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Hans Werner Sinn: Die Bedeutung des Brexit für Deutschland und Europa

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Der „Altmeister“ und Ex-ifo-Chef Hans-Werner Sinn über die – wie er meint – unterschättzte Bedeutungs des Brexit für Deutschland und Europa:


Hans-Werner Sinn. Foto: Hanswernersinn.de

23 Kommentare

23 Comments

  1. Sabine

    12. Januar 2019 12:30 at 12:30

    Ich hab mal gehört/gelesen, daß die Hohen Herren in England und USA
    – die EU durch den Brexit schwächen wollten, zum Vorteil der USA und der von den Usa aufgebauten China-Werkbank
    – die Zusammenarbeit zw. USA und England zu stärken
    Das paßt auch zur Usa-Politik, das Deutschland und die EU das Gas aus USA kauft, statt vom Nachbarn Rußland!!
    – „Der Schutz vor Masseneinwanderung sozial Schwächerer“ war nur ein Stimmensammler dafür.

    Aber, da jetzt die Globalisten in Usa wegfallen, zuerst war es in Rußland (Jelzin: Rußland first), dann jetzt in USA (USA first), stehen die Hohen Herren Globalisten mit Trump schön blöd da und eiert herum. Und man bekommt Trump einfach nicht weg.

    • tm

      14. Januar 2019 09:40 at 09:40

      Wo haben Sie das denn gelesen? Vielk plausbiler ist es doch wohl, dass Putin die EU und die USA schwächen will und dies u.a. erreicht, indem er EU-feindliche Parteien und DOnald Trump finanziert.

      • Gixxer

        14. Januar 2019 10:26 at 10:26

        Klar, Putin ist immer schuld.
        Ich steh jetzt auch nicht auf Sabines Seite, aber ich glaube nicht, dass Putin benötigt wird, um EU-feindliche Parteien zu stärken. Das macht die EU schon ganz von alleine. Das hin und her mit den Banken zB, vor allem den italienischen und/oder spanischen ist dem Otto Normalverbraucher einfach nicht mehr zu vermitteln.

        • tm

          14. Januar 2019 15:19 at 15:19

          Wir wissen doch, dass Putin u.a. den FN finanziert hat. Da brauchen wir gar nichts mutmaßen.

          • Gixxer

            15. Januar 2019 10:28 at 10:28

            Erklärt das dann auch den Brexit? Hat da Putin auch seine Finger im Spiel? Ist Putin auch schuld an den Problemen in Südeuropa?

            Ich habe nicht abgestritten, dass Russland oder Putin EU-feindliche Parteien unterstützt. Ich bin mir sogar sicher, dass so was passiert. Russland vertritt seine Interessen genauso wie andere Länder auch. Das kann man nun natürlich anprangern, dann sollte man es bei den anderen Ländern aber bitte auch tun.

            Es ist aber wohl so, dass die EU-feindlichen Parteien in erster Linie Auftrieb bekommen, weil das Vorgehen in der EU von vielen Bürgern nicht mehr nachzuvollziehen ist. Eine Unterstützung durch Russland ist dafür nicht ausschlaggebend, sprich, selbst wenn Russland keine derartigen Parteien unterstützen würde, würde es sie immer noch geben.

          • tm

            15. Januar 2019 11:12 at 11:12

            Nunja, wenn andere Länder „ihre Interessen“ auch so aggressiv vertreten wie Russland, pranger ich das durchaus an. Ich kann aber nicht erkennen, dass sich Deutschland oder Frankreich so verhalten.

            Welches „Vorgehen der EU“ meinen Sie eigentlich? Also schauen wir uns doch mal die Länder an: In Deutschland kommt die AfD auf rund 15% der Stimmen, also bei weitem keine Mehrheit. In UK war die Brexit-Abstimmung extrem knapp – und sie ist so ausgegangen, weil viele EU-Befürworter einfach nicht wählen gegangen sind. EU-Gegner sind vor allem in Polen und Ungarn an der Macht – und errichten dort autokratische Regime. ich halte diese Länder jedenfalls für keien erstrebenswerten Vorbilder. Sie etwa?

          • Gixxer

            15. Januar 2019 15:00 at 15:00

            Nein, ich halte Polen oder Ungarn auch nicht für ein erstrebenswertes Vorbild. Da bin ich bei ihnen, keine Frage.

