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Inside Riße (VIDEO): Den Bären gehen die Argumente aus

Den Bären gehen die Argumente aus. Die Daten von gestern aus Europa waren gut, dann auch noch aus den USA beim Einkaufsmanagerindex ein Paukenschlag! Und dann heute der ifo-Index über 110 Punkte! Der Druck auf die…

Redaktion

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Von Stefan Riße

Den Bären gehen die Argumente aus. Die Daten von gestern aus Europa waren gut, dann auch noch aus den USA beim Einkaufsmanagerindex ein Paukenschlag! Und dann heute der ifo-Index über 110 Punkte! Der Druck auf die Notenbanken ist nicht zu groß. Wie jetzt reagieren im Dax-Trading? Mehr dazu im Video…

https://youtube.com/watch?v=2TpvE5Bx8jk%3Frel%3D0

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    Nobbi

    25. Oktober 2016 11:31 at 11:31

    Wenn man permanent long ist und es irgendwann mal long geht.. ist dies dann ein blindes Huhn Korn oder Können? Die Argumente von Fundamentaler Seite sind allesamt auf Bärenseite.. lediglich Sentiment und Charttechnik müssen noch passen für einen großen Abverkauf. Mal schauen was Sie dann wieder sagen…

    • Avatar

      gerd

      25. Oktober 2016 11:44 at 11:44

      Siehe den Bericht auf dieser Seite zum IFO-Index

      Und da sagen manche doch tatsächlich, die Aktienkurse in Deutschland stünden überhaupt nicht im Einklang mit den wirtschaftlichen Gegebenheiten.
      Sie seien zu teuer. Nein, sie sind zu billig.
      Aber ein Einbruch wird wohl dennoch irgendwann kommen. Jedoch wegen externer Einflüsse, wo die deutsche Wirtschaft nichts für kann. Aber, nu gut, warum, ist ja dann auch schon egal.

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    EnjoyLife

    25. Oktober 2016 12:17 at 12:17

    Wenn den Bären die Argumente ausgehen und die Bullen die guten Nachrichten nicht mehr kaufen, scheint mir das eher ein Zeichen, dass es bald abwärts geht.
    Nachdem der ganze Anstieg seit den Jahrestiefs auf geringen Volumen basiert und damit wenig nachhaltig ist, bin ich gespannt was passiert, wenn dann mal unerwartet schlechtere Nachrichten kommen.

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    Lossless

    25. Oktober 2016 12:20 at 12:20

    Egal was Sie Bulle hier sagen… hätte ich mir Ihre Äußerungen zu Herzen genommen wär ich ganz klar im MINUS. Vergleichen Sie bitte den Stand vor einem Jahr im DAX und Ihre Aussagen! Ich bin mir sicher auch wenn es Ihnen schwer fällt, Zahlen lügen nicht. Keine Frage jeder hat einmal einen schlechten Tag aber Ihre Einschätzung in den letzten 12 Monaten war zu 100% falsch. Dies soll kein Vorwurf sein, nein, dies ist eine Tatsache.

    Ich bin mir sicher, Sie werden auch hierauf nicht antworten. Woran dies wohl liegen mag?

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    bauer

    25. Oktober 2016 12:28 at 12:28

    Den Bären gehen die Argumente aus ……………………..

    Lol,ha ha
    down under…. würde der Aussi sagen…

    • Avatar

      Wolfgang Koch

      25. Oktober 2016 12:55 at 12:55

      Hirnrisse halt.Ich kann/konnte bis hierher nicht verstehen,wieso die ansonsten wirtschaftlich koschere FMW-Seite diesem Scharlatan anheimgefallen ist.Weg mit ihm oder weg mit Euch,FMW!Letzteres würde mch im Mark treffen.Hr.Fugmann:welches A-Loch hat vor kurzem zugelassen,dass dieser Kretin sich auf euere Seite schmuggeln kann.

