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Hinweis in eigener Sache: FMW jetzt auch in englischsprachiger Version – und eine Frage an die Leser..

Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: Wir bei FMW beschäftigen uns mit den Finanzmärkten, sehen aber in eben diesen Finanzmärkten mehr als nur ein Auf- und Ab von Kursen! Es geht uns vielmehr um…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: Wir bei FMW beschäftigen uns mit den Finanzmärkten, sehen aber in eben diesen Finanzmärkten mehr als nur ein Auf- und Ab von Kursen! Es geht uns vielmehr um die großen Fragen unserer Zeit, und wir versuchen Antworten zu geben auf diese Fragen mit Blick auf die Finanzmärkte, an denen unsere Zukunft verhandelt und bepreist wird. Man könnte diese Fragen mit dem Philosophen Immanuel Kant in diesen vier Fragen komprimieren:

1. Was kann ich wissen?
2. Was soll ich tun?
3. Was darf ich hoffen?
4. Was ist der Mensch?

Die Finanzmärkte sind in gewisser Weise die Fieberkurve unserer Gesellschaft – und diese Finanzmärkte, so hat man den Eindruck, geraten ebenso aus den Fugen wie die gesamte Gesellschaft! Eben diese Gesellschaft spürt, dass wir vor radikalen Umwälzungen stehen, vor allem durch die absehbare Automatisierung weiter Teile von Produktionszweigen – aber auch durch die Flüchtlingsthematik, um die es derzeit etwas ruhiger geworden ist. Aber das ist nur eine vorübergehende Ruhe, weil die große Migrationswelle noch auf uns zukommen wird, nämlich die Migrationswelle aus Afrika mit einer dort absehbar rapide wachsenden Bevölkerung.

Von letzterer Thematik ist ein Land wie Deutschland, ist Europa insgesamt viel stärker betroffen als etwa die angelsächsische Welt (wenn man nun, nach dem Brexit, die Briten nicht mehr so ganz zu Europa zählen will!). Jedenfalls glauben wir, dass daher Europa global gesehen im Zentrum der großen Fragestellungen unserer Zeit stehen wird. Das ist ein Grund dafür, warum wir uns – mit dem oben beschriebenen Ansatz der großen und wichtigen Fragen – nun dazu entschieden haben, die Seite finanzmarktwelt.de auch auf englisch anzubieten und damit ein ganz anderes Publikum zu erreichen!

Hier ist die englische Version der FMW:

https://finance-market-news.com/

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie uns vor allem Feedback geben würden zum Design der englischsprachigen Seite. Finden Sie es besser als die deutsche Version? Sollten wir auch die deutsche Version so umgestalten, oder sollte alles so bleiben wie es ist bei finanzmarktwelt.de? Kommentare dazu würden uns immens freuen, also fassen Sie sich ein Herz!

Ach ja: Über Retweets, Teilen und Verlinken unserer englischsprachigen Artikel freuen wir uns genauso wie bisher bei den deutschen Artikeln!


Screenshot der Seite finance-market-news.com

44 Kommentare

44 Comments

  1. Avatar

    Bademeister

    13. Dezember 2017 12:20 at 12:20

    Unübersichtlich, schwarz-rot-weiss keine gute Kombi….das gewohnte blau ist super und hebt die deutsche Seite klar von der „Konkurrenz“, die es ja in diesem Umfang eigentlich gar nicht gibt, ab.
    Das „Outfit“, nicht der Inhalt, entspricht halt dem heutigen und gewohnten Einheitsbrei der vorhandenen Medienlandschaft….daher bitte blau (echtes und einfaches Markenzeichen) und übersichtlicher/einfacher machen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      13. Dezember 2017 12:22 at 12:22

      @Badmeister, vielen Dank! Guter Punkt mit dem „blau“..

      • Avatar

        Bademeister

        13. Dezember 2017 13:33 at 13:33

        Sehr gerne….noch was….zum gewohnten RAL-Blau (so heisst das Blau i.d. Industrie) würd ein RAL-Gelb, wenn man sparsam damit umgeht (z.B. gelbem statt rotem Button mit schwarzer Schrift), super passen, das beruhigt farblich ungemein, lenkt gleichzeitig nicht vom Inhalt ab…..und rockt….sowas hat zumindest in der Branche keiner.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          13. Dezember 2017 13:42 at 13:42

          @Bademeister, top! Danke!

          • Avatar

            Bademeister

            13. Dezember 2017 15:19 at 15:19

            Eventuell würde ein passendes Gelb statt dem derzeit verwendeten Weiss im FMW-Logo auch gut aussehen.

        • Avatar

          Michael

          13. Dezember 2017 14:29 at 14:29

          @Bademeister, nur zur Info, keine Kritik: Das mit den RAL-Farben ist so nur bedingt richtig. RAL-Farbdefinitionen werden in erster Linie für Lacke und Kunststoffe verwendet, während beispielsweise in der Druckbranche HKS- oder Pantonefarben verwendet werden. Eine Umsetzung in RGB-Farben, die bei Monitoren zum Einsatz kommen, ist dabei schwierig und sehr relativ, weil jeder nicht kalibrierte Monitor die Farben etwas anders darstellt, v. a. wenn der Benutzer an den Helligkeits- und Kontrastreglern gedreht hat.
          Es gibt nicht nur ein RAL-Blau, sondern weit über 20:
          https://www.ralfarbpalette.de/blautone
          In diesem Fall käme wohl RAL 5025 dem FMW-Blau-Türkis am nächsten. Gelb als zweite Farbe würde dann passen, wenn es ein warmes, leicht ins Orange reichende Gelb wäre, wie z. B. RAL 1028 oder 1037:
          https://www.ralfarbpalette.de/gelbtone

          • Avatar

            Michael

            13. Dezember 2017 14:35 at 14:35

            RAL 1021, nicht 1028, sorry!

