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Jens Erhard: Was an den Aktienmärkten zählt ist Liquidität!

Was ist die entscheidende Größe an den Aktienmärkten? Die Zahlen der Unternehmen? Eher nicht – wichtiger ist schlicht der Faktor Liquidität, sagt Dr. Jens Erhard. Sollte die Fed weiter ihre Bilanz reduzieren und die Zinsen anheben, ist das der wahrscheinlich wichtigste Faktor für die Märkte! Das würde den Dollar weiter stärken und wäre damit eine Belastung für die Wall Street. Erhard sieht die Gefahr, dass die Notenbanken eigentlich keine Munition mehr haben, wenn es zu einer Rezession kommen sollte. Und: US-Unternehmen sind massiv verschuldet – was, wenn es zu einer Rezession kommt?


Foto aus der Bargeld-Endverarbeitung. Foto: Deutsche Bundesbank



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5 Kommentare

  1. „immenen Verschuldung der US-Unternehmen hinweist,“

    Die Verschuldung des US-Unternehmenssektors beträgt ca. 73% des BIPs – in China waren es bereits 2015 125%, aktuell vermutlich weit mehr. Auch in Japan, Irland, Singapur, Dänemark, Ungarn, Belgien, Südkorea… um nur ein paar aufzuzählen, ist die Verschuldung des Unternehmenssektors höher als in den USA.

    Wenn diese 73%, die im internationalen Vergleich eher das Mittelfeld darstellen, immens sind, wie bezeichnen Sie dann die entsprechenden Quoten in den anderen Volkswirtschaften?

  2. BTW: Im Subtitel habt ihr mal wieder einen Rechtschreibfehler „immenen“ statt“ immensen“.

  3. Ja, der lange Konjunkturzyklus in den USA mit seinen vielen Nebenwirkungen, bringt manchen Investor zum Grübeln. Ich habe meine Annahmen für ein näher rückendes Ende (2019?) des Aufschwungs in mehreren Kommentaren begründet. Dr. Jens Erhardt verweist auf die Bedeutung monetärer Faktoren für die Börsenkursentwicklungen. Dies bringt mich einmal mehr zu folgenden Schlussfolgerungen: Die politisch unabhängig agierende Fed (?) wird nach wenigen Zinsanhebungen merken, wie stark der konjunkturelle Gegenwind sein wird, den sie damit erzeugt und den Anhebungszyklus bald beenden müssen. Und ein Grund, warum die Aktienkurse in den USA noch eine gewisse Zeit gestützt werden könnten, ist der monetäre Faktor der Aktienrückkäufe, ausgelöst durch die Steuerreform. Es geht um mehrere hundert Milliarden $. Sehen wir gerade bei Apple. Wenn dieser Effekt an Wirkung nachlässt und gleichzeitig die Zinsanhebungen bremsen, ist vielleicht „game over“. Ist nicht gerade die blackout period der US-Unternehmen zu Ende gegangen und man kann wieder kaufen?

  4. „Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt ihr sie messen.“

    Die FED will die Liquidität zurückfahren…sagt sie.
    Tut aber das Gegenteil:
    Nach dem Bridgewater-Crash im Februar 2018 hat die FED die Märkte wieder mit Liquidität geflutet (neuer Höchststand): https://de.tradingeconomics.com/united-states/money-supply-m1

    Die Liquidität in den USA schwindet also noch lange nicht.

    1. Sie verwechseln da was. Wenn die Fed sagt, Sie will die Liquidität zurückfahren, ist damit natürlich nicht eine Absenkung der Geldmenge gemeint. Also mal abgesehen daovn, dass das Geldmengenwachstum im historischen Vergleich keineswegs hoch ist, ist damit der Bestand an Anleihen bei der Fed gemeint: Im November 2014 hat die Fed QE eingestellt, das heisst netto wurden keine neuen Anleihen gekauft, aber der Bestand konstant gehalten. Seit Oktober 2017 sinkt der Bestand.

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