  5. Avatar

    masud79

    25. Oktober 2016 13:04 at 13:04

    HAHAHA

    • Avatar

      masud79

      25. Oktober 2016 13:05 at 13:05

      ich LIEBE FMW, aber bitte bitte kein risse mehr, Unterschriftenaktion hiermit gestartet

  6. Avatar

    JOE

    25. Oktober 2016 13:16 at 13:16

    Habt ihr ihn wieder geguckt – so uninteressant kann er ja dann nicht sein ;)

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    gerd

    25. Oktober 2016 14:06 at 14:06

    Lossless:
    „…aber Ihre Einschätzung in den letzten 12 Monaten war zu 100% falsch.“

    Eindeutig ne böswillige Behauptung, und die ist in der Tat – so behaupte ich jetzt – zu 100% falsch ist.
    Selbst wenn der DAX jetzt „nur“ wieder auf dem Stand vom Jahresende 2015 steht, und man nur dies als Maßstab nehmen würde.
    Fragen Sie doch mal Herrn Fugmann, wo er den DAX vorausgesehen hätte, als er bei 11000 stand. Na bestenfalls bei 10000, aber eher tiefer.

    Und während des gesamten Jahres hat die Linie von Herrn Risse auch in Teilabschnitten immer wieder gepasst.
    Es gibt genug Investoren, die mal bei 8500 und dann nach einem erneuten Rücksetzer mal wieder bei 9500 eingestiegen sind. Und locker 1000 Punkte gutgemacht haben. Und manch nicht kurzfristig denkende Investor ist auch
    durchaus bei 9000 eingestiegen und jetzt immer noch dabei.
    Und es gab andauernd während des laufenden Jahres von ihm den Hinweis, dass es trotz momentaner Rutschpartien auf l ä n g e r e Sicht nach oben gehen müsse.

    Von der Logik her: Wenn der Dax von 11000 auf 9000 fällt und dann ebenso wieder steigt, m u s s zwangsläufig die Verlust/Gewinn-Chance für beide Seiten (short/long) identisch sein. Was der Einzelne daraus macht, ist seine Sache. Da kann weder Herr Riße, noch Herr Fugmann was dafür.

    Und mein geschätzer Leib- und Magen- K o c h :
    „Hirnrisse halt“

    Ich finde, diese Seite kann sehr zufrieden damit sein,
    dass sie 3 ausgezeichneten Spezialisten Raum bietet.

    Herrn Fugmann mit einem leichten Hang nach Süden, da er richtigerweise die Risiken hervorhebt, die ohne Zweifel da sind.

    Herrn Riße, mit dem Blick nach Norden, weil er die Risiken noch nicht als so akut ansieht. Der dafür mit Recht auf die aktuell gute wirtschaftliche Lage der deutschen Unternehmen hinweist und für den zusätzlich auch noch „TINA“ spricht.

    Herr Born, der für jeden Trade zu haben ist, wenn es denn ein guter zu werden verspricht. Und dem egal ist, obs nach Süden oder nach Norden geht. Der würde sogar nach Westen oder Osten handeln. Nur ist das ja die langweilige Seitwärtsbewegung, bei der selbst er nichts gewinnen kann.
    Und bei dem man mittels „Augenschulung“ sogar noch lernen kann, ein bisschen eigenes Gefühl für Kursverläufe zu bekommen.

    Und masud79:
    Ich würde ne Gegenpetition starten. Also, gut, dass wir das nicht zu entscheiden haben

