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Gute Nachrichten aus Griechenland

Von Markus Fugmann

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus Griechenland: so meldete heute das Statistikamt Griechenlands, dass die Arbeitslosenquote im Mai (die Griechen brauchen so lange zur Ermittlung der Daten wie kein anderes Land in der Eurozone) auf nun 25,0% gesunken ist – das ist der geringste Wert seit 2012! Im April hatte die Arbeitslosenquote noch 25,5% betragen – und nach wie vor hat Griechenland eineer der höchsten (offiziellen!) Arbeitslosenquoten in Europa.

Stellt sich die Frage, warum der Wert so gut ausgefallen ist: hat die Regierung den öffentlichen Dienst wieder aufgebläht? Zu erwarten ist jedoch, dass aufgrund der Turbulenzen in den Verhandlungen mit den Gläubigern dann in den nächsten Monaten die Daten wieder schlechter werden, sorich die Arbeitslosigkeit wieder steigt.

Auch an der Athener Börse geht es wieder nach oben: der Leitindex gewinnt gut 3%, besoonders deutlich geht es mit den BankenWerten nach oben: der Bankenindex steigt um 15%, nachdem seit Beginn des Handels am Montag die Banken fast durchgängig 30% verloren hatten und daher vom Handel ausgesetzt worden waren. Die Hoffnung ist offenkundig, dass die Gläubiger nach Ermittlung des Kapitalbedarfs Geld in die Institute stecken werden (siehe dazu den Artikel „Der Brüller: EZB und ESM prüfen in Athen gerade, ob die Banken noch zu retten sind…“).

Unterdessen hat der IWF durch seinen schwedischen Vertreter Thomas Östros bekannt gegeben, dass eine Entscheidung über eine Beteiligung des IWF am Hilfsprogramm für Griechenland im Herbst fallen werden. Östros sagte der schwedischen Tageszeitung „Dagens Nyheter“, dass es innerhalb des IWF „starke Unterstützung“ gebe für eine Beteiligung der Institution an den Hilfskrediten.



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