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Gold und die Fed – die nächste Zinssenkung kommt Ende Oktober

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Die jüngste Korrektur beim Gold war mehreren Faktoren geschuldet. Einer davon war die Aussage vom Präsidenten der Fed, Jerome Powell, dass es vorerst keine weiteren Zinssenkungen geben wird.

Gold und die Fed – so kann man sich irren

Der prognostische Wert von Aussagen offizieller Notenbankvertreter wurde schon oft infrage gestellt. Die politischen Zwänge, die dazu führen, dass Währungshüter mit der Wahrheit sparsam umgehen, sind den meisten Marktteilnehmern bekannt. Doch ein kurzer Rückblick auf die Aussagen der jüngeren Vergangenheit sind dann doch erschreckend: Noch vor Jahresfrist suggerierten die Gouverneure der US-Notenbank in vollem Vertrauen auf die andauernde wirtschaftliche Prosperität der USA für das Jahr 2019 vier Leitzinserhöhungen. Ende Juli war dann die Rede von einem singulären Zinssenkungsschritt nach unten, um den Konjunkturaufschwung abzusichern. Am 18. September folgte dann der zweite „Versicherungsschritt“. Weitere Zinssenkungen seien für dieses Jahr aber nicht geplant. Glaubt man den Markterwartungen, so werden wir mit aktuell 73-prozentiger Wahrscheinlichkeit am 30. Oktober bereits die nächste und damit dritte Zinssenkung in diesem Jahr erleben.

Fed Zinssenkung Wahrscheinlichkeit

Warum die Märkte den Notenbankern immer noch so viel Glauben schenken, hängt auch damit zusammen, dass sie ihnen glauben wollen. Die Realität ist eben manchmal unbequem und sich darauf einzustellen, setzt eigenes Denken und Handeln voraus. Das ist anstrengend und riskant. Dann doch lieber mit der Masse irren und unvermeidliche Entwicklung im Nachhinein als Schwarzen Schwan abtun. Und da die Fed so optimistisch ist bezüglich der Zukunft und der Stress am Geldmarkt (Repo) doch nur technische Ursachen hatte, wozu braucht man dann eigentlich Gold?

Gold – nur eine gesunde Zwischenkorrektur

Doch wie schnell die Realität zurück ins Bewusstsein der Marktteilnehmer kommen kann, haben wir in den letzten beiden Handelstagen in Form ernüchternder Konjunkturdaten erneut erleben dürfen. Natürlich hatte sich zwischenzeitlich an der Gesamtlage rein gar nichts geändert. Dennoch ist es notwendig, dass nach dynamischen Preisanstiegen Korrekturen einsetzen. Die zittrigen Hände und das kurzfristig orientierte spekulative Geld wir aus dem Markt gespült. Erst jetzt kann man sehen, wo der Markt wirklich steht. Fällt er ins Bodenlose oder nutzen mittelfristig orientierte Investoren die Preisrückgänge für Käufe. Insofern waren die letzten beiden Tage für Gold sehr erhellend. Sobald sich das übergeordnete Bild in den Köpfen der Marktteilnehmer wieder durchsetzte, wurde Gold erneut stark nachgefragt und stieg gegen den Gesamtmarkt an.

Gold in USD

Ob die Korrektur damit abgeschlossen ist oder sich noch einige Tage weiter fortsetzt, hängt von weiteren Konjunkturdaten ab, wie zum Beispiel den heutigen ISM-Daten für den US-Dienstleistungssektor und v. a. von den US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag. Die Goldene Woche in China wirkt sich aktuell noch nachfragedämpfend auf Gold aus. Möglicherweise läuft der Goldpreis daher in den nächsten Tagen nochmals Richtung des 38,2 Prozent Fibonacci-Retracements bei ca. 1.440 US-Dollar. Doch die nächste Zinssenkung der Fed kommt mit Sicherheit, ebenso wie das nächste Gelddruckprogramm. Dabei wird es auch keine Rolle spielen, ob die Fed diese Tatsache versuchen wird mit Namensänderungen zu verschleiern, in dem sie in ihrer Rhetorik von Quantitative Easing (QE) auf die Bezeichnung Permanent Open Market Operations (POMO) umschwenkt.

