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Internationale Energie-Agentur bestätigt: Russen und Saudis werden so viel pumpen wie nur möglich

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Saudis haben es gesagt, die Russen haben es gesagt. Ganz aktuell kommt noch die Internationale Energie-Agentur (IEA) hinzu und sagt es auch in ganz deutlichen Worten, damit wir alle es verstehen können. Die Russen und die Saudis werden so viel zusätzliches Öl fördern wie nur möglich. Der für die Ölindustrie zuständige IEA-Direktor Neil Atkinson sagte vor wenigen Stunden bei CNBC Zitat:

„In the post-Doha world, when we’re still in what is essentially a free market for oil, they (the Russians) will pump as much oil out as the market will absorb and the Saudis have said much the same Thing.“

Noch vor dem Doha-Treffen letzten Donnerstag wollten ja angeblich alle brav an einer Einfrierung der Öl-Fördermenge teilnehmen – jetzt nach dem gescheiterten Treffen will niemand der Idiot sein, der sich von den anderen Marktanteile wegnehmen lässt. Das scheint auch die IEA genau so zu sehen. Laut Atkinson habe Saudi-Arabien noch locker Produktionskapazitäten von 2 Millionen Barrels pro Tag – damit bestätigt er die Aussagen der Saudis von Anfang der Woche. Auch die VAE´s und andere Nachbarstaaten hatten angekündigt ihre Kapazitäten ausbauen zu wollen. Der Iran fördert sowieso drastisch mehr bis Jahresende. Also ist kurzfristig erstmal die Überflutung des Marktes perfekt. Dämpfen tut diesen Effekt (wie wir vorhin schon berichteten) derzeit nur die rückläufige Produktion in den USA.

Laut Atkinson soll im 2. Halbjahr 2016 eine Ausbalancierung zwischen Angebot und Nachfrage erreicht werden, weil die Fracking-Produktion in den USA weiter zurückgehe – in 2016 wohl um 500.000 Barrels pro Tag. Die Fracker könnten laut Atkinson in Zukunft ihre Produktion leicht wieder hochfahren. Was er auch noch sagte:

„We’re back to where we were before Doha where people produce what they can, sell what they can for whatever price they can achieve and the market takes care of the surpluses in time.“

Also jeder versucht so viel zu produzieren und so viel zu verkaufen wie möglich. Aus OPEC-Kreisen war zu hören man wolle versuchen beim nächsten Meeting am 2. Juni in Wien erneut eine Fördermengen-Einfrierung hinzubekommen. Wer glaubt daran noch nach diesen klaren Aussagen von Saudis, Russen, Iran und IEA? Der Ölpreis lässt sich von all dem nicht beeinflussen. Ja, er scheint (derzeit) einen Aufwärtsdrang zu haben, wir geben es ja zu. Vielleicht hoffen die Optimisten einfach auf die bevorstehende Ausbalancierung des Marktes im 2. Halbjahr 2016? Die aktuellen Aussagen sprechen eine andere Sprache, aber man kann auch die Hoffnung traden – Börse ist ja immer der Blick in die Zukunft.

Ölpreis
Der WTI-Ölpreis seit Januar.

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