    • Avatar

      Lossless

      25. Oktober 2016 14:57 at 14:57

      Gerd, Herr Riße sprach Weihnachten 2015 von einer Weihnacht-Rallye. Was eigentlich dann passierte zeigte die Geschichte. Jeder der halbwegs nah am Markt ist, hat dies kommen sehen auf Grund des Ölpreises. Und während der Markt fiel und fiel sagte Herr Riße Long bitte gehen sie Long. Jeder der etwas vom Markt versteht, hat gewusst, ein Long bitte erst wieder bei 8500. Dies taten ja dann auch einige Marktteilnehmer nachdem sie denn Short von 12.400 bis 8500 mitgenommen haben. Ich ebenso und danach sind wir wieder Long bis jetzt. Es geht mir nicht um die Person Riße sondern um seine Äußerungen. Ich kann nur betonen, Zahlen Lügen nicht. Alles andere zählt an den Börsen nicht. Da zählt keine Sympathie zu einer Person sondern nur die harten Zahlen und Fakten. Ich würde dies auch einem Herrn Mustermann schreiben und sagen. Meine Äußerungen zu Herrn Riße sind sachlich und niemals persönlich gemeint. Jeder hat seine Einstellung zum Markt aber ich sehe Analysten mit anderen Augen da ich viele treffe und sie mir ihren Standpunkt darlegen. Wenn ein Analyst zu mir kommt und mir seine Sicht der Dinge erklärt ich aber seine Vita in den letzten 12 Monaten verfolge, sollte ihm klar sein, dass man Fragen stellt. Ja, und diese können auch unangenehm sein. Ich möchte noch einmal betonen, es geht mir nur um die Fakten nicht um die Person. Gerade dann wenn man Geld in die Hand nimmt.

      • Avatar

        gerd

        25. Oktober 2016 15:33 at 15:33

        „Ich möchte noch einmal betonen, es geht mir nur um die Fakten nicht um die Person“

        Das hatten Sie ja sogar schon im ersten Kommentar geschrieben.
        Und das habe ich auch durchaus verstanden, dass Sie es so gemeint hatten. (Mein Ausdruck „böswillig“ war deshalb fehl am Platze).
        Sie schrieben ja auch, dass Sie wissen, dass sich jeder Mensch mal irren kann. Her Riße wird das auch zu schätzen wissen. Schön, dass Sie es hier noch mal wiederholen.

        Aber wie gesagt, man kann die Geschichte so oder so sehen.
        Letztlich kommt es auch immer darauf an, wann ein Investor tatsächlich persönlich ein oder ausgestiegen ist – und ob er
        u n b e s c h r ä n k t e n Zugang zu Liquidität hat. Das hat er in der Regel tatsächlich nicht. So gesehen haben Sie Recht. Wer bei der Weihnachtsralley um die 11000 long eingestiegen ist und dann z.B. (ohne Empfehlungen im Kopf zu haben) bei 10500 noch mal und bei 10000 nochmal, der hatte in der Realität dann bei 9500 entweder kein Geld mehr oder keine Nerven oder ihm fehlte am Ende beides. Nur, da steht Herr Riße aber nicht alleine im Feuer.

        Das gilt z.B. auch für die Performance-Statistik von Herrn Born.
        Mir nützt die beste Performance-Statistik von ihm nichts, wenn ich persönlich zum ersten Mal an einem Tag mitgemacht habe, der es nicht zulässt, dass ich abends wieder draußen bin. Und wenn das 3 Tage hintereinander so läuft, dann habe ich mein Kapital g e b u n d e n .
        Und wenn ab dem (aus meiner Sicht) 4. Tag die Gewinnserie wieder losgeht, habe ich nichts davon in meiner persönlichen Statistik, weil ich da nicht mehr mitmischen kann.

        Roy Black und Anita sangen mal vor rund 100 Jahren den Schlager
        „Es kommt auf die Stunde (Zeitpunkt) an, ganz egal was du tust auf der Welt“

        Aber immerhin lagen Sie persönlich ja dann mit dem Zeitpunkt gar nicht so schlecht (O.k., weil Sie eben n i c h t nach Herrn Riße gehandelt haben).
        Ich höre mir hier gerne die unterschiedlichen Meinungen (Fugmann/Riße) an. Letztlich entscheide ich dann aber auch immer noch selbst.

        Viele Grüße

        • Avatar

          Lossless

          25. Oktober 2016 15:49 at 15:49

          Gerd, ich kenne Analysten die haben 9/11, Paris, Brexit, Nizza vorhergesagt (zumindest die Marktbewegung).

  8. Avatar

    Vogel

    25. Oktober 2016 14:45 at 14:45

    Danke für Ihre fundierten Analysen, Herr Riße!
    Bin damit bislang erfolgreich gefahren und hoffe schon allein deswegen, daß Sie uns hier noch möglichst lange erhalten bleiben.

  9. Avatar

    nordsüd

    25. Oktober 2016 16:03 at 16:03

    Auch von mir Danke für Ihre Analysen, Herr Riße!

    Dax auf Jahreshoch spricht nicht gerade gegen die Prognose.

  10. Avatar

    GN

    26. Oktober 2016 10:08 at 10:08

    …..wenn der Onkel Riße so gut ist, könnte er doch alle damit überzeugen ein nachvollziehbares Tradingdepot zu führen. Mein Vorschlag:

    CFD Depot bei der Saxo-Bank mit 5.000 EUR Startgeld. Gehandelt wird der DAX. Handel nur 2 Mal am Tag möglich. Ich könnte mirauch einen Wettbewerb zwischen Markus Fugmann und Stefan Riße vorstellen……..

    Dieses ganze Schönreden des Herrn Riße überzeugt mich jedenfalls nicht……

    VG

    • Avatar

      nordsüd

      26. Oktober 2016 10:50 at 10:50

      Schönreden bringt nichts. Im Gegenteil, es bringt die Menschen erst recht auf die Palme! Wie man im Leben gut beobachten kann…
      Klar lag Herr Riße auch oft falsch mit seinen Prognosen. Ich nehme seine Aussagen auch nur als Ergänzung und bilde mir mein eigenes Urteil.
      Mit den Gaps lag er 2016 relativ gut, es wurden die meisten geschlossen.
      Aktuell sind wohl noch welche bei ca. 10500 und ca. 9000 offen.
      Mit den beiden Wikifolios ist er soweit ich das sehe im Plus.
      Auf seine Erfahrungen möchte ich jedenfalls nicht verzichten.

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Aktien

GameStop: Symptom für Entgleisung der Märkte – wie war das möglich?

Wie war ein Phänomen wie bei der Aktie von GameStop möglich? Eine Spurensuche nach den Ursachen eines erstaunlichen Exzesses!

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Anlegerwelt blickt bestürzt und fasziniert in die USA, auf die Kapriolen von Aktie wie GameStop – dazu auf Small Caps, auf exorbitante Call-Spekulation, auf Schieflagen von Leerverkäufern und Brokern. Ausgelöst nicht durch Big Money, sondern durch viele junge Anleger, die eine unregulierte Seite der Aktienmärkte ausnutzen. Eine Spurensuche nach den Ursachen, was Entwicklungen wie bei der Aktie von GameStop möglich gemacht hat..

Wie war GameStop möglich?

Die Notenbanken

Klar ist die Entwicklung an den Aktienmärkten zunächst einmal den Notenbanken geschuldet. Mit der Eliminierung der Anlageklasse Anleihen, der Verlängerung der Aktienhausse, weil mit sinkenden Zinsen Aktienbewertungen immer mehr relativiert wurden. Vor allem aber durch die besondere Situation einer Pandemie, in der alle Notenbanken an einem Strang ziehen, um eine wirtschaftliche Katastrophe zu verhindern.

Dabei ist doch Fed-Chef Jerome Powell noch einer der Vernünftigeren. Hatte er nicht 2018 viermal die Zinsen angehoben, um Exzesse zu unterbinden – und wie ist er für seinen Kommunikationsgau gemaßregelt worden, als er für 2019 von weiteren Zinsanhebungen und Bilanzreduzierung gesprochen hatte? Wurde er nicht von Donald Trump monatelang in der Öffentlichkeit vorgeführt, als „Dummkopf“ beschimpft, weil er partout nicht die Zinsen stärker senken wollte. Der Ex-Präsident hatte stets ins Felde geführt, dass Deutschland sich verschulden könne und dabei noch Geld verdienen würde. Kurzum: Die Marktteilnehmer haben die Ausnahmesituation an den Kapitalmärkten erkannt und den Aktienboom immer weiter befördert. Es gibt einen „Ocean of Liquidity“. Das ist die erste Voraussetzung für das Phänomen GameStop!

