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Goldener Beton auf tönernen Füßen: Bemerkungen zum deutschen Immobilienmarkt

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Ein Gastbeitrag von Maurice Iarusso (Maurice Iarusso ist Immobilienmakler und Buchautor aus Oberbayern)

Nach intensiver Analyse der relevanten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass die momentane gute Stimmung an den Immobilienmärkten nicht von Dauer sein wird. Ich bin der Auffassung, dass Deutschland auf lange Sicht zwangsläufig eine Immobilienkrise drohen muss mit:

– sinkenden Preisen sowie sinkender Nachfrage,
– schwachen Mieten,
– ausbleibenden Wohnungsbauinvestitionen und
– einer Depression in der Bauwirtschaft

Folgendes Video veranschaulicht, warum Deutschland vor einer Immobilienkrise steht:

Herr Iarusso hält zu diesem Thema einen Vortrag – er findet statt am 05. November, 14 Uhr im Kulturzentrum Milbertshofen, 80809 München.

immobilienblase-2
Beispielbild eines Fertighauses. Foto: Andreas Koll/Wikipedia (CC BY 2.5)

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Rechendussel

    26. Oktober 2016 12:22 at 12:22

    Ich find den Maurice ja putzig….

    Satiriker
    Wollte mal in Harvard, Oxford und an der Sorbonne studieren wo man ihn trotz seines wartens nicht eingelassen hat. Sowas aber auch!
    Schriftsteller aber erst seit Ranicki tod ist.
    Immobilienmakler
    Youtube Star
    Übersetzer von Daniela Katzenberger. (was muss man den da übersetzen)

    Google liefert einem gleich den richtigen Eindruck über den Menschen wenn man sie bis vor 5 Minuten nicht kannte. Hier mal nen kleiner Link wie er in der Heimat so gesehen wird.

    https://tegernseerstimme.de/pr-mit-fremdschaem-charakter/134191.html

    Hier seine beschreibung bei Amazon

    https://www.amazon.de/Maurice-Iarusso/e/B00II7XGZI

    So gerne ich ja hier bei FNW mitlese, und so sehr man manche Themen auch mal diskutieren müsste. Maurice passt wundervoll in die illustre Runde der anderen Schaumschläger die hier gerne mal zu Wort kommen dürfen. Das Youtubevideo hätte man etwas peppiger auch in der hälfte der Zeit runterspulen können. Würde an unserer Eliteuni einer so nen Vortrag halten wäre der Saal nach 5 Minuten leer.

    Freu mich auf mehr erheiternde Schaumschläger aller coleur vieleicht mal interessante features untereinander. Risse und Maurice diskutieren moderiert vom Oberst aus dem Osten.

    Grüsse

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    bauer

    26. Oktober 2016 12:29 at 12:29

    …dann weiß man ja,wo die Reise in Zukunft hingehen wird.
    und hier noch ein weiteres indiz,warum wir hier so „Goldgeil“sind:

    Edelmetalle: Gold trotzt dem anhaltend festen US-Dollar und ist auf ein 3-Wochenhoch von über 1.275 USD je Feinunze gestiegen. In Euro gerechnet kostet Gold mit gut 1.170 EUR je Feinunze ebenfalls so viel wie zuletzt vor drei Wochen. Unterstützt wurde Gold gestern durch Zuflüsse in die ETFs von 4,3 Tonnen. Vor einer Woche hatte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie Projektionen für das Goldangebot und die Goldnachfrage in China bis zum Jahr 2020 veröffentlicht. Demnach soll die Goldproduktion von 450 Tonnen im letzten Jahr bis 2020 auf 520 Tonnen steigen. Bei der Goldnachfrage wird in diesem Zeitraum ein Wachstum von 986 Tonnen auf 1.200 Tonnen erwartet. Dies spricht für langfristig hohe Goldimporte Chinas. Denn augenscheinlich klafft eine große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage in China und die Nachfrage wächst im Projektionszeitrum schneller als das Angebot. Zahlen zu den Goldimporten Chinas aus Hongkong im September werden morgen veröffentlicht.