          • Avatar

            berti

            13. Dezember 2017 14:39 at 14:39

            Gut das es einer sagt, ich wollte nicht Klugsch….

          • Avatar

            Bademeister

            13. Dezember 2017 15:14 at 15:14

            Das ist mir alles bewusst, deswegen hab ichs ja extra angeführt. Dass es etliche Blau- und Gelbtöne gibt auch.
            Die RAL-Lacke haben halt teilweise echt schöne und einmalige Farben…wenn man das passende Gelb (dezent und nicht zu grell) einigermassen auf den Bildschirm bekommt, so wie das bereits verwendete Blau, ist das ein Knüller. Orange ist zwar nett, hat aber von N24 bis Stockhouse derzeit jeder in Gebrauch und passt nicht so gut zum verwendeten Blauton….jedenfalls danke für den Input.

  2. Avatar

    baeuerin

    13. Dezember 2017 12:36 at 12:36

    Da immer mehr engl.sprechende Migranten ins Land einwandern,finde ich es nat.super(….LOL),dass sich die FMW etwas einfallen hat lassen…
    Zum ersten Absatz v.FMW:
    Eine Glaskugel bereit stellen!!
    PS.Will uns Fugi „Entdeutschen“

    Wenn aber Englisch erwuenscht wird,dann aber bitte nicht mehr das abgef..DENGLISCH!!!

    • Avatar

      Gerd

      13. Dezember 2017 12:49 at 12:49

      „Von letzterer Thematik (evtl. Überflutung von zig Millionen Einwanderern) ist ein Land wie Deutschland, ist Europa insgesamt viel stärker betroffen als etwa die angelsächsische Welt“
      Da es so betrachtet bald keine deutschsprechenden Leser mehr gibt, ist eine englische Version mehr als folgerichtig. Die deutsche kann man dann eh völlig einstellen.
      Bitte dann aber auch noch einen Schritt weiterzudenken: Eine Islam-konforme Geldanlage beispielsweise ist strengen Kriterien unterworfen.

      Sollten das wider Erwarten nicht die Gründe sein für die Einführung einer englischen FMW-Ausgabe, dann ist das – rein für mich persönlich betrachtet -der allergößte Blödsinn, weil ich nie nicht auf sowas niemals draufschauen täte.

    • Avatar

      berti

      13. Dezember 2017 12:59 at 12:59

      what is hier los?

      • Avatar

        baeuerin

        13. Dezember 2017 13:16 at 13:16

        ha ha lol
        Fugi hat ne Schockmeldung rausgelassen!!!
        Der hat keinen Bock mehr,DEUTSCH“ zu schreiben!!
        Bayrische Seite,das WAERS!!!!

    • Avatar

      Michael

      13. Dezember 2017 13:17 at 13:17

      Eine Version für deutsche Emigranten, die weder besonders gut deutsch, noch englisch sprechen, sollte ebenfalls in Erwägung gezogen werden :)

      • Avatar

        baeuerin

        13. Dezember 2017 13:47 at 13:47

        @Michael,
        auf deinen Komment.zur engl.Seite,haben wir noch gewartet!
        Haettest dir aber sparen koennen!
        Warum nicht DIREKT ansprechen?
        Eier nicht am richtigen Platz?

        • Avatar

          Michael

          13. Dezember 2017 17:30 at 17:30

          @baeuerin, nicht DIREKT deshalb, weil es mehr als nur einen gibt und ich alle meine.
          Tomaten auf den Augen, Eier im prämotorischen Kortex?
          http://www.spektrum.de/alias/neurowissenschaft/lesen-bildet-das-gehirn/1044326 (Absatz 3)

          • Avatar

            baeuerin

            13. Dezember 2017 17:44 at 17:44

            Ohhh sorry, how could I forget that you would count yourself too!
            Do we still want to talk in English?

            But mei inglisch is so bad…

          • Avatar

            leftutti

            13. Dezember 2017 18:11 at 18:11

            ha ha lol ha ha lol lall lall lalll…
            Coole Antwort in medias res!
            Beim Bauernweib wird’s schon wieder bedenklich, der THC- und C2H5OH-Spiegel schien bereits am thailändischen Morgen noch (oder schon wieder) bedenklich hoch zu sein.

  3. Avatar

    Leser

    13. Dezember 2017 12:41 at 12:41

    Das mit dem Blau stimmt, sonst finde ich die Englische seite sehr viel Übersichtlicher. Wirkt wie eine echte News seite und nicht mehr nach einem kleinen Blog. Könnt gerne das layout für die Deutsche seite mit übernehmen.

  4. Avatar

    Marcus

    13. Dezember 2017 12:50 at 12:50

    Sie sollten die blaue Farbgebung beibehalten, aber vom Aufbau her auf die englische Version setzen. Die gefällt mir persönlich irgendwie besser.

