Märkte

Ölpreis: Spread zwischen WTI und Brent wird immer kleiner

FMW-Redaktion

Bereits am 21. September hatten wir über die kontinuierliche Annäherung der beiden Ölpreise berichtet. Die Gründe dafür waren auf beiden Seiten zu suchen, Fördermenge und Nachfrage in Nordamerika (WTI) sowie am Weltmarkt (Brent). Im Augenblick haben wir einen Spread von 2,10 Dollar im Ölpreis – 46,30 (WTI) zu 48,40 (Brent). Anfang August lag die Differenz noch bei 4,72 Dollar, am 21. September waren es noch 3,24 Dollar.

Heute Abend soll ein Treffen zwischen OPEC und einigen Nicht OPEC-Ländern (u.a. Russland) stattfinden, um mögliche Fördermengen-Reduzierungen zu besprechen. So recht scheint der Markt derzeit aber nicht daran zu glauben, dass sich da etwas tut, denn vor allem auf Brent lastet weiterhin der Druck der China-Krise und der Rekord-Fördermenge der Saudis, Kuwaitis und Co.

Für den WTI-Preis besteht derzeit eine Aura der positiven Erwartungshaltung, dass die morgigen Lagerbestände und Fördermengen, die die US-Behörde EIA veröffentlicht, geringer ausfallen, damit WTI steigen kann. Im Hintergrund schlummern die immer größeren Hoffnungen vieler US-Marktteilnehmer, dass das Exportverbot für US-Öl endlich aufgehoben wird. Wahrscheinlich im Frühjahr 2016 wird es soweit sein.

Es gibt zwei Meinungen. Die einen sagen dadurch wird WTI steigen, weil viel Öl die USA verlässt und auf dem Weltmarkt verkauft wird – die anderen sagen durch den Zugang zum Weltmarkt erhöhen die US-Produzenten ihre Fördermenge und dadurch steigt das Angebot in den USA sogar noch – WTI würde dann sogar eher fallen. Im Augenblick scheinen diejenigen im WTI-Preis leicht die Oberhand zu haben, die von einer Fördermengen-Reduzierung ausgehen. Aber wie gesagt, das Thema Öl-Exportverbot ist derzeit eine Art Hintergrundrauschen.

Wichtig für WTI und Brent ist das Treffen von OPEC und Nicht OPEC-Mitgliedern heute Abend sowie die morgigen Bestandsdaten der EIA.



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