    TagesInfo Rohstoffe: Kaffeepreise auf Mehrjahreshochs (26. Oktober 2016) | wallstreet-online.de – Vollständiger Artikel unter:
    http://www.wallstreet-online.de/nachricht/9030543-tagesinfo-rohstoffe-kaffeepreise-mehrjahreshochs-26-oktober-2016
    Ab Morgen früh in China bis zu euch …und dann übern Teich,da wird Dampf im Kessel
    sein!!
    Da hat bereits Barrick seine Q3 zahlen auf den Tisch gelegt!!
    Der goldene Okt.ist noch nicht zu ENDE______________________

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    Josef Schmidt

    26. Oktober 2016 12:33 at 12:33

    So lange die Nachfrage so hoch und der Neubau der Nachfrage einfach nicht nachkommen kann auch wegen fehlende Grundstücke können die Preise einfach nicht fallen, zumindest in guten Lagen. Nachdem letzte Jahre knapp 2 Millionen Neubürgen hinzugekommen sind, kommen nun auch Chinesen nachdem in Kanada eine Strafsteuer für ausländischen Immobilienbesitzer eingeführt wurde.
    Die Preisblasen in USA und Spanien sind geplatzt weil einfach zu viel gebaut wurde und die Nachfragen nicht mehr da war. In D haben wir eine andere Situation. Die Blase kann locker noch einige Jahre laufen bevor die Preise zurückgehen werden.
    Die Zinsen werden auch nicht mehr erhöht und wenn dann minimal und sehr langsam.

    • Avatar

      gerd

      26. Oktober 2016 13:01 at 13:01

      So sehe ich das auch.
      Im Video wurde zwar zu Anfang auf 4 Faktoren hingewiesen.
      Zumindest beim „schnellen“ Durchspulen habe ich überhaupt nichts mehr gesehen vom Punk ‚Demografische Entwicklung‘.
      Dafür aber Statistiken z.B. über die PKW-Neuzulassungen.
      Aber evtl habe ich ja auch was ü b e r sehen.

      • Avatar

        Josef Schmidt

        26. Oktober 2016 13:41 at 13:41

        Der Rückgang des Konsums sagt nichts aus über die Immobilienpreise. Wenn die Mieten und Immobilienpreise steigen (auch die Nebenkosten) dann bleibt weniger für Konsum übrig. Das ist der Grund für den Rückgang des Konsums.

        Auch die Einkommen der unteren Schichten spielt auch keine Rolle da sie sich so wie so keine Immobilien leisten können. Umso mehr die Einkommen der Obeschicht die in den letzten Jahren immer mehr gestiegen sind.

        Kredite spielen in vielen Fälle auch keine Rolle da viele einfach Cash bezahlen (die meisten Ausländer). Der Rückgang der Kreditnachfrage sagt somit auch nichts aus.

        Immobilien im Großraum München kommen nicht mal richtig auf dem Markt. Die Makler haben Wartelisten von Interessenten und viele schaffen es nicht mal mehr ungesehen zu kaufen da der Verkäufer bei der Besichtigung von jedem sein Maximalgebot erwartet und es wird zum Höchstpreis verkauft. Selbst wenn man eine mündliche Zusage hat ist sie nichts Wert wenn es in letzter Sekunder ein noch höheres Gebot gibt.

        Mag sein dass in schlechtere Lagen die Preise stagnieren oder nicht so steigen aber Immobilienpreise wie in der Präsentation zu sehen auf den Stand der 80 Jahre ist ein Märchen.

        • Avatar

          gerd

          26. Oktober 2016 14:03 at 14:03

          Ja, schau her, hat er das gebracht? Stand der 80erJahre?
          Da hab ich schon vorher „dichtgemacht“

  4. Avatar

    Josef Schmidt

    26. Oktober 2016 12:44 at 12:44

    Ich habe noch eins vergessen. Auf den Konten der Deutschen liegen 2 Billionen rum und wenn negative Zinsen eingeführt werden wird dieses Geld an der Börse und in Immobilein angelegt. Da eist noch viel Spielraum nach oben egal wie viel die Leute verdienen und die Demographie aussieht, wohnen müssen die Leute irgendwo egal ob zu Miete oder im eigenen Haus.

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    Robert14021984

    26. Oktober 2016 17:04 at 17:04

    ja das Video war lausig.. zugegeben. Aber ich glaub er wollte darauf hinaus das durch Verarmung der Bevoelkerung die breite Masse einfach nicht mehr kaufen kann.. und das sind doch genau die Menschen die 1 2 3 Generationen in ihrem Eigenheim leben wollen und nicht schnell verkaufen und ihr Geld rausziehen wenn kein Profit mehr gemacht wird. Ich glaub schon auch das viele in Muenchen kaufen da sie einfach mit (weiter) steigenden Preisen rechnen und ihr Geld in Sicherheit bringen wollen. Wie war / ist es denn in China.. die Investoren ziehen Gelder aus dem Immobiliensektor raus und verkaufen die teuren Haeuser und Wohnungen an den dummen einheimischen Chinesen zu Mondpreisen.
    Was meint Ihr dazu??

