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Kräftig steigende Preise in UK lassen das Pfund aufwerten, Wette auf Bank of England am Donnerstag

Vergangene Nacht folgte der erste Akt. Das „House of Commons“ votierte mit 326 gegen 290 Stimmen für das Brexit-Gesetz von Theresa May. Von daher blieben erst einmal Turbulenzen für das Pfund aus, denn mögliche…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern schrieben wir von einer heißen Woche für das britische Pfund. Vergangene Nacht folgte der erste Akt. Das „House of Commons“ votierte mit 326 gegen 290 Stimmen für das Brexit-Gesetz von Theresa May. Von daher blieben erst einmal Turbulenzen für das Pfund aus, denn mögliche Unsicherheiten sind von der Seite erst einmal nicht zu erwarten. Später im Jahr folgt die zweite und finale Abstimmung, aber erst mal ist das Thema gegessen.

Heute dann um 10:30 Uhr kamen diverse wichtige britische Wirtschaftsdaten. Sie fielen allesamt stark aus, und durchweg leicht besser als ohnehin schon erwartet. Hier in Kurzform ein Überblick der Daten für August im Vergleich zum August 2016:

Einzelhandelspreise: +4,1% (erwartet 4%)

Erzeugerpreise: +3,4% (erwartet 3%)

Erzeugerpreise Import: +7,6% (erwartet 7,2%)

Verbraucherpreise (Inflation): +2,9% (erwartet 2,8%)

Die Briten hatten wie die EZB und alle anderen Notenbanken auch ein Inflationsziel von 2,0% ausgegeben. Notenbankchef Carney sagte mehrmals, dass man Werte über 2,0% ein Stück weit toleriere. So, jetzt ist man bei 2,9% angekommen nach 2,6% im Juli. Ob da noch viel Toleranz möglich ist? Auch die anderen Preise, vor allem die Import-Erzeugerpreise zeigen doch inzwischen, wie stark der inflationäre Wind auf der Insel weht.

Mit diesen Daten steigen die Wahrscheinlichkeiten für höhere Zinsen durch die Bank of England spürbar. In Vorschau auf die Zinsentscheidung am Donnerstag wird somit das britische Pfund vom Markt aufgewertet, gegen den Euro wie auch gegen den US-Dollar. Hier im ersten Chart sieht man gut, wie der Euro gegen das Pfund heute früh abgeschmiert ist von 0,9071 auf jetzt 0,8992.


Euro vs Pfund seit dem 4. September.

Im folgenden Chart sieht man das Pfund gegen den US-Dollar, seit 10:30 Uhr heute gestiegen von 1,32 auf 1,3267. Nun wartet der Markt auf die Bank of England (Donnerstag 13 Uhr deutscher Zeit). Man kann eine ganz heiße Wette eingehen, wenn man auf tatsächlich steigende Zinsen setzt, in dem man auch jetzt noch das steigende Pfund kauft. Oder es könnte keine Zinsanhebung geben, dafür aber erneute Kommentare von Carney, die lediglich auf eine Zinsanhebung in naher Zukunft hindeuten. Dann könnte das Pfund wieder schwächeln.


Pfund vs US-Dollar seit dem 4. September

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Johann K

    12. September 2017 15:35 at 15:35

    Danke!

  2. Avatar

    Dieter G.

    12. September 2017 16:13 at 16:13

    Mal weg von den Weltereignissen. Wer hat sich denn bei den IB-Days angemeldet? Mich würde die Meinung anderer Zuschauer interessieren.

    Meine ist da sehr gespalten.

    Liebe Grüße

    Dieter

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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