Die kostenlosen Neobroker

Eine sehr wesentliche Ursache für den verstärkten Boom an den Aktienmärkten, speziell durch neue Anlegergruppen, war der Preiskampf der Broker um die Kunden, der schließlich zur Abschaffung der Gebühren geführt hat. Es war die Meldung im Oktober 2019, die die Gebührenschmelze brachte: Charles Schwab hatte als Branchenführer angekündigt, in Zukunft auf Kommissionen für das Geschäft mit US-Aktien, börsengehandelten Fonds (ETFs) und Optionsscheinen zu verzichten. Es folgten weitere Broker wie TD Ameritrade und E-Trade und selbst Fidelity zog für seine 22 Millionen Konten nach. Eine Reaktion auf den Aufstieg von RobinHood, der Boden für das grenzenlose Zocken war bereitet. Wenn ich für kleine Trades keine Gebühren bezahlen muss, kann ich das x-mal am Tag wiederholen.

Einen weiteren Schub gab es für die Retail Investors durch die Möglichkeit, Bruchstücke von Aktien zu kaufen – also die Möglichkeit durch den Broker, Teile einer Amazon-Aktie zu handeln, weil ich keine 3000 Dollar für eine einzelne Aktie aufbringen kann. Dazu noch das Angebot der Depotbeleihung, um auf Kredit zu spekulieren. Ein brutaler Preiskrieg um jeden Kunden hat die Situation eskalieren lassen – die Entwicklung um GameStop ist die Folge solcher Entwicklungen!

Die Pandemie und der Teillockdown

Ich habe bereits am 7. Juli 2020 in einem Artikel geschrieben: Der Lockdown und die damit verbundene häusliche Quarantäne hat eine zweifelhafte Entwicklung losgetreten: Die pandemiebedingte Unterbrechung des US-Profisports und der Ausfall an Sportwetten hat viele Sportzocker zur Börse gebracht. Dazu jene, die früher mit Kryptowährungen gehandelt haben. Man spricht daher von einer „Gamification“ der Geldanlage. Die Börse wurde als Ersatz für Fußball-Wetten oder das Glücksspiel in den geschlossenen Casino ansehen. Das beste Beispiel dafür ist der aus der Sportwettenbranche kommende David Portnoy, der „Anführer“ der RobinHooder. Nun ruft auch er zum „Sturm auf das Kapital“ auf – GameStop sei nur der Auftakt gewesen, so Portnoy.

Ein Teil dieser Entwicklung war auch der staatlichen Unterstützung in der Pandemie geschuldet. Die vielen Schecks, die eigentlich für die Versorgung während der Arbeitslosigkeit gedacht war, wurden von nicht wenigen teilweise zum Zocken genutzt. Unterstützungen von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden, aber der Gesamtbetrag konnte bis über 4000 Dollar pro Monat ausmachen und damit höher, als es mancher mit seiner reellen Arbeit bringen konnte. Zuletzt waren es die 600 Dollar Schecks, die im Februar noch auf 2000 Dollar aufgestockt werden sollen. Es ist dieses Helikoptergeld, das in Aktien oder Optionen von GameStop fließt.

Die Plattform der sozialen Medien

Wer hätte das gedacht? Dass soziale Medien einmal genutzt werden, um die Großen an der Wall Street zu attackieren.

Wallstreetbets ist so ein Subreddit, auf dem sich Marktteilnehmer austauschen und sich auch zu gemeinsamen Wetten am Kapitalmarkt organisieren. Es laufen auch viele Fehlinformationen, wie eine mehr oder weniger koordinierte Aktion von Trollen auf der Social-Media-Plattform Reddit, die durch ihre Spekulation den direkten Angriff auf die Hedgefonds der Wall Street zum Ziel haben. GameStop war vermutlich erst der Anfang!