  5. Avatar

    Michael

    13. Dezember 2017 12:54 at 12:54

    @FMW-Redaktion, die englischsprachige Seite finde ich deutlich besser als die deutsche. Responsive Design, verwandte Artikel, das fehlt mir hier schon länger. Gut finde ich außerdem, dass man in der rechten Spalte einen schnellen Überblick bzw. eine schnelle Zugriffsmöglichkeit auf die 12 aktuellsten Artikel findet, selbst wenn mann gerade einen Artikel liest.
    Man kommt auf mehreren Wegen zum Ziel bzw. kann auf verschiedenen Wegen navigieren, Brotkrumennavi, vorheriger/nächster Artikel, rechte Spalte oder klassisch oben über das Hauptmenü.
    Einzig der Überblick mit den Kommentaren fehlt mir, zumindest konnte ich diesen nur auf der Startseite bei dem Icon unter „News Alert“ finden.
    Aber ansonsten, chapeau ;)

    • Avatar

      baeuerin

      13. Dezember 2017 13:48 at 13:48

      Fuer die Mittagszeit,genau richtig,lol

      • Avatar

        berti

        13. Dezember 2017 14:05 at 14:05

        wieso ist doch langsam schon dunkel bei Ihnen….

        • Avatar

          baeuerin

          13. Dezember 2017 14:31 at 14:31

          Bei mir nicht aber bei @Michael…lol

  6. Avatar

    frank

    13. Dezember 2017 12:55 at 12:55

    Feedback: ich finde die deutsche Seite visuell auch besser, die englische Seite ist zu kleinteilig und unübersichtlich; in den englischsprachigen Markt für Kapitalmarktnews einzusteigen ist sicherlich nicht einfach. Die Konkurrenz ist groß, aber ich finde es einen super Ansatz und wünsche euch viel Erfolg damit. Die Deutsche Seite find ich schon recht gut und ich schaue fast täglich rein…

    Anmerkung: die den beiden Kernthemen, die euch ja umtreiben sehe ich komplett anders.
    1. Automatisierung – die hat es schon immer gegeben in der Menschheitsgeschichte, die Industrialisierung war ein einzigen technischer Fortschritt mit hohem Grad an Automatisierung. Es wurden jedoch immer neue Branchen und Jobs geschaffen. Dass durch die jetzige Automatisierung Massenarbeitslosigkeit entstehen soll ist ein Trugschluss und sehr kurz durchdacht. Es ist eine einzige negative Dystopie, die mMn so nicht eintreten wird. Ganz im Gegenteil sehe ich großes Wachstumspotential und viele neue Jobs
    2. Masseneinwanderung – es wird keine neue Masseneinwanderung in Europa geben. 2015 war der Höhepunkt. Der Andrang ist zwar da, aber Europa wird zur Festung ausgebaut „Festung Europa“! Falls sich Merkel weiterhin dagegen stellt wird sie sich nicht mehr lange halten können und AfD und Co. scharren schon mit der Hufe…

  7. Avatar

    Columbo

    13. Dezember 2017 12:58 at 12:58

    Würde die englische Seite komplett gleich machen. Bin ein Gewohnheitstier.

    • Avatar

      baeuerin

      13. Dezember 2017 13:19 at 13:19

      Lasst du Dir jetzt den „Gentleman“raushaengen?
      Ich dachte du waerst ein Mensch…aber ein Tier???

  8. Avatar

    N. Ritter

    13. Dezember 2017 13:04 at 13:04

    Optisch gefällt mir die deutsche Seite besser. Ein Vorteil der englischen Version ist, dass ein schnellerer Überblick über alle aktuellen Artikel möglich ist.

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    Günter Mertens

    13. Dezember 2017 13:14 at 13:14

    „Es geht uns vielmehr um die großen Fragen unserer Zeit, und wir versuchen Antworten zu geben auf diese Fragen mit Blick auf die Finanzmärkte, an denen unsere Zukunft verhandelt und bepreist wird.“

    Das glaube ich auch früh erkannt zu haben und deshalb bin ich auch fast täglich hier.

    FMW auf Englisch ist aber in diesem Kontext (!) eine echte Herrausforderung. Da müsstet ihr jemanden als Übersetzer haben, der Englisch beherrscht wie eine Muttersprache und mit Leidenschaft Germanistik studiert hat. Ich meine wegen dem, was so zwischen den Zeilen steht (stehen soll). Jedenfalls nicht leicht.
    Viel Glück und Gelingen
    Günter Mertens

    • Avatar

      baeuerin

      13. Dezember 2017 13:32 at 13:32

      Kein Problem,denn Fugi ist Exilbayer mit amerik.Akzent!
      Der knallt euch die Texte nur so um die Ohren…
      aber die Klickzahlen werden dann in den Keller schnellen,weil das dt.Englisch (User)in legasteniker Form,ein uebler Zustand waere!!!

    • Avatar

      frank

      13. Dezember 2017 14:45 at 14:45

      das stelle ich mir auch schwierig vor. Hier auf der deutschen fmw-Seite steht ja viel zwischen den Zeilen und das in englisch auszudrücken ist sicherlich nicht einfach. Aber fmw könnte auf der englischen Seite ja andere Themen behandeln als auf der deutschen. Würde sicherlich Sinn machen, weil innerdeutsche Politik und deutscher Kapitalmarkt, internationale User wohl kaum interessieren dürfte, aber ich bin gespannt…

  10. Avatar

    Leserin17

    13. Dezember 2017 13:27 at 13:27

    Ich würde die deutsche Seite so lassen wie sie jetzt ist. Warum ändern, ist doch gut so. Bisher waren alle damit zufrieden und das blau ist das Markenzeichen und sie hebt sich durch ihr schlichtes, ruhiges Design angenehm von anderen ab.
    Die englische Seite sieht aus wie viele andere auch.

