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US-Inflationsdaten um 14:30 Uhr Goldpreis: Spannung vor den Zinsentscheiden der Fed und EZB

Goldpreis: Spannung vor den Zinsentscheiden der Fed und EZB

Nicht nur die Aktienmärkte stehen inmitten einer spannenden Woche, sondern auch das Edelmetall Gold. In der aktuellen Handelswoche folgt ein potenziell impulsgebendes Highlight auf das Andere. Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.962 US-Dollar je Feinunze, nachdem er sich von ein paar Rückschlägen erholt hat. Seit nun schon vier Wochen pendelt der Kurs dabei in einer Seitwärtsrange auf und ab. Doch die frischen Impulse ausgehend von den Inflationsdaten und den Zinsentscheiden der Fed und EZB haben auf jeden Fall das Potenzial, die Range in die ein oder andere Richtung aufzulösen.

Trotz des Risk-On-Modus am Aktienmarkt hält sich der Goldpreis in diesem Umfeld stabil. Dies liegt vor allem an der derzeitigen Dollar-Schwäche im Vorfeld des wichtigen Fed-Zinsentscheids. Der Dollar-Index gab von seinem Juni-Hoch um 1,38 % nach, was den Goldpreis aufgrund der negativen Korrelation zum Dollar stützt. Die Schwäch ist unter anderem auf die Annahme zurückzuführen, dass die Fed morgen eine Zinspause verkündet.

Laut dem FedWatch Tool der CME rechnen immerhin 76% der Marktteilnehmer mit einer Pause der Zinserhöhungen. Auf der Juli-Sitzung könnte es jedoch zu einer weiteren Zinserhöhung von 25 Basispunkten kommen, die Wahrscheinlichkeit dafür liegt aktuell bei 55,6%. Die heutige Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai (14:30 Uhr) und der morgige Zinsentscheid könnte das Bild aber wieder auf den Kopf stellen.

Für heute rechnen die Analysten mit einem erneuten Rückgang der Teuerung auf 4,1% nach 4,9% im April. Allerdings dürfte die Kerninflation weiter klebrig bleiben. Die Konsensschätzungen liegen bei 5,3%, zuvor waren es 5,5% im April. Nimmt der Preisdruck stärker ab als erwartet, könnte der Goldpreis Auftrieb erhalten, da die Zinserwartungen weiter sinken würden.

Gold: Zinsentscheide der Fed und EZB im Fokus

Im Mittelpunkt stehen aber vor allem die Zinsentscheidungen von Fed am Mittwoch und EZB am Donnerstag. Während die Fed wohl eine Zinspause einlegt, erwartet der Markt eine Zinserhöhung von 0,25 Prozentpunkten der EZB. Gespannt horcht man daher den Worten des Fed-Chefs und der EZB-Präsidentin im Anschluss an die Verkündung und erhofft sich neue Hinweise auf zukünftige Zinsschritte. Die geldpolitischen Entscheidungen haben aufgrund ihrer Brisanz entscheidenden Einfluss auf die kurzfristigen Kursentwicklungen von Dollar und Goldpreis.

Überrascht die Fed die Märkte? Zwei Zentralbanken haben es in der vergangenen Woche bereits getan und den Markt mit unerwarteten Zinserhöhungen überrascht. Sowohl die australische als auch die kanadische Zentralbank erhöhten die Zinsen. Da die Fed aber nichtr auf andere Notenbanken schaut, sondern eher den Takt vorgibt, ist eine weitere Zinserhöhung für morgen unwahrscheinlich.

Goldpreis in einer Seitwärtsbewegung

Der Goldpreis bewegt sich seit knapp vier Wochen in einer Seitwärtsrange zwischen 1.982 und 1.937 US-Dollar, wobei sich die Spanne zuletzt immer weiter verengt hat. Dies deutet auf einen baldigen Ausbruch hin. Der nötige Impuls für Gold kann von den Inflationsdaten oder den Zinsentscheiden ausgehen.

Überwindet der Goldpreis die Hürde bei 1.970 USD, so ist mit einem Test der Oberkante der Range bei 1.982 zu rechnen. Ein Ausbruch darüber könnte den Kurs anschließend über die Marke von 2.000 USD bringen. Im Bereich von 2.010 und 2.022 warten dann schon die nächsten Widerstände.

Unterhalb der jüngsten Tiefs bei 1.949 USD könnte der Abwärtsdruck jedoch zunehmen. Bei einem Bruch der markanten Unterstützung 1.936 drohen sogar stärkere Kursrücksetzer bis 1.914 und 1.900 US-Dollar.

Gold in Dollar: Zinsentscheide der Fed und EZB im Fokus - Heute US-Inflationsdaten
Goldpreis: Die Seitwärtsrange verengt sich – Ausbruch steht bevor

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