Fazit

Lassen sie sich nicht von der politisch motivierten Verbalakrobatik, oder besser Desinformation, der Zentralbanken in die Irre leiten. Gold gehört im aktuellen und zukünftigen Umfeld der nächsten Jahre so zwingend in ein Anlageportfolio, wie Minenaktien und Liquidität in nicht Euro-Währungen, wie z. B. Kanadischer Dollar, Australischer Dollar, Norwegische Krone und Schweizer Franken. Schwarze Schwäne scheinen nämlich langsam zum Massenphänomen zu werden, nicht nur bei der Zinsentwicklung. Aus diesem Grund ist die aktuelle Preisvergünstigung bei Gold eine echte Opportunität.

Lesen Sie auch gerne unseren Artikel zum Thema Gold von vorgestern beim Klick an dieser Stelle. Entfällt der US-Dollar als Blockierer, könnte Gold wieder steigen.

2 Kommentare

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Corona-Krise und das dauerhaft veränderte Konsumverhalten

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Erst war es aus der Not geboren: Viele Menschen, die eigentlich viel lieber in Geschäften eingekauft hatten und nicht im Online-Handel, mussten sich durch den Lockdown in der Corona-Krise zwangsläufig umorientieren. Werden diese alle wieder ins alte Konsumverhalten zurückkehren? Neueste Studien zeigen: Davon ist nicht auszugehen.

Corona-Krise: Umfragen nicht im Sinne des stationären Handels

Bisher schob man es zum großen Teil auf die Maskenpflicht: Die gebremste Shoppinglust mit einem Utensil, welches nicht nur Kommunikation und Atmung beim lustbetonten Einkaufsbummel behindert, sondern auch so etwas wie eine psychologische Falle darstellt: Hier lauert eine Gefahr für mich, aufpassen, nicht leichtsinnig werden! Wenngleich es noch keine großen wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass es in Geschäften zu größeren Infektionen mit Covid-19 gekommen ist, bleibt die Maskenpflicht noch eine Zeit bestehen. Spannend wird es im Hochsommer, wenn das Personal in Räumen ohne Klimatisierung den Schutz über acht Stunden am Tag tragen muss.

Auch wenn immer mehr Lockerungen im Gespräch sind, erschrecken Umfragen in Deutschland, wie auch in Europa, den stationären Einzelhandel. Viele Kunden haben sich an den Online-Handel gewöhnt und werden wohl auch nach der Corona-Krise nicht mehr so häufig zum Shoppen gehen.

Die bisherigen Verkaufsumsätze liegen unter den Erwartungen des Handels, man hofft auf die Rückkehr zu alten Gewohnheiten. Der Konsum als Ganzes wird dabei wieder auf alte Höhen klettern, sollte es nicht zu weiteren Einschränkungen wegen Corona kommen. Aber die aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal dürfte der Branche nicht gefallen:

23 Prozent der Deutschen wollen weniger in Geschäften einkaufen, mehr über online shoppen, aber insgesamt weniger ausgeben.
Auch in anderen europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Schweiz) brachte die Studie ähnliche Ergebnisse. Im Ausland fürchtet man die Folgen der Corona-Krise stärker – Verlust des Arbeitsplatzes, Vermögenseinbußen –  so dass viele Kunden nur das Nötigste eingekauft haben. 41 Prozent der Befragten wollen auch in naher Zukunft erst einmal abwarten – auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage.
Die Furcht vor einer zweiten Welle ist überall zu verspüren. Kein Wunder, in der täglichen Berichterstattung ist es ständiges Thema. Verfügbarkeitsheuristik, nennt es die Psychologie, wenn Ereignisse so oft wiederholt werden, dass es im Gedächtnis fest verankert wird.

Zunahme des Online-Handels

Der Lockdown hat in vielen Bereichen die Digitalisierung angeschoben – nicht nur bei Microsoft, wo der CEO Nadella behauptet hat, die Corona-Krise hätte die Entwicklung von zwei Jahren komprimiert auf wenige Monate -, auch beim Handel. Auch eine weitere Umfrage bestätigt diese Annahme: Bei einer Befragung von 2500 Konsumenten durch den Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland, erzählten über 50 Prozent der Menschen, dass sie künftig mehr online kaufen würden, die Coronazeit habe sie überzeugt.

Beispielsweise habe die Online-Plattform der Otto-Gruppe in kurzer Zeit eine Million Kunden hinzugewonnen. Wie wollen die Geschäfte auf diese Entwicklung reagieren? Verkleinerung der Verkaufsflächen, Rationalisierungen, neue Ideen beim Verkauf der Produkte?

Fazit

Sehr oft ist derzeit die Rede davon, was die Corona-Krise für Langfristfolgen in der Gesellschaft zeitigen wird. Home Schooling, Home Office, Video-Besprechungen, Änderungen im Reiseverhalten oder auch beim Shopping. Letzteres dürfte sehr wahrscheinlich werden, zu sehr hat die Corona-Krise selbst Technikmuffel von der Bequemlichkeit der Methode überzeugt.