Das ist auch ein großer Unterschied zur Dotcom-Blase im Jahr 1999/2000: Die Verfügbarkeit von Informationen und die Vernetzung auf Millionen Geräten, wo sich blitzschnell ein Finanzmob organisieren lässt. Das Smartphone mit all seinen Möglichkeiten war damals noch nicht auf dem Markt. Wenn die Geschichte mit GameStop erledigt ist, kommen dann weitere Angriffe auf Aktien, die sehr „leerverkauft“ sind? Diese Frage hat sich nach den letzten Short Squeezes schon erübrigt. Auch wenn mit einer Firma richtig etwas faul ist und man den Kurs trotzdem nach oben treiben kann. Hatten wir denn in Deutschland nicht eine Firma, die im Visier der Leerverkäufer war und zunächst von der BaFin noch geschützt wurde (Wirecard)?

Die De-Regulierung

Ganz im Gegensatz zur Obama-Regierung, der nach der Finanzkrise eine Reform zur Regulierung der Finanzmärkte veranlasst hatte, wurden die Regularien in der Trump-Ära schrittweise wieder gelockert. Trump sprach ständig von vier Prozent Wachstum, dafür wurden die Steuern radikal gesenkt, Auslandskapital repatriiert, Aktienrückkäufe in großem Maße toleriert und alles gefördert, faktisch und verbal, was die Aktienmärkte befeuerte. So wurde der Boden bereitet für eine Aktienrally, an deren Ende immer Gier einzieht, jeder versucht an der wundersamen Geldvermehrung zu partizipieren, eine Phase für die es viele Namen gibt: Hausfrauenrally, Milchmädchenhausse und weitere.

Ein Thema an den Märkten ist beim Short Selling auch der nackte Leerverkauf, der dazu führen kann, dass die Short Quote auch über 100 Prozent der frei verfügbaren Aktien hinausgehen kann – so wie bei GameStop. Man hatte diese gefährliche Variante der Kurssicherung/Spekulation im Zuge der Finanzkrise zwar verboten, aber nie richtig überwacht, wie es sich in den jetzigen Fällen als Falle erweist.

Fazit

Es ist zweifelsohne ein ganzes Bündel von Ursachen, die zu dieser Spekulationsorgie geführt haben. Auch wenn die Notenbanken mit ihrer Marginalisierung der Zinslandschaft erst die Grundlage für eine lange Börsenphase steigender Notierungen gesorgt haben, wurde die Situation erst dadurch möglich, dass Broker und Marktteilnehmer das Laissez-Faire der Behörden ausgenutzt haben, um Geld zu scheffeln.

Wie kann es sein, dass sich Tausende von Kleinanlegern in Foren verabreden können, um Attacken an den Märkten durch Zocks mit Aktien wie GameStop zu organisieren? Man stelle sich vor JP Morgan, Bank of America und Goldman Sachs würden sich zu konzertierten Aktionen und zu einem bestimmten Zeitpunkt verabreden. Mit ihrer Finanzkraft könnte die Giganten reihenweise Aktien mit niedrigen Nominalwerten zu Pennystocks machen, was extreme Folgen zeitigen würde: Auschluss bei Kapitalsammelstellen, die nicht in Pennystocks investieren dürfen, Abstufungen im Kredit-Rating, kein Zugang zum Kapitalmarkt, Entlassungen, Pleite. Verbotene Marktmanipulationen stehen stark unter Strafe.