            Was ich mit „Vorgehen der EU“ meine, müsste einem als Leser von FMW eigentlich klar sein. Ich meine damit zB die Vorgehensweise bei den Banken. Erst heute gab es wieder einen Artikel über Monte dei Paschi. Ich kann mich aber auch an andere Artikel aus der Vergangenheit erinnern, in denen zB von einer Banco Populare gesprochen wurde.
            Ich hoffe aber, sie kommen jetzt nicht auf die Idee und behaupten, dass FMW auch von Russland finanziert wird.

            Was das Vertreten von Interessen eines Landes angeht erinnere ich an Kuba und die Mordanschläge auf Fidel Castro. Klar, das ist schon lange her, aktueller wäre da vielleicht das Telefonat von Victoria Nuland bezüglich der Ukraine mit dem berühmten Zitat: „Fuck the EU“.
            Klar, das ist nicht Frankreich oder Deutschland gewesen, aber auch nicht Russland, die hier für ihre nationalen Interessen eingetreten sind.

      • sabine

        14. Januar 2019 12:43 at 12:43

        a) „Wo ich das gelesen habe“, ist zweitrangig. Das Autoritätsargument ist das Schwächste aller Argumente, sagt Thomas von Aquin. Nicht, daß es keins ist, aber eben das Schwächste. Somit ist ihr Argument:
        „Wo haben sie das gelesen -> also Quatsch“ ebenfalls schwach.
        b) Das Rußland die Wahl des gehaßten Trump (das Adj. ist wichtig, sonst hätten Sie es nicht in ihrer Aufzählung erwähnt!) finanziert hat, ist ja bereits als Lachnummer bzw. bewußt erlogene Verschwörungstheorie von Obama&Co entlarvt.

        c) Das Video über die Flugzeugträger „Queen Elisabeth“ und „Charles“ zeigt, daß diese ausnahmslos mit Flugzeugen und Technik aus den USA bestückt werden können. Wahrscheinlich hat USA diese nur so erlaubt; – hinter den Kulissen! Wirtschaftlich absoluter Schwachsinn! So eine Einseitigkeit haben die US-Flugzeugträger nicht mal. Die können alle Waffensysteme und Flugzeuge nutzen.

        Warum also – wenn es wirtschaftlich Schwachsinn ist?

        • tm

          14. Januar 2019 15:21 at 15:21

          a) Ne, es ist nicht zweitrangig. Sie stellen eine Behauptung auf und ich wollte dafür einen Beleg haben. Sie können nicht liefern. ALso haben Sie sich das wohl selbst ausgedacht.
          b) Was hab ich erwähnt? Sie schwafeln in Rätseln. Dass Putin in den US-Wahlkampf eingegriffen hat, ist wohl längst erwiesen und wir sehen ja auch Tag für Tag, dass Trump Putins wichtigster Mitarbeiter ist.
          c) Wovon reden Sie nun wieder?

          • Andreas

            14. Januar 2019 16:21 at 16:21

            Tm,
            Bub, lies nicht so viel Märchen. Mach was für deinen gesunden Menschenverstand. Ein wirklich gut gemeinter Tip von mir.

          • tm

            14. Januar 2019 16:31 at 16:31

            🙂 ach ja, der nächste Putin-Troll. Wo sind denn nun Ihre Argumente? Und bitte hören Sie auf. mich zu duzen.

          • Quintus

            14. Januar 2019 17:51 at 17:51

            Sehr geehrter tm
            Puh, da bin ich aber beruhigt, daß die AFD von Putin finanziert wird, würde diese Partei von Trump
            ihr Geld erhalten, so wäre sie für mich nicht mehr wählbar.
            Putin will die EU schwächen? Deswegen wird gerade North Stream 2 realisiert und US-Botschafter Grenell bittet auf höflichste Weise diese Entscheidung nochmals zu überdenken.
            Wer den Spügel, den Stern und die mittlerweile nicht mehr lesbare SZ(ehemals langjähriger Abonennt)als Quellen für seine Behauptungen heranzieht, sollte sich nicht wundern daß er hier nur noch Gelächter erntet.
            Cui Bono….wem nützt das Verbrechen? Wer die richtigen Fragen stellt, nähert sich der Wahrheit.
            Mit freundlichen Grüßen
            Quintus
            P.S. Schade, daß sie immer vom eigentlichen Thema ablenken…..

          • tm

            14. Januar 2019 19:09 at 19:09

            Ach so ja, SIe lesen wohl lieber „seriöse“ Medien wie hartgeld und contra?

            Also wo sind Ihre Gegenargumente? Und Fragen Sie doch mal ernsthaft Cui Bono? Die Antwort liegt auf der Hand, dass das Regime im Kreml von einer Schwäching profitiert. Also letztlich kann es doch auch gar keine ernsthaften Zweifel daran geben.

            Aber gut, wer alle Meldungen und Beweise leugnet…

            Von welchem Thema lenke ich denn ab? Fechheit! Ich gehe ja gerade auf die abstrusen Behauptungen von Sabine & Co. ein und liefer haufenweise Belege, während von den Trollen nur Beleidigungen kommen.

          • tm

            14. Januar 2019 19:14 at 19:14

            Welche Medien empfehlen Sie denn, um die „richtigen“ Informationen zu erhalten? Ich bin gespannt.

            Für Sabine hatte ich ja schon einmal für ein paar populäre „Alternativmedien“ die Lügen von nur einem Tag gesammelt, also alles sehr seriös. Aber ich bin hoffnungsfroh, dass Sie sehr informative, ehrliche Medien empfehlen.

          • Quintus

            14. Januar 2019 20:21 at 20:21

            Sehr geehrter tm
            Ich empfehle Ihnen keine Medien, aber : „Haben sie Mut, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen.“
            Mit freundlichen Grüßen
            Quintus

          • Michael

            14. Januar 2019 22:19 at 22:19

            Lieber Quintus, tm hat neben dem Spiegel, Stern und der SZ auch noch vier weitere Quellen herangezogen, die Liste ließe sich auch noch gewaltig verlängern. Ich sehe keinen Grund, warum man deswegen Gelächter ernten sollte (und kann auch keines registrieren), denn immerhin führt @tm diverse Quellen an, während von Ihnen und speziell von @Sabine nur haltlose, manchmal wirre bis skurrile Behauptungen im Raum stehen.
            Nur weil Sie persönlich beispielsweise die Süddeutsche nicht mehr abonniert haben, disqualifiziert das dieses Medium noch lange nicht als „nicht mehr lesbar“. Als intelligenter und rational-vernunftmäßig denkender Mensch können und sollten Sie Ihre Einschätzung dahingehend sicherlich näher begründen und belegen?! Bitte enttäuschen Sie mich jetzt bitte nicht wieder mit dem Geschwafel von gesteuerten und kontrollierten Mainstreammedien, es sei denn, Sie können dieses stichhaltig beweisen. Denn an einem solch endgültigen Punkt an Schlussfolgerung erwarte ich im Gegenzug ansatzweise überprüfbare und belastbare Voraussetzungen, Aussagen, Quellen, Statistiken, Logik und Kohärenz. Wie gesagt, zumindest wenigstens im Ansatz, vielleicht die Hälfte oder ein Viertel des üblichen wissenschaftlichen Prozedere eines Erstsemesters, das einen öffentlichen Post mit der Bewertung „nicht mehr lesbar“ und „Gelächter erntend“ mittels der drei üblichen grundsätzlichen Gütekriterien Reliabilität, Validität und Objektivität irgendwie stützen kann.

            Auch sehe ich nicht, dass tm hier vom eigentlichen Thema ablenkt, er ist ganz im Gegenteil wie immer sehr spezifisch, statistisch und konkret selbst auf das nur schwer nachvollziehbare und kaum verständliche Geschreibsel von Sabine eingegangen.
            Sehen wir uns dagegen mal eine von Sabines vielen und kurzen, aber wirren Aussagen an:
            b) Das Rußland die Wahl des gehaßten Trump (das Adj. ist wichtig, sonst hätten Sie es nicht in ihrer Aufzählung erwähnt!) finanziert hat, ist ja bereits als Lachnummer bzw. bewußt erlogene Verschwörungstheorie von Obama&Co entlarvt.

            Was mir hier als erstes fehlt, sind Beweise, Quellen oder zumindest vernünftige und plausible Argumente, wer wann mit welchen Mitteln die Wahlmanipulationen als a) Verschwörungstheorie und b) von Obama & Co. entlarvt hat (hier stelle ich schon mal die ersten drei der richtigen Fragen, um der Wahrheit näher zu kommen).
            Ist es nun eine lediglich eine Lachnummer oder eine „bewusst erlogene“ Verschwörungstheorie (interessanter Begriff übrigens)? Ich meine, das sind doch zwei Begriffe, die das gesamte Spektrum von seichter Desinformation auf Fox News bis hin zu juristisch-politischem Sprengstoff umfassen. Und eine vierte richtige Frage zur Wahrheitsfindung.

