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Jim Rogers warnt vor „Akademikern und Bürokraten“ in den Notenbanken

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Investorenlegende Jim Rogers warnte schon vor einer Woche vor der Politik der Notenbanken und ihren Folgen (wir berichteten). Diese Woche legt er noch einmal nach und bekrätigt seine Sorgen mit noch drastischeren Worten bei CNN und in einem Radiointerview bei Marco Voices. Die Akademiker und Bürokraten in den Notenbanken wüssten nicht was sie tun. Sie würden derzeit die Aktienmärkte stützen und dafür sorgen, dass die Broker weiter ihre Lamborghinis fahren können.

Jim Rogers
Investorenlegende Jim Rogers. Foto: FDV / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Die Notenbanken pumpen mehr und mehr und gerieten so immer tiefer in eine Problemspirale. Sie würden alles versuchen was sie können um die Kapitalmärkte hochzupushen. Aber je mehr sie tun, desto schlimmer würde alles werden, so Rogers. Wir alle würden am Ende einen gigantisch hohen Preis zahlen für die Inkompetenz der Notenbanker.

Die Anleihekaufprogramme der Notenbanken (er zählte die Programme der USA auf) hätten alle nicht funktioniert, also versuche man es jetzt mit Negativzinsen, was auch nicht funktionieren werde. Man solle Angst davor haben und sich vorbereiten. Die Menschen in den Notenbanken würden denken sie seien schlauer als der Markt und könnten normale Marktmechanismen aufheben. Es gäbe normale Phasen wie Konjunktureinbrüche und Aktieneinbrüche, die seit 7 Jahren ausgesetzt seien durch das Pumpen der Notenbanken.

Die Märkte könnten erst einmal weiter steigen, aber Ende dieses Jahres oder nächstes Jahr könnte es zu einem massiven Einbruch kommen. Dann könnten die Notenbanken z.B. dazu übergehen Aktien statt Anleihen aufzukaufen um die Märkte zu stützen, so Rogers. All das sei aber gar nicht ihre Aufgabe (stimmt ja auch). Den grundlegenden Fehler den Rogers bei den Notenbanken sieht: Sie hätten es nicht zugelassen, dass die Märkte frei schwingen können, also auch mal kräftig einbrechen. So kommt es, so meinen wir auch, zu einer massiven Verzerrung, die ab einem gewissen Punkt zu einem viel größeren Einbruch führen kann, der dann auch von einer Notenbank nicht mehr einfach so aufgefangen werden kann.

Egal wer neuer Präsident in den USA sein sollte, ein Republikaner oder Demokrat, die schwache Führung seitens der US-Präsidenten würde sich fortsetzen, das Gelddrucken der Notenbank und die Geldentwertung werde fortgeführt. Jim Rogers sagte auch, dass die Staatsschuldenkrisen sich ausweiten und zu noch mehr Vertrauensverlusten der Menschen in ihre Regierungen münden werden. Der US-Dollar werde durch natürliche Umstände seinen Platz „die“ Weltreservewährung verlieren. Er zerstöre sich selbst und es werde einen Ersatz geben.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Judas

    17. Februar 2016 18:00 at 18:00

    Warum macht Jim Rogers den Job als Notenbanker nicht einfach selbst, scheint ja recht einfach zu sein?

  2. Avatar

    sabine

    17. Februar 2016 19:37 at 19:37

    @Judas So ein dummer Quatsch bzw. platter Kommentar. Wenn die Suppe schlecht ist, darf/kann man sie sehr wohl als Esser kritisieren, auch wenn man nicht kochen könnte.
    a) Außerdem, er würde es besser machen, falls er einen Job dort hätte / bekäme. Die werden ihn aber mit seiner Denke nicht reinlassen. Es sind vor allem GoldmanS’ler! Siehe Homm’s Interview. Die da oben sind eine geschlossene Gesellschaft, Quertreiber ausgeschlossen.
    b) Als guter Notenbanker müßte man derzeit erstmal nur die Fr…. halten und Regulierung runterfahren. Laut Marc Faber, der es auch besser könnte (!), ist derzeit Dergulierung das Beste bei dieser Großbanken-Manipulationsindustrie. Sonst wär ja Regulierungswahnsinn wie in Nordkorea das Beste für den Wohlstand. Diese Drogenwirtschaft (billiges Geld) führt in die Sackgasse und enteignet die Mehrheit. Für jeden klar. Auch für „die“. Aber viele Akteuere profitieren von der Party und machen mit.
    c) „Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen, so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ George Bernard Shaw. Das weiß er besser als die Trompeten der FED, die immer von dem Wirtschaftswunder der Inflation lügen.
    Oder: „Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder.“ Mayer Amschel Rothschild!!!
    Oder „Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum geht in einer begrenzten Welt immer weiter, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.“ Kenneth Boulding.
    Übrigens, Alan Greenspan könnte es auch besser, wollte aber nicht.
    Zitat “ Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die ‘versteckte’ Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte.“
    Zuletzt und darf nicht fehlen: „Die wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von der Gunst des Systems sein, daß aus deren Reihen nie (!) eine Opposition hervorgehen. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.“ Gebrüder Rothschild, 1863.

