Gas

Verknappungsangst sinkt? Nord Stream 1: Für morgen früh sind wieder Lieferungen angekündigt

Die Nord Stream AG zeigt an, dass voraussichtlich ab morgen früh wieder wie vor der dreitätigen Wartung Gas durch Nord Stream 1 fließen wird.

Bild zeigt Darstellung einer Gas-Pipeline

Seit Mittwoch war die Gas-Pipeline Nord Stream 1, die von Russland nach Deutschland verläuft, durch Gazprom komplett abgestellt worden. Laut Unternehmensangaben werden Wartungen durchgeführt. Die Wartung sollte drei Tage dauern, also bis einschließlich heute. Und siehe da – schaut man aktuell auf die Daten der Nord Stream AG, werden ab 2 Uhr morgen früh „Nominierungen“ von 14,4 Millionen kWh/h pro Stunde angezeigt. Damit wird quasi vorab erkennbar, dass ab diesem Zeitpunkt wieder Gas durch die Pipeline fließen soll. Es wäre wie vor der Abschaltung die selbe Größenordnung, die 20 Prozent der möglichen Durchleitungskapazität entspricht.

Kommt es so, hätte sich Gazprom an seine Verlautbarung der dreitägigen Unterbrechung gehalten. Derzeit ist nie wirklich sicher, ob Russland Nord Stream 1 nicht doch vermehrt als geopolitisches Druckmittel benutzt, um Verknappungsängste und politische Zwietracht in Europa zu schüren. Denn durch die explodierten Gaspreise, die durch Verknappung beziehungsweise Verknappungsängste entstanden sind, gibt es jetzt schon enorme Probleme bei Verbrauchern und Betrieben, was die Politik europaweit zu spüren bekommt.

Erst im Juli, dann jetzt erneut – zwei Mal in kurzer Zeit wurde Nord Stream 1 für mehrere Tage ganz abgeschaltet. Die Gefahr besteht, dass Russland die Pipeline in der anstehenden Heizperiode öfters für „Wartungen“ abschalten könnte, um die Verknappungsängste in Europa weiter anzufachen.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

1 Kommentar

  1. Das Gas kommt aus dem Land, dessen Wirtschaft mit westlichen Sanktionen ruiniert werden sollte, und dessen Kriegsgegner Deutschland mit Waffen beliefert.
    Gleichzeitig erwarten die Deutschen, dass Russland weiter Gas liefert.
    Aber bitte nicht das selbe Gas, zu dem selben Preis, aus einer gleichen Pipeline, die nur einige Meter neben der anderen Pipeline verläuft.
    Dann doch lieber Kohlekraftwerke, Frackinggas, und vielleicht auch noch Atom.
    Und vielleicht (wenn nicht genug Kohle usw. vorhanden) im kommenden Winter kalte und feuchte Wohnungen und eine Industrie, die abgeschaltet hat.
    Und Nahrungsmittel?
    Ja, das ist ein interessanter Versuch die Physik auszutricksen.
    Im Frühjahr wissen wir ob es geklappt hat.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage