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Goldpreis: Anstieg bis 1550 Dollar wahrscheinlich

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Der Goldpreis, der im bisherigen Jahresverlauf fast 11,4 Prozent zulegte, erstrahlt wieder im Glanz. Die meisten dieser Gewinne sind erst vor kurzem eingetreten, genau genommen begann der Kurs des Goldpreises am 30. Mai zu steigen. Seitdem ist der Preis um fast 12,87 Prozent gestiegen. Es wird das größte monatliche Plus von 9,49 Prozent seit Februar 2016 erzielt.

 

Dies ist im Wesentlichen auf die folgenden Faktoren zurückzuführen:

  • Schwaches Weltwirtschaftswachstum
  • Unsicherheiten aufgrund der Geopolitik
  • Massive Veränderung des geldpolitischen Kurses der Feds

 

Goldpreis, Dollar – und die Fed

Beginnen wir zunächst mit der Geldpolitik: der Dollar-Index wird den größten monatlichen Verlust seit 2018 verzeichnen. Der Dollar-Index (DXY) ist diesen Monat um fast -1,85 Prozent gesunken, und diese Schwäche des Dollar-Index hat die Bullenrallye für Gold ausgelöst. Die Anleger waren besorgt, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession fallen könnte, und die Wirtschaftsdaten begannen, dieses Argument bis zu einem gewissen Grad zu stützen. Erst vor kurzem hat die US-Notenbank zugegeben, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China begonnen hat, die wirtschaftliche Gesundheit des Landes zu beeinträchtigen. Infolgedessen hat die Fed entschieden, dass sie die Geldpolitik ändern muss.

Was auf dem Markt fair bewertet wird (in Bezug auf den Dollarindex und den Goldpreis), ist, dass die Fed den Zinssatz um 25 Basispunkte senken wird. Die Spekulanten sind jedoch nicht bereit, dies zu glauben, da die Fed ihrer Meinung nach den Zinssatz um mindestens 50 Basispunkte senken dürfte. Vor vier Tagen haben wir in unserer Analyse, als der Preis unter 1350 $ gehandelt wurde, diskutiert, dass der Preis aufgrund der Änderung des geldpolitischen Kurses der Fed wahrscheinlich über das Niveau von 1.400 $ steigen wird. Seitdem hat der Preis um mehr als 7,29 Prozent zugelegt und notiert bei 1.430 Dollar.

 

Geopolitische Unsicherheit hilft Goldpreis

Ein weiterer Grund für den Anstieg des Goldpreises ist die gestiegene geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten. Der jüngste Konflikt mit dem Abschuß der Drohne der USA (auf iranischem Territorium?), hat nach Angaben iranischer Beamter die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärft.

Zum ersten Mal hat die Trump-Administration einen vernünftigeren Ansatz gewählt und den Ansatz von Sanktionen anstelle von militärischen Aktionen gegen den Iran gewählt. Dennoch soll nicht gesagt werden, dass dies die Situation in dem sensibelsten Gebiet der Welt nicht erschwert hat. Der Iran wiederum hat gesagt, dass die Tür für jeden diplomatischen Weg geschlossen ist – und das bedeutet, dass die Unsicherheit weiter steigt. Dies dürfte den Goldpreis weiter nach oben treiben und der Goldpreis kann das Niveau von 1.500 $ leicht überschreiten.

Ein wichtiger Faktor, auf den Anleger achten sollten, ist der Zusammenhang zwischen dem Goldpreis und der Höhe der negativen Renditen bei Staatsanleihen. Die folgende Grafik zeigt, dass es eine starke Korrelation gibt, was bedeutet, dass der Goldpreis mit zunehmender Größe Negativrenditen steigt. Hier bietet sich Gold als sicherer Hafen an. Angesichts der aktuellen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve Bank ist es wahrscheinlich, dass der Goldpreis in den nächsten Monaten tatsächlich 1550 erreichen könnte.

Der Kurs des Goldpreises begann am 30. Mai zu steigen

Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass die Standard-Zahlen immer noch ziemlich unter Kontrolle sind, d.h. ziemlich niedrig, was bedeutet, dass die wirtschaftliche Situation nicht wirklich schlecht ist. Darüber hinaus steht auch die Ertragssaison vor der Tür und jede erhebliche Schwäche des Dollar-Index sollte den Unternehmensgewinnen helfen.

Abschließend sei gesagt, dass das bevorstehende G-20-Gipfeltreffen, die Geldpolitik der Fed, der Handelskrieg zwischen den USA und China und die gestiegene geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten den Goldpreis weiter stützen könnten. Vorläufig ist der Weg für steigende Preise bei Gold weiter frei!

 

Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Warnsignal

    25. Juni 2019 11:29 at 11:29

    „Vorläufig ist der Weg für steigende Preise bei Gold weiter frei!“. Unter Berücksichtigung der größten relativen Verschuldung der Welt zum Welt-GDP und dem dadurch erzwungenen Abbruch des Expriments „Zinsnormalisierung“ durch die großen Notenbanken ist der Weg für Gold nicht nur vorläufig frei, sondern unter Schwankungen endgültig frei. Wird schon einen Grund haben, warum die Zentralbanken selbst (die Hüter des Fiat-Geldes) so viel Gold kaufen wie nie zuvor seit Datenerhebung.

  2. Avatar

    f.s.

    25. Juni 2019 22:41 at 22:41

    so siehts aus! ich würde mich ehr auf Gold als Rettungsanker verlassen als auf Cryptos! Die Wirtschaft wird sich kaum noch mit Cryptos auseinandersetzen denn es hagelt ganz andere Probleme weltweit! Aber wer Geld verlieren will sollte jetzt in BTC gehen. Dumme wirds immer geben !

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Markus Krall über Nullzinsen und Gold – „Wirecard auf Crack“

Redaktion

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Bekanntlich ist Markus Krall ein Kritiker der Maßnahmen im Rahmen der Coronakrise – und ein Anhänger von Gold (als Chef des Edelmetall-Händlers Degussa kein Wunder..). Er sieht in der Nullzinspolitik einen verhängnisvollen Fehler, der die Illusion unseres Wohlstand aufrecht erhalten soll.

Aber die Möglichkeiten der Notenbanken schrumpfen zunehmend, so Markus Krall. Sie können seit der Coronakrise etwa den Goldpreis nicht mehr so stark manipulieren wie zuvor – und haben mit ihrer Poltik die Banke in eine schwere Krise gebracht (die derzeit aber durch „Bilanzverschleierung“ noch kaschiert werden – „Wirecard auf Crack“, wie Markus Krall süffisant formuliert). Mit der Abschaffung des Zinses und des Insolvenzrechts seien alle Markt-Signale ausser Kraft gesetzt, sodass wir derzeit schon in einer Planwirtschaft leben würden.

Im Grunde passiere derzeit eine gigantische Insolvenzverschleppung, deren einizge Heilung der Goldstandard sei, so der Bestseller-Autor:

Markus Krall über Nullzinsen und Gold

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Gold, Silber und Tech-Aktien: Momentum und die große Nervosität

Markus Fugmann

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Neue Kapriolen der Finanzmärkte: was zuvor wochen- oder monatelang gestiegen war, kommt nun plötzlich scharf unter Druck – so Gold, Silber und die großen US-Techaktien. Momentum wird also derzeit abverkauft nach den immensen vorherigen Anstiegen.

Das gilt besonders für die Highflyer aus dem Tech-Sektor. Geschieht hier gerade eine Branchenrotation?

Sven Henrich verweist in einer Analyse auf den S&P 100 (Börsenkürzel OEX), der die 100 größten Werte des S&P 500 enthält und somit auch die großen US-Tech-Werte. Dieser Index ist kürzlich auf ein neues Allzeithoch gestiegen, nun aber an seinem aufsteigenden Trendkanal angestoßen:

Der OEX als Indikator für die Finanzmärkte

(Grafik: Northmantrader)

Gestern beendet der Nasdaq 100 den dritten Handelstag in Folge mit einem Minus – das erste Mal seit 105 Handelstagen! Nicht nur sind die Bewertungen extrem ambitioniert bei den US-Techaktien, es besteht auch massive Konzentration der Investoren in diesen Aktien. Und wenn die Ersten verkaufen, werden bei anderen Stops gezogen, so ist zu vermuten.

Ähnliches auch vor allem bei Silber, abgeschwächt auch bei Gold. Ein Blick auf die Markttechnik bei Silber zeigt, wie stark der Kurs von gleitenden Durchschnitten abgewichen war – Fahnenstangencharts bergen eben besondere Risiken:

Die große Frage ist nun: Geht der Abverkauf bei Momentum weiter? Und wenn ja: erfaßt er auch den Gesamtmarkt als ein risk-off-Ereignis?

Die Nervosität jedenfalls ist gestiegen – die Volatilität bei Gold und Silber ist heute wieder immens: nach dem Abverkauf heute Nacht eine dynamische Erholung der beiden Edelmetalle, dann jedoch wieder Rücksetzer.

Noch ist all das kein Trend, sondern eben nur eine Korrektur von Überhitzungen. Daher ist nun vor allem auf die Entwicklung der Renditen von US-Staatsanleihen zu achten, insbesondere auf die reale Rendite (Rendite minus Inflation).

Hinzu kommt: wenn sich US-Demokraten und US-Republikaner nicht bald einigen – wonach es derzeit nicht aussieht – dann fällt das eigentlich schon eingerpeiste große Stimulus-Paket der USA erst einmal ins Wasser. Es ist wohl diese Aussicht, die Gold und Silber gestern unter Druck gebracht haben.

Sehen Sie hier eine Einschätzung der Gesamtlage an den Märkten von Jochen Stanzl

Große Nervosität bei Gold, Silber und den US-Tech-Werten

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Goldpreis steigt auf 4.800 Dollar? Experte nennt Gründe

Redaktion

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Ein Barren Gold

Kann der Goldpreis langfristig auf 4.800 Dollar ansteigen? Ist das möglich? Diese Zielmarke nennt der Gold-Experte Ronald-Peter Stoeferle vom Vermögensverwalter Incrementum (auch Herausgeber des Reports „In Gold We Trust“) im folgenden Interview bei der Mission Money. Seit dem Goldpreis-Anstieg seit 2016 befinde man sich derzeit nicht mehr in einer Frühphase der Hausse, sondern in der zweiten Phase, wo die breite Öffentlichkeit auf Gold als gewinnbringende Anlageklasse aufmerksam werde.

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Es sei gar nicht der Goldpreis, der so stark steige. Ronald-Peter Stoeferle betrachtet es von einer anderen Sichtweise aus. Es gehe um das generelle Vertrauen in beliebig vermehrbares Papiergeld und die Kaufkraft, welche sukzessive fallen würden. Der wichtigste Einflussfaktor für den Goldpreis sei die Tendenz der Realzinsen. Und die seien in den USA auf einem Rekordtief, während der Goldpreis jüngst ein Rekordhoch erreichte. Dies sei also kein Zufall (hier eine aktuelle Übersicht zur Lage bei Gold).

Als Anleger könne man sich vom Gold verabschieden, wenn man der Meinung sei, dass die Zinsniveaus (Realzins) wieder auf 4 oder 5 Prozent steigen könnten. Aber hier darf man sich grundsätzlich fragen: Wird das in den nächsten Jahrzehnten passieren? Können Länder wie Italien… ach egal, Europa, USA etc, können sich die Staatshaushalte Zinsbelastungen überhaupt noch leisten, selbst wenn es nur 1 Prozent sind? Die Notenbanken wissen schon, was zu tun ist, so möchten wir von FMW es anmerken. Die weiteren Ausführungen von Ronald-Peter Stoeferle zur möglichen Goldpreis-Entwicklung sind hochinteressant. Nehmen Sie sich die 46 Minuten Zeit!

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