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Headlines vom FOMC-Protokoll

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

– viele Teilnehmer wollen in Sachen Zinsanhebung warten, aber „relativ bald“ Zinsen anheben

– viele Teilnehmer sehen gute Gründe zu warten, und gute Gründe jetzt die Zinsen anzuheben

– viele Teilnehmer: Gründe für Zinsanhebung sind zwingender geworden

– Entscheidung war „close call“ (salopp übersetzt: eine „enge Kiste“)

– viele Teilnehmer hatten Sorge, dass Verschiebung einer Zinsanhebung die Glaubwürdigkeit der Fed untergraben könnte

– es gebe gute Argumente für Zinsanhebung, so zahlreiche Teilnehmer

Hier eine der zentralen Passagen:

„After assessing the outlook for economic activity, the labor market, and inflation, as well as the risks around that outlook, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1/4 to 1/2 percent at this meeting. Members generally agreed that the case for an increase in the policy rate had strengthened. But, with some slack likely remaining in the labor market and inflation continuing to run below the Committee’s objective, a majority of members judged that the Committee should, for the time being, await further evidence of progress toward its objectives of maximum employment and 2 percent inflation before increasing the target range for the federal funds rate.“

Hier das FOMC-Protokoll im Wortlaut..

Der Dollar wenig verändert, insgesamt die „Minutes“ doch recht hawkish (im Vofeld der Sitzung hatten die Märkte eine Anhebung i September praktisch ausgeschlossen) die Aktienmärkte suchen noch eine Richtung. Zentral ist die Sorge um den Glaubwürdigkeitsverlust bei der Fed, wenn sie weiter untätig bleibt – Dezember dürfte dann schon ziemlich sicher sein.

Faktisch sind die Minutes ja immer ein bißchen Schnee von gestern; die Fed stand im September, womit eigentlich die Märkte nicht gerechnet hatten, direkt vor einer Zinsanhebung. Nun werden sie im Dezember ziemlich sicher die Zinsen anheben, weil sonst der Glaubwürdigkeitsverlust noch größer wäre – es sei denn, es kommt ein (Trump-)Schock dazwischen..

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    sascha

    12. Oktober 2016 20:11 at 20:11

    mal ehrlich, was wollen die FED den anheben? Wolle 0,025 anhebe oder 0,00 anhebe..dat alles ist so was von ausreden unterlegt, man sollte diese Entscheidungen nicht mehr an der Börse werten.

    Oder liege ich da falsch??

    • Avatar

      Zinsangst

      12. Oktober 2016 20:17 at 20:17

      Völlig richtig! Für 2016 hatte die Fed nach dem ersten Zinsschritt Ende 2015 fünf weitere Zinsanhebungen für 2016 angekündigt (Forward Guidance). Daraus geworden ist bislang nicht Eine. Aber gequatscht wurde, als ob es bei jeder der nächsten FOMC-Termine soweit sei. Albernes Spiel und ja, die Glaubwürdigkeit der Fed ist beschädigt – natürlich!

    • Avatar

      Jeremy

      12. Oktober 2016 20:20 at 20:20

      Wie meinst Du das, nicht mehr werten? Ich mein schau`s dir an..der EUR/USD dreht völlig am Rad.

      • Avatar

        sascha

        12. Oktober 2016 20:31 at 20:31

        den Kurs DAX DOW..immer wieder auf und nieder trallalala..das geht so nicht, ein gezocke der FED und EZB sowie der Politik

  2. Avatar

    bauer

    12. Oktober 2016 20:12 at 20:12

    ha ha ..die Verarschung geht in die 12 Runde,lol
    Zinsen rauf …,ist Crash mit Ansage…und ich bin am feiern…..
    ich hau mich weg…..

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    Masud79

    12. Oktober 2016 20:14 at 20:14

    Interpretation. ?

