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Krypto-Währungen

Libra: Facebooks Kryptowährung ruft Notenbanker und Regulierer auf den Plan

Libra, die neue Kryptowährung des Social Media-Giganten Facebook, wird die Notenbanken auf den Plan rufen..

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Es ist derzeit Thema in allen Medien, weil es auch eine kleine Disruption für die Finanzwelt bedeuten würde, speziell im Bankwesen. FMW hatte es schon vorausgesehen. Libra, die neue Kryptowährung des Social Media-Giganten Facebook, wird die Notenbanken auf den Plan rufen. Prompt gab es die ersten Krisensitzungen.

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Libra: Facebooks Pläne für eine eigene Kryptowährung

 

Schon 2020 soll es soweit sein. Für seine Riesenanzahl von Nutzern, die täglich inzwischen weit über eine Milliarde Menschen zählt, will Facebook eine eigene Kryptowährung mit dem Namen Libra an den Start bringen, um in den weltweiten Zahlungsverkehr einzusteigen. Diese Cyberdevise soll es allen Nutzern des Netzwerks ermöglichen, untereinander Geld zu versenden und Waren von Unternehmen zu erwerben. Für Facebook ein gewaltiger Schub und für die Branche ein ebenso gewaltiger Schock.

Als erstes meldete sich die Bank of England zu Wort: „Die Bank von England, die Fed, alle großen Zentralbanken und Aufseher müssten dieses Projekt des sozialen Netzwerks kontrollieren“, sagte der Chef der Bank von England, Mark Carney, dem Sender BBC. Auch Bundesbankchef Jens Weidmann warnte vor den Risiken solcher Cyberdevisen und er hält eine Form der weltweiten Regulierung für erforderlich. Er betonte dabei die Gefahren für die Verbraucher, insbesondere in der Frage, wie der Wert von Stablecoins garantiert werden kann. Als Notenbanker geht es ihm natürlich auch um das eigene Geschäft: „Die Kryptowährung könnte das Einlagengeschäft der Banken und ihre Geschäftsmodelle untergraben“, so der Notenbankchef.

 

Der organisierte Widerstand

Plötzlich eilt es. Noch am vergangenen Freitag wollte die Financial Action Task Force (FATF), ein weltweites Gremium zur Bekämpfung und Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Maßnahmen für eine stärkere Überwachung von Kryptowährungen vorstellen. Dabei sind aktuell schon 35 Länder Mitglied in dieser Organisation, die den 300 Milliarden Dollar umfassenden Bereich stärker regulieren will.

Die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten hat zudem eine Arbeitsgruppe zu dem Thema eingesetzt. Geleitet von EZB-Direktor Benoît Cœuré, denn Frankreich hat derzeit den Vorsitz in der G7-Staatengruppe. Die G7-Finanzminister und Notenbank-Gouverneure wollen am 17. Juli in Chantilly zusammenkommen. Auch die USA selbst sind auf den Plan gerufen.

Der Banken-Ausschuss des US-Senats setzte für den 16. Juli eine Anhörung dazu an.

 

Mark Zuckerberg will Libra als Zahlungsmittel durchsetzen

Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States – Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote CC BY 2.0

 

Fazit

Die Notenbanken und das gesamte Bankwesen mit seiner gigantischen Lobby werden sich vermutlich mit allen Kräften gegen die Offensive von Facebook wehren. Das Totschlagargument gegen Libra dürfte wieder einmal der Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sein. Ein anderer Grund ist natürlich die Bedeutung der Geldbranche für die Wall Street. In den vergangenen Jahren stammten bis zu einem Viertel der Gewinne aus den Einnahmen der Finanzbranche – bei der Dimension des Wertpapierhandels in den USA wird man sich schon zu wehren wissen. Der Kampf ist eröffnet.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Michael

    24. Juni 2019 15:04 at 15:04

    „Die Kryptowährung könnte das Einlagengeschäft der Banken und ihre Geschäftsmodelle untergraben“, so der Notenbankchef. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste ich über diese Aussage herzlich lachen.

