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Industrie: Super tolle Erwartungen weit über dem V

Zahnräder als Symbol für die Industrie

Geht es nach den Betrieben der deutschen Industrie, dann haben wir die wirtschaftliche Coronakrise nicht nur verlassen, sondern stehen schon weitaus besser da – zumindest wenn es darum geht, wie die Betriebe ihre Erwartungshaltung für das Produktionsvolumen in den nächsten Monaten einschätzen. Die folgende 30 Jahre zurückreichende Grafik zeigt den jüngsten Einbruch an die Produktionserwartungen der Industrie, und die anschließende Erholung, die den Nullwert vor dem Absturz weit hinter sich gelassen hat. Der Indexwert liegt im September bei plus 20,8 Punkten, nach plus 15,6 im August.

Industrie blickt optimistisch auf die nächsten Monate

In der Krise bis Mai lag der Wert bei minus 50 Punkten – vor der Coronakrise lag er auf Niveaus um die Null-Linie. Dies geht aus einer aktuellen Veröffentlichung des ifo-Instituts hervor. Dabei muss man betonen: Es geht um die Erwartungen der Betriebe für die nächsten Monate, und nicht um den Ist-Zustand! ifo weist darauf hin, dass die Erwartungen innerhalb der Industrie je nach Branche doch sehr unterschiedlich sind. Zitat ifo:

Die Autobauer blicken optimistisch in die Zukunft. Der Indikator stieg im September auf 53 Punkte, nach 48 im August. Auch die Aussichten bei den Herstellern von Leder, Lederwaren und Schuhen haben sich deutlich verbessert. Erstmals seit März 2016 ist der Indikator positiv. Er stieg auf plus 11 Punkte im September, nach minus 57 im August. Auch die Hersteller von Druckerzeugnissen erwarten eine Ausweitung ihrer Produktion. Der Indikator stieg auf 14 Punkte, nach minus 17 im August.

Die Erwartungen der Maschinenbauer bleiben hingegen zurückhaltend. Der Produktionsindikator stieg im September nur geringfügig von 2 auf 3 Punkte. Die Chemiebranche bleibt optimistisch und erwartet, ihre Produktion weiter hochfahren zu können. Der Indikator nahm von 19 auf 25 Punkte im September zu. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen legte der Indikator von 11 auf 17 Punkte zu, bei der Metallerzeugung und bearbeitung von 2 auf 6 Punkte.

Bei den Herstellern von Bekleidung hat sich die Situation zwar verbessert, sie erwarten aber weiterhin keine Ausweitung ihrer Produktion. Der Indikator stieg auf minus 2 Punkte, nach minus 16 im August. Die Getränkehersteller waren zwischenzeitlich optimistisch, ihre Produktion wieder stärker hochfahren zu können. Diese Erwartungen haben sie nun zurückgenommen. Der Indikator fiel auf minus 10 Punkte, nach plus 1 Punkt im August.

Grafik zeigt Details der Produktionserwartungen der deutschen Industrie



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