Folgen Sie uns

Märkte

Internationale Energie-Agentur: Ausbalancierung beim Öl ja, aber…

Laut Internationaler Energie-Agentur (IEA) bewegt sich der globale Ölmarkt derzeit schon auf den Niveau einer Ausbalancierung, was wohl auch nächstes Jahr so bleiben sollte. Nachfrage und Angebot nehmen zu, und halten…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Laut Internationaler Energie-Agentur (IEA) bewegt sich der globale Ölmarkt derzeit schon auf den Niveau einer Ausbalancierung, was wohl auch nächstes Jahr so bleiben sollte. Nachfrage und Angebot nehmen zu, und halten sich die Wage. Dies zeigt die Grafik mit der gelben (Nachfrage) und grünen Linie (Angebot) recht anschaulich.

Aber dennoch könnten im nächsten Jahr laut IEA mehrere Faktoren den Ölpreis daran hindern spürbar weiter zu steigen. Dazu gehören die nach wie vor hohen Lagerbestände an Öl, nachlassendes Nachfragewachstum sowie weiter steigende Produktion bei Nicht OPEC-Ländern. Dies könnte den Ölpreis am Steigen hindern (könnte!).

Laut IEA gehe die Ausbalancierung zwar voran, aber eben sehr langsam. Und die Geschwindigkeit sei deutlich geringer, als es letztes Jahr die Förderländer gedacht hätten, die nun Teil der Fördermengenkürzung sind. Die Lagerbestände, die noch 170 Millionen Barrels über dem Fünfjahresdurchschnitt der OECD liegen, kommen laut IEA schrittweise zurück, was natürlich im Sinne der Produzenten sei.

Im Vergleich zum Vormonat belässt die IEA ihre Prognose unverändert. Die globale Öl-Nachfrage werde im laufenden Jahr um 1,6 Millionen Barrels pro Tag wachsen, und in 2018 um 1,4 Mio. Das globale Öl-Angebot sei im September um 90.000 Barrels auf 97,5 Millionen Barrels pro Tag gewachsen, da Nicht OPEC-Produzenten mehr gefördert hätten, wie die Fracker in den USA. Laut IEA werden die Nicht OPEC-Länder im laufenden Jahr ihre Fördermenge um 700.000 Barrels pro Tag steigern, und in 2018 um 1,5 Mio.

Laut IEA werden nächstes Jahr die Öl-Nachfrage und das Angebot der Nicht OPEC-Länder im selben Volumen wachsen. Die globale Ausbalancierung funktioniere, wenn die OPEC ihre Fördermenge nicht ausweite. Laut IEA liegt die Compliance-Rate der Mitglieder der Fördermengen-Kürzung bei 86%. Die OPEC spricht momentan von 116%, aber damit könnte nur die OPEC gemeint sein.


Grafik: IEA

Auszugsweise aus der Veröffentlichung der IEA im Wortlaut:

The backdrop to these high-level manoeuvers is the recent volatility we have seen in the Brent crude market, with prices coming close to the symbolic level of $60/bbl before retreating to $57/bbl. Uncertainty with some suppliers (Libya, Venezuela, Iran and northern Iraq) and signs of possibly slower than expected growth in US shale production, coupled with strong oil demand, provided upward momentum to the market. Producers looking for higher prices were on the verge of declaring victory. The number of net long positions held by money managers in Brent futures rose to their highest-ever level through September. However, more recently, enthusiasm has peaked and profit taking has set in. For WTI, the mini bull run was more limited because logistical constraints saw crude oil stocks increase at Cushing, causing the discount to Brent to blow out to nearly $7/bbl from only $2/bbl in June. Even the huge increase in US crude oil exports in late September to a record level of close to 2mb/d only increased the value of WTI versus Brent by about 95 cents/bbl. Markets have a tendency to over-shoot during headline-heavy periods, which is probably what we saw with Brent.

Looking into 2018, we see that three quarters out of four will be roughly balanced — again using an assumption of unchanged OPEC production, and based on normal weather conditions. However, our current numbers for 1Q18 imply a stock build of up to 0.8mb/d. Taking 2018 as a whole, oil demand and non-OPEC production will grow by roughly the same volume and it is this current outlook that might act as the ceiling for aspirations of higher oil prices. Leading oil producers will have looked at their market balances and probably drawn the same conclusion. The next few weeks ahead of the producers‘ meeting in Vienna on 30 November will be crucial in shaping their decision on output. A lot has been achieved towards stabilising the market, but to build on this success in 2018 will require continued discipline.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: „Dreifaltigkeit“ Stimulus, Corona, US-Wahlen! Marktgefüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Für die Aktienmärkte ist derzeit die „Dreifaltigkeit“ entscheidend: die Frage Stumlus ja oder nein bzw. wann und in welcher Größe, die Lage vor allem in Europa um das Coronavirus – und schließlich die immer näher rückenden US-Wahlen mit der Debatte heute Nacht zwischen Trump und Biden. Immer wieder wiederholt sich in den letzten Tagen ein Muster: die Aktienmärkte der Wall Street starten aufgrund von Stimulus-Hoffnugnen stark, um dann aber deutlich nachzulassen – weil dann doch wieder klar wird, dass die optimistischen Aussagen etwa von Pelosi noch lange nicht bedueten, dass man sich wirklich einigt. Noch jedenfalls handeln die Indizes in einem kurzfristigen Abwärtstrend..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

weiterlesen

Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen