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Florian Homm über Leerverkauf und Ethik

In wohl kaum einem anderen Land ist die Spekulations-Feindschaft so stark ausgeprägt wie in Deutschland. So oder so: gerade Leerverkäufer sind es, die letztlich die Märkte stabilisieren – da die Leerverkäufer etwa in Panik-Situationen ihre Positionen irgendwann eindecken müssen und damit wieder als Käufer am Markt agieren..

Redaktion

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FMW-Redaktion

In wohl kaum einem anderen Land ist die Spekulations-Feindschaft so stark ausgeprägt wie in Deutschland – das hat historische Ursachen, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen. So oder so: gerade Leerverkäufer sind es, die letztlich die Märkte stabilisieren – da die Leerverkäufer etwa in Panik-Situationen ihre Positionen irgendwann eindecken müssen und damit wieder als Käufer am Markt agieren.

Florian Homm erklärt seine Sicht der Dinge:

https://youtube.com/watch?v=oMa_yIGb1G0%3Fecver%3D1

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    22. Februar 2017 13:40 at 13:40

    Leerverkaufen wurde früher meistens „Fixen“ genannt.
    Und F. Homm muss Recht haben, dass es kein Teufelswerk ist.
    Im Gegenteil:
    Der Fixer ist bei Gott beliebt,
    weil er nicht hat und trotzdem gibt.

    Außer der auch im Video genannte G. Soros.
    Bei dem soll es ja vorkommen, dass er nicht nur leer verkäuft, weil er negative Ereignisse e r w a r t e t .
    Sondern ihm wird nachgesagt, dass er in der realen Welt mitunter aktiv d a s unterstützt, was diese negativen Ereignisse überhaupt erst a u s l ö s t.
    Er spekuliert also nicht auf den Eintritt einer negativen Wirkung, sondern er ist in dem Fall Ursache dafür.
    Und ob das der liebe Gott so gerne sieht?

    • Avatar

      joah

      22. Februar 2017 14:55 at 14:55

      Nun ja, wenn wir es mal realistisch betrachten, dann hat ein G. Soros beide Seiten „bestens im Griff“: das Theoretische (Spekulation, Börse) und die Praxis (neg. Ereignisse hervorrufen, Proteste, …).

      Und nein: ich verherrliche diese Person definitiv nicht (!).

  2. Avatar

    Tonovic

    22. Februar 2017 14:58 at 14:58

    Ich gebe Gerd recht,es kommt auf den Grund der Terminkäufe oder Verkäufe ab, schlimm sind natürlich Insider ,die dann mit Hebelwirkung risikolose Gewinne machen .Noch schlimmer und einfacher sind die Akteure ,die den Auslöser für die erwartete Kursbewegung selber sind.Beispiel, nach meinen Informationen war es eine grosse Bank ,die half Griechenland total zu verschulden um später beim Kollaps zu profitieren!! Es soll auch mal einen Noten Banker gegeben haben, dessen Freundin kurz vor Interventionen Devisengeschäfte tätigte. Das Wahnsinnige,der Politiker der die Sache aufdeckte hatte eine Hausdurchsuchung u.Probleme am Hals ,anderseits wurden die Untersuchungen später abgebrochen. Der entsprechende Notenbanker verdient heute bei einem sehr grossen Vermögensverwalter viel mehr als vorher

  3. Avatar

    joah

    22. Februar 2017 14:58 at 14:58

    »In wohl kaum einem anderen Land ist die Spekulations-Feindschaft so stark ausgeprägt wie in Deutschland – das hat historische Ursachen, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen.«

    Ich komme wahrhaftig nicht drauf – kann mir jemand (kurz & knapp) auf die Sprünge helfen?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. Februar 2017 15:08 at 15:08

      @joah, kurz und knapp ist schwierig..jedenfalls beginnt das mächtig zu werden durch den Crash 1873 nach dem Sieg Deutschlands über Frankreich, wodurch horrende Entschädigungssummen nach Deutschland flossen und dann einen Börsen-Boom auslösten, der dann in sich zusammen fiel; kein Zufall ist, dass genau dann Parteien entstanden, deren Hauptprogramm Antisemitismus war: die Juden seien schuld, weil sie den Hype gefördert hätten und ohnehin nie handwerklich gearbeitet hätten (ein Argument, dass der Zionismus dann aufnimmt und das Gegenteil beweisen will). Seit 1873 ist in Deutschland Börse dann im Grunde Teufelszeug..

      • Avatar

        joah

        22. Februar 2017 15:14 at 15:14

        Ja, das könnte gut möglich sein, wenngleich ich „die Feindschaft“ nicht als so offensichtlich empfinde. Anscheinend vergessen die Leute (immer noch), das Spekulation eben auch eigenes Risiko bedeutet und dann muss anscheinend immer wieder ein (anderer) Schuldiger her – irgendwie kommt mir das hingegen sehr bekannt vor, leider.

  4. Avatar

    Francis

    23. Februar 2017 22:14 at 22:14

    Ich finde es bezeichnend, dass Herr Homm in keiner Weise auf das Thema Ethik eingeht, es aber im Titel missbraucht.. ;-)

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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am

Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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