            Eine weitere richtige Frage: Wann hat tm jemals in diesem Post das Adjektiv „gehaßt“ (vermeintlich meinte Sabine „verhasst“) erwähnt? Korrekte Antwort: Niemals!

            Die fast letzte richtige Frage haben Sie selbst gestellt, wenn auch falsch aus dem Lateinischen übersetzt bzw. interpretiert: Cui bono? Bedeutet: Wem nützt es? Nicht, wem nützt das Verbrechen? Welches Verbrechen denn? Von Verbrechen hatte bis dato keiner gesprochen, nicht einmal Sie oder Super-Sabi. Denn Sie waren in der Gedankenführung gerade bei Gelächter wegen SZ, „Spügel“ und Stern, als Ihnen diese Weisheit entfleucht ist.

            Das ist alles irgendwie etwas wirr, sogar so wirr, dass einem besonnenen, analytischen und stets neutralen Kommentatoren wie @tm die finale richtige Frage entfleucht ist:
            Was hab ich erwähnt? Sie schwafeln in Rätseln.

          • tm

            15. Januar 2019 07:40 at 07:40

            @Michael: Danke

            @Quintus: ICH benutze meinen Verstand und komme genau daher zu den logischen Schlussfolgerungen. Lustig eher, dass Sie sich weigern, die von Ihnen selbst gestellte Cui Bono Frage zu beantworten.
            Ich habe zudem eine ganze Reihe von reichweiten-starken Medien genannt, die Ihnen alle nicht passen. Offenbar haben Sie andere Informationsquellen, weigern sich aber, diese zu nennen. So wird eine sachliche Diskussion natürlich schwierig. Ich bitte Sie daher nochmals, mir doch bitte Ihre Informationsquellen, auf deren Basis Sie zu so ganz anderen Einschätzungen als ich komme, zu nennen.

          • Quintus

            15. Januar 2019 08:03 at 08:03

            Sehr geehrter Michael und tm
            Nicht jeder der bei der Berichterstattung der großen Medienanstalten seine Zweifel anmeldet, ist automatisch Leser von Hartgeld oder Contra.
            Selbstverständlich ist dies die einfachste Möglichkeit seinen Gegenüber zu diskreditieren. Wird ja auch vielfach angewendet.
            Sie zeigen mit ihrem niveauvollen Schreibstil, daß sie in der Lage sind dies zu erkennen, aber versuchen trotzdem so etwas gutzuheißen.
            Die meisten, der von Ihnen aufgeführten Punkte betreffen eher Sabine, von daher möchte ich mich nur zur SZ äußern. Dieses Blatt war für mich einst das Leuchtfeuer der Freien Presse….bis Herbst 2015. Ihre grundsätzlichen Gütekriterien Validität Objektivität und Reliabilität sollten in sich stimmig sein, sind sie dies nicht, so darf ich Zweifel hegen.
            Ich versuche im übrigen meine Informationen und Sicht der Dinge aus Büchern von Gabriele Krone-Schmalz, Daniel Stelter, Hans Werner Sinn, Nassim Taleb, Joseph Tainter , Martin Armstrong UND besonders Peter Scholl-Latour zu meiner Meinungsbildung heranzuziehen.
            Erst aus dem geschichtlichen Kontext heraus ist es vielfach möglich sich der Wahrheit zumindest zu nähern.
            Mit freundlichen Grüßen
            Quintus

          • tm

            15. Januar 2019 08:10 at 08:10

            Lieber Quintus,

            da Ihnen offenbar sämtliche in Deutschland stark gelesene Medien nicht gefallen, nennen Sie doch einfach Ihre tagesaktuellen Quellen. Die Bücher der von Ihnen genannten Autoren habe ich weitestgehend gelesen – stimme aber z.B. mit Frau Krone-Schmalz nicht überein. Tagesaktuelle Presse lesen Sie keine?

            Zudem finde ich es einigermaßen witzig, wenn Sie mir vorwerfen, dass ich Sie diskreditiere- ich empfinde es genau umgekehrt.

  2. TraderBS

    12. Januar 2019 15:41 at 15:41

    Es gibt eine Petition zum Vortrag von Hans-Werner-Sinn: https://new-deal-for-britain.de/

  3. Marko

    13. Januar 2019 13:35 at 13:35

    Ich würde eher Fragen : Welchen Sinn macht der Brexit ? – Keinen.

  4. Marko

    13. Januar 2019 13:47 at 13:47

    Und warum ist das so ?

