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Aktien

Carl Icahn´s brutaler Druck wirkt: AIG mit 25 Milliarden Dollar für Aktionäre

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der in den letzten Tagen aufgebaute Druck von Brutalo-Zocker Carl Icahn zeigt Wirkung. Wie von Icahn erwartet präsentiert der Versicherungskonzern American International Group (AIG) heute einen Restrukturierungsplan. Ob Icahn damit zufrieden ist, kann er ja in Kürze verkünden.

Wird es ihm z.B. reichen, dass AIG heute verkündert hat innerhalb der nächsten zwei Jahre 25 Milliarden Dollar an die Aktionäre auszuschütten über Didivenden + Aktienrückkäufe (steigender Kurs) ? Icahn forderte eine deftige Zerschlagung von AIG in kleine Einzelteile, damit diese durch die US-Regierung nicht mehr als systemrelevant angesehen werden und somit weniger Auflagen erfüllen müssen. Ob diese folgenden Maßnahmen im reichen werden, damit er AIG-Chef Peter Hancock nicht von seinem Chefsessel verjagt?

AIG wird neben dem Cash-Regen seine Hypothekensparte abspalten und seine AIG Advisor Group verkaufen. Auch will man in der Mitte des Jahres 19,9% der Tochter United Guaranty Corp verkaufen, um sie später komplett loszuwerden. Auf der Kostenseite will man in den nächsten beiden Jahren 1,6 Milliarden Dollar einsparen.

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AIG verkündet seine Reform mit dem Titel „AIG Announces Actions Executing Strategy of Leaner, More Profitable and Focused Insurer“. Man wolle also ein schlankerer, profitabler und mehr fokussierter Versicherer werden. Aufsichtsrat Douglas Steenland sagte eine kurzfristige totale Aufspaltung von AIG würde den Shareholder Value schädigen, und ihm nicht nützen. Auffallen tut auch, dass das Statement in der heutigen Erklärung vom Aufsichtsrat und nicht vom Vorstand gemacht wird. Dem spricht man sein Vertrauen aus, wohl als stärkendes Zeichen gegenüber Carl Icahn.

“The Board’s actions reflect its full support for the plans that Peter Hancock and his management team have put forward, and we are aligned that these steps will deliver strong results while creating more options for shareholder value creation in subsequent years.

“AIG is committed to serving all its stakeholders by delivering first quartile total shareholder returns to its shareholders; providing risk expertise and dependable long-term balance sheet strength for its customers; having a culture of strict adherence to both the letter and spirit of regulatory requirements; and maintaining an environment that attracts and retains world-class employees.

“After careful consideration, AIG believes that a full breakup in the near term would detract from, not enhance, shareholder value. A lack of diversification benefits would reduce capital available for distribution, and there would be a loss of tax benefits. Being a non-bank SIFI is not currently a binding constraint on return of capital.”

Ob Carl Icahn damit glücklich sein wird oder nicht. AIG saugt sich im Sinne Icahn´s und vieler anderer Kurzfrist-Aktionäre selbst aus. Ob das langfristig Erfolg verspricht, darf man bezweifeln. Die AIG-Aktie reagiert bis jetzt mit lauen 1,6% im Plus.

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

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Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

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