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    Robert14021984

    26. Oktober 2016 17:07 at 17:07

    Sicherlich mag das nicht heute und morgen passieren aber es ist schon mal eine Ueberlegung wert…

  7. Avatar

    Der B(l)aumann

    26. Oktober 2016 17:19 at 17:19

    Den größten Wiederspruch sehe ich darin, dass er steigende Preise und sinkende Finanzierungen als Beweis anführt, das Spekulanten die Preise nach oben treiben.
    Aber Spekulanten finanzieren in der Regel.
    Wenn die Finanzierungen deutlich unter den Kaufpreisen liegen, dann ist Eigenkapital eingebracht worden.
    Und deshalb ist ein gravierender Rückgang der Immobilienpreise nicht zu erwarten.
    Die steigenden Mieten und sinkenden Renditeerwartungen führen immer zu steigenden Immobilienpreise.
    Und das Vertrauen im Euro ist auch nicht hoch.
    Viele die ihre Sparbuchvermögen betrachten, möchten keine Aktien, sonst hätten sie die schon vorher gekauft.
    Betongold und steigende Mieten sind da eine deutlich sichere Alternative.
    Da ich selbst mit genau diesen (klein) Anlegern zu tun habe, weiß ich was diese Menschen umtreibt.
    Und das sogar in der tiefsten Provinz.

    • Avatar

      Markus Fugmann

      26. Oktober 2016 17:27 at 17:27

      Eines ist klar: die Demografie spricht klar gegen den Fortbestand der derzeitigen Lage. Also immer weniger Menschen, während der Altersdurchschnitt stark steigt. Das führt dann zu der Situation, dass immer mehr Verkäufer (ältere Menschen, die in betreutes Wohnen umziehen) immer weniger junge Käufer finden (schon weil deren Zahl signifikant geringer wird). Und die immer ältere Bevölkerung wird immer weniger Lust haben, Immobilien zu kaufen (oder kennen Sie viele 80-jährige Haus-Käufer??). Das Demografie-Argument ist in dem Video nur kurz erwähnt, dann aber leider nicht ausgeführt worden..

  8. Avatar

    Der B(l)aumann

    26. Oktober 2016 18:55 at 18:55

    Die Demografie hat auch andere Veränderungen auf dem Immobilienmarkt zur Folge.
    Immer mehr Menschen die ein Einfamilienhaus besitzen, stellen fest, dass das Haus und das Grundstück zu zweit zu groß ist. So sind in den letzten Jahren im Durchschnitt deutlich mehr Bauanträge für Eigentumswohnungen gestellt worden als für EFH’s.
    Und diese Käuferschicht hatte das Haus meist abbezahlt.
    Jetzt in eine Luxuswohnung umziehen ohne Schulden zu machen. Einige kaufen auch nur jetzt schon mal, um zu vermieten, bis sie später selbst einziehen.
    Das erklärt auch warum die Preise steigen, aber die Finanzierungen im Verhältnis weniger werden.
    Nicht Spekulanten sind die breite Käuferschicht.
    Einige kaufen auch auf Kredit um mit Mieteinnahmen und eigene Beiträge eine sichere Altersvorsorge zu betreiben.
    Ich habe unmittelbar mit Käufern solcher Wohnungen zu tun und teile hier meine Erfahrungen.

  9. Avatar

    Raoul H.

    26. Oktober 2016 20:15 at 20:15

    Interessanter Beitrag, passt auch in die Schweiz, möglich, dass wir Deutschland
    ablösen vom ersten Platz der Mieter ! 🙁 Unter Kaufkraftschwund leiden Tourismus
    Hotellerie und und .und ……. Der Wertzerfall der Hotelliegenschaften zumindest in der Schweiz, kann da beispielhaft dienen. Guter Beitrag, danke!

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Friedrich und Weik: Coronavirus – das Ende der Globalisierung!

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Der sogenannte Coronavirus (COVID-19) breitet sich immer weiter aus. Weltweit sind bereits über 82.000 Menschen infiziert und über 2.800 daran gestorben (Stand 27.02.2020). (Video)

In China stehen 760 Millionen Menschen unter Quarantäne – das ist ein Zehntel der Weltbevölkerung!
Seit Januar wurden global 200.000 Flüge gestrichen und hunderte von Containerschiffen liegen vor Anker. In Japan (zweitgrößte Volkswirtschaft Asiens) bleiben die Schulen bis Ende März geschlossen! In Korea (drittgrößte Volkswirtschaft Asiens) stehen bei zahlreichen Firmen die Bänder still und die Anzahlahlen der Infizierten steigt rasant (1596). Erstmalig gibt es eine Ausgangssperre in Europa und zwar in Italien für 50.000 Menschen! Aber auch in Südamerika, Australien und in den USA gibt es erkrankte Personen. Bereits Ende Januar haben die USA und Australien ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt. Ausgenommen sind Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung. Diese müssen sich bei ihrer Rückkehr ins Land jedoch in eine zweiwöchige „Selbstquarantäne“ begeben.

Matthias Weik und Marc Friedrich schreiben über das Coronavirus
Marc Friedrich und Matthias Weik.

Die CDU/ SPD-GroKo-Regierung unternahm jedoch nichts um uns Bürger zu schützen. Bundesgesundheitsminister Spahn kommt nach ewigen Beschwichtigungen mittlerweile zu der Aussage: „Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie„. Wir sagen: Wir haben bereits eine Pandemie – denn mittlerweile sind 32 Länder auf allen Kontinenten betroffen. Die Gefahr einer globalen Pandemie mit fatalen Folgen für die globalisierte Weltwirtschaft wird unserer Ansicht noch völlig unterschätzt. Bereits seit einer Woche geht es an den Aktienmärkten abwärts und die Talsohle ist noch keineswegs in Sicht.

Deutschland: Miese Wirtschaftsdaten bereits vor Coronavirus

Bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus sank die Industrieproduktion in Deutschland stetig. Knallhart gesagt: sie bricht seit 2018 kontinuierlich ein. Die Entwicklung beim saisonbereinigten Output der breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) ohne Baugewerbe ist seit knapp zwei Jahren Rückläufig und es besteht keine Aussicht auf Besserung.

In Punkto Auftragseingänge sieht es bei der deutschen Industrie besorgniserregend aus. Der saisonbereinigte und reale Auftragseingang der deutschen Industrie sinkt seit August 2019 kontinuierlich.

Rohstahlproduktion in Deutschland bricht ein

Ebenso drastisch sieht es im Bereich der Rohstahlproduktion aus. Im Januar 2020 sank der Output der deutschen Hüttenwerke um 17,7 Prozent zum Vorjahresmonat (Worldsteel). Bereits 2019 sank in Deutschland der Output um 6,5 Prozent zum Vorjahr, der niedrigste Stand seit 2009.

Automobilbranche und Maschinenbau befinden sich in einer Rezession!

Obendrein verschärft sich insbesondere die Krise in der Automobilindustrie stetig. Der ideologische geführte Kampf gegen das Automobil wird mit Vehemenz weitergeführt. Ob es tatsächlich zielführend ist eine der wenigen Schlüsselindustrien sturmreif zu schießen, welche nebenbei noch 21 Prozent zu BIP beiträgt, wagen wir zu bezweifeln. Bereits im Jahr 2018 war die Produktion um 9,4 Prozent zum Vorjahr eingebrochen! Im Gesamtjahr 2019 sank der Output um 9 Prozent zum Vorjahr, auf 4,66 Millionen Einheiten. Das ist der niedrigste Stand seit 23 Jahren! Nicht zu verkennen ist, dass drei von vier in Deutschland hergestellten PKW bisher in den Export gingen. Folglich wird selbst ein bis dato besserer Binnenabsatz den Einbruch im Export nicht ansatzweise ausgleichen können. Noch immer sehen wir keinerlei Antworten von Seiten der Politik auf diese Entwicklung.

2008 hat Deutschland – und vor allem unsere Autobauer – neben dem vielen billigen Geld insbesondere China aus der Krise herausgezogen. Dies wird in Zukunft nicht der Fall sein, denn China hat gegenwärtig grundlegend andere Probleme.

Minus 92 Prozent – Automobilmarkt in China stürzt ab

Der weltweit größte Automarkt China bricht seit knapp zwei Jahren ein. 2018 schrumpfte der chinesische Automarkt erstmalig seit über zwanzig Jahren geschrumpft. 2019 gingen die gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent zurück. Jetzt grassiert das Coronavirus in China mit bis dato verheerenden Konsequenzen für den dortigen Automobilmarkt.

Im Zuge des Coronaviruses wurden zahlreiche Produktionsstätten in China geschlossen. Wichtig zu wissen in dieser Causa: China allein steht inzwischen für 18 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und knapp 50 Prozent des Wachstums der Welt in den letzten Jahren. Fast alle europäischen Unternehmen mit Geschäftstätigkeit in China sind mittlerweile von den Folgen der Coronavirus-Krise betroffen. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Europäischen Handelskammer und der deutschen Außenhandelskammern in China sehen fast 60 Prozent „schwere“ und weitere 30 Prozent „mittelschwere“ Folgen für ihr Chinageschäft. Bis dato sind die Folgen dessen noch die Bürger in Deutschland noch überschaubar. Bald wird es jedoch knüppeldick kommen. In den ersten beiden Februarwochen sind die Autoverkäufe in China um 92 Prozent eingebrochen. Es wurden lediglich noch 4.962 PKW´s verkauft. Katastrophal für die deutschen Autobauer! Denn der chinesische Markt ist für 40 Prozent des Absatzes verantwortlich.