    Früher einmal hatten Einleger die Möglichkeit, ihr Geld verzinslich anzulegen. Hierfür konnten sie wählen zwischen einem Sparkonto, kurz- bis mittelfristigen Geldanlagen (Termineinlagen), Sparbriefen, Pfandbriefen, Schatzbriefen und wie sie alle heißen. Wählen können sie auch heute noch, nur Zinsen gibt es keine mehr. Im Gegenteil zahlen die Einleger in modernen Zeiten Zinsen dafür, dass sie ihr belastendes Geld nicht unterm Kopfkissen lagern müssen.

    Und das ist nicht die Schuld von Kryptowährungen. Oder sehe ich das falsch?

    • Wolfgang M.

      24. Juni 2019 18:08 at 18:08

      @Michael. Dieser Satz von Bundesbankchef Weidmann ist eindeutig der Sorge geschuldet, was bei einer Erosion der Bankengewinne für Folgen zu erwarten wären. Eine Krise der Finanzbranche ist nach wie vor das Damoklesschwert schlechthin. Der größte Einbruch der Wall Street und des MSCI World bei der Finanzkrise 2007/2008 mit minus 52 Prozent war nicht umsonst der größte „Melt Down“ seit dem Zweiten Weltkrieg. Es klingt nach den Erfahrungen des letzten Jahrzehnts extrem zynisch. Wenn die Banken kollabieren, bricht die Geldversorgung zusammen (Bankrun, keineVersorgung durch Geldautomaten etc.), die Wirtschaft ein. Nur 10 Prozent des Geldes ist überhaupt vorhanden, der Rest ist Buchgeld, auch Geldschöpfung genannt. Wie schnell war der Staat 2009 zur Stelle, um Banken zu rekapitalisieren. Ein Einbruch des Bankwesens, der Albtraum eines jeden Notenbankers, da könnte eine Kryptowährung kurzfristig auch nicht helfen.

      • Michael

        24. Juni 2019 21:22 at 21:22

        @Wolfgang M., und wieder einmal bin ich voll bei Ihnen. Von Kryptowährungen halte ich persönlich bisher ohnehin nicht allzu viel. Ich wollte eher ironisch zum Ausdruck bringen, dass wir keine Kryptowährung brauchen, um das Einlagengeschäft der Banken zu untergraben. Da reicht schon das kryptische Denken und Handeln einiger Notenbankchefs. Und gerade, weil nur 10% des Geldes tatsächlich existieren und der Rest Buchgeld, Geldschöpfung oder auch von so manchem märchenhafte Parallelwelt genannt wird, frage ich mich Folgendes:

        Wieso war es vor 20 Jahren möglich, dass all die ausgebildeten Profis aus der Finanzbranche Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen weltweit die Ersparnisse abknöpfen und verbrennen konnten, ohne dafür zu haften? Indem sie selbst auf die kruden Ideen und Versprechungen einiger pubertärer Dotcom-Studienabbrecher und auch -absolventen hereingefallen waren, Ihre eigene naive Ahnungslosigkeit im Wissen juristisch ausgetüftelter AGBs in telefonbuchdicken (ja, die gab es damals noch) Postulaten auf den Einleger abwälzten und bei all den Lumpereien selbst utopische Gewinne eingefahren hatten?

        Wieso war es 10 Jahre später trotz aller politischen Lippenbekenntnisse zum Schutze ahnungsloser und aufgebrachter Anleger gegen die möglicherweise nicht wirklich verständlich aufklärenden Finanzprofis erneut möglich, dass sich der ganze Wahnsinn auf dem Immobilien- und letztendlich Bankensektor wiederholen konnte?

        Und wieso stehen wir nun heute schon wieder vor einer Monsterblase, dieses Mal im Mix aus zumindest teilweise sehr fragwürdigen Aktien, Immobilien und maroden Banken? Wurden die Probleme dieses Jahrtausends noch nicht wirklich aufbereitet, analysiert und in Angriff genommen? Besteht vielleicht gar kein Interesse daran?

        Wäre es nicht vielleicht besser, die Generationen der ohnehin schon mehrfach betrogenen und schmerzgewohnten „Einleger“ noch ein drittes und letztes Mal auszurauben und danach endgültig Schluss mit der Willkür und subventionierten persönlichen Bereicherung der Finanz-Parallelwelt zu machen? Und danach die Menge des erträumten Geldes wieder an die Realitäten anzupassen?