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    sascha

    12. Oktober 2016 20:20 at 20:20

    sagte ich doch…..aber warten wir ab, jetzt geht der DOW auf 18900 und der DAX auf 11400 ..dann gewinnt Trump und die Börse geht runter und dann wieder hoch auf 18900 , dann werden die zinsen angehoben und es geht 800 – 1000 punkte wieder runter…so ungefähr könnte es werden….

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    Toni_Trade

    12. Oktober 2016 20:22 at 20:22

    @Herr Fugmann: wie interpretieren Sie das Protokoll ? Der Dollar zeigt ein wenig Schwäche, Gold und Silber dadurch stabiler ?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      12. Oktober 2016 20:25 at 20:25

      @Toni, siehe Artikel; faktisch sind die Minutes ja immer ein bißchen Schnee von gestern; die Fed stand im September, womit eigentlich die Märkte nicht gerechnet hatten, vor einer Zinsanhebung. Nun werden sie im Dezember ziemlich sicher die Zinsen anheben, weil sonst der Glaubwürdigkeitsverlust noch größer wäre – es sei denn, es kommt ein (Trump-)Schock dazwischen..

  6. Avatar

    LookOut

    12. Oktober 2016 20:25 at 20:25

    Nach aktuellen Ereignissen wird eine Zinsanhebung im Dezember zunehmend unwahrscheinlicher.
    Wenn man ehrlich ist gibt die Wirtschaftliche Situation sowie Weltpolitische Konflikte keinerlei Spielraum für eine Zinsanhebung.
    Ein überstarker Dollar würde nur noch mehr Probleme verursachen als lösen.

    Ich denke eher das die USA die Zinsen senken muss und ein weiteres QE einführen muss (auch wenn das noch unglaublich klingt).

    Liebe Grüße
    Stefan

    • Avatar

      bauer

      12. Oktober 2016 20:32 at 20:32

      Ja dann frohe Weihnachten und mein plastik Baum wird dann mit echt goldenem Lametta in Form von Goldbarren geschmückt sein.
      Unglaublich ist es nicht,denn ich warte ja schon sehnsüchtig darauf.QE,QE…

  7. Avatar

    sascha

    12. Oktober 2016 20:39 at 20:39

    mal eine frage …. wo geht nun in welche Richtung unser freund Herr DAX???
    eine Antwort wäre toll, da ich es nur vermuten kann..in den Norden ganz spontan?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      12. Oktober 2016 20:42 at 20:42

      @Sascha, tippe auf Osten :) faktisch seitwärts nach dem Protokoll denke ich..

      • Avatar

        sascha

        12. Oktober 2016 20:44 at 20:44

        @Markus, dass wird langsam bitter für uns:-)

    • Avatar

      bauer

      12. Oktober 2016 20:48 at 20:48

      im worst case bis 8150 ….und gold allzeihoch

    • Avatar

      allan

      12. Oktober 2016 21:00 at 21:00

      Tja, ich mache immer wieder den selben Fehler, indem ich versuche, logisch auf das zu reagieren, was so an Nachrichten kommt.
      Ich habe die Märkte abschmieren sehen, weil Zinserhöhung angeblich Gift für die Märkte sind. Ich habe unglaubliche Bullenmärkte gesehen, weil Zinsen erhöht wurden und dies ein Beweis für die Stärke der Konjunktur sei.
      Wenn jetzt die Zinserhöhung angekündigt wird aus dem Hauptgrund, dass die FED sonst ein Glaubwürdigkeitsproblem bekäme, und nicht weil die Wirtschaft so gut läuft, dann sollte man eigentlich im M5 eine 200-Punkte-Kerze nach unten sehen. Und? Nix! Na ja, vielleicht dauert es einfach mit dem Textverständnis ein wenig länger.
      Also, einmal mehr: Charts traden, nicht die Nachrichten!

  8. Avatar

    bauer

    12. Oktober 2016 20:39 at 20:39

    Soeben rät man bei Bloomi, zum Kauf von Gold wg.Brexit u.steigender inflation.