Der Beginn der Deglobalisierung

Sollten die Chinesen weiterhin kaum mehr Autos kaufen wird dies desaströse Konsequenzen für VW, Audi, BMW und Daimler haben aber auch für die Zulieferer und schlussendlich für alle anderen Branchen in diesem Land. Den Rattenschwanz, der die Quarantäne auslöst haben viele noch gar nicht auf dem Schirm. Durch die Just in Time Produktion sind die Läger weltweit kostenoptimiert auf Straßen und Seewege verlegt worden. Jetzt zeigt sich die Kehrseite der Abhängigkeit von der billigen Werkbank Chinas.. Die Zulieferkette ist gestört und es werden erste Engpässe deutlich. Mit jedem Tag, mit dem die Krise anhält, die Menschen in China nicht zu Arbeit gehen, Häfen geschlossen sind und Flüge gestrichen werden, potenzieren sich die Auswirkungen auf unsere globalisierte Weltwirtschaft. Viele Unternehmen weltweit werden erkennen, dass man sich in eine gefährliche Abhängigkeit von China begeben hat. Man wird wieder umdenken. Dies bedeutet: Arbeitsplätze und Produktionen wieder nach Hause holen, Alternativen schaffen um die Abhängigkeit zu reduzieren. Das wird China Wachstum kosten und schlussendlich die KP zu Fall bringen. Wir sehen gerade den Beginn der Deglobalisierung!

China – Geld vor Gesundheit?

Mittlerweile versuchen der Staat und die Unternehmen alles Erdenkliche zu tun um die verängstigten Bürger wieder an ihre Arbeitsplätze und zum Arbeiten zu bringen. Regionen haben die Transport- und Reisebeschränkungen gelockert. Selbst Staatspräsident Xi Jinping sah sich gezwungen, die Unternehmen Chinas dazu aufzurufen, ihre Arbeit wiederaufzunehmen. Städte wie Schanghai und Peking organisieren Shuttle-Fahrten. Kostenfreie Züge und Busse sollen die Arbeiter, die jetzt wegen des Coronaviruses wochenlang zuhause waren, rasch zurück zur Arbeit Werkbänke zurückbringen. Auch mit Geld versucht die Wirtschaft ihre Arbeiter wieder an ihren Arbeitsplatz zu bringen. Foxconn, produziert unter anderem das iPhone versucht seine Arbeiter zu kaufen hat ihnen ein Bonus von bis zu 7000 Yuan monatlich (anstatt üblichen 3000 Yuan) in Aussicht gestellt, wenn die zur Arbeit kommen. Ob sich die Chinesen tatsächlich kaufen lassen ist noch offen. Gesundheit ist wichtiger als Geld – das ist auch in China bekannt.

Italien – Coronavirus, der Supergau für ein schwer angeschlagenes Land?

Ausgerechnet das wirtschaftlich stärkere Norditalien wird vom Coronavirus heimgesucht. Dies hat nicht nur drastische Auswirkungen für das faktisch bankrotte Italien, sondern auch für deutsche Unternehmen. Deren Lieferketten sind eng mit Norditalien verflochten. Allein Knapp 1500 deutsche Unternehmen haben Niederlassungen. Besonders Autozulieferer, Elektro- und Chemiebetriebe. Am stärksten von der Epidemie betroffen ist die Lombardei. Sie ist die wirtschaftlich stärkste Region Italien. Sie und stellt etwa ein Fünftel der Wirtschaftskraft. Um die Bedeutung der Lombardei für Deutschland zu veranschaulichen: Das Handelsvolumen Deutschlands mit der Lombardei ist beinahe so groß wie das mit der wirtschaftlichen Großmacht Japan. Für die sich bereits in einer erheblichen Rezession befindende norditalienische Industrie ist das Coronavirus katastrophal. Aber auch für Deutschland sind die Auswirkungen auf die hiesige Konjunktur nicht zu unterschätzen. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier: „Schließlich ist Italien mit einem Handelsvolumen von über 125 Milliarden Euro der fünftwichtigste Handelspartner Deutschlands, und täglich gehen insbesondere unverzichtbare industrielle Vorleistungsprodukte in beide Richtungen über die Alpen.“ Allein daran zeige sich, „dass das Coronavirus erhebliche Ausstrahlung auf den Welthandel zu entwickeln beginnt„. Ferner ist das Coronavirus fatal für die italienische Tourismusbranche. Aber auch für den Tourismus weltweit. Die Chinesen gelten als besonders reisefreudig. Frankreich hat bereits jetzt einen Einbruch von 35 Prozent zu verzeichnen. Weitere Länder werden folgen. Die Fluglinien, Hotels und Kreuzfahrtanbieter werden besonders darunter leiden. Schon jetzt stornieren Urlauber und Geschäftsleute am laufenden Band ihre Buchungen. Diese ist jedoch, dem Kultur- und Tourismusministerium zur Folge, verantwortlich 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und sorgt für Lohn und Brot für 4,2 Millionen Menschen. Solle sich der Coronavirus in Italien weiter ausbreiten und die dortige Wirtschaft mehr und mehr zum Erliegen bringen wird dies fatale Konsequenzen für das Land, für die EU und Eurozone und folglich auch für uns Bürger in Deutschland haben.

