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Handelskrieg kommt in der Realwirtschaft an – aber Hoffnung auf Stimulus..

Können die Aktienmärkte die gestrige Erholung heute fortsetzen – und das trotz schwacher Konjunkturdaten aus China?

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Party – eben weil die Daten schlecht sind

Die paradoxe Antwort ist: die Aktienmärkte auch in Europa starten robust, eben weil die Daten aus China schwach waren. Man hofft auf weiteren Stimulus durch Peking, zumal Chinas Machthaber angekündigt haben, im Rahmen der Eskalation des Handelskriegs den betroffenen Firmen hilfreich zur Seite zu stehen. Und so können Chinas Aktienmärkte heute deutlich zulegen (China A 50 +2,6%) – aber das unter doch recht dünnem Volumen!

Heute morgen dann das deutsche BIP mit +0,4% wie erwartet – man fokussiert sich darauf, dass Deutschland wieder wächst, auch wenn die +0,6% zum Vorjahresquartal schwächer war als erwartet und die Perspektiven aufgrund der Zölle und Gegenzölle im Konflikt USA-China nicht gerade besser werden. Sollten die USA nun Zölle gegen EU-Produkte (vor allem Autos) erheben, wird es ungemütlich in Sachen Konjunktur in Deutschland..

 

Trumps durchsichtiger Bluff

Gestern hellte sich die Stimmung an den Märkten auf, weil Trump – offenkundig beendruckt durch den Abverkauf an der Wall Street am Montag – wieder positive Botschaften sendet. Man sei weiter im Gespräch mit den Chinesen, ein Deal mit China weiter möglich. Soso. Seine Twitter-Kommentare klingen anders, hochrangige Mitglieder der Trump-Administration dagegen sagen eindeutig: vor Jahresende wird es keinen Deal geben, weil die Differenzen viel zu groß sind (siehe dazu den Axios-Artikel „Trump´s long trade war“).

Mit anderen Worten: eigentlich sollten die Algos – pardon, die Märkte – inzwischen gelernt haben, dass solche Kommentare von Trump völlig an der Realität vorbei gehen und nur dem Zweck dienen, eine Fortsetzung des Abverkaufs der Aktienmärkte zu verhindern. Man läßt sich also weiter von Trump mit dem Ring durch die Arena führen und freut sich über jede vermeintliche Entspannungs-Botschaft des US-Präsidenten.

Aber dieses Spiel ist zu durchsichtig, als dass es lange funktionieren könnte – der Handelskrieg ist längst in der Realwirtschaft angekommen, das zeigen Chinas schwache Daten von heute Nacht recht klar (aber auch zuvor schon die schwachen Exporte Chinas generell sowie speziell die rückläufigen Ausfuhren Chinas in die USA).

Heute im Fokus – neben den Tweets von Donald Trump – die Einzelhandelsumsätze sowie die Indsutrieproduktion der USA (14.30Uhr und 15.15Uhr). Die Erholung der Aktienmärkte kann noch weiter gehen, aber die Bäume werden nun nicht mehr – wie noch zuvor – in den Himmel wachsen..



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