    • Avatar

      bauer

      12. Oktober 2016 21:06 at 21:06

      man rät jetzt schon,daß man sich 30% phys.zulegen sollte…
      I“m all in …100% in the best metal
      Interesant wirds nat.erst,wenns beim Gold Lieferschwierigkeiten geben sollte…
      Hier wird statt Lottoscheine, Nuggets gekauft.
      Ist schon der Hammer,was 100$ kurssturz bei den Aseaten auslöst… und die shops haben wieder Hochkonjunktur.

  9. Avatar

    bauer

    12. Oktober 2016 20:58 at 20:58

  10. Avatar

    bauer

    12. Oktober 2016 21:52 at 21:52

    Egal was in naher Zukunft passiert,ob WK3 od.Supercrash und wenn die Amis noch 1 Trillion Schulden hätten…..
    Deutschland wird man immer die Schuld aufdrücken!!
    Da kann der Deutsche noch so ein DENKERHIRN sein,er war,er ist und er wird immer ein Looser sein.
    So denkt der Ami…aber er ist ja angeblich Dumm,od…?Warum läßt sich dann der deutsche Steuerzahler incl.Eliten sich von einem Dummen am Nasenring durch die Arena führen??

  11. Avatar

    bauer

    12. Oktober 2016 22:06 at 22:06

    …und wenns dann endlich soweit ist,ob mit od.ohne Zinserhöhung,werden jeden dt.Steuerzahler,fern er Guthaben aufweisen kann,10%an Cash verbleiben…das restliche Vermögen ist dann wech.
    Nebenbei noch paar Kriegsschauplätze vom Ami inszeniert und ein fetter Anschlag in DE ..,dann bist in der Realität!!
    So läuft der Laden….um DE in die Knie zu zwingen!
    Man arbeitet doch schon fleißig daran….
    Gute nacht

    MfG

  12. Avatar

    Michael

    12. Oktober 2016 22:21 at 22:21

    @Herr Fugmann, da stimme ich 100%ig zu: Die „unabhängige“ FED stand vor einer Zinserhöhung in September, obwohl sämtliche Daten und Fakten dagegen und nur die Finanzlobby dafür sprachen. Alle bis auf die zwei oder drei unbelehrbaren Abweichler, Falken, Vollpfosten, wie auch immer (Mester, George und Konsorten) in der FOMC wissen genau, dass eine Zinserhöhung Gift für die US-Wirtschaft sein dürfte. Die alle wollen zwar nicht, aber müssen wohl.
    Wenn von einem Verlust der Glaubwürdigkeit der FED in den Märkten die Sprache ist, heißt das doch übersetzt: Die Leute von Goldman & der restlichen Finanzmafia sind enttäuscht von ihren 30 amerikanischen Schülern, die man jahrelang mühsam aufgebaut und in die entsprechenden Positionen gebracht hat (wie auch Herrn Draghi, der aber im Ggs. dazu auf europäischer Seite wunderbar funktioniert).
    Dem Rest der „Märkte“ (also dem 10% (finanzkonzern)freien Markt) ist das Zinserhöhunsgeschwafel inzwischen doch längst vollkommen egal, nachdem seit 2 Jahren Zinserhöhungen angekündigt und eingepreist, aber nie realisiert oder jemals wieder entsprechend ausgepreist wurden.

    Spannend würde es tatsächlich werden, wenn Neo-Nazi-Patriot-Macho-Chauvinist Trump in den Umfragen zulegen oder gar die Wahlen gewinnen würde, was (wie die gläubigen Amis zu sagen pflegen) Gott verhüten möge.

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Experte: Finger weg von Deutsche Bank und Commerzbank

Redaktion

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Von

Andre Stagge über Commerzbank und Deutsche Bank

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) rät als Langfristinvestment ganz klar ab von Aktien wie Deutsche Bank und Commerzbank. Ausführlich bespricht er die Krise der Banken, und warum 2021 wohl kein gutes Jahr für sie werden wird. Auch wenn die Kurse auf den ersten Blick günstig zu sein scheinen. Eine Welle an Kreditausfällen könnte nun anstehen. Das Thema der faulen Kredite, die auch schon vor der Coronakrise da waren, aber jetzt noch deutlich ansteigen dürfen, besprechen wir oft auf FMW (siehe zum Beispiel hier). Andre Stagge geht aktuell darauf näher ein, und bietet eine Art Gesamtüberblick auf die Lage der Bankenbranche in der Krise.

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Verbraucherpreise in Deflation – Rabattschlacht bei Bekleidung

Claudio Kummerfeld

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am

Geldbörse in einer Klemme

Für die deutschen Verbraucherpreise im Monat Dezember liegen ganz frisch die endgültigen und ausführlichen Daten vor. Weiterhin hängen sie mit -0,3 Prozent in der Deflation. Wie die Details zeigen, passiert genau das was man erwarten darf. Weil alle Daten zeigen, dass die stationären Verkäufer in den Bereichen Bekleidung und Schuhe die großen Corona-Verlierer im Einzelhandel sind, durfte man von einer kräftigen Rabattschlacht ausgehen. Und so kam es auch. Dank Lockdown muss man mit kräftigen Rabatten die Produkte online an die Kunden bringen – Hauptsache man bekommt überhaupt Geld in die Kasse um durchzuhalten?

So kam für den Bereich Bekleidung und Schuhe im Dezember im Jahresvergleich ein deutliches Minus von 5,4 Prozent zustande. Oben drauf kommt ja für alle Endkundenprodukte noch dazu, dass der Dezember der letzte Monat mit reduzierter Mehrwertsteuer dazu. Dieser Faktor wird sich wohl auf alle Segmente ausgewirkt haben – weshalb man aber für Januar mit steigenden Preisen rechnen darf? Die Verbraucherpreise für den Sektor Verkehr lagen mit 2,7 Prozent im Minus. Hier wirken nach wie vor die schwachen Energiepreise.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Dezember

An dieser Stelle zitieren wir auszugsweise die aktuellen Aussagen des Statistischen Bundesamts zum Gesamtjahresvergleich zwischen 2019 und 2020:

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

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Covid-19: Sehen wir bald Peak-Corona? Einiges spricht dafür!

Es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen, dass der Hochpunkt der Infektionen mit Covid-19 bereits überschritten ist!

Wolfgang Müller

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am

Sicher klingt es extrem merkwürdig, wenn man mitten im kalten Januar, beim Auftreten von massenhaft Mutationen von Covid-19 und einer noch nicht richtig in die Gänge gekommenen Impfaktion von einem möglichen und baldigen Überschreiten des Höhepunktes der Coronakrise spricht.

Aber es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen.

Covid-19: Impfwelle und Dunkelziffer

Eines vorweg: Gemeint ist damit nicht das Ende der Infektionen, sondern die Zahl der Neuinfektionen, die in der zweiten oder dritten Welle ständig geklettert sind.

Die Zahl der offiziell an Covid-19 Infizierten hat am 7. Januar 2021 mit über 834.000 Menschen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht (lt. John-Hopkins-Universität). Seither geht es tendenziell, trotz der Mutationszahlen, nach unten.

Ist der Hochpunkt von Covid-19 bereits überschritten?

Noch muss dies nicht die Wende bei den Infektionen gewesen sein, aber es deutet sich an, dass dies zumindest bald bevorstehen könnte. Dafür sprechen einige Faktoren: Es gibt weitere temporäre Verschärfungen in den Lockdowns (Europa, USA). Der Frühling naht, denn bis zum meteorogischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel sind es nur noch sechs Wochen, und die Impfquoten werden demnächst ein Vielfaches der offiziellen Infektionszahlen erreichen. Vor allem, wenn die USA über eine Million Menschen pro Tag impfen, die EU mit ihren 27 Staaten voll einsteigt und viele andere Staaten und die für Februar deutlich erweiterte Impfstoffproduktion anschwillt.

Sonderfall Deutschland

Was Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten sehr unterschiedlich macht, ist die Zahl der bisher Infizierten und zugleich die wahrscheinlich niedrigere Dunkelziffer zu anderen europäischen Ländern. Die offizielle Infektionsrate mit Covid-19 liegt aktuell bei gut 2,4 Prozent, während sie in Großbritannien und vielen europäischen Staaten bei vier oder gar fünf Prozent liegt, bei einer gleichzeitig deutlich höheren Dunkelziffer. Das heißt, die Gesamtinfektionsrate läge möglicherweise in Deutschland bei weniger als 10 Prozent der Bevölkerung, während sie in anderen Ländern vielleicht schon über 20 Prozent liegt. Mit großer Auswirkung für die durch die Impfung zu beschleunigende Gefahrenabwehr gegenüber der Pandemie. Vorteil USA, auch wenn es makaber klingt: Wegen einer „offiziellen“ Infektionsrate von 7,5 Prozent, einer vielfach höheren Dunkelziffer, weil sich Teile der Bevölkerung bis zuletzt aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht haben testen lassen und das Virus weitaus mehr verharmlost wurde, als in Deutschland. Und jetzt Joe Biden mit allem Einsatz 100 Millionen Menschen in sehr kurzer Zeit impfen lassen will.

In Deutschland kommt noch das Gefahrenmoment einer relativ alten Bevölkerung zum Tragen.

Laut statista gibt es derzeit in Deutschland rund 18,1 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Ein prozentualer Anteil von rund 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Lande. Dabei etwa drei Millionen Pflegebedürftige, über zwei Millionen zuhause und mit anderen Familienangehörigen zusammenlebend. Auch die Zahl der über 80-Jährigen liegt in Deutschland bei über fünf Millionen, es leben sogar schon 20 Tausend Hundertjährige in Deutschland.

Aus diesen Zahlen erklärt sich auch die große Fürsorgepflicht der Regierung gegenüber der älteren Bevölkerung.

Hier liegt auch der große Effekt der Impfaktion in Deutschland, denn bis vor Kurzem lag der Anteil der Coronatoten bei den über 70-Jährigen bei 87 Prozent und 70 Prozent bei den über 80-Jährigen. Diese Altersgruppen sollten jedoch in der großen Mehrheit bis in den März geimpft sein.

China und Indien

Ein Drittel der Menschheit (über 2,8 Milliarden Menschen) lebt in diesen beiden Ländern. Und wie sehen die Infektionszahlen aus? China wird sich weiter abschotten (bei unglaublich niedrigen Infektionen) und selbst impfen und im 1,39 Milliarden-Land Indien (mit der halben Bevölkerung unter 20 Jahre) zeigen die Zahlen schon seit Monaten nach unten.

Covid-19 in Indien

Fazit

Natürlich wird es nicht einfach sein, die Menschheit in ihrer Gesamtheit gegen Covid-19 zu impfen. Man weiß auch weder wie lange eine „erimpfte“ Immunität gegen Corona anhält, noch im Entferntesten, wie viele Menschen die natürliche Immunität bereits erlangt haben. Dabei soll die Krankheit bei einem Großteil der jungen Menschen sogar symptomlos verlaufen. Die Zahl der jungen Menschen unter 18 Jahre beträgt weltweit 30 Prozent, immerhin über 2,3 Milliarden Jungbürger.

Aber sollten sich die Impfpläne so umsetzen lassen, wie von den Firmen und den Ländern mit ihren Gesundheitsbehörden geplant, wird sich rasch Peak Corona einstellen. 750.000 Neuinfektionen, mit abnehmender Tendenz gegenüber Millionen täglicher Impfungen, zunächst bei den „Vulnerablen“, Peak Corona eben, auch wenn die Pandemie nicht so schnell erledigt sein dürfte. Was sind da nicht alles für Fragen offen, in Richtung Immunität, Übertragbarkeit und so weiter, aber aus meiner Sicht gibt es ein gewaltig helles Licht am Ende des Tunnels, zumindest für Covid-19.

Der Peak bei Covid-19 könnte bereits überschritten sein!

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