Globale Crashgefahr

Bekanntlich haben die Notenbanken ihr Pulver verschossen. Die Zinsen sind in der Eurozone bei Null und auch in anderen Ländern existieren relativ niedrige Zinssätze. In Zeiten wirtschaftlichen Stillstands wird die Kreditnachfrage äußerst gering sein Folglich werden weitere Zinssenkungen nicht mehr zielführend sein. Somit können viele Notenbanken nur noch Geld an ihre Bürger verteilen (Helikoptergeld) um den Konsum zu steigern. In Hongkong soll jeder ständige Bewohner rund 1300 Dollar (10.000 HK-Dollar) erhalten. Ob das sinnig ist, wagen wir zu bezweifeln, denn mit Gelddrucken lassen sich niemals Probleme nachhaltig lösen. Nichtsdestotrotz werden wir nun das größte Notenbankexperiment in der Geschichte sehen: Die Druckerpressen werden so viel Geld in das System reinpumpen wie noch niemals zuvor. Wir gehen von Billionen aus und die Zinsen werden weiter sinken. Für die USA erwarten wir dieses Jahr schon die 0 Prozent und danach Negativzinsen und für die Eurozone nicht unerhebliche Negativzinsen. Doch auch dadurch wird das Virus nicht stoppen lassen.

Gegenwärtig sind die Unternehmen weltweit, dank des billigen Geldes, oftmals extrem verschuldet. Dies stellt kein Problem dar, solange die Wirtschaft läuft und bestenfalls noch wächst. Ist dies jedoch nicht mehr der Fall stehen zuerst die Unternehmen (können ihre Zinsen nicht mehr bezahlen) und dann die Banken vor unlösbaren Problemen. Werden im Zuge der Krise die Unternehmen folgerichtig herabgestuft werden, dann sind Kursverluste die Folge. Investoren werden die Papiere freiwillig oder gezwungenermaßen, weil sie Papiere nur bis zu einem bestimmten Investment-Grade halten dürfen, auf den Markt werfen. Genau dann besteht die Gefahr, dass das Coronavirus die Real- und Finanzwirtschaft zum Zittern bringt.

Egal wie sich das Virus entwickelt – die Notenbanken werden weiter Geld drucken und wir stehen vor dem größten Vermögenstransfer der Geschichte! Dies bedeutet: Es ist ratsam in durch die Natur limitierte Sachwerte zu investieren. Seit unserer Empfehlung in Edelmetalle zu investieren ist das goldene Geldmetall auf neue Rekordniveaus in Euro gestiegen. Für uns erst der Anfang. Wir stehen vor einer goldenen Dekade. Seien Sie dabei!

Sollte sich der Coronavirus weiter Verbreiten und die Weltwirtschaft zum Erliegen bringen, wird dies fatale Konsequenzen nicht nur für Deutschlands und den Rest der Welt haben. Obendrein sollten wir nicht vergessen, dass China mit seinem gigantischen Schattenbankensystem und seiner auf Pump laufenden Wirtschaft, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist. Sollte das chinesische Finanz- und Wirtschaftssystem tatsächlich crashen wird dies die Welt wesentlich heftiger erschüttern als die Finanzkrise 2008/ 2009.

Über die Autoren – www.friedrich-weik.de
Marc Friedrich und Matthias Weik sind Finanzexperten, fünfache Bestsellerautoren und Gründer der Honorarberatung FRIEDRICH&WEIK VERMÖGENSSICHERUNG für Privatpersonen und Unternehmen, sowie Initiatoren des täglich handelbaren offenen Sachwertfonds, dem Friedrich & Weik Wertefonds. Ihr aktueller Nummer 1 SPIEGEL Bestseller heißt: „Der größte Crash aller Zeiten“.

Sie kommentieren das aktuelle Geschehen auf ihrem Blog, auf Twitter und in ihrem kostenfreien Newsletter mit spitzer Feder, knallhart und faktenbasiert. Auch auf ihren zahlreichen Vorträgen im In- und Ausland sowie auf ihrem YouTube-Kanal nehmen sie kein Blatt vor den Mund sondern sprechen Klartext.
Mehr dazu erfahren Sie hier.