Ist es bei Privaten „uncharted territory“? Nicht mehr lange, denn das dürfte Schule machen, sich die Volumen erhöhen und auch im Ausland probiert werden. Auch wenn sich zunächst einige darüber freuen, wenn es der Hedgefonds-Branche etwas ans Leder geht, sie mit gleichen Waffen geschlagen werden. Aber es ist organisiertes Frontrunning, Pump&Dump – und damit Marktmanipulation. Ein Fall für die Regulierungsbehörden, für die SEC. Diese hat mit Gary Gensler einen neuen Chef, anscheinend ein „harter Hund“. It’s your job, Mister Gensler!

Wie war ein Phänomen wie bei der Aktie von GameStop möglich?

By BentleyMall – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25399096

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Aktien

Aktienmärkte: Alle Gewinne futsch – heute neuer Short-Squeeze? Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Gewinne der amerikanischen Aktienmärkte (S&P 500, Dow Jones) seit Jahresbeginn sind durch den gestrigen Abverkauf futsch! Auslöser des Abverkaufs der amerikanischen Indizes wiederum war ein durch die Bubble-Boomer ausgelöster Short-Squeeze, der Hedgefunds zum Verkauf bestehender Long-Positionen zwang. Es ist schon paradox: durch einen Short-Squeeze kommen Long-Positionen und damit die Aktienmärtke insgesamt unter Druck – und für heute haben die Buuble-Boomer die nächste Attacke auf die Hedgefunds angekündigt! Kommt heute eine Erholung, weil die Zahlen vor allem von Apple doch eigentlich gut waren? Kurzfristig sind die Märkte überverkauft – aber es dürfte ziemlich volatil zugehen. Der Fokus wieder auf Aktien wie Gamestop, Nokia und anderen „Kursraketen“..

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Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Indizes

DAX daily: Hohe Kursschwankungen bestimmen das Geschehen

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Diese Handelswoche ist durch eine hohe Volatilität geprägt. Das bewies der Dax auch im gestrigen Handel, als er von seinen Vortagsgewinnen wieder merklich absackte. Damit legte der deutsche Leitindex täglich mindestens eine Strecke von 300 Punkten zurück. Der gestrige Abverkauf kam zudem ohne nennenswerte Meldungen zustande. Zeitweise hat es den deutschen Leitindex sogar unter die Marke von 13.500 Punkten gedrückt, das Tagestief lag entsprechend bei 13.475 Zählern. Anschließend konnte sich der Dax zwar etwas erholen, aber die wichtige Unterstützungszone bei 13.600 ist damit verloren. Den Handelstag beendete der Leitindex schließlich mit einem Verlust von 250 Punkten (-1,81%) bei 13.620. Diesmal haben sich die Schnäppchenjäger auf dem tieferen Niveau zurückgehalten, das könnte wiederum bedeuten, dass wir das Tief noch nicht gesehen haben. Die nächsten markanten Unterstützungszonen befinden sich im Bereich von 13.450 und 13.330.

Ein möglicher Grund für die schlechte Stimmung bei den Dax-Anlegern ist das ganze Hickhack um die Verfügbarkeit der Impfstoffe. Die Impfstoffbeschaffung entwickelt sich nämlich zur Farce, sowohl für Deutschland als auch für die Europäische Union. In dem Streit zwischen der EU und Astrazeneca ist erstmal keine Lösung in Sicht, es wird sogar mit einem Produktions-Stopp gedroht. Seit gestern müsste jedem klar sein, dass die Impfstoffe nicht so schnell unters Volk kommen wie erhofft.

Ein Haufen von Kleinanleger treiben aktuell ein kurioses Spiel an den Aktienmärkten. Dabei lassen sie altbekannte Aktienpapiere links liegen und konzentrieren sich auf unterdurchschnittliche Werte mit einem hohen Anteil an Leerverkäufern. Seitdem die Spekulation bei der Gamestop-Aktie die Runde gemacht hat, scheint daraus ein richtiger Hype zu entstehen. Eine Horde von Hobby-Tradern erzeugen per Absprache in Portalen wie Wallstreetbets regelrechte Flashmobs und bringen dadurch selbst berüchtigte Hedgfonds ins Wanken. Auch deutsche Aktien aus dem MDax wie zum Beispiel Evotec und Varta konnten von dieser Entwicklung profitieren.