    GB sollte sich den „Turnaround“ überlegen, dies wäre natürlich mit einem „Gesichtsverlust“ verbunden , aber… na ja, da könnte im März 2019 einiges auf GB „zukommen“, die für die Damen und Herren von und zu London nicht gerade „lustig“ wären ?

    Wie gesagt, „Rosinienpicker & Co“, an Sie, die Wahl… 😀

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Aktuell: Doch kein Deal USA-China? Headlines vom US-Handelsministerium

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Soeben Headlines vom US-Handelsministerium:

– einige Mitglieder des US-Handelsministeriums: China scheint die Forderungen der USA abzulehnen

– Chinas Haltung habe sich praktisch nicht verändert

– die USA wollen nähere Auskünfte über Vorgehen Chinas in Sachen Datendiebstahl

Die US-Futures deutlich tiefer..

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Artikel 13 aktuell: Jede Menge PRO, jede Menge CONTRA

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Zum Thema Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechts wurden nun schon so viele Argumente ausgetauscht. Aktuell kann man in sozialen Medien ganz klar beobachten, dass von beiden Seiten offene Briefe veröffentlicht werden, oder dass Gruppen von Künstlern oder Lobbyorganisationen verkünden, dass so und so viele Künstler dafür oder dagegen sind. Damit soll natürlich für den Betrachter der jeweiligen Nachricht der Eindruck erweckt werden, dass „die Künstler“ ja eigentlich alle EINE bestimmte Meinung haben. Dass wir von FMW beim Thema Artikel 13 parteiisch sind und ihn ablehnen, sollte inzwischen kein Geheimnis mehr sein! Aber wir denken bei so einem Thema klar Stellung zu beziehen ist nicht so schlimm, denn große Leitmedien haben ja auch ganz klar Stellung bezogen, nämlich pro Artikel 13. Nur erwähnen sie es nicht – sie berichten aber tendenziös in diese Richtung.

Gegen Artikel 13

Aktuell hat ein Unternehmer aus Deutschland einen offenen Brief präsentiert, der auch an alle EU-Parlamentarier verschickt wurde. Unterschrieben haben ihn 130 Unternehmen und Organisationen (hier nachzulesen im Original). Hier die Headline-Aussage:

Nextcloud Founder and CEO Frank Karlitschek addresses an open letter urging members of the EU Parliament to vote against Articles 11 and 13 of the proposed Copyright Directive. The letter, which was signed by more than 130 companies and business alliances from 16 European countries, was sent to each member of the EU Parliament. As founder and CEO of Nextcloud I fear that Articles 11 and 13 of this directive create a serious disadvantage for European startups. The fact that more than 100 companies from different European countries signed our text within a few days shows that I am far from being the only one. I urge every politician to protect European businesses and vote against Article 11 and Article 13.

Auch gibt es aktuell eine sehr beeindruckende Analyse (hier nachzulesen), wer zukünftig unter Artikel 13 die wahren Profiteure sein werden, und wie sich das neue Gesetz real auswirken wird auf Medienschaffende. Die Analyse ist (unsere subjektive Wahrnehmung) bestechend!

Pro Artikel 13

Die Befürworter von Artikel 13 haben ein „Manifest“ veröffentlicht (hier einzusehen). Initiiert wurde es von der grünen EU-Abgeordneten Helga Trüpel, der wir ja vorhin schon einen eigenen Artikel gewidmet haben. Sie postet auf Twitter derzeit gefühlt 1000 Mal pro Tag etwas pro Artikel 13. Und dann nutzt sie das Neuseeland-Attentat um damit unsäglich für ein neues Urheberrecht zu werben. Aktuell (10 Minuten nach unserem Artikel) fühlte sie sich wohl dazu genötigt klarzustellen, dass ihr Tweet natürlich nichts mit Artikel 13 zu tun gehabt habe. Na ja… sie tweetete von neuen „guten Regeln für die kommerziellen Plattformen“, die nötig seien. Aber ständig postet sie sonst nur (!) zu Artikel 13. Also darf man ihren Tweet doch wohl klar in einen Kontext zu diesem Thema setzen!

Ein jüngst veröffentlichtes angebliches Umfrageergebnis der Lobbyorganisation Article 13 zeigt, dass die Bürger in der EU angeblich total pro Artikel 13 eingestellt sind. So wollen sie mehrheitlich, dass die US-Tech-Giganten stärker reguliert werden, und dass Künstler in der EU mehr Geld erhalten sollen usw. Tja, es kommt halt immer darauf an, was man fragt, und wie man fragt. Fragt man zum Beispiel „wollen sie reich werden“, würden wohl fast 100% der Menschen mit JA antworten. Aber würde man fragen „Wissen Sie, wie Sie reich werden können“, dann würden wohl nur ganz wenige Prozentpunkte mit JA antworten.

