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Inflation: Dirk Müller mit Erläuterung – und ein Chart gibt Aufschluss

Viel Gelddrucken kann zu hoher Inflation führen

Gerade heute zeigen frische Statistikdaten aus Deutschland, wie sehr die Inflation am Anrollen ist. Die Importpreise in Deutschland steigen aktuell auf ein 40 Jahreshoch! Es herrscht in vielen Bereichen der Wirtschaft Güterknappheit, und auch die Verbraucherpreise ziehen an – noch nicht so stark wie die vorlaufenden Preise, aber man spürt den Preisdruck. Im folgenden Video sehen sie Aussagen von Mr. Dax Dirk Müller zum Thema Inflation.

Dirk Müller zum Thema Inflation

Von Fed und EZB hört man seit Wochen, dass die höhere Inflation „vorübergehend“ sei. Bei Diesem Wort solle man hellhörig werden, so Dirk Müller. Denn auch der zweite Weltkrieg und die Inflation in den 20er-Jahren seien „vorübergehend“ gewesen, aber es seien dennoch sehr schlimme Zeitphasen gewesen. Es gehe auch um eine mögliche Stagflation – also eine Stagnation der Wirtschaft bei gleichzeitiger Inflation. Man sehe derzeit nämlich, dass der Mittelstand viele Aufträge habe, sie aber mangels Warenlieferungen nicht abarbeiten könne. Das Wirtschaftswachstum käme hinter den steigenden Preisen nicht hinterher.

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Auch auf eine mögliche Zinswende in den USA geht Dirk Müller ein. Bei aktuell 5 Prozent Inflation und noch Zinsen auf Null bringe es nichts den Zins zum Beispiel auf 1 Prozent zu erhöhen. Dann habe man immer noch real 4 Prozent Verlust. Auch bei Aktien und anderen Assetklassen würde man derzeit dank der höheren Inflation Geld verlieren. Der aktuelle Inflationstrend könne sich unglaublich beschleunigen. Den Mechanismus zwischen Anbietern und Nachfragern in einer schnell aufsteigenden Spirale spricht Dirk Müller im Video an.

Nachfrage steigt deutlich, Produktion nur auf Vorkrisenniveau

Man kann sich fragen, woher denn überhaupt diese 5 Prozent Inflation kommt, die man aktuell in den USA sieht. Dr. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, hat folgenden interessanten Chart veröffentlicht, der das Problem gut verdeutlicht. Die Lieferprobleme im Ausklang der Coronakrise seien ein Problem. Denn die US-Industrie habe ihre Produktion (gelbe Linie) zwar wieder auf das Vorkrisen-Niveau hochgefahren. Aber der Konsum (schwarze Linie) der Waren sei seitdem um 16 Prozent gestiegen. Die Amerikaner hätten ihre Nachfrage umgeschichtet – von Dienstleistungen, die vom Lockdown betroffen waren, hin zu Gütern.

Also: Mehr Nachfrage bei einer Produktion, die nicht parallel hochgefahren wurde. Dass es dann zu einer höheren Inflation kommt, ist nur folgerichtig. Und am besten zeigt sich am Beispiel Holz, dass diese Preissteigerungen in den USA kein Phänomen sind, das man auf ein Land beschränken kann. Die Inflation schwappt über den Atlantik, denn die Amerikaner bauen derzeit so viele neue Häuser, dass der Holzbedarf gigantisch ist. Die letzten Monate hagelte es Berichte und Beschwerden von holzverarbeitenden Unternehmen und Wohnungsbauunternehmen in Deutschland. Holz sei so knapp und explodiere im Preis – denn die Amerikaner kaufen deutsches Holz, so dass es hierzulande Mangelware wird. Deswegen müssen auch Käufer hierzulande deutlich mehr zahlen, um überhaupt noch Bauholz abzubekommen.



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5 Kommentare

  1. Es ist erstaunlich, dass der liebe Herr Müller mit seiner seit Jahren propagierten Crashphilosophie und seinem seit Jahren erfolglosen Fonds, der bisher praktisch jährlich nur um die Grösse der Gebühren sinkt, immer wieder in einer seriösen Zeitschrift zu Wort kommt, ist doch sehr erstaunlich. Na ja, kein Erfolg zu haben ist ja nicht strafbar, nicht? Und im Sommerloch der Börse ist so ein Bericht vermutlich als ein Beispiel der vielfältigen Meinungen von selbsternannten Experten auch unterhaltend.

  2. Wer im Glashaus sitzt der sollte nicht mit Steinen werfen. Herr Müller gönnt sich ebenfalls einen ganz großen Schluck aus der Zockerpulle. Man schaue sich nur die Entwicklung seines so hoch angepriesenen Fonds an.
    Wer damals einen ETF auf den DAX oder MSCI World gekauft hätte kann sich heute freuen.
    Für den Müller Fond war und ist es weiterhin weniger als eine Nullnummer.
    Ich höre immer noch seine Sprüche ( sinngemäß) : „und wenn der DAX dann mal crasht, sammeln wir im Tief ein und werden dann die Absicherungen dort auflösen und investieren.“
    Der DAX hat gecrasht – der Müller Fond dümpelt weiter dahin – so viel zu diesem Thema….
    Mit dem Thema Angst lässt es sich eben sehr gut verdienen !

    1. Vollkommen richtig. Der Dirk Müller Premium Aktien Fonds hat es in drei Jahren nicht geschafft ins Plus zu kommen, minus 2 Prozent p.a. Aber dafür gibt es bei dem über 500 Millionen schweren Dickschiff eine jährliche Gebühr von 1,68 Prozent auf das Volumen, nicht auf die Gewinne. Jeder kann mal danebenliegen, aber selbst auf fünf Jahre kaum Gewinne machen und immer den großen Spezialisten mimen. Lächerlich und dreist.

  3. Es ist so mühsam diesen Leuten zuzuhören. Immer dasselbe Vaterunser, dieselben Wiederholungen, dieselben Phrasen, dieselbe Leier. Und immer daneben.
    Einem völlig unbekannten Fondsmanager, der sich mal zufällig vor ein Mikrofon verirrt hat, höre ich tausendmal lieber zu, als diesen aussterbenden Dinosauriern.

  4. Es ist viel weniger mühsam das Märchen von immersteigenden Börsen der MMT – Verfechter anzuhören.Das erfolgreiche Anlegen der letzten 10Jahre hat leider nichts mit Wirtschaft zu tun, es war und ist immer noch eine Wette gegen das unendliche Gelddrucken. Normalerweise sind es eher jüngere unerfahrene Einsteiger die an solche Wunder wie Kryptos und Gelddrucken glauben, obwohl dort alle Letzeinsteiger seit Anfang Jahr trotz dem Riesenhype nichts zu lachen haben.Wenn Jung- Columbo daran glaubt sollte er sofort sein Studium aufgeben und sich mit dem Perpetum Mobile die Taschen füllen.

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