    Es geht also gar nicht darum, wer kann es besser, sondern wer will es besser oder wer dient wem!!! Und darum ist Ihr Kommentar platt und Stromverschwendung. (Auch wenn ich Jim Rogers nicht mag, da er auch hin und her schwenkt…)

  3. Avatar

    sabine

    17. Februar 2016 19:42 at 19:42

    Achja, Zitate von:
    http://www.visionale.info/entwicklungen/finanzkrise-vorsorge/zitate-zum-geldsystem/

    Jim Rogers, Marc Faber, Zerohege, Markus Fugmann, Ted Butler … sind übrigens die Opposition, die versteht, auch profitieren würde, aber trotzdem opponiert! Die Ausnahme alos, die die Regel bestätigt.

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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US-Häusermarkt kurz vor Katastrophe – einen Hoffnungsschimmer gibt es

Claudio Kummerfeld

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Typische Bauweise am US-Häusermarkt

Am US-Häusermarkt könnte in den nächsten Wochen und Monaten eine Katastrophe eintreten. Millionen Amerikanern droht Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung. Denn zum einen endet im März eine Frist von maximal 12 Monaten, die es Hausbesitzern erlaubte ihre Hypothekenzahlungen auszusetzen, wenn sie durch die Corona-Pandemie in Not geraten. Kreditnehmer, die sich zu Beginn des Programms angemeldet hatten, könnten ab März 2021 von einer Zwangsvollstreckung bedroht sein.

Noch wichtiger für den US-Häusermarkt ist: Die landesweit gültige vorübergehende Aussetzung der Zwangsräumungen (mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen) endet am 31. Dezember. Der Zeitpunkt ist fast schon dramatisch, da gut 12 Millionen Amerikaner zu diesem Zeitpunkt Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung verlieren dürften.

Der US-Kongress könnte eigentlich für eine Verlängerung von Nothilfen sorgen. Aber zum Jahreswechsel befindet sich Washington DC mitten in einer toten Phase, wo Joe Biden zwar schon gewählt, aber eben noch nicht im Amt ist. Alles hängt in der Schwebe. Erst vor Kurzem wurden vom staatlichen „US Census Bureau“ Umfragedaten veröffentlicht aus dem Befragungszeitraum 28. Oktober bis 9. November, welche die Dramatik am US-Häusermarkt aufzeigen.

Etwa 5,8 Millionen Personen gaben demnach an, dass ihnen in den nächsten zwei Monaten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung droht. Das macht ein Drittel der 17,8 Millionen Erwachsenen in Haushalten aus, die mit Miet- oder Hypothekenzahlungen in den USA im Rückstand sind.

Gut die Hälfe der Haushalte in Staaten wie Nevada oder Florida, welche derzeit mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ihre Zwangsräumung im Januar. Florida ist am Schlimmsten betroffen mit 51,2 Prozent (bei der vorigen Umfrage nur 32 Prozent). Das bedeutet de facto, das gut 3,5 Prozent aller Haushalte in Florida glauben, dass sie in den nächsten zwei Monaten von einer Zwangsräumung betroffen sein könnten.

Hoffnung für US-Häusermarkt dank Joe Biden?

Joe Biden wird am 20. Januar als US-Präsident seine Arbeit aufnehmen. Vorher kann er nichts machen. Er kann eine Last-Minute-Rettung für den US-Häusermarkt sein – kann, aber nicht muss. Die Demokraten möchten die US-Bevölkerung richtig kräftig unterstützen mit neuen Staatshilfen. Aber die Republikaner, die in den letzten Monaten ebenfalls schon gigantischen Rettungssummen zustimmten, zeigten sich zuletzt eher ablehnend. Und jetzt wo ihr Kandidat Donald Trump die Präsidentschaftswahl verloren hat, können sie sich im Kongress in die Blockierer-Haltung begeben. Aber kann Joe Biden mit einer auch von den Republikanern akzeptierten neuen Finanzministerin Janet Yellen (ehemalige Notenbankchefin) doch noch neue Rettungs-Billionen aus dem Kongress rausklopfen?

Kann Joe Biden auf den allerletzten Drücker Ende Januar Millionen Amerikaner und den US-Häusermarkt vor einem Kollaps retten? Oder kommt alles ganz anders, und dank im Dezember beginnenden Impfungen erholt sich die Konjunktur in den USA derart schnell, dass viele Amerikaner neue Jobs erhalten? Die Banken verzichten auf Zwangsräumungen, und die überschuldeten Hausbesitzer, die auf dem letzten Loch pfeifen, dürfen in ihren Häusern bleiben? Das wäre auch möglich. Aber es wird eine verdammt enge Kiste!

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