    • Avatar

      baeuerin

      13. Dezember 2017 13:44 at 13:44

      Das Blau ist das FMW(AFD) Markenzeichen..

  11. Avatar

    burberg

    13. Dezember 2017 14:13 at 14:13

    Englischsprachige Seiten gibt es zu Hauf, ich hab ca. 10 Stk. in den Favoriten. Ich schau aber immer zuerst hier rein, die Anderen überflieg ich nur, ob was drinne steht, was hier vielleicht fehlt. Mein Englisch ist nicht so perfekt, dass ich ohne Hilfe ( Gokkel) auskommen kann. Wenn Fugi dann noch englisch spricht, klingt das sicher wie damals FJS. Hoffentlich nicht wie Öttinger.

  12. Avatar

    leser

    13. Dezember 2017 15:30 at 15:30

    @Columbo
    sehe ich genauso. Bei der deutschen Seite oben einen Knopf zum Übersetzen anbringen und fertig.

    Wo bleiben die Kommentare in der englischen Fassung?

    Und was den einführenden Text angeht: Natürlich gehört England zu Europa. Die EU(-SSR) und Europa haben nichts miteinander zu tun! Europa ist ein Kontinent und die EU ist ein die Freiheit raubender Bürokratenhaufen.

    • Avatar

      Michael

      13. Dezember 2017 19:02 at 19:02

      @leser, das mit dem Knopf oben zum Übersetzen funktioniert technisch leider nicht wirklich so gut wie die Kurse von Google & Co. KG. Wie bei eigentlich allen Leistungen, des FANG oder FAANG-Konglomerates. Erstens sind die Google & Co-Übersetzungen seit jeher grauenhaft stümperhaft, zweitens ändern die ständig ihre Links und sog. „Dienstleistungen“, sodass meistens eher gar nichts funktioniert. Drittens verstehe ich nicht, warum Sie sich hier wie einige andere Leser um die englische Version Gedanken machen, die kann Ihnen doch egal sein. Die Inhalte bleiben doch gleich. Das neue Design ist ohnehin recht konservativ, nach kurzer Eingewöhnung findet sich hier jeder zurecht.
      Die Frage war doch, ob die deutsche Version, die einer grafischen und benutzerfreundlichen Version (Anpassung an Tablets, Smartphones) längst bedarf, angepasst werden soll.
      Ich sage: JA zum neuen Design, unabhängig von Freiheit raubenden Bürokratenhaufen und Islam-konformen Geldanlagen. Über die können wir auch auf modernen Seiten diskutieren ;)

  13. Avatar

    DD

    13. Dezember 2017 16:38 at 16:38

    Vom Überblick her gefällt mir die englische Seite fast besser. Wieso ist eigentlich blos auf der englischen Seite Ernst Wolf zu finden? Wenn man hier unter Meinung sucht, findet man (NUR) Markus Fugmann. Gänsefleisch das noch ans neue englische Format angleichen?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      13. Dezember 2017 16:40 at 16:40

      @DD, nü!

      • Avatar

        joah

        16. Dezember 2017 23:46 at 23:46

        das heesd „nu“ ;-)

  14. Avatar

    Rainer Köhler

    15. Dezember 2017 11:00 at 11:00

    Ich finde das Design eigentlich gar nicht so schlecht. Meiner Meinung nach ist es immer am wichtigsten, dass man möglichst viele Nachrichten auf einen Blick hat und nicht lange scrollen muss. Deswegen ist es sehr effizient gestaltet und nach meinem Geschmack. Die Unterüberschriften machen für mich meist eher weniger Sinn – ich fände es am besten, wenn man einfach die Nachrichten untereinander (oder wegen 16:9 auch nebeneinander hat) und vielleicht neben jedem Titel farblich abgehoben die Kategorie steht. Aber nun ja, mglw. Geschmackssache. Auf jeden Fall ist es sehr übersichtlich – das gefällt mir.

    • Avatar

      Rainer Köhler

      15. Dezember 2017 11:12 at 11:12

      Außerdem, finde ich, dass wenn man schon Kategorien hat, ist weniger immer mehr. Drei würden völlig ausreichen – Aktuell (tagesaktuelle Einschätzung zu eher speziellen Themen, meist kurz), Hintergrund (Artikel, die etwas länger gehen, oder zum Beispiel vom Wirtschaftlichen ins Politische übergehen), und Kontrovers (zum Beispiel Meinungen oder spannende Verschwörungstheorien – diese gehören m.M.n. einfach dazu).

  15. Avatar

    joah

    17. Dezember 2017 00:01 at 00:01

    1. Was kann ich wissen?
    Niemals alles und dennoch nicht genug.
    2. Was soll ich tun?
    Wer sich das fragt anstatt zu handeln (und warum), hat schon verloren.
    3. Was darf ich hoffen?
    Wer nur hofft, hat auch schon verloren.
    4. Was ist der Mensch?
    Wird im Biologieunterricht und Psychologiestudium erklärt.

    Da das jetzt geklärt wäre: könnten wir uns jetzt wieder auf Finanzen konzentrieren? :-D

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Konsumklima und Kaufverhalten im Oktober – aktuelle Daten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Einkaufswagen

Die Coronakrise nimmt wieder mehr Fahrt auf. Deutschland hat mehr täglich Neuinfizierte als noch im Frühjahr, und die Restriktionen im Alltag nehmen wieder zu. Der selbe Reflex wie im Frühjahr zeigt sich aktuell bei den Verbrauchern – aber offenbar noch nicht im selben Ausmaß. Das kann man gut ablesen im Konsumklima und im Kaufverhalten der Deutschen. Heute früh wurden Daten zu Konsumklima und Kaufverhalten für Oktober veröffentlicht.

Konsumklima

Das einmal im Monat veröffentlichte GfK-Konsumklima zeigt heute früh, dass der Optimismus der deutschen Verbraucher im Oktober spürbar schwindet. Rund drei Viertel der Verbraucher gehen demnach aktuell davon aus, dass COVID-19 eine große bziehungsweise sehr große Bedrohung darstellt, und etwa die Hälfte macht sich große beziehungsweise sehr große Sorgen, wenn es um die persönliche Zukunft geht. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen wie auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. Folglich prognostiziert GfK für das Konsumklima für November 2020 einen Wert von -3,1 Punkten, und damit 1,4 Punkte weniger als im Oktober dieses Jahres. Gut sichtbar ist der Abwärtstrend im Konsumklima im folgenden Chart. Ein Balken steht für einen Monat.


source: tradingeconomics.com

Kaufverhalten

Das Statistische Bundesamt hat heute früh Daten zum Kaufverhalten in Deutschland veröffentlicht. Man hat sich die Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 angeschaut, und mit früheren Zeiträumen verglichen. Wegen der steigenden Infektionszahlen ist die Nachfrage nach ausgewählten Hygieneartikeln und Lebensmitteln teils deutlich gestiegen. Die Verkaufszahlen von Toilettenpapier waren vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (+89,9 %) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020. Der Absatz von Desinfektionsmitteln lag knapp drei Viertel (+72,5 %) und der von Seife knapp zwei Drittel (+62,3 %) über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Die Grafik, die bis ins letzte Jahr zurückreicht, zeigt: Die Panikkäufe im Frühjahr waren deutlich heftiger als heute, aber der Trend zum Kauf bestimmter Waren geht aktuell bergauf.

Chart zeigt Kaufverhalten vor und während der Coronakrise

Hier weitere Detailaussagen der Statistiker:

Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife blieb auch während des Sommers, als sich der Absatz von Lebensmitteln weitgehend normalisiert hatte, leicht überdurchschnittlich. In der 42. Kalenderwoche zog nun auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln an. So stieg der Absatz von Mehl verglichen mit dem Vorkrisen-Durchschnitt um mehr als ein Viertel (+28,4 %) und der Absatz von Hefe um mehr als ein Drittel (+34,8 %). Die Verkaufszahlen von Teigwaren wie Nudeln waren hingegen leicht unterdurchschnittlich (-0,2 %).

Statistik zeigt Kaufverhalten für einzelne Produkte

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Coronakrise: Größter Schuldenanstieg – aber Zinsen rutschen in Euroland

Wir erleben in der Eurozone gerade wegen der Coronakrise den größten Schuldenanstieg der Geschichte. Gleichzeitig sinken die Zinssätze. Die Vergemeinschaftung von Schulden hat begonnen

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Wir erleben in der Eurozone gerade wegen der Coronakrise den größten Schuldenanstieg in seiner Geschichte. Jegliche fiskalische Zurückhaltung weicht angesichts einer pandemischen Bedrohung der Volkswirtschaften. Gleichzeitig sinken die Zinssätze in den Mitgliedstaaten in atemberaubender Geschwindigkeit in Richtung der deutschen Bunds. Der letzte Auslöser war der große Wiederaufbaufonds, den die Gemeinschaft trotz des Widerstandes der sparsamen Fünf – Dänemark, Schweden, die Niederlande, Finnland und Österreich – beschlossen hat. Wittern die Märkte angesichts der Coronakrise eine Vergemeinschaftung der Schulden?

Coronakrise: Die Einführung des Euro und die Zinsen

Die Einführung der Gemeinschaftswährung am 1. Januar 1999 brachte für einige der elf Teilnehmerstaaten zunächst eine gewaltige Erleichterung bei der Bewältigung der Staatsschulden. Im Jahr 2000 musste man für italienische Langläufer kaum mehr bezahlen, als für die deutschen „Bunds: in etwa 5,5 Prozent. Etwa sechs Jahre zuvor lag der Zinssatz für die 10-Jährigen bei fast 14 Prozent. Waren da nicht noch die so genannten Maastricht-Verträge mit den Konvergenzkriterien für eine Aufnahme, die eine Höhe der Staatsverschuldung von max. 60 Prozent und eine Neuverschuldung von höchstens drei Prozent erlaubten? Doch wenn selbst das Vorbild Deutschland diese über mehrere Jahre nicht erfüllen konnte, wie dann Disziplin einfordern von den anderen Staaten?

Kurzum: Die Zinserleichterungen wurden erfreut mitgenommen, die Schuldenstände jedoch nicht zurückgeführt. In der Staatsschuldenkrise nach 2011 weiteten sich die Spreads aus, Griechenland stand am Rande des Bankrotts, bis man sich mit Umschuldungsprogrammen und Schuldenerlass zur Rettung Griechenlands und damit auch der Eurozone durchrang. Denn auch die Zinsaufschläge von Italien, Spanien, Portugal und teilweise auch die von Frankreich waren in die Höhe gesprungen.

