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Hans Werner Sinn: Die Bedeutung des Brexit für Deutschland und Europa

Redaktion

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Der „Altmeister“ und Ex-ifo-Chef Hans-Werner Sinn über die – wie er meint – unterschättzte Bedeutungs des Brexit für Deutschland und Europa:

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Hans-Werner Sinn. Foto: Hanswernersinn.de

23 Kommentare

23 Comments

  1. Avatar

    Sabine

    12. Januar 2019 12:30 at 12:30

    Ich hab mal gehört/gelesen, daß die Hohen Herren in England und USA
    – die EU durch den Brexit schwächen wollten, zum Vorteil der USA und der von den Usa aufgebauten China-Werkbank
    – die Zusammenarbeit zw. USA und England zu stärken
    Das paßt auch zur Usa-Politik, das Deutschland und die EU das Gas aus USA kauft, statt vom Nachbarn Rußland!!
    – „Der Schutz vor Masseneinwanderung sozial Schwächerer“ war nur ein Stimmensammler dafür.

    Aber, da jetzt die Globalisten in Usa wegfallen, zuerst war es in Rußland (Jelzin: Rußland first), dann jetzt in USA (USA first), stehen die Hohen Herren Globalisten mit Trump schön blöd da und eiert herum. Und man bekommt Trump einfach nicht weg.

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      tm

      14. Januar 2019 09:40 at 09:40

      Wo haben Sie das denn gelesen? Vielk plausbiler ist es doch wohl, dass Putin die EU und die USA schwächen will und dies u.a. erreicht, indem er EU-feindliche Parteien und DOnald Trump finanziert.

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        Gixxer

        14. Januar 2019 10:26 at 10:26

        Klar, Putin ist immer schuld.
        Ich steh jetzt auch nicht auf Sabines Seite, aber ich glaube nicht, dass Putin benötigt wird, um EU-feindliche Parteien zu stärken. Das macht die EU schon ganz von alleine. Das hin und her mit den Banken zB, vor allem den italienischen und/oder spanischen ist dem Otto Normalverbraucher einfach nicht mehr zu vermitteln.

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          tm

          14. Januar 2019 15:19 at 15:19

          Wir wissen doch, dass Putin u.a. den FN finanziert hat. Da brauchen wir gar nichts mutmaßen.

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            Gixxer

            15. Januar 2019 10:28 at 10:28

            Erklärt das dann auch den Brexit? Hat da Putin auch seine Finger im Spiel? Ist Putin auch schuld an den Problemen in Südeuropa?

            Ich habe nicht abgestritten, dass Russland oder Putin EU-feindliche Parteien unterstützt. Ich bin mir sogar sicher, dass so was passiert. Russland vertritt seine Interessen genauso wie andere Länder auch. Das kann man nun natürlich anprangern, dann sollte man es bei den anderen Ländern aber bitte auch tun.

            Es ist aber wohl so, dass die EU-feindlichen Parteien in erster Linie Auftrieb bekommen, weil das Vorgehen in der EU von vielen Bürgern nicht mehr nachzuvollziehen ist. Eine Unterstützung durch Russland ist dafür nicht ausschlaggebend, sprich, selbst wenn Russland keine derartigen Parteien unterstützen würde, würde es sie immer noch geben.

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            tm

            15. Januar 2019 11:12 at 11:12

            Nunja, wenn andere Länder „ihre Interessen“ auch so aggressiv vertreten wie Russland, pranger ich das durchaus an. Ich kann aber nicht erkennen, dass sich Deutschland oder Frankreich so verhalten.

            Welches „Vorgehen der EU“ meinen Sie eigentlich? Also schauen wir uns doch mal die Länder an: In Deutschland kommt die AfD auf rund 15% der Stimmen, also bei weitem keine Mehrheit. In UK war die Brexit-Abstimmung extrem knapp – und sie ist so ausgegangen, weil viele EU-Befürworter einfach nicht wählen gegangen sind. EU-Gegner sind vor allem in Polen und Ungarn an der Macht – und errichten dort autokratische Regime. ich halte diese Länder jedenfalls für keien erstrebenswerten Vorbilder. Sie etwa?

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            Gixxer

            15. Januar 2019 15:00 at 15:00

            Nein, ich halte Polen oder Ungarn auch nicht für ein erstrebenswertes Vorbild. Da bin ich bei ihnen, keine Frage.

            Was ich mit „Vorgehen der EU“ meine, müsste einem als Leser von FMW eigentlich klar sein. Ich meine damit zB die Vorgehensweise bei den Banken. Erst heute gab es wieder einen Artikel über Monte dei Paschi. Ich kann mich aber auch an andere Artikel aus der Vergangenheit erinnern, in denen zB von einer Banco Populare gesprochen wurde.
            Ich hoffe aber, sie kommen jetzt nicht auf die Idee und behaupten, dass FMW auch von Russland finanziert wird.

            Was das Vertreten von Interessen eines Landes angeht erinnere ich an Kuba und die Mordanschläge auf Fidel Castro. Klar, das ist schon lange her, aktueller wäre da vielleicht das Telefonat von Victoria Nuland bezüglich der Ukraine mit dem berühmten Zitat: „Fuck the EU“.
            Klar, das ist nicht Frankreich oder Deutschland gewesen, aber auch nicht Russland, die hier für ihre nationalen Interessen eingetreten sind.

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        sabine

        14. Januar 2019 12:43 at 12:43

        a) „Wo ich das gelesen habe“, ist zweitrangig. Das Autoritätsargument ist das Schwächste aller Argumente, sagt Thomas von Aquin. Nicht, daß es keins ist, aber eben das Schwächste. Somit ist ihr Argument:
        „Wo haben sie das gelesen -> also Quatsch“ ebenfalls schwach.
        b) Das Rußland die Wahl des gehaßten Trump (das Adj. ist wichtig, sonst hätten Sie es nicht in ihrer Aufzählung erwähnt!) finanziert hat, ist ja bereits als Lachnummer bzw. bewußt erlogene Verschwörungstheorie von Obama&Co entlarvt.

        c) Das Video über die Flugzeugträger „Queen Elisabeth“ und „Charles“ zeigt, daß diese ausnahmslos mit Flugzeugen und Technik aus den USA bestückt werden können. Wahrscheinlich hat USA diese nur so erlaubt; – hinter den Kulissen! Wirtschaftlich absoluter Schwachsinn! So eine Einseitigkeit haben die US-Flugzeugträger nicht mal. Die können alle Waffensysteme und Flugzeuge nutzen.

        Warum also – wenn es wirtschaftlich Schwachsinn ist?

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          tm

          14. Januar 2019 15:21 at 15:21

          a) Ne, es ist nicht zweitrangig. Sie stellen eine Behauptung auf und ich wollte dafür einen Beleg haben. Sie können nicht liefern. ALso haben Sie sich das wohl selbst ausgedacht.
          b) Was hab ich erwähnt? Sie schwafeln in Rätseln. Dass Putin in den US-Wahlkampf eingegriffen hat, ist wohl längst erwiesen und wir sehen ja auch Tag für Tag, dass Trump Putins wichtigster Mitarbeiter ist.
          c) Wovon reden Sie nun wieder?

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            Andreas

            14. Januar 2019 16:21 at 16:21

            Tm,
            Bub, lies nicht so viel Märchen. Mach was für deinen gesunden Menschenverstand. Ein wirklich gut gemeinter Tip von mir.

          • Avatar

            tm

            14. Januar 2019 16:31 at 16:31

            :-) ach ja, der nächste Putin-Troll. Wo sind denn nun Ihre Argumente? Und bitte hören Sie auf. mich zu duzen.

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            Quintus

            14. Januar 2019 17:51 at 17:51

            Sehr geehrter tm
            Puh, da bin ich aber beruhigt, daß die AFD von Putin finanziert wird, würde diese Partei von Trump
            ihr Geld erhalten, so wäre sie für mich nicht mehr wählbar.
            Putin will die EU schwächen? Deswegen wird gerade North Stream 2 realisiert und US-Botschafter Grenell bittet auf höflichste Weise diese Entscheidung nochmals zu überdenken.
            Wer den Spügel, den Stern und die mittlerweile nicht mehr lesbare SZ(ehemals langjähriger Abonennt)als Quellen für seine Behauptungen heranzieht, sollte sich nicht wundern daß er hier nur noch Gelächter erntet.
            Cui Bono….wem nützt das Verbrechen? Wer die richtigen Fragen stellt, nähert sich der Wahrheit.
            Mit freundlichen Grüßen
            Quintus
            P.S. Schade, daß sie immer vom eigentlichen Thema ablenken…..

          • Avatar

            tm

            14. Januar 2019 19:09 at 19:09

            Ach so ja, SIe lesen wohl lieber „seriöse“ Medien wie hartgeld und contra?

            Also wo sind Ihre Gegenargumente? Und Fragen Sie doch mal ernsthaft Cui Bono? Die Antwort liegt auf der Hand, dass das Regime im Kreml von einer Schwäching profitiert. Also letztlich kann es doch auch gar keine ernsthaften Zweifel daran geben.

            Aber gut, wer alle Meldungen und Beweise leugnet…

            Von welchem Thema lenke ich denn ab? Fechheit! Ich gehe ja gerade auf die abstrusen Behauptungen von Sabine & Co. ein und liefer haufenweise Belege, während von den Trollen nur Beleidigungen kommen.

          • Avatar

            tm

            14. Januar 2019 19:14 at 19:14

            Welche Medien empfehlen Sie denn, um die „richtigen“ Informationen zu erhalten? Ich bin gespannt.

            Für Sabine hatte ich ja schon einmal für ein paar populäre „Alternativmedien“ die Lügen von nur einem Tag gesammelt, also alles sehr seriös. Aber ich bin hoffnungsfroh, dass Sie sehr informative, ehrliche Medien empfehlen.

          • Avatar

            Quintus

            14. Januar 2019 20:21 at 20:21

            Sehr geehrter tm
            Ich empfehle Ihnen keine Medien, aber : „Haben sie Mut, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen.“
            Mit freundlichen Grüßen
            Quintus

          • Avatar

            Michael

            14. Januar 2019 22:19 at 22:19

            Lieber Quintus, tm hat neben dem Spiegel, Stern und der SZ auch noch vier weitere Quellen herangezogen, die Liste ließe sich auch noch gewaltig verlängern. Ich sehe keinen Grund, warum man deswegen Gelächter ernten sollte (und kann auch keines registrieren), denn immerhin führt @tm diverse Quellen an, während von Ihnen und speziell von @Sabine nur haltlose, manchmal wirre bis skurrile Behauptungen im Raum stehen.
            Nur weil Sie persönlich beispielsweise die Süddeutsche nicht mehr abonniert haben, disqualifiziert das dieses Medium noch lange nicht als „nicht mehr lesbar“. Als intelligenter und rational-vernunftmäßig denkender Mensch können und sollten Sie Ihre Einschätzung dahingehend sicherlich näher begründen und belegen?! Bitte enttäuschen Sie mich jetzt bitte nicht wieder mit dem Geschwafel von gesteuerten und kontrollierten Mainstreammedien, es sei denn, Sie können dieses stichhaltig beweisen. Denn an einem solch endgültigen Punkt an Schlussfolgerung erwarte ich im Gegenzug ansatzweise überprüfbare und belastbare Voraussetzungen, Aussagen, Quellen, Statistiken, Logik und Kohärenz. Wie gesagt, zumindest wenigstens im Ansatz, vielleicht die Hälfte oder ein Viertel des üblichen wissenschaftlichen Prozedere eines Erstsemesters, das einen öffentlichen Post mit der Bewertung „nicht mehr lesbar“ und „Gelächter erntend“ mittels der drei üblichen grundsätzlichen Gütekriterien Reliabilität, Validität und Objektivität irgendwie stützen kann.

            Auch sehe ich nicht, dass tm hier vom eigentlichen Thema ablenkt, er ist ganz im Gegenteil wie immer sehr spezifisch, statistisch und konkret selbst auf das nur schwer nachvollziehbare und kaum verständliche Geschreibsel von Sabine eingegangen.
            Sehen wir uns dagegen mal eine von Sabines vielen und kurzen, aber wirren Aussagen an:
            b) Das Rußland die Wahl des gehaßten Trump (das Adj. ist wichtig, sonst hätten Sie es nicht in ihrer Aufzählung erwähnt!) finanziert hat, ist ja bereits als Lachnummer bzw. bewußt erlogene Verschwörungstheorie von Obama&Co entlarvt.

            Was mir hier als erstes fehlt, sind Beweise, Quellen oder zumindest vernünftige und plausible Argumente, wer wann mit welchen Mitteln die Wahlmanipulationen als a) Verschwörungstheorie und b) von Obama & Co. entlarvt hat (hier stelle ich schon mal die ersten drei der richtigen Fragen, um der Wahrheit näher zu kommen).
            Ist es nun eine lediglich eine Lachnummer oder eine „bewusst erlogene“ Verschwörungstheorie (interessanter Begriff übrigens)? Ich meine, das sind doch zwei Begriffe, die das gesamte Spektrum von seichter Desinformation auf Fox News bis hin zu juristisch-politischem Sprengstoff umfassen. Und eine vierte richtige Frage zur Wahrheitsfindung.

            Eine weitere richtige Frage: Wann hat tm jemals in diesem Post das Adjektiv „gehaßt“ (vermeintlich meinte Sabine „verhasst“) erwähnt? Korrekte Antwort: Niemals!

            Die fast letzte richtige Frage haben Sie selbst gestellt, wenn auch falsch aus dem Lateinischen übersetzt bzw. interpretiert: Cui bono? Bedeutet: Wem nützt es? Nicht, wem nützt das Verbrechen? Welches Verbrechen denn? Von Verbrechen hatte bis dato keiner gesprochen, nicht einmal Sie oder Super-Sabi. Denn Sie waren in der Gedankenführung gerade bei Gelächter wegen SZ, „Spügel“ und Stern, als Ihnen diese Weisheit entfleucht ist.

            Das ist alles irgendwie etwas wirr, sogar so wirr, dass einem besonnenen, analytischen und stets neutralen Kommentatoren wie @tm die finale richtige Frage entfleucht ist:
            Was hab ich erwähnt? Sie schwafeln in Rätseln.

          • Avatar

            tm

            15. Januar 2019 07:40 at 07:40

            @Michael: Danke

            @Quintus: ICH benutze meinen Verstand und komme genau daher zu den logischen Schlussfolgerungen. Lustig eher, dass Sie sich weigern, die von Ihnen selbst gestellte Cui Bono Frage zu beantworten.
            Ich habe zudem eine ganze Reihe von reichweiten-starken Medien genannt, die Ihnen alle nicht passen. Offenbar haben Sie andere Informationsquellen, weigern sich aber, diese zu nennen. So wird eine sachliche Diskussion natürlich schwierig. Ich bitte Sie daher nochmals, mir doch bitte Ihre Informationsquellen, auf deren Basis Sie zu so ganz anderen Einschätzungen als ich komme, zu nennen.

          • Avatar

            Quintus

            15. Januar 2019 08:03 at 08:03

            Sehr geehrter Michael und tm
            Nicht jeder der bei der Berichterstattung der großen Medienanstalten seine Zweifel anmeldet, ist automatisch Leser von Hartgeld oder Contra.
            Selbstverständlich ist dies die einfachste Möglichkeit seinen Gegenüber zu diskreditieren. Wird ja auch vielfach angewendet.
            Sie zeigen mit ihrem niveauvollen Schreibstil, daß sie in der Lage sind dies zu erkennen, aber versuchen trotzdem so etwas gutzuheißen.
            Die meisten, der von Ihnen aufgeführten Punkte betreffen eher Sabine, von daher möchte ich mich nur zur SZ äußern. Dieses Blatt war für mich einst das Leuchtfeuer der Freien Presse….bis Herbst 2015. Ihre grundsätzlichen Gütekriterien Validität Objektivität und Reliabilität sollten in sich stimmig sein, sind sie dies nicht, so darf ich Zweifel hegen.
            Ich versuche im übrigen meine Informationen und Sicht der Dinge aus Büchern von Gabriele Krone-Schmalz, Daniel Stelter, Hans Werner Sinn, Nassim Taleb, Joseph Tainter , Martin Armstrong UND besonders Peter Scholl-Latour zu meiner Meinungsbildung heranzuziehen.
            Erst aus dem geschichtlichen Kontext heraus ist es vielfach möglich sich der Wahrheit zumindest zu nähern.
            Mit freundlichen Grüßen
            Quintus

          • Avatar

            tm

            15. Januar 2019 08:10 at 08:10

            Lieber Quintus,

            da Ihnen offenbar sämtliche in Deutschland stark gelesene Medien nicht gefallen, nennen Sie doch einfach Ihre tagesaktuellen Quellen. Die Bücher der von Ihnen genannten Autoren habe ich weitestgehend gelesen – stimme aber z.B. mit Frau Krone-Schmalz nicht überein. Tagesaktuelle Presse lesen Sie keine?

            Zudem finde ich es einigermaßen witzig, wenn Sie mir vorwerfen, dass ich Sie diskreditiere- ich empfinde es genau umgekehrt.

  2. Avatar

    TraderBS

    12. Januar 2019 15:41 at 15:41

    Es gibt eine Petition zum Vortrag von Hans-Werner-Sinn: https://new-deal-for-britain.de/

  3. Avatar

    Marko

    13. Januar 2019 13:35 at 13:35

    Ich würde eher Fragen : Welchen Sinn macht der Brexit ? – Keinen.

  4. Avatar

    Marko

    13. Januar 2019 13:47 at 13:47

    Und warum ist das so ?

    GB sollte sich den „Turnaround“ überlegen, dies wäre natürlich mit einem „Gesichtsverlust“ verbunden , aber… na ja, da könnte im März 2019 einiges auf GB „zukommen“, die für die Damen und Herren von und zu London nicht gerade „lustig“ wären ?

    Wie gesagt, „Rosinienpicker & Co“, an Sie, die Wahl… :D

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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