Asien

Japan: ausser Kontrolle – Fukushima in großem Maßstab

Gestern hatte Japan ein gigantisches Handelsbilanzdefizit vermeldet. Während die Exporte deutlich unter den Erwartungen lagen (1,8% gegenüber den erwarteten 6,5%), stiegen die Importe um 18,1%. Während die Anstiege bei den Importen sich teilweise durch den schwachen Yen erklären lassen – die die Importe teurer machen – überraschen die schwachen Daten zum Export. Offenkundig bringt hier der schwache Yen kaum Wettbewerbsvorteile, und das stellt die gesamte Wirtschaftspolitik der Regierung Abe in Frage.

Geht diese Entwicklung weiter, wird es bald ungemütlich. So warnte heute Carl Weinberg von High Frequency Economics vor einem möglichen Kollaps des japanische Finanzsystems. Weinberg sieht die große Problematik in der zunehmend sich weiter öffnenden Schere zwischen Ersparnissen und Investitionen, die für das sich ausweitende Handelsbilanzdefizit Japans verantwortlich sei. Geht diese Entwicklung weiter – womit Weinberg rechnet – dürfte die Regierung die Kontrolle über die Renditen der japanischen Staatsanleihen (JGB) verlieren. Die Folge: steigen die Renditen japanischer Staatsanleihen, ist die immense Verschuldung Japans faktisch nicht mehr zu stemmen. Die Folgen wären nicht nur für den asiatischen Raum katastrophal..



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