        • Wolfgang M.

          25. Juni 2019 08:40 at 08:40

          @Michael. Guten Morgen. Jede Menge guter Gedankenansätze in Ihrem Kommentar. Das Grundproblem ist, dass die Politik mit ihrer De-Regulierung der Finanzbranche bereits vor der Jahrtausendwende ein Monster (Tool big to fail) herangezogen hat, welches nicht mehr ohne schmerzhafteste Konsequenzen zu bändigen ist. Bereits seit 20 Jahren erzähle ich meinem Umfeld, dass sich die Politik in der Hand der Banken befindet. Nach Schätzungen sind es rund 750 Milliarden Dollar jährlich!, die die globale Finanzbranche nur an der Vermögensverwaltung und am Wertpapierhandel verdient (Gebühren). Was für eine Lobby wird da im Hintergrund arbeiten, um z.B. im Kongress zu harte Regularien zu verhindern!
          Ergo: Man wird es so lange treiben, bis der Big Bang kommt und vorher verhindern, dass das goldene Kalb geschlachtet wird. Meine Sicht.
          Gruß

  2. MMT -Ponzi

    25. Juni 2019 06:45 at 06:45

    @Michael, sehr guter Kommentar. Das Problem ist, dass sogar die alten Ponzi-Systeme , die eigentlich von jedem Normalbürger mit zwei Hirnzellen hätten durchschaut werden können, funktionierten.Jetzt wird es kryptisch u.viel komplizierter u.sogar gestandene Bankgrössen glauben nach anfänglicher Skepsis an die neuen Wunderwährungen.M.E sind diese neuen Kryptowährungen ein neues Spielfeld wo die grosse Masse
    anonym abkassiert werden kann.Jede Währung, die nicht mit Realwerten hinterlegt ist,ist Nichts wert.
    Haben wir schon ein Problem,dass die weltbesten Währungen ( Yen,Dollar, Euro ) bewusst abgewertet werden , kann man annehmen, dass mindestens Staaten dahinterstehen .
    Zurzeit haben die Notenbanken sämtliche Risikofaktoren ausser Betrieb gesetzt. Beim nächsten Bums wird soviel Scheinvermögen wie noch nie auf Null gesetzt.
    Einhörner, tausende bankrotte Firmen, Krypto – Vermögen, zu hoch verschuldete Immobilein, Schrott-Anleihen, Aktien inkl.Altersguthaben , Alles wird schneeballartig zusammenkrachen.Kein Wunder, dass die Notenbanken dieses Ereignis mit allen unverständlichen Mitteln hinauszögern wollen.

    • Chris

      25. Juni 2019 12:54 at 12:54

      Da ich mich schon etwas länger mit der Kryptowährungen beschäftige und ich auch ständig nach der Absicht bzw. dem Ursprung dieser neuen „Währungsform“ suche, hier mal meine Einschätzung:

      Ich glaube nicht dass irgendwelche unbekannten Nerds a la Satoshi Nakamoto die ersten Kryptowährungen im Keller geschaffen haben. Ich denke das eine ganz bestimmte Absicht dahinter steckt. Warum wurde z.B. von Ripple einer der besten Kryptographen von der NSA! abgezogen, nämlich David Schwartz?

      Grundsätzlich ist doch das heutige Fiatgeldsystem mit Dollar/Yen/Euro etc. im Endstadium. Die EZB druckt schon wie verrückt, die FED denkt auch wieder über Zinssenkung und QE nach und über die BoJ müssen wir gar nicht reden. Es gibt kein Zurück mehr aus der permanenten Entwertung unseres heutigen Geldes, anders können wir den Euroraum nicht vor dem Kollabieren durch Überschuldung überhaupt retten. Genauso ist es doch in den Dollarraum, Yuan, Yen, etc.

      Und von den Staaten wird hier überhaupt nichts gesteuert. Die FED ist eine private Institution und gehört, so sagt man, einem Konsortium von Wallstreet-Banken. Lustig das Mario ein ex Goldman-Banker war, oder nicht?