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Coronavirus aktuell: Hokkaido (Japan) ruft Ausnahmezustand aus; Olympiade und EZB

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Wegen neun neuer Infizierten mit dem Coronavirus ruft Hokkaido, die zweitgeößte Insel Japans mit ca.  5,7 Millionen Einwohnern, den Ausnahmezustand aus. Die Bewohner werden aufgefordert, am Wochenende nicht ihre Wohnung zu verlassen. In Hokkaido sind nun nach neuesten Zahlen 63 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
Damit wird die Frage immer drängender, ob die Olympischen Spiele im Sommer in Tokoy wirklich stattfinden können! Nach Angaben der BNP Parisbas würden eine Absage der Olympischen Spiele schwere wirtschaftliche Verwerfungen für Japan bedeuten.

Nach Angaben des litauischen Notenbankchefs und EZB-Mitglieds Vasiliauskas könne durch die auftretende Pandemie eine ausserordentliche Sitzung der EZB notwendig werden.

Südkorea meldet 315 neue durch das Coronavirus Infizierte, womit die Gesamtzahl nun auf 2337 steigt.

Auf der Insel Hokkaido steigen Zahlen der durch das Coronavirus infizierten Menschen

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Zinsen: Der Hilferuf an die Fed wird immer lauter

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Die Federal Reserve in Washington DC

Der US-Rentenmarkt erlebt eine extreme Inversion der Zinsstrukturkurve. Die Zinsen für US-Staatsanleihen sacken auf historische Tiefststände ab. Die Zinssenkungserwartungen schießen durch die Decke. Der Aktienmarkt gerät langsam in Panik. Kann die Fed noch bis zum regulären Sitzungsterm Mitte März stillhalten? Warum das sehr unwahrscheinlich ist.

Die Zinsen am Kapitalmarkt senden SOS, doch die Fed träumt von Normalisierung

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Diese Volksweisheit trifft im Moment im Besonderen auf die Akteure bei der US-Notenbank zu. Noch auf ihrer letzten Zinssitzung am 30. Januar, also bereits während des Ausbruchs des Coronavirus und bei sich parallel bereits abschwächender US-Konjunktur, träumten die 19 Damen und Herren Fed-Gouverneure von wahnwitzigen Maßnahmen: Gemäß dem Protokoll dieser Sitzung (Minutes = schriftliches Minutenprotokoll), wollte man die Liquiditätszufuhr für den US-Geldmarkt von 75 Mrd. US-Dollar pro Tag Ende Januar auf nur noch 25 Mrd. US-Dollar pro Tag bis Ende Februar reduzieren. Gleichzeitig plante man ab April ein sogenanntes Tapering. Damit ist die sukzessive Zurückführung des Aufkaufvolumens von kurzfristigen Staatsanleihen gemeint. Dieses liegt aktuell bei 65 Mrd. US-Dollar pro Monat.

Bis zum Sommer wollte man dieses Programm sogar vollständig einstellen. Ein absoluter Irrwitz in Anbetracht der Tatsache, dass das Misstrauen unter den Banken aktuell wieder stark zunimmt und damit auch die Spannungen am Geldmarkt. Gleichzeitig explodiert das zu finanzierende US-Staatsdefizit – unabhängig von der Coronavirus-Krise. Ergo benötigen sowohl der US-Repo-Markt, also auch die sich beschleunigende Schuldensause des US-Bundes mehr Liquidität aus der Notenpresse, nicht weniger.

Man kann als Außenstehender den Eindruck gewinnen, dass die Fed nach wie vor den Schein der Normalität wahren möchte, während sich die Welt um sie herum realwirtschaftlich im Abschwung und sich die Finanzmärkte mittlerweile im Panikmodus befinden. Dabei müssten sich die stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschuss (FOMC, Federal Open Market Committee) nur einmal die jüngsten Warnungen von IWF und Weltbank zum erwarteten globalen Wachstumseinbruch im ersten Quartal durchlesen und die Frühindikatoren für die USA genauer anschauen, z. B. die stark rückläufige Entwicklung der offenen Stellen gemäß JOLTS-Report. Dieser ist ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes und damit eines wichtigen Teils des dualen Mandats der US-Notenbank (Vollbeschäftigung). Bereits seit über einem Jahr sinkt die Zahl der angebotenen Stellen auf dem US-Arbeitsmarkt mit zuletzt steigender Dynamik ab.

