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Aktien

Jens Ehrhardt über steigenden Dax: „Gigantischer monetärer Rückenwind“

Claudio Kummerfeld

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Jens Erhard über die Hausse bei Dax und Co - Fed und EZB pumpen Geld

Auch wenn wir das Thema schon oft besprochen haben die letzten Tage. Hier erneut die Frage: Stürzt der Dax noch mal deutlich unter sein Tief aus März bei 8.000 Punkten? Eine wirklich verlässliche Auskunft kann natürlich auch der unter deutschen Börsianern gut bekannte Dr. Jens Erhardt nicht geben. Aber seine aktuellen Aussagen im folgenden Video sind sehr interessant. Unterstützung für Dax, Dow und Co komme vor allem von der Geldflut. Die Bewertungen der Aktien (KGV etc) seien derzeit nicht wichtig, sondern wie viel Geld vorhanden sei, das angelegt werden müsse.

In kürzester Zeit sei die Bilanzsumme der US-Notenbank um 50 Prozent erhöht worden (hier kann man sich das als Chart anschauen). Dies sei der „enormste monetäre Schub für die Börse“, den er je erlebt habe, so Jens Erhardt. Er hat übrigens wenig Angst vor Inflation. Schlimmer wäre es derzeit nichts zu machen (also kein Geld drucken und keine Staatsschulden), dann gäbe es nämlich womöglich ein Abgleiten in eine neue große Depression. Und, sollte man nun einfach so den ganzen deutschen Leitindex kaufen, oder doch eher selektiv Einzelwerte kaufen? Auch da hat Jens Erhard eine klare Meinung. Auf Qualität setzen und auf Unternehmen, die jetzt große Cash-Reserven haben. Seine weiteren Ausführungen sind sehr interessant!

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6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Shorti

    28. April 2020 19:38 at 19:38

    Alter schützt vor Torheit nicht, er rechtfertigt anscheinend, dass Aktienkurse nur noch Notenbank-bestimmt sind, was langfristig nicht haltbar ist. Meines Wissens wurde er von der Korrektur auch überrascht u.trotzdem ist er wieder eher bullisch. Noch immer Nichts gelernt ! Ich bin gespannt wie die nächste Krise zugeschüttet wird.

  2. Avatar

    Torsten

    29. April 2020 04:51 at 04:51

    Helfen wir Firmen und auch Menschen dirch Manipulation der Aktienmärkte?

    Unterstützt das Fluten der Aktienmärkte ein Restaurant in seinem Überlebenskampf? eine kleine mittelständische Firma?

    Wieviel Geld braucht man damit der Cgart V förmug wird? Was bei den Notleidenen ankommt interessiert nicht, hauptsache der Chart sieht gut aus.

    Alles sehr krank!

    Mittlerweile bin ich der Meinung die Krise möge recht lange dauern ( besonders in Amerika ) damit der Wall Street entlich das Lachen vergeht. Aber so richtig! Geld kann man nicht essen!

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    Teil-Charakterlos

    29. April 2020 08:47 at 08:47

    @Torsten, eine gute Frage.Nein die grosse Masse profitiert nicht vom Gelddrucken, im Gegenteil es benachteiligt sie.Nur die Dick- u.Mittelfische haben die Möglichkeit das wertlose Druckergeld in sogenannte Realwerte wie Immobilien, Aktien, Kunstgüter u.s.w. zu tauschen u.dem Wertverlust zu entgehen.
    Gelddrucken ist also die gemeinste Form der Umverteilung.Wer dem zustimmt ist charakterlos oder unwissend.Ich bin nicht frustriert, ich profitiere auch, trotzdem finde ich es nicht gut.Ich kann es nicht ändern,
    aber Leute wie Erhardt könnten es mindestens anprangern. ( Jamie Dimon u.Andere können es auch)
    Darum konnte es soweit kommen ,dass man in einer Krise wie jetzt den Leuten Geld verteilen muss,um das System nicht kollabieren zu lassen.Die extremste Form der Rückabwicklung der Umverteilung möchte ich nicht erleben.

    • Avatar

      Torsten

      29. April 2020 16:38 at 16:38

      Die Rückabwicklung wird sehr schnell kommen, das war mit Crash gemeint.
      Wer richtig zuhört der konnte bereits erkennen das viele Regierungen nicht mehr bereit sind alles zu unterstützen und auf eindrücklich die Hilfen von Firmen zurückfordern werden. Beschränkungen für Aktienrückkäufe, Dividendenauszahlungen, Vorstandsgehälter sind in der Schublade. Transaktionssteuer und Verbot des Hochfrequenzhandel werden folgen in den nächsten 2 Jahren.

  4. Avatar

    Koch

    29. April 2020 10:26 at 10:26

    Der zur Zeit herrschende Notenbankkommunismus würde sogar den Herren Marx & Engels Respekt einflössen!So funktionierend hatten Sie sich das damals auch gedacht.Fakt aber ist und wird immer sein:Ungedecktes Fiatgeld in solch unvorstellbaren Mengen wird nicht die Lösung sein auch wenn dafür alle Gesetze gebrochen werden.Dieses Schneeballsystem,das nur den Oberen Hierarchien nutzt wird abrupt enden wenn die Unteren endlich merken,dass Sie nur abgezockt werden und Ihnen der verdiente Lohn vorenthalten wird.P.s.In der Sowjetunion,der Urmutter dieses Systems,wurde ein Traktor und Landmaschinenbaukombinat für 250%ige Übererfüllung der Produktionszahlen geehrt und als Leuchtturm ausgewiesen.Dumm nur,dass den Traktoren und Landmaschinen die Motoren und Getriebe fehlten!Schaun mer mal,wann bei uns die Ehrungen beginnen.Lange kann’s nicht mehr dauern und bei den Personen habe ich auch schon Favoriten.

    • Avatar

      sabine

      29. April 2020 15:17 at 15:17

      Die Notenbanken wissen selbst, daß sie mit neuen höheren Schulden alte Schulden bedienen, und so nur Blasen aufblasen. Beim Platzen können sie aber dann wie immer als Retter hervortreten und auf die bösen Eigentümer losdreschen und enteignen – mit dem Einveständnis der Masse, die selbst hintenherum enteignet wird, dafür aber vor der Fassade subventioniert wird – unterstützt von dem Geschrei der Qualitätsmedien. Rockefeller 1991: „Wir sind den großen Zeitungsverlagen wie The Washington Post, The New York Times, Times Magazine und anderen guten Medien und deren Verlagschefs, die an unseren Treffen teilgenommen haben, sehr
      dankbar, dass sie ihr Versprechen, die Beschlüsse und Absichten in den letzten 40 Jahren geheim zu halten, auch eingehalten haben. Es wäre unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt umzusetzen, wenn wir in all den Jahren unter dem Licht der Öffentlichkeit gestanden hätten. Aber die Arbeit ist jetzt viel weiter und gut vorbereitet, um zu einer Weltregierung zu gelangen. Die übernationale Autorität und
      Kompetenz einer intellektuellen Elite und der Weltbänker ist sicher eher zu bevorzugen, als den einzelnen Nationen zu erlauben, sich selbst zu entwickeln und zu verwirklichen, wie in der Vergangenheit geschehen“.

      Danke auch an die Medien für die neue Weltregierung. Es ist sicher besser, dass eine intellektuelle Elite (Bill Gates, Soros, Madonna) und die Weltbänker uns regieren.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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