      Ich könnte mir nun folgendes vorstellen:
      Das Kryptogeld wurde von den Banken selbst erfunden, geschickt verpackt in die Geschichte von Satoshi Nakamoto, einem Unbekannten, damit eben niemand denkt es waren die Banken. Was bis dato nur Computernerds, Programmierer und Kriminelle verwenden, wird nun durch die Hochfinanz selbst mainstream gemacht. Warum gibt es nun große Funds wie Fidelity etc. die groß einsteigen, die Nasdaq, NYSE, Frankfurter Börse und Konsorten, welche auf einmal eigene Kryptoexchanges aufmachen? Da kann man doch eins und eins zusammen zählen.

      Worauf ich hinaus will? Bevor die großen Blase platzt sind die großen schon längst investiert, der unwissende Bürger merkt es erst wenn das jetzige Geldsystem durch drucken komplett entwertet ist und der sparende Deutsche mit seien 6 Billionen Euro an Sparvermögen und Lebensversicherungen sich gerade noch den Hintern abputzen kann.

      Ich glaube hier wird ganz bewusst ein neues System geschaffen…

      Chris

      • Columbo

        25. Juni 2019 14:21 at 14:21

        @Chris
        Interessante Sicht.
        „Bevor die großen Blase platzt sind die großen schon längst investiert“.
        Wo sind denn dann die Großen investiert, bei der Vielfalt an Kryptogeld? In Bitcoins, Libra oder was Neues? Da jeder sein eigenes Kryptosüppchen kocht, wird es schwierig ins richtige zu investieren.

  3. Chris

    25. Juni 2019 21:37 at 21:37

    @Columbo
    Wenn man das bloß wüsste! Und es stellt sich die Frage, ob man von einer Investition oder einer Spekulation reden sollte. Es gibt keine Bewertungskriterien wie bei Aktien oder Anleihen. Aber vielleicht sollte man ein Ohr dafür offen haben was der mainstream so von sich gibt. Und daher denke ich, dass die drei großen Player Bitcoin, Ethereum und XRP irgendwie in Zukunft eine Rolle spielen werden, reine „Spekulation“ 😉

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Krypto-Währungen

Libra die revolutionäre Kryptowährung? Hier die Sichtweise der Deutschen Bank

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Ist Facebooks neue Kryptowährung Libra der große Durchbruch? Alle Welt redet darüber. Noch ist sie gar nicht erhältlich, von daher ist es für den außenstehenden Beobachter eine unklare Geschichte. Klar ist: Facebook hat den riesigen Vorteil einer Nutzerbasis von Milliarden Menschen, die man mit einer wohl praktischen und kinderleicht zu bedienenden Verknüpfung an Libra andocken kann. Und wie es von den Libra-Initiatoren bereits erwähnt wurde – vor allem für Menschen ohne Bankkonto soll die Kryptowährung einen einfachen Zugang zum globalen Finanzverkehr bieten. Was man aber nicht außer Acht lassen sollte: Eine vom aktuellen Geldsystem unabhängige Alternative ist Libra überhaupt nicht. Man achte auf die Details. Aktuell hat das Research der Deutschen Bank sich zu Libra geäußert in Form eines hausinternen Interviews. Hier die nach unserer Meinung wichtigsten Aussagen der DB-Analystin Heike Mai im Wortlaut.

Libra
Foto: pixabay / geralt

Für wen könnte Libra vor allem interessant sein?
In Europa in erster Linie für Leute, die oft auch außerhalb ihres eigenen Landes unterwegs sind. Denn Libra wird eine Möglichkeit bieten, grenzüberschreitend – also europaweit – zu zahlen, sei es beim Einkauf im Internet oder auf der Auslandsreise an der Ladenkasse. Dies kann ein echter Wettbewerbsvorteil sein; denn auch wenn in vielen europäischen Ländern Karten-, Internet- oder mobile Zahlungen weit verbreitet sind, stößt das digitale Bezahlen in Europa oft an nationale Grenzen. In Schwellenländern kann Libra Menschen, die von Banken und Finanzdienstleistern nicht als Kunden akzeptiert werden, überhaupt erst das digitale Bezahlen und Sparen ermöglichen. Um es etwas formaler zu sagen: Libra kann die finanzielle Teilhabe erhöhen. Voraussetzung ist natürlich der Zugang zum Internet.

