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Heiße Woche: Fed-Entscheid und Hexensabbat sorgen für Turbulenzen

FMW-Redaktion

In dieser Woche wird es noch einmal richtig zur Sache gehen, bevor der Markt dann in den weihnachtlichen Winterschlaf fallen könnte. Top-Event ist natürlich die Fed-Entscheidung – und den Märkten könnte nichts Schlimmeres passieren, als eben keine Zinsanhebung. Der Grund: man würde sich fragen, ob die Lage nicht viel schlechter sei als angenommen, wenn die Fed die Zinsen nicht anhebt. Nach einer kurzen Rally droht dann ein empfindlicher Abverkauf, der Euro würde nach oben schießen, Gold ebenso etc.

Aber das ist nicht sehr wahrscheinlich. Ein Problem aber ist, dass innerhalb der Fed mindetsens zwei Mitglieder gegen eine Zisanhebung sind (Evans und Brainard)- sollte sie mit „Nein“ stimmen, wäre das ebenfalls ein erheblicher Störfaktor.

Ein wichtiger Faktor in dieser Woche ist aber auch der Hexensabbat (der Verfall von Dezember-Futures und Dezember-Optionen) am Freitag. Wer sich die Eurex-Daten ansieht, bemerkt bei 10200 Punkten und 10000 Punkten einen starken Überhang von Puts. Diese Positionen sind vorwiegend zur Absicherung eingegangen worden, für den worst-case gewissermaßen. Viele große Player dürften daher ein starkes Interesse daran haben, dass der Dax nicht unter diese Marke fällt. Tut er es aber doch, müßten viele Institutionelle diese Puts durch Verkäufe des Dax-Futures absichern – und dann könnte richtig Dynamik nach unten aufkommen.

Andererseits überwiegen bis zur 11.000er-Marke die Puts die Calls. Steigt der Dax, müßten diese Puts im Vorfeld des Hexensabbats eingedeckt werden – und das würde dem Index Aufwärtsdynamik verschaffen. Denn dann würde umgekehrt die „Instis“ den Dax-Future kaufen. Je höher der Dax im Vorfeld des Hexensabbats steigt, umso größer wird der Druck in diese Richtung.

Ähnlich übrigens das Bild auch in den USA. Hier ist beim S&P 500 ofefnkundig der Bereich 1980 wichtig – auch hier überwiegen die Puts klar. Und auch hier gilt: fällt der Index unter die 1980, wäre das trendverstärkend, steigt der Index, würden die Institutionellen den S&P-Future zukaufen. Eines ist ziemlich sicher: es wird turbulent in dieser heißen Woche!



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