Bis die Europäische Zentralbank, in Gestalt ihres Chefs, Mario Draghi in Aktion trat, der die mittlerweile mehrfach kopierten und psychologisch entscheidenden Worte sprach: „Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.” Die Folgen sind bekannt: Zinssenkungen auf null, massive Anleihekäufe bis zur erlaubten Obergrenze von 33 Prozent pro Staat und ein für nicht möglich gehaltener Verfall der Zinslandschaft, der in der Coronakrise gerade seinen Höhepunkt feiert.

Die Pandemie, PEPP und der Wiederaufbaufonds

Das Jahr 2020 wird nicht nur wegen des globalen Vormarschs eines Virus in die Geschichte eingehen als das Jahr der Coronakrise. In einer weltweiten Allianz einigten sich Staaten und Notenbanken zu bisher noch nie gesehenen und einmalig hohen Rettungsprogrammen. In Europa lautet der Name für das große Ankaufprogramm für Staatsanleihen und privater Schulden PEPP – Pandemic Emergency Purchase Programme – zunächst in Höhe von 750 Milliarden Euro, welches am 2. Juni nochmals um 600 Milliarden Euro aufgestockt wurde. Da es ausgerechnet die hoch verschuldeten südlichen Länder durch die Pandemie besonders hart getroffen hat – Italiens und Spaniens Bruttoinlandsprodukt sanken im zweiten Quartal um 13 beziehungsweise 18,5 Prozent – musste man noch einmal nachlegen, um einen Zinsanstieg für diese Länder zu verhindern. Der von Frankreich initiierte und hart umkämpfte Wiederaufbaufonds war der nächste Schritt, ein spezielles Konstrukt gemeinsamer Anleihen in Höhe von zunächst 750 Milliarden Euro.

Die Zinsen in der Eurozone – Limes gegen null

Der viel umkämpfte Wiederaufbaufonds hat eindeutig das Ziel gerade den Staaten zu helfen, die einerseits hoch verschuldet aber andererseits besonders schwer betroffen von der Coronakrise in Not geraten sind. Durch die Emission gemeinsamer Anleihen werden Schulden finanziert, die die EU aufnimmt und für die alle Mitglieder gemeinsam geradestehen. Zweifellos ist das der Einstieg in eine Vergemeinschaftung von Schulden im Euro-Raum. Investoren jubelten, speziell auch aus dem Ausland, weil man sich jetzt sicher ist, dass man die Eurozone unter allen Umständen beisammen halten will, auch wenn man früher beschlossenen Festlegungenzuwider handelt. Die Folge ist ein Absturz der Zinsen in Tiefen, die nichts mehr mit der Bepreisung von Risiko zu tun haben.

Es wurde in letzter Zeit schon öfters berichtet, wie tief die Zinsen für länger laufende Anleihen im Süden gefallen sind, zum Beispiel in Italien mit 0,78 Prozent für die 10-Jährigen – die also inzwischen genauso hoch stehen, wie die bisher sicherste Staatsanleihe der Welt, die 10-jährige US-Treasury. Aber es geht noch extremer: Für griechische Anleihen mit einer Laufzeit von sechs Monaten werden schon Minuszinsen bezahlt, in Italien akzeptieren Sparer schon vier Jahre Laufzeit mit Zinsen nahe null, in Spanien und Portugal muss man für eine positive Rendite schon Langläufer mit acht Jahren Laufzeit wählen. Dabei stellt sich die Frage: Ist ganz Europa durch die Notenbankpolitik in der Coronakrise auf dem Weg zu Nullzinsen, also zur Schuldenaufnahme zum Nulltarif? Wenn man sich eine Übersicht betrachtet, die die Zinsdifferenz auflistet, die europäische Staaten zu den abnorm niedrigen deutschen 10-jährigen Bund (circa minus 0,60 Prozent) zahlen müssen, so kann man nur zu dieser Schlussfolgerung gelangen.

Zinsaufschläge zu deutschen Langläufern, in Prozent:

Niederlande plus 0,11
Österreich plus 0,17
Belgien plus 0,25
Slowakei plus 0,26
Frankreich plus 0,29
Irland plus 0,37
Portugal plus 0,78
Spanien plus 0,80
Zypern plus 1,00
Italien plus 1,34
Griechenland plus 1,45

Nochmal, die Vergleichsbasis ist nicht null, sondern deutlich darunter.

Fazit

Die Politik der Notenbanken in der Coronakrise hat eine Situation geschaffen, in die wohl niemand jemals geraten wollte. „Point of no return?“ Staatsfinanzierung durch die Notenbanken?

Ist diese Entwicklung nicht auch der Einstieg in eine gemeinsame europäische Schuldenunion? Vermutlich ja, denn die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, zugleich Ex-Finanzminsterin von Frankreich, hat gerade erst in einem Interview mit der Tageszeitung „Le Monde“ den Gedanken geäußert, man müsse über ein dauerhaftes konjunkturelles Stützungsinstrument nachdenken. Der Fonds in Höhe von 750 Milliarden Euro solle erhalten bleiben – damit er immer wieder verwendet werden kann, wenn außergewöhnliche Umstände eintreten. Wer soll eigentlich die auslaufenden und zu ersetzenden Anleihen von Italien und Griechenland kaufen, Staaten, die demnächst mit 200 beziehungsweise 160 Prozent zum BIP verschuldet sind, deren Staatsanleihen aber bereits fast keine Rendite mehr abwerfen?

Wie wird man dieses Programm wohl abkürzen?