Libra hat einige Vorteile gegenüber den bereits existierenden privaten Kryptowährungen. Sie kann auf einen potenziell riesigen Nutzerstamm zugreifen, was eine erfolgreiche Verbreitung dank des Netzwerkeffekts viel wahrscheinlicher macht. Es soll zudem Transaktionen in großer Zahl abwickeln können. Drittens will das Libra-System die eingenommenen Mittel in harte Währungen wie Euro und US-Dollar investieren, so dass der Wert der Libra, also quasi der Wechselkurs, deutlich weniger schwanken dürfte. Bevor Sie mich nach Bitcoin und Libra fragen: Zwischen diesen Kryptowährungen gibt es neben der Deckung durch harte Währungen einen weiteren fundamentalen Unterschied. Im Gegensatz zum Bitcoin, der direkt ohne Finanzintermediäre übertragen werden kann, soll Libra auf einem System laufen, das in seinem organisatorischen Aufbau eher dem jetzigen Bankensystem ähnelt. Denn das Libra-System stützt sich auf Intermediäre, die zudem vorab eine Zulassung von der Libra Association benötigen.

Für wen könnte Libra vor allem interessant sein?
In Europa in erster Linie für Leute, die oft auch außerhalb ihres eigenen Landes unterwegs sind. Denn Libra wird eine Möglichkeit bieten, grenzüberschreitend – also europaweit – zu zahlen, sei es beim Einkauf im Internet oder auf der Auslandsreise an der Ladenkasse. Dies kann ein echter Wettbewerbsvorteil sein; denn auch wenn in vielen europäischen Ländern Karten-, Internet- oder mobile Zahlungen weit verbreitet sind, stößt das digitale Bezahlen in Europa oft an nationale Grenzen. In Schwellenländern kann Libra Menschen, die von Banken und Finanzdienstleistern nicht als Kunden akzeptiert werden, überhaupt erst das digitale Bezahlen und Sparen ermöglichen. Um es etwas formaler zu sagen: Libra kann die finanzielle Teilhabe erhöhen. Voraussetzung ist natürlich der Zugang zum Internet.

Was spricht für und was gegen einen Erfolg der Facebook-Währung?
Der große Vorteil von Libra ist natürlich der riesige Netzwerkeffekt von Facebook und die gewaltige Marktmacht. Die Libra-Wallet kann in bestehende Facebook-Konten einschließlich WhatsApp, Messenger und Instagram eingebunden und so Milliarden von Nutzern bequem zugänglich gemacht werden. Auf Libra-Guthaben soll kein Zins gezahlt werden. Aber gerade dies könnte in den Industrieländern Libra interessant machen, falls die Notenbanken die Zinsen immer weiter ins Negative drücken – und damit Sparer förmlich bestrafen würden. In Schwellenländern schließlich könnte Libra zum Ersatz für eine weiche, instabile einheimische Währung werden. Gegen Libra spricht jedoch das Wechselkursrisiko, da der Kurs zwischen Libra und heimischer Währung flexibel sein wird. Auch die regulatorischen Hürden sind, wie bereits angedeutet, hoch.

Libra bedroht die etablierten Hüter des Geldes, also die Notenbanken, und jene Regierungen, die die Notenbanken durch ihre Verschuldungspolitik und fehlenden Strukturreformen der vergangenen Jahre praktisch in Geiselhaft genommen und die niedrigen Zinsen notwendig gemacht haben. Auch Banken sind potenziell gefährdet, denn Libra könnte ihnen einen Teil der Refinanzierung durch Kundeneinlagen entziehen. Daher werden gerade die Aufsichtsbehörden und die Regulierer sehr kritisch auf Libra schauen und es wird nicht einfach sein, sie zu überzeugen, dass Libra überhaupt an den Start gehen darf. Das sehen wir heute schon in der vielfältigen Kritik, die in der Öffentlichkeit geäußert wird.