News und fundamentale Daten

Die Quartalsberichte der Tech-Riesen Apple, Facebook und Tesla sind überwiegend gut ausgefallen. Während Apple und Facebook die Erwartungen deutlich übertreffen konnten, haben die Daten von Tesla nicht überzeugt. Zwar schließt der Elektroauto-Hersteller zum ersten Mal ein Kalenderjahr mit einem Gewinn ab, dennoch enttäuschte der Gewinn aus dem vierten Quartal, dieser fiel mit 270 Millionen Dollar geringer als am Markt angenommen aus. Der Aktienkurs verlor nachbörslich 5%.

Darüber hinaus stehen heute wieder interessante Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Den Auftakt macht um 14:00 Uhr der Verbraucherpreisindex aus Deutschland. Dieser könnte erste Hinweise über die Inflationsentwicklung geben. Danach folgen ab 14:30 Uhr Daten aus den USA. Zuerst wird die Vorabschätzung für das Bruttoinlandsprodukt (Q4) veröffentlicht. Außerdem erscheinen die wöchentlichen Erstanträge und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe. Schließlich folgen um 16:00 Uhr noch die Verkäufe neuer Häuser.

Im Rahmen der Berichtssaison stehen darüber hinaus wieder zahlreiche Quartalsberichte auf dem Programm. Unter anderem legen die Dow-Dickschiffe Visa, McDonalds sowie Dow Inc. ihre Zahlen vor. Zudem öffnen die Unternehmen Mastercard, Danaher und Mondelez ihre Bücher.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der deutsche Leitindex war auch im gestrigen Handel erneut kräftigen Kursschwankungen ausgesetzt. Heute stellt sich nun die Frage, ob der Dax wieder zum Turnaround ansetzt oder zumindest eine Erholung startet? Ein Blick auf den Chart lässt jedenfalls nicht zu viel Hoffnung zu. Die Topbildung ist nun auch im Tageschart bestätigt. Zudem wurde die wichtige Unterstützungszone bei 13.600 gebrochen. Jetzt kommt es darauf an, ob der Unterstützungsbereich bei 13.450 hält. Dann wäre auch eine Erholungsrally möglich.

Ein Rücklauf an den Bereich bei 13.450 sowie dem Nachttief bei 13.411 wäre kein Problem, solange der Dax die Zone als Sprungbrett nutzt. Ein erster markanter Widerstand befindet sich jetzt an der 13.600. Oberhalb der 13.600 liegt die nächste Hürde bei 13.668. Ein Anstieg darüber könnte den Dax bis in die Zone bei 13.745 führen. Dort befindet sich auch das 61,8% Retracement des gestrigen Abverkaufs. Somit steht hier eine Richtungsentscheidung an. Das übergeordnete Bild hellt sich aber erst auf, wenn die 13.805 per Tagesschlusskurs überwunden wird.

Unterhalb von 13.600 droht jederzeit die Gefahr eines erneuten Abrutschen. Scheitert der Dax an dieser Hürde, dann könnte es nochmal in Richtung des Unterstützungsbereichs bei 13.460/440 gehen. Fällt der Dax anschließend unter das Nachttief bei 13.411, dann dürfte sich die Abwärtsbewegung bis 13.330 und 13.260 fortsetzen.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Ausblick 28.01. -H1-Chart - Absturz oder Erholungsrally?

Dax Unterstützungen (US):

13.475 – Tagestief 27.01.

13.440 – US-Zone (H4/daily)

13.411 – Nachttief

13.330 – vormals WS-Zone (September Range)

13.260 – 161,8% Extension (123-Top 13.131)

Dax Widerstände (WS):

13.600 – vormals US

13.620 – Schlusskurs 27.01. (Gap)

13.667 –  nachbörsliches Hoch

13.745 – horizontaler WS

13.851 – Tageshoch 27.01.

13.930 – Tageshoch 26.01.

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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