 

Die Coronakrise lässt die Schulden explodieren, aber die Zinsen fallen

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Allgemein

Ernst Wolff über das globale Finanzsystem – Geld und Demokratie

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Spätestens die Wirtschaftskrise 2007/2008 ließ an der Seriosität des globalen Finanzsystems zweifeln. Wer seine Zweifel allerdings durch Sachkenntnis untermauern möchte, bekommt schnell ein Problem: Er trifft auf ein Dickicht aus komplizierten und oft widersprüchlichen Informationen, die noch dazu in einer für Laien unverständlichen Fachsprache gehalten sind. Kein Wunder also, dass der Versuch, das Finanzsystem zu verstehen, häufig schon in der Anfangsphase scheitert. Genau hier setzt Ernst Wolff an. Im Folgenden ein Ausschnitt auf der Einleitung meines neuen Buches (hier zu kaufen).

Die zwei großen Fehleinschätzungen unserer Zeit

Es gibt in unserer Gesellschaft zwei Ansichten, die von der überwiegenden Mehrheit der Menschen geteilt und von fast niemandem angezweifelt werden. Sie betreffen zum einen die politischen Strukturen, unter denen wir leben, und zum anderen die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Realität, auf der diese politischen Strukturen basieren. Zusammen bilden beide so etwas wie eine von der breiten Allgemeinheit stillschweigend akzeptierte Übereinkunft. Ansicht Nr. 1 lautet: Bei uns regiert das Volk. Ansicht Nr. 2 lautet: Das Finanzsystem ist nur ein Teilbereich unserer Gesellschaft, den man nicht unbedingt verstehen muss.

Geht man diesen Ansichten auf den Grund, dann stellt man allerdings fest, dass sie nicht etwa auf intellektueller Einsicht oder auf Erfahrungswerten basieren, sondern den Menschen zunächst von Elternhaus, Schulen, Ausbildungsbetrieben und Universitäten mit auf den Weg gegeben und später ein Leben lang von Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eingetrichtert werden – mit dem Ergebnis, dass ihr Wahrheitsgehalt kaum jemals in Frage gestellt wird.

Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass sich hinter diesen Ansichten ganz handfeste Interessen verbergen, deren Durchsetzung nur einem kleinen Teil der Bevölkerung nützt. Im Grunde handelt es sich also um zwei vorsätzlich herbeigeführte Fehleinschätzungen, die weitreichende Konsequenzen haben. Sie tragen nämlich entscheidend dazu bei, die bestehende Ordnung und ihre Machtstrukturen zu festigen und verhindern so, dass die Menschen diese Strukturen durchschauen – mit der Folge, dass sie dadurch unfähig werden, an den bestehenden Verhältnissen etwas zu ändern.

Sehen wir uns beide Fehleinschätzungen deshalb etwas genauer an:

Fehleinschätzung Nr. 1: „Bei uns regiert das Volk“. In einem Obergeschoss des Berliner Hauptbahnhofs hängt ein Schild mit der Aufschrift „400 Meter von hier regiert das Volk“. Der Hinweis gilt dem südlich vom Bahnhof gelegenen Reichstagsgebäude, Sitz des deutschen Parlaments, und soll dem Betrachter ganz offensichtlich eine uns allen bekannte Botschaft vermitteln:

Wir leben in einem Gesellschaftssystem, in dem wir als Volk das Sagen haben. Und da das Volk zu groß ist, um als Ganzes regieren zu können, übergeben wir diese Aufgabe an sogenannte Volksvertreter. Die bestimmen wir, indem wir sie alle vier Jahre wählen. Sollten sie nicht so handeln, wie wir das von ihnen erwarten, dann können wir sie nach dem Ablauf ihrer Amtszeit wieder abwählen und durch andere ersetzen.

Diese Grundsätze der parlamentarischen Demokratie werden uns von Kindesbeinen an mit auf den Weg gegeben und im Verlaufe unseres Lebens durch eine Reihe weiterer Informationen ergänzt und untermauert. So erfahren wir unter anderem: Unsere Wahlen sind frei, gleich, geheim, allgemein und unmittelbar und werden auf der Grundlage einer Verfassung abgehalten, die unsere Würde für unantastbar erklärt und uns körperliche Unversehrtheit garantiert. Wir sind vor dem Gesetz alle gleich und haben das Recht, unsere
Meinung zu äußern und uns mit anderen zum Zwecke gemeinsamer Meinungsäußerung zu versammeln.

Die Formulierungen erwecken in uns den Eindruck, dass es sich bei der parlamentarischen Demokratie um ein zu unser aller Gunsten entwickeltes System handelt, das den Einzelnen schützt, dem Gemeinwohl dient und dessen oberstes Ziel darin besteht, den Willen
der Mehrheit der Bevölkerung in die Tat umzusetzen. Doch ist das tatsächlich so? Wollen wir alle, dass immer weniger Menschen immer größere Vermögen anhäufen, während der Lebensstandard der Masse bestenfalls stagniert, in vielen Fällen sogar sinkt? Dass der Niedriglohnsektor explodiert, dass Arbeits- und Obdachlosigkeit um sich greifen? Dass von Jahr zu Jahr mehr Geld für Rüstung und den Ausbau von Sicherheitsapparaten ausgegeben wird, während am Bildungs- und Gesundheitswesen immer drastischer gespart wird? Sind wir dafür, dass die Umwelt zunehmend zerstört wird? Dass in unserem Namen Kriegseinsätze unterstützt werden? Dass Persönlichkeitsrechte abgebaut und wir alle immer stärker überwacht werden?