Wie lange wartet man schon auf einen radikalen Rationalisierungsschnitt im Einzelhandel durch automatisierte Zahlungssysteme an den Kassen? Und jetzt auch noch der Umbruch durch den Versandhandel. Was aber geschieht mit der Einzelhandelsbranche, den zahlreichen Geschäften und ihren vielen Beschäftigten?

Die Corona-Krise verändert das Konsumverhalten dauerhaft

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EZB-Bilanz +53 Milliarden Euro in einer Woche – Anleihekäufe waren nicht der größte Posten!

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Der EZB Tower in Frankfurt

Die Bilanz der EZB wird einmal pro Woche veröffentlicht. Jetzt liegt uns die Bilanz mit Stand 3. Juli vor. Sie klettert immer weiter, auf ein derzeitiges Allzeithoch von 6,289 Billionen Euro. Noch im Februar waren es 4,7 Billionen Euro. In der folgenden Originaltabelle der EZB zeigen wir die aktuellste Aktiva der Bilanz. Die Bilanzsumme stieg im Wochenvergleich um 52,8 Milliarden Euro. Wie üblich dieser Tage würde man denken, dass diese Steigerung herrührt durch die ständigen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank, die sich aufgrund der Beschlüsse in Folge der Coronakrise um insgesamt 1,35 Billionen Euro ausweiten werden. Aber nein, diese Bilanz ist anders. Die Anleihekäufe machen nur den zweitgrößten Zuwachsposten aus mit +33,48 Milliarden Euro.

Der größte Posten war ein Plus von 38,95 Milliarden Euro beim Bilanzposten Gold. Weil der Goldpreis so gut gestiegen ist, und weil gerade Quartalsende war, wurden die Goldbestände der EZB neu bewertet. Der Wertzuwachs durch den Preisanstieg bei Gold wird in der Bilanz jetzt mit 38,95 Milliarden Euro quasi nachgebucht, wodurch die Bilanz um diesen Wert ansteigt. So trägt der steigende Goldpreis zu einem kräftigen Bilanzzuwachs bei der EZB bei. Abseits dieser beiden großen Posten gibt es noch viele kleinere Änderungen, wodurch insgesamt ein Zuwachs von 52,8 Milliarden Euro im Wochenvergleich herauskommt. Die Bilanz der EZB macht jetzt 53 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone aus. Im Vergleich dazu liegt die Bank of England bei 31 Prozent, die Fed bei 33 Prozent, und die Bank of Japan bei exorbitanten 119 Prozent.

Daten zur aktuellsten EZB-Bilanz

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Dirk Müller zum Wasserstoff-Hype: Warum man jetzt nicht einsteigen sollte

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Wir hatten erst vorgestern über die Aussagen von Dirk Müller berichtet,über die Wahnsinns-Hausse der letzten Wochen in den USA, wo teilweise Minderjährige mit den Kreditkarten ihrer Eltern die Börse stürmen, und wo Millionen von Menschen mit Kleinstbeträgen wie wahnsinnig Börsenkurse pushen. Heute spricht Dirk Müller im folgenden Video über den aktuellen Hype rund um das Thema Wasserstoff. Diese Woche wurde der Hype nochmal kräftig befeuert durch die erst gestern präsentierten großen Pläne der EU, dass man bis 2050 klimaneutral werden wolle, und das mit Wasserstoff. Gigantische Milliardenprogramme sollen von Staaten und Unternehmen in Europa aufgelegt werden.

Also, ist das nun auch der große Start für den Hype rund um Wasserstoff-Aktien? Oder läuft er schon, und Anleger, die sich hier noch nicht auskennen, kommen zu spät? Genau davor warnt Dirk Müller im folgenden Video. Er beschreibt diese jetzige Euphorie und vergleicht sie mit Themen wie 3D-Druck oder Cannabis-Aktien. Jetzt sei der Markt für Anleger schon zu teuer. Man müsse nun erst einmal auf die Marktbereinigung warten, die nach der Euphorie einsetze. Er beschreibt auch Phasen der Markteuphorie, wie es sie in anderen Bereichen schon gegeben habe, die nun auch so beim Wasserstoff ablaufen würden.

Wasserstoff Tankstelle in Belgien
Eine Wasserstofftankstelle in Zaventem Belgien. Foto: Dr. Artur Braun (Arturbraun) CC BY-SA 4.0

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