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Angeblich Öl-Leck Gazprom stellt Gas-Lieferungen über Nord Stream 1 ein

Gazprom Nord Stream 1

Gazprom stellt die Gas-Lieferungen durch Nord Stream 1 (vorerst?) ein – angeblich aufgrund eines technischen Problems (Austritt von Öl aus der Pipeline).

Wann und ob Gazprom die Lieferungen wieder aufnehmen wird, ist unklar. Noch heute Morgen schien klar zu sein, dass die vor der vermeintlichen Reparatur von Nord Stream 1 reduzierte Liefermenge (20%) ab Samstag wieder aufgenommen würde.

Die Aktienmärkte daraufhin unter Druck – nun ist unklar, wann und ob die Lieferungen weiter gehen. Sollte kein Gas mehr durch Nord Stream 1 fliessen, würde die Energiekrise in Europa weiter eskalieren. Vermutlich versucht Putin, den Gaspreis wieder nach oben zu bringen nach den Kursverlusten der letzten Tage. Denkbar ist zudem, dass die russische Führung mit den vermeintlichen technischen Problemen bei Nord Stream 1 auf die Absicht der G7-Länder eines Preisdeckels für russisches Öl reagiert..



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17 Kommentare

  1. Wer mit solchen Leuten Geschäfte macht, ist selbst schuld. Es wurde eben in den letzten 20 Jahren alles „outgesourced“. Öl und Gas aus Russland – Waffen und Sicherheit durch die USA.
    Und jetzt zahlen wir eben den Preis dafür….
    Man könnte Putin nur an die Kandarre bekommen, wenn alle westlichen Länder sagen – no Gas no Oil
    mit sofortiger Wirkung – aber das traut sich niemand und es geht offensichtlich auch nicht.
    Aber das wäre die einzige Sprache, die Putin versteht.
    Die Zukunft kann auf lange Sicht nur sein: Verzicht auf Russland, China, Nordkorea und alle die mit diesen
    Regimen Geschäfte machen. Wird zwar weh tun, aber es ist unsere einzige Chance….

    1. Welche Chance soll das sein ??
      Und Putin an die Kandarre nehemen ? Warum, will der was von uns ? warum nimmt man nicht die USA an die Kandarre ? die wollen was von uns. Für die sind wir Konkurrenten, so die Regierungsstrategiepapiere. Es sind nicht unsere Freunde. So in einer Stern-TV Sendung vor vielen Jahren, als noch Günter Jauch die Sendung moderierte. Er war im Gespräch mit dem damaligen US Diplomaten für Deutschland John Kornblum. Das Wort „unsere Freunde in den USA“ fiel, worauf Kornblum sagte : „Wir sind keine Freunde, wie sind Geschäftspartner“ und so sieht es eher aus. Hier in Deutschland denkt man immer noch romantisch von den USA.

  2. und bei uns fordern die Geisterfahrer noch ein vollständiges Rückbau der Nordstream 2. tja nun könnte man wenn es gewollt wäre die Russen entzaubern durch öffnen von Nordstream 2. entweder liefert er oder zeigt nun dann wirklich er will ein Wirtschaftskrieg mit uns aktiv führen. klar hat Europa ihn auch selbst gestartet aber nun wird es sich zeigen.

    nun heißt es das der Klimawandel Mal hilft und der Winter mild wird oder wir tauschen die Geisterfahrer in Berlin endlich aus.

  3. Vor allem ist die Gazprom Aktion eine Ohrfeige für alle Putinversteher, die für die Öffnung von Nordstream zwei geworben haben. Klar würde Russland viel mehr Gas liefern, damit die Speicher in Europa bereits im September voll würden und der Gaspreis ins Bodenlose fiele. Wie naiv muss man sein?

  4. Ja, noch mehr Saktionen. Haben ja auch toll gewirkt.
    Vielleicht gleich gegen die BRICS mit über 3 Milliarden Menschen.
    Zusätzlich aller Staaten die mit Russland Handel treiben. Also mit etwa 2/3 der Menschheit.
    Denen wird es egal sein.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  5. „Putin an die Kandarre bekommen“ – genau aufgrund dieser überheblichen westlichen Perspektive stehen wir jetzt vor dem Scherbenhaufen. Russland wurden 600 Milliarden Devisen eingefroren (man könnte auch sagen gestohlen), das Deutschlandgeschäft von Gazprom enteignet, NS2 gestoppt usw. usf. – und aus Dankbarkeit soll es jetzt weiter Gas liefern? In welcher verqueeren Welt leben Sie?