Aber allein ein Blick auf die Zinsstrukturkurve verrät den Geldpolitikern in Washington, dass sie mit ihrer Politik aktuell komplett daneben liegen. Die Inversion der Zinsstrukturkurve (rote Linie im Chart) hat sich mittlerweile extrem ausgeweitet und umfasst nun sogar die zehnjährigen US-Treasury Notes (langlaufende US-Staatsanleihen): Ein starkes Anzeichen für eine kommende Rezession und ein Problem für die Zinsmargen der Banken (siehe Artikel: Zins und Fristentransformation – Sein oder Nichtsein).

Strukturkurve der Zinsen in den USA

Das letzte Mal gab es ein solches Bild bei der US-Zinsstrukturkurve kurz vor der 180 Grad Wende der US-Notenbankpolitik Ende 2018.

Rekordtiefststände bei den US-Kapitalmarktrenditen

Nie zuvor waren Staatsanleihen der USA mit so niedrigen Zinsen ausgestattet wie aktuell. Neben der Flucht in Sicherheit spielt dabei auch das internationale Zinsgefüge eine Rolle. Wenn sogar Staatsanleihen Griechenlands, Portugals und Italiens weniger Zinsen abwerfen, als die Bonds der nach wie vor größten und bedeutendsten Volkswirtschaft der Welt, dann wundert es nicht, dass Spekulanten, Investoren und Arbitrageure ihr Geld Haufenweise in US-Staatsanleihen stecken, wo überhaupt noch nennenswerte Zinsen angeboten werden. Mittelfristig werden über diesen Mechanismus die Renditen für US-Staatsanleihen ohnehin Richtung null gedrückt.

Der Fed müsste ergo klar sein, dass sie ihren Kurs des Stillhaltens oder sogar einer neuerlichen „Normalisierung“ nicht realisieren kann – schon gar nicht bei den Zinsen. Vielleicht wollen die Damen und Herren Fed-Gouverneure ja auch zum Jagen getragen werden, nach dem Motto: „Wir wollten die Geldpolitik normalisieren, hatten aber keine Chance, dies zu tun. Daher sind wir auch frei von jedweder Verantwortung für die Nebenwirkungen der Nullzinspolitik“.

Zinsen für 30 Jahre US-Staatsanleihen

Stimmung der Marktteilnehmer dreht sich binnen weniger Tage um 180 Grad

Dabei erwartet der Kapitalmarkt genau das Gegenteil einer Normalisierung bei den Zinsen von der Fed. Innerhalb von nur einer Woche veränderten sich die Erwartungen massiv: Mittlerweile sind vier Zinsschritte für 2019 bei den Fed Fund Futures eingepreist. Noch vor Wochenfrist waren es nur gut zwei. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bereits auf der nächsten Sitzung des FOMC am 18. März schoss innerhalb von nur einer Woche von 8,9 Prozent auf aktuell 70 Prozent nach oben. In Anbetracht der um sich greifenden Panik an den Aktienmärkten werden sogar außerordentliche Maßnahmen, wie zuletzt kurz nach dem Ausbruch der US-Repo-Markt-Krise Ende Oktober 2019, von Tag zu Tag wahrscheinlicher.

Auch der Dollar zeigt nun die Erwartung schnell sinkender US-Zinsen an

Der schmelzende Zinsvorsprung bei US-Staatsanleihen macht sich nun auch in dem bisher bärenstarken US-Dollar bemerkbar. Und das nicht nur gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung, sondern auch gegenüber den anderen Haupthandelspartnerwährungen (EUR, JPY, GBP, CAD, SEK, CHF). Gut sichtbar in der aktuellen Entwicklung des US-Dollar-Index:

US Dollar Index im Kursverlauf

Fazit und Ausblick

Selten kann man an den Kapitalmärkten einen derart heftigen und vor allem blitzschnellen Stimmungswandel miterleben. Binnen einer Woche haben sich die Erwartungen bezüglich einer Zinssenkung bereits Mitte März von kaum messbar in Richtung 70 Prozent der Marktteilnehme gedreht. Sämtliche Indikatoren, von den Renditen langläufiger Staatsanleihen, bis hin zum US-Dollar-Schwächeanfall, weisen auf eine kurz bevorstehende Not-Zinssenkung der Fed hin.

Aufgrund des langsam um sich greifenden Panik-Modus steigt sogar die Wahrscheinlichkeit für einen außerordentlichen Zinsschritt zwischen zwei regulären Offenmarktausschusssitzungen der Fed (FOMC). Der nächste reguläre Sitzungs-Termin wäre erst am 18. März, also in drei Wochen. Es ist schwer vorstellbar, dass bis dahin, ohne entsprechende Notenbankmaßnahmen und bei sich gleichzeitig ausweitender Coronavirus-Epidemie, ein Crash an den Aktienmärkten weltweit vermieden werden kann.

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