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Jens Erhard: Was an den Aktienmärkten zählt ist Liquidität!

Was ist die entscheidende Größe an den Aktienmärkten? Der Faktor Liquidität, sagt Dr. Jens Erhard – der auf die Probleme mit der immensen Verschuldung der US-Unternehmen hinweist, sollten die Zinsen weiter steigen..

Redaktion

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Was ist die entscheidende Größe an den Aktienmärkten? Die Zahlen der Unternehmen? Eher nicht – wichtiger ist schlicht der Faktor Liquidität, sagt Dr. Jens Erhard. Sollte die Fed weiter ihre Bilanz reduzieren und die Zinsen anheben, ist das der wahrscheinlich wichtigste Faktor für die Märkte! Das würde den Dollar weiter stärken und wäre damit eine Belastung für die Wall Street. Erhard sieht die Gefahr, dass die Notenbanken eigentlich keine Munition mehr haben, wenn es zu einer Rezession kommen sollte. Und: US-Unternehmen sind massiv verschuldet – was, wenn es zu einer Rezession kommt?

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Foto aus der Bargeld-Endverarbeitung. Foto: Deutsche Bundesbank

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    tm

    2. Mai 2018 11:22 at 11:22

    „immenen Verschuldung der US-Unternehmen hinweist,“

    Die Verschuldung des US-Unternehmenssektors beträgt ca. 73% des BIPs – in China waren es bereits 2015 125%, aktuell vermutlich weit mehr. Auch in Japan, Irland, Singapur, Dänemark, Ungarn, Belgien, Südkorea… um nur ein paar aufzuzählen, ist die Verschuldung des Unternehmenssektors höher als in den USA.

    Wenn diese 73%, die im internationalen Vergleich eher das Mittelfeld darstellen, immens sind, wie bezeichnen Sie dann die entsprechenden Quoten in den anderen Volkswirtschaften?

  2. Avatar

    tm

    2. Mai 2018 11:24 at 11:24

    BTW: Im Subtitel habt ihr mal wieder einen Rechtschreibfehler „immenen“ statt“ immensen“.

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    2. Mai 2018 12:23 at 12:23

    Ja, der lange Konjunkturzyklus in den USA mit seinen vielen Nebenwirkungen, bringt manchen Investor zum Grübeln. Ich habe meine Annahmen für ein näher rückendes Ende (2019?) des Aufschwungs in mehreren Kommentaren begründet. Dr. Jens Erhardt verweist auf die Bedeutung monetärer Faktoren für die Börsenkursentwicklungen. Dies bringt mich einmal mehr zu folgenden Schlussfolgerungen: Die politisch unabhängig agierende Fed (?) wird nach wenigen Zinsanhebungen merken, wie stark der konjunkturelle Gegenwind sein wird, den sie damit erzeugt und den Anhebungszyklus bald beenden müssen. Und ein Grund, warum die Aktienkurse in den USA noch eine gewisse Zeit gestützt werden könnten, ist der monetäre Faktor der Aktienrückkäufe, ausgelöst durch die Steuerreform. Es geht um mehrere hundert Milliarden $. Sehen wir gerade bei Apple. Wenn dieser Effekt an Wirkung nachlässt und gleichzeitig die Zinsanhebungen bremsen, ist vielleicht „game over“. Ist nicht gerade die blackout period der US-Unternehmen zu Ende gegangen und man kann wieder kaufen?

  4. Avatar

    vogel

    2. Mai 2018 17:47 at 17:47

    „Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt ihr sie messen.“

    Die FED will die Liquidität zurückfahren…sagt sie.
    Tut aber das Gegenteil:
    Nach dem Bridgewater-Crash im Februar 2018 hat die FED die Märkte wieder mit Liquidität geflutet (neuer Höchststand): https://de.tradingeconomics.com/united-states/money-supply-m1

    Die Liquidität in den USA schwindet also noch lange nicht.

    • Avatar

      tm

      3. Mai 2018 09:58 at 09:58

      Sie verwechseln da was. Wenn die Fed sagt, Sie will die Liquidität zurückfahren, ist damit natürlich nicht eine Absenkung der Geldmenge gemeint. Also mal abgesehen daovn, dass das Geldmengenwachstum im historischen Vergleich keineswegs hoch ist, ist damit der Bestand an Anleihen bei der Fed gemeint: Im November 2014 hat die Fed QE eingestellt, das heisst netto wurden keine neuen Anleihen gekauft, aber der Bestand konstant gehalten. Seit Oktober 2017 sinkt der Bestand.

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DAX dailx: Der Dax ist heute auf sich allein gestellt

Stefan Jäger

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Die US-Anleger beschäftigen sich heute eher mit ihrem Truthahn als mit den Märkten, daher dürfte es im Dax eher gemächlich zugehen. Im gestrigen Handel tat sich der deutsche Leitindex erneut schwer die 13.300er Marke nachhaltig zu bezwingen. Zwar gelang es dem Index zur Börseneröffnung kurzzeitig den Widerstand zu überwinden, aber für mehr als einen Fehlausbruch hat es dann doch nicht gereicht. Auch im weiteren Handelsverlauf konnte er die Hürde bei 13.300 nicht mehr überschreiten. Schließlich ist der deutsche Leitindex unverändert zum Vortag bei 13.289 aus dem Handel gegangen.

Von den sonst so euphorischen US-Börsen erhielt der Dax auch keine Unterstützung. Nachdem der Dow Jones am Dienstag erstmals über der Rekordmarke von 30.000 Punkten geschlossen hatte, legte dieser eine Verschnaufpause ein. Wahrscheinlich haben ein paar Anleger ihre Gewinne vor dem verlängerten Wochenende eingesammelt. Am heutigen Tag ist der US-Aktienhandel geschlossen, daher ist mit geringer Volatilität zu rechnen. Schauen wir mal wie sich der Dax heute ohne die Hilfe der US-Börsen schlägt, meist enden solche Handelstage in einer gähnenden Seitwärtsbewegung. Zudem dürfte sich die derzeitige Risikofreude hierzulande aufgrund der Corona-Situation in Grenzen halten.

News und fundamentale Daten

Aufgrund des Thanksgiving Feiertags sind die US-Börsen wie Dow Jones und Nasdaq heute geschlossen, somit können keine US-Aktien gehandelt werden. Die Terminbörsen laufen allerdings auch am Feiertag weiter. Der Handel findet jedoch unter dünnstem Volumen statt, daher ist der Dax heute auf sich allein gestellt.

Bei ein paar institutionellen Anlegern hat der gestern veröffentlichte Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Zentralbank gegebenenfalls zu Gewinnmitnahmen geführt. In dem Bericht wurde zwar hervorgehoben, dass die Banken heute solider als noch zur Zeit der Finanzkrise aufgestellt seien, aber man dennoch von einer Welle an Firmenpleiten und Kreditausfällen infolge der Pandemie ausgeht. In dem aktuell hohen Kursniveau ist ein derartiges Szenario sicherlich nicht eingepreist.

Datenseitig steht heute auch nicht viel auf dem Programm. Aus Deutschland wurde vor wenigen Minuten der GfK-Konsumklimaindex veröffentlicht. Dieser gilt als Frühindikator für die Verbraucherausgaben und kann zudem konjunkturelle Wendepunkte anzeigen. Der Index notiert wie erwartet weiterhin im negativen Bereich, hat aber sogar die niedrigen Erwartungen mit einem Wert von -6,7 enttäuscht (Prognose -5,0; Vormonat -3,1). Zuletzt konnte der Index im April einen positiven Wert anzeigen. Zur Mittagszeit um 12:30 Uhr erscheint dann noch das EZB Sitzungsprotokoll sowie um 13:30 Uhr der Geldpolitische Begleittext.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im frühen Handel notiert der Dax leicht über der 13.300er Marke. Auch heute stellt sich wieder die Frage, ob ihm der nachhaltige Ausbruch gelingt oder er wieder in die Range zurückfällt. Ein positives Signal wäre, wenn der Dax das gestrige Hoch bei 13.346 überwindet. Dann stehen die Chance gut, dass er auch das außerbörsliche Hoch bei 13.373 rausnimmt. Darüber wäre der Weg frei zur 13.460. Fällt der Dax unter die 13.300, dann befindet sich im Bereich von 13.275 eine erste Unterstützung. Die zweite folgt am gestrigen Tagestief bei 13.235. Weitere Unterstützungen befinden sich bei 13.200 und 13.140. Am wahrscheinlichsten ist, dass der Dax um den Pivot Punkt bei 13.303 hin und her pendelt.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 26.11. - H1-Chart - Thanksgiving-Handel

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.442 – Pivot Punkt R2

13.371 – Pivot Punkt R1

13.303 – Pivot Punkt

13.232 – Pivot Punk.t S1

13.163 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.270 – M15-Chart

13.192 – Tagestief 24.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.300 – neuralgischer Punkt

13.336 – Nachbörsliches Hoch

13.373 – Nachthoch

13.460 – September-Hoch

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Überdosis an Rotation! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte zeigen in der Erwartung eines Impfstoff eine Art massive Überdosis an Rotation: man erwartet eine Erholung der Wirtschaft und damit vieler von der Coronakrise stark betroffener Unternehmen, die so sehr wahrscheinlich gar nicht stattfinden wird. Dementsprechend sind viele Aktien vor allem aus dem Energiesektor sowie viele „Small Caps“ hoffnungslos überbewertet, zumal deren Verschuldung in den letzten Monaten geradezu explodiert ist. Heute zeigen die Aktienmärkte erste kleine Gewinntmitnahmen vor allem gerade in jenen Sektoren, die zuletzt geradezu explodiert sind. Wie geht die Wall Street angesichts des morgigen Feiertags aus dem Handel? Die gehandeltne Volumina sind schon deutlich ausgedünnt..

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Indizes

Rüdiger Born: Bullenmarkt in Frage gestellt

Rüdiger Born

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Der Bullenmarkt für Aktien ist erst einmal in Frage gestellt. Dies schaue ich mir im Video am Dow-Chart genauer an. Auch blicke ich auf eine mögliche Idee bei Gold.

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