Extrem aktiv in Sachen Artikel 13 ist derzeit eine der Lobbygruppen für Urheber schlechthin, die GEMA. By the way… kein Gegner von Artikel 13 hat je behauptet, dass er gegen eine verbesserte Vergütung von Künstlern sei. Alternativvorschläge von Gegnern für eine bessere Künstlervergütung (ohne Uploadfilter) wurden bloß von Axel Voss und Co konsequent ignoriert, auch schon vor mehreren Monaten. Ein wahres Feuerwerk an Tweets haut die GEMA derzeit täglich raus, welche Künstler denn alle für Artikel 13 sind. Hier nur einige Beispiele.

Axel Voss

Der „Chef-Lobbyist der Verlage“ (so sagen es „Spötter“ auf Demos) Axel Voss von der CDU zeigt sich trotz diverser Interviews, trotz seines Zurückruderns beim „Verbot von YouTube“ etc weiterhin unbeirrt. Trotz all der Fakten, all der Argumente der Gegenseite, bringt er ganz aktuell ein kurzes Promo-Video seiner Partei zu Ariktel 13, das alle Kritik und alle Probleme wie immer total ignoriert. Alles werde problemlos laufen, Memes seien zukünftig weiterhin erlaubt, Uploadfilter seien nicht zwingend notwendig. Parodien und Zitate seien ebenfalls weiterhin möglich. Ja, und die real anstehenden technischen Probleme? Die werden nicht erwähnt.

Urheberrechtsreform:Ist das freie Internet in Gefahr?NEIN!

Gepostet von Axel Voss am Dienstag, 19. März 2019

Dass Axel Voss von der ganz realen technischen Umsetzung seines „Babys“ und von konkreten Alltagsvorgängen in Social Media-Plattformen nur „begrenzt“ Ahnung hat, kann man ansatzweise erahnen im folgenden Video. Wird es konkret, fallen ihm Antworten sichtlich schwer (oder bilden wir uns das nur ein?).

Diskussion

Wer zwischen den Stühlen steht, und doch gerne mal sehen möchte, wie Pro und Contra zu Artikel 13 ihre Argumente austauschen, ist im folgenden Video gut aufgehoben. Mehrere Befürworter und Gegner haben gestern Abend diskutiert. Im Video geht es los ab Minute 14, daher bitte bis dorthin vorspulen.

Demo gegen Artikel 13 am 2. März in Berlin
Ein Demo-Bild vom 2. März in Berlin. Foto: Gero Nagel – https://zweifeln.org/2019/Copyright-Riotcop/ CC BY 4.0

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Hinweis: Live-Webinar zur Fed-Sitzung morgen 18.55Uhr

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Morgen um 19.00Uhr wird die Fed ihre Entscheidung zur Geldpolitik verkünden. Klar ist, dass es keine Zinsveränderung geben wird – aber dennoch geht es um viel! Denn die Märkte erwarten von der US-Notenbank morgen einen klaren Fahrplan, wie und in welchen Schritten man aus der Bilanzreduzierung aussteigen will. Zusätzlich gehen die Märkte davon aus, dass die US-Notenbank ihren geplanten Zinspfad (die dot plots) ändern wird.

Die dovishe Wende in der Rhetorik von Jerome Powell und anderen Fed-Mitgliedern war ein zentrales Motiv für die Rally an den Aktienmärkten – nun muß sich die Erwartung der Märkte bestätigen, sonst könnte es ungemütlich werden!

Im Live-Webinar verfolgen wir zunächst das Statement der Fed, das wir auf die inhaltlichen Aussagen abklopfen. Dann folgt um 19.30 die Pressekonferenz von Jerome Powell, auf der der Fed-Chef vermutlich dann Aussagen über das weitere Vorgehen bei der Bilanzreduzierung geben wird – für Spannung ist also gesorgt, es dürfte dazu jede Menge action an den Märkten geben!

Das morgige (Mittwoch, 20.03.2019) Live-Webinar startet um 18.55, also kurz vor Veröffentlichung des FOMC-Statements.

Sie können das Live-Webinar morgen unter folgendem Link verfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=DkIKInaSAjQ

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