Wendet man sich direkt an die Menschen und fragt sie, was sie von dieser Entwicklung halten, dann fällt die Antwort eindeutig aus: Die meisten sind damit nicht einverstanden, viele lehnen sie sogar rundheraus ab. Wie aber kann das sein? Wie kommt es, dass zwischen dem, was die Menschen wollen, und dem, was in ihrem Namen und auf Grund ihrer offensichtlich frei getroffenen Wahlentscheidung umgesetzt wird, ein solch krasses Missverhältnis besteht – in einer Gesellschaft, deren Verfassung doch besagt, dass alle Macht vom Volk ausgeht?

Wir lassen uns täuschen

Die Antwort auf diese Frage lautet: Wir lassen uns täuschen. Wir akzeptieren die wohlklingenden Formulierungen unserer Verfassung, die auf dem Gleichheitsgrundsatz basieren, und schließen daraus, dass wir alle nicht nur gleiche Rechte genießen und gleich behandelt werden, sondern dass wir alle gleich sind. Das aber stimmt nicht. In einer vom Geld beherrschten Gesellschaft wie der unseren können die Menschen auf Grund ihrer Vermögensverhältnisse gar nicht gleich sein. Wer über viel Geld und großen Besitz verfügt, ist nämlich nicht nur wohlhabender, sondern kann sich auf Grund seiner wirtschaftlichen Überlegenheit über diejenigen, die weniger besitzen, erheben, sie von sich abhängig machen und sie im Extremfall sogar vollends beherrschen. Die Vermögensverhältnisse entscheiden also nicht nur darüber, wer reich und wer arm ist, sondern vor allem darüber, wer in welchem Ausmaß Macht ausüben kann und welche gesellschaftlichen Hierarchien sich im Lauf der Zeit bilden.

Diese Aufspaltung der Gesellschaft hat schon lange vor der Einführung des Parlamentarismus und sogar schon lange vor der Einführung des Geldes begonnen. Ihre Anfänge gehen auf die Tauschwirtschaft zurück. Sie ist die Grundlage, auf der sich ein Zustand entwickeln konnte, der die gesamte bisherige Geschichte der Menschheit prägt: die soziale Ungleichheit. Sie hat es den Menschen, die mehr Besitz angehäuft und damit mehr Macht erlangt haben als andere, ermöglicht, Strukturen zu schaffen, die ihren privilegierten Status festigen, die sie einmal erworbene Privilegien auf Dauer beibehalten und diese sogar auf nachfolgende Generationen übertragen lassen.

Im ausgehenden Mittelalter sind die Besitzer großer Vermögen noch einen Schritt weiter gegangen und haben sich das Geldsystem und damit den Blutkreislauf der Gesellschaft unterworfen, indem sie Banken gegründet und sich so das Recht der Geldschöpfung angeeignet haben. Später, nach der Gründung der Nationalstaaten, haben die von ihnen beherrschten Banken sich dieses Recht auf der Grundlage nationaler Währungen mit den Zentralbanken geteilt und damit als „Finanzwesen“ einen ganz eigenen Wirtschaftszweig geschaffen, der mit der Zeit immer einflussreicher wurde. Da dem Rest der Bevölkerung nicht entging, dass auf diese Weise einige Wenige zusehends reicher und mächtiger wurden, hat sich immer stärkerer Widerstand gegen diese Entwicklung gebildet. Als mit der Industrialisierung dann Schulen eingeführt, der Analphabetismus nach und nach überwunden und das allgemeine Bildungsniveau immer weiter angehoben wurde, nahm dieser Widerstand für die Privilegierten zunehmend bedrohlichere Formen an, sodass sie sich gezwungen sahen, Zugeständnisse zu machen.

Ein historisches Zugeständnis

Das historisch wichtigste Zugeständnis – und die zugleich geschickteste Täuschung der Öffentlichkeit – war die Einführung des Parlamentarismus. Indem die Gleichheit der Menschen in einer von Ungleichheit geprägten Welt zum Verfassungsgrundsatz erhoben wurde, entstand mit der parlamentarischen Demokratie eine Fassade, hinter der sich die tatsächlichen Machtstrukturen nicht nur hervorragend verbergen, sondern ungehindert weiter ausbauen ließen. Das Prinzip dieser Täuschung ist im Grunde recht einfach: Man unterschlägt einen fundamental bedeutsamen Mechanismus, der die gesellschaftliche Realität seit Jahrhunderten prägt, und übertüncht ihn mit hochtrabenden Worten. So gibt es bis heute weltweit keine einzige parlamentarische Demokratie, in deren Verfassung die Bedeutung des Geldes für die Entstehung von Machtstrukturen erwähnt oder in der das Prinzip der Geldschöpfung auch nur angesprochen wird. Dafür aber wird in den meisten Verfassungen, verbrämt mit blumigen Formulierungen über die soziale Verpflichtung von Eigentum, der Schutz desselben garantiert – und zwar ohne jede Begrenzung nach oben.

Auf diese Weise ist eine Herrschaftsform entstanden, die sich vordergründig auf den Willen der Mehrheit des Volkes stützt, die aber tatsächlich einer Minderheit nützt und die es darüber hinaus geschafft hat, die soziale Ungleichheit in krassem Widerspruch zum offiziell beteuerten Gleichheitsgrundsatz zu einem akzeptierten und gesetzlich geschützten Dauerzustand werden zu lassen.

Ernst Wolff über das Finanzsystem und die Politik
Der Buchautor Ernst Wolff

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