    Man könnte ja darüber nachdenken, solche beispiellosen Sanktionen gegen alle kriegsführenden Länder zu verhängen, das kommt aber in dieser Welt voller Heuchelei nicht vor. Wird gerade die Türkei sanktioniert? Saudi-Arabien? Die USA jemals für ihre unzähligen völkerrechtswidrigen Übergriffe auf andere Länder? Der Ruf nach Verzicht wäre wohl zuerst an uns zu richten, nämich der Verzicht auf die „regelbasierte Ordnung“, in der der Westen die Welt reglementieren will.

    Aber hier geht es ja um etwas anderes, die Ukraine „verteidigt“ ja unsere Werte und die Demokratie. Blöd nur, dass die Ukraine bereits vor dem Krieg per Dekret von Selenskij alle der rund zehn unanbhängigen TV-sender verboten hat, in diesem Jahr alle 15 oppositionellen Parteien und noch im Herbst 2021 in unserer Medienlandschaft als durch und durch korrupt beschrieben wurde. Mittlerweile lacht der Selenskij sich kaputt über unsere Dummheit und vermietet währenddessen seine Millionen-Villa in der Toskana an russische Touristen. Wenn das unsere Werte sind, kann ich gern drauf verzichten.

    Vielleicht sollten wir im Westen mal von unserem hohen Ross heruntergekommen, und die Interessen anderer Nationen oder Kulturkreise respektieren. Vielleicht könnte die inkompetenteste Außenministerin aller Zeiten auch mal ihren Job machen, und statt Russland ruinieren zu wollen diplomatische Initiativen anstoßen. Immerhin kommt sie ja aus dem „Völkerrecht“. Aber auch ihr sind wohl die Ukrainer näher, als das deutsche Volk, dessem Wohle sie einen Eid geschworen hat.
    Long story short, anstatt Verzicht zu proklamieren, lieber mal vor der eigenen Haustür kehren (und als Empfehlung: z.B. mal Folker Hellmeyer aufmerksam zuhören).

  6. Also das ist doch mehr als offensichtlich das es hier ausschließlich machtpolitische Spielerein geht, als das dies wirklich der Wahrheit entspricht. Letzendlich ist Deutschland er selber schuld, wenn man sich nahezu komplett von Russengas abhängig macht, so ist man disen Spielchen ausgeliefert.

    Die Nord-Stream Pipelines sind tot, und zwar für alle Ewigkeit!

  7. Ein Ölaustritt in der Kompressorstation Portowaja führt dazu, daß die zuständige russische Aufsichtsbehörde Rostechnadsor die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream 1 bis auf weiteres untersagt, da ein sicherer Betrieb des Gasturbinentriebwerks nicht gewährleistet ist. Es gibt Fotos von dem Öl-Leck. Der Gazprom/Nord Stream 1-Kooperationspartner Siemens Energy AG ist diesbezüglich entsprechend (mit)eingebunden. Der Vorsitzende des Aktionärsausschusses der Nord Stream AG Bundeskanzler a.D. Dr. Gerhard Schröder, RA verweist auf Nord Stream 2 als Option hierbei.

    1. Die dortigen Siemens Vertreter haben den Bericht über das Leck sogar mit unterzeichnet

    2. Und wer hat das Leck gebohrt?
      Siemens Energy jedenfalls nimmt folgendermaßen Stellung: „Als Hersteller der Turbinen können wir lediglich feststellen, dass ein derartiger Befund keinen technischen Grund für eine Einstellung des Betriebs darstellt. Auch in der Vergangenheit ist es durch das Auftreten dieser Art von Leckagen nicht zu einem Stillstand des Betriebs gekommen. In der Verdichterstation Portowaja stehen außerdem genug weitere Turbinen für einen Betrieb von Nord Stream 1 bereit.“

      1. Antwort von Selina Saretzki am 03.09.22 um 14.22 Uhr und mögliche weitere ähnliche hierzu als demokratisch zur Kenntnis genommen.

  8. Die Politik ist nicht lernfähig.Die Sanktionen sind vergleichbar mit dem jahrelangen QE. Obwohl man sah dass der Nutzen immer weniger wurde und die Nebenwirkungen sich zu einem Monster aufbauten, ( Ketch-Up Effekt) hat man das Experiment viel zu lange praktiziert.Das gleiche nun mit den Sanktionen, obwohl sie kontraproduktiv sind ,werden sie verschärft.China hat von Anfang an vor Störungen der Handelsflüsse durch Sanktionen gewarnt. Gut wäre wenn man von diesen Armleuchten Politikern den Strom abzapfen könnte.Garatulation an die Amis, die Spaltung der EU von Russland haben sie meisterhaft orchestriert, wie von George Friedmann in 2016 vorausgesehen.

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