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Kommt die große US-Rally, weil Shortpositionen eingedeckt werden müssen?

FMW-Redaktion

Kommt bald die große Rally an den US-Märkten, weil Short-Positionen eingedeckt werden müssen? Wahrscheinlich, meint JPMorgan Chase – und verweist dabei auf die hohe Short-Quote bei US-Aktien. Demnach liegt die Short-Quote bei US-Aktien bei 7%, und damit fast auf einem 3-Jahreshoch. Auch Daten von Markit (die in Europa und den USA die Einkaufsmanagerindizes veröffentlichen) zeigen, dass 3% aller verfügbaren Aktien „ausgeliehen“ sind – sprich nicht physisch im Depot lagern, sondern für einen Leerverkauf ausgeliehen wurden. Zuletzt wurde dieses Niveau im Agust erreicht, als die US-Indizes einen Boden ausbildeten.

Theorien gehen davon aus, dass die Rallyy an den US-Märkten vor allem jenen Tradern zu verdanken sind, die im August mit Shorts viel Geld verdient hatten – und dann auf die Gegenrichtung spekulierten. Nach wie vor ist die Stimmung am US-Aktienmarkt (im Gegensatz zum deutschen Markt!) nicht wirklich bullisch, und es sind laut Angaben von JPMorgan auch nicht Short-Eindeckungen, die die Rally ausgelöst haben. Vielmehr könnten diese Short-Eindeckungen noch bevor stehen, so glaubt die Bank:

“What this means is we can reasonably infer that any tailwind from short covering hasn’t really been occurring and hasn’t been driving the October rally. It doesn’t tell you when or to what degree it will happen but it tells you it’s not been entirely technical and that’s a positive.”

Um die Short-Quoute wieder auf ein Niveau vor dem August zu bringen, müssten die Shorties US-Aktie im Gegenwert von 90 Milliarden Dollar zurück kaufen, und das sei, so JPMorgan, “a clear near term positive for stocks”.

Einer der Gründe, warum viele Short-Positionen noch nicht eingedeckt wurden, sei, dass viele Shorties im Bullenmarkt der letzten Jahre stetig Verluste geschrieben hatten – nur in diesem jahr teilweise satte Gewinne einfahren konnten, vor allem beim Crash im August. Daher glaubten viele, dass der übergeordnete Trend nach wie vor nach unten weise und halten daher die Positionen weiter. Das werde sich aber ändern, so die US-Bank, wenn der Druck durch weitere Anstiege der US-Aktienindizes zu groß werde.

Bislang, das zeigt ein von Index der meist-geshorteten Aktien, ist das nicht der Fall: während der S&P seit Ende September um knapp 8% gestiegen ist, ist der Index der am meist-geshorteten Aktien nur um 7,3% gestiegen – sprich Aktien, die am heftigsten leerverkauft worden waren, sind weniger gestiegen als der S&P 500. Und das, meint JP Morgan, könnte sich bald ändern – und den US-Indizes zu einer stärkeren Rally verhelfen.



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1 Kommentar

  1. Die Experten von Morgan Stanley=Boah ey!Wie die der Germanenbank!Ihr eigenes Geschäft verhunzen aber grosse Expertisen veröffentlichen!

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