einhalten muss. Naja, und wenn ich es dann doch anders machen will, muss ich es halt gut begründen. Geht auch.
      Daneben gibt es auch Teilerklärungen, die für alle Bilanzen gelten. Wir gehen in der deutschen Buchhaltung z.B. von der Fiktion aus, dass ein Betrieb immer weitergeführt wird. Dementsprechend haben die ganzen einheitlich designten Möbel in den Bankfilialen einen Buchwert. In der Realität wäre das natürlich alles sofort Sperrmüll, wenn die zugehörige Bank weg ist.

      Jetzt in der Krise kommen natürlich noch ganz andere Dinge dazu. Z.B. befreite die BAFIN 2020 die deutschen Banken von der Pflicht, ausgefallene Kredite abzuschreiben. Dann stehen die natürlich noch als werthaltig in den Büchern. Wobei ich mich danach nicht mehr danach beschäftigt habe. Das war für ein „Point of no Return“. Ich investiere nicht in Banken und fertig.

      Und zurück zum Buchwert. Wenn die Börse weniger zahlt, dann ist dieser Buchwert sehr wahrscheinlich nur eine Luftnummer.

      1. Alles sehr interessant. Was schreibt oben Columbo-Fan? Selbst im größten Crash fällt die Marktkapitalisierung nicht unter den Buchwert. Und weil sich die Börse ja niemals täuschen kann und auch noch nie getäuscht hat 😂, muss also der Buchwert eine Luftnummer sein. War das auch so bei Tesla, als das Unternehmen eine Zeit lang unter den Top Ten der Giganten notierte? Oder war da eher der Börsenwert die Luftnummer?

        1. Sowohl der Buchwert als auch die Marktkapitalisierung sind nur ungefähre Größen und beide können extrem verzerrt sein. Was für die Bilanz gilt, gilt auch für die Ertragsrechnung. Damit sind auch die KGVs anzuzweifeln. Deswegen schaut man auch auf den Cashflow, der weitaus schwieriger zu „gestalten“ ist.

          Aber aus der Gesamtsituation kann man schon eine Einschätzung treffen. Wenn wir auf das Beispiel der deutschen Bank zurückkommen, so ist deren Buchwert anhaltend höher als die Marktkapitalisierung. Also über verschiedenste Marktphasen hinweg. Ich gehe daher davon aus, das die Einschätzung des Marktes hier richtig liegt, weil im Markt keine anhaltende Depression gegeben war.

    2. @ helmut . Die DB scheint die falschen Zettel in der Bilanz zu haben . Eben nicht $ basiert. Draghi ,ick hör dir trapsen.

      Aber was weiß ich schon . Ich hab ja keine Ahnung ,reine Speku.

  9. Marko Bemitleider

    @Marko, vielleicht solltest du endlich merken,dass der Durchdreher der Euro ist,und zwar nach unten.Gegen die zweitstärkste Währung hinter dem Russenrubel , den Dollar ,verhält sich der Franken in enger Bandbreite.Jetzt solltest du den informierten FMW Lesern einmal erklären warum die Schweiz mit einer der letzten sicheren Währung dem Niedergangs Euro beitreten sollte ? Den bisher guten Yapser Yen haben die Notenbänker ja auch schon demoliert. In der Schweiz hat eben das Volk das Sagen und das würde niemals einen tragischen Draghi oder eine verurteilte Franzosentante gegen ihren Notenbänker tauschen,der die Interessen des Landes vertritt .Wenn ich dein Freund wäre,würde ich dir in aller Vertrautheit sagen, dass deine Kommentare über was auch immer nur lächerlich sind.Ich frage mich auch ob Leute mit solchen Ansichten im Finanzwesen je einmal etwas gewinnen konnten oder vielleicht als Nacktbader in der lange anhaltenden Flut mitschwimmen könnten.? Ich musste meine Verärgerung endlich rauslassen,vielleicht hilft es dir mehr wenn du merkst
    was du mit deinen Kommentaren bewirkst.Die Wahheit ist nicht immer schön, aber sie kann helfen besser zu werden.

  10. Ersteinmal bedanke ich mich sehr dafür, dass man mir (auch mit verschiedenen Herangehensweisen) versucht hat zu erklären, wo denn nun die 31 Billionen geblieben sind.
    Mit meinem sehr begrenzten Grundwissen über diese Art von Finanzgeschäften, habe ich den Eindruck:
    Die 31 Billionen sind wirklich „verloren“ weil sie auch Niemand mehr finden kann.
    Man hätte also noch vor Monaten, mit den 31 Billionen theoretisch mehr als alle deutschen Immobilien aufkaufen können, wenn man die Gewinne realisiert hätte, und in Immobilien investieren hätte können. Verwerfungen dabei mal vernachlässigt.
    Nun werden ja auch einiges von den 31 Billionen z. B. Pensionsfonds in ihrer Bilanz fehlen, was sich sicherlich erst bemerkbar machen wird, wenn die verlorenen Billionen nicht wiedergefunden werden können, bzw. wieder durch neue Spekulationsgeschäfte zumindest buchungstechnisch wieder vorhanden sein werden, bevor sie von den Einzahlern in die Fondsbenötigt werden.
    Puh– zwischen diese Zahnräder oder Mühlsteinen der Finanzen würde ich aufgerieben.
    Deshalb hatte ich hier auch schon öfter geschrieben, dass ich Spezialisten, die dabei den Durchblick haben, bewundere, aber meine schlaflosen Nächte mich dann wohl sehr belasten würden, wenn ich es auch versuchen würde, oder Vermögensverwaltern mein Geld anvertrauen würde.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Hallo Helmut,

      ich denke auch, man muss Spaß daran haben, sich das alles zu überlegen und eine These aufzustellen und an der Realität zu testen. Das ist aber auch das Schöne daran. An so vielen Stellen sind wir doch alle oft fremdbestimmt und müssen Vorgaben von Chefs, Kunden und Regierung folgen, auch wenn wir sie schwachsinnig finden. In unseren Depots sind der Kapitän und wenn wir unsere gut gemacht haben, sieht das Depot auch gut aus.

      Aber das die Billionen weg sind, stimmt dennoch nicht. Ich probiere es noch mal anders:

      Angenommen, Sie hätten im Coronacrash Ihr Depot mit 40.000 Euro gestartet und solide einkauft. Dann wäre Ihre Depotwert ohne Probleme auf 100.000 Euro angestiegen, noch bevor die Kirschen reif waren. Wenn Sie diese Gewinne nun mitgenommen hätten und in andere Aktien umgeschichtet hätten, und diese nun 20% im Kurswert gesunken wären, dann (Steuern außen vor) würde Ihr Depot nun einen Wert von 80.000 Euro und einen Verlust von 20% anzeigen, obwohl Sie Ihr Kapital verdoppelt haben.

      Die Billionen sind bei denen, die zu einem höheren Preis verkauft haben, als sie zum Einkauf bezahlt haben.

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