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Dirk Müller über die Notenbanken und den digitalen Ersatz zum US-Dollar

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Dirk Müller erwähnt in einem aktuellen Kurzkommentar eine Aussage des Chefs der Bank of England. Man solle sich vom US-Dollar verabschieden. Die Notenbanken sollten sich um eine gemeinsame Kryptowährung kümmern. Dazu hier Müllers Kommentar. Er glaubt daran, dass es neue staatlich regulierte Kryptowährungen geben wird, was dem ursprünglichen Sinn von Kryptos (weg von staatlicher Kontrolle) ja nicht mehr entspreche. Es gehe um Kontrolle über das Geld.

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Bitcoin vs Handelskrieg traden, funktioniert das? Worauf man noch achten sollte

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Bitcoin als mit Abstand wichtigste Kryptowährung. Nachdem der Kurs von März bis Juni deutlich gestiegen war von 4.000 auf 13.800 Dollar, kam es in den letzten Wochen zu einer Beruhigung auf aktuell 10.430 Dollar. Wir wollen an dieser Stelle mal schauen, ob im gegenwärtigen Auf und Ab der Nachrichtenlage rund um den Handelskrieg auch ein Trading im Bitcoin sinnvoll sein könnte.

Bitcoin vs US-Markt

Gestern Nachmittag wurde durch chinesische Quellen veröffentlicht, dass man mit den USA nun wieder spricht in Sachen Handelskrieg. Gleichzeitig verkündeten die Amerikaner, dass bestimmte neue Zölle gegen China vom Datum 1. September auf den 15. Dezember verschoben werden. Dies interpretierten die Märkte gestern als deutliches Zeichen der Entspannung. Also ein extrem bullisches Signal für Aktien! Dementsprechend knallte der Dow gestern Nachmittag in sehr kurzer Zeit um gut 500 Punkte nach oben (sichtbar im folgenden Chart).

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Dow Aufwärtsschub von gestern

Im folgenden Chart sieht man den gestrigen Verlauf im Bitcoin. Der Stern markiert den Zeitpunkt, wo der Dow gestern nach oben schoss. Bitcoin fiel deutlich von 11.246 auf 10.800 Dollar. Hier kann man also sagen: Die Trader zog es ganz eilig in Aktien, und raus aus dem Bitcoin. Oder sind die Trader lediglich im Bitcoin von Long gewechselt, und haben doppelt verkauft, sozusagen der direkte Schwenk auf fallende Kurse? Das ist natürlich wahrscheinlicher, wenn man bedenkt, dass manche Trader sich vorwiegend auf den Krypto-Handel konzentrieren.

Bitcoin fällt während der Dow steigt

Geht es auch andersrum?

Schauen wir mal auf die letzte Woche. Da war die Lage genau andersrum. Am Montag den 5. August gab es Turbulenzen um den chinesischen Yuan, welche in Zusammenhang mit dem Handelskrieg standen. Die Aktienmärkte rauschten nach unten. Der Dow verlor vom 5. auf den 6. August mal eben schlappe 1.200 Punkte! Dies ist gut sichtbar im folgenden Chart.

Dow letzte Woche

Und der Bitcoin? Der stieg (während der Dow übel nach unten krachte) von 10.450 auf 12.200 Dollar an (im rechten Teil des Charts sichtbar).

Bitcoin steigt kräftig, während Aktien deutlich fallen

Was lernt man daraus? Bitcoin ist derzeit offenbar gut handelbar als Gegenpart zum US-Aktienmarkt. In Sachen Handelskrieg kann man die entgegengesetzte Position wie am Aktienmarkt einnehmen. Eine Garantie für zukünftige Kursbewegungen oder Spekulationsgewinne ist das natürlich nicht!

Worauf man beim Trading von Bitcoin und Co immer achten sollte

Ein wichtiger Hinweis, der bei Kryptowährungen wie dem Bitcoin deutlich wichtiger ist als bei Futures oder zum Beispiel CFDs auf EURUSD oder den Dax: Viele Anbieter am Markt bieten ihren Privatkunden sehr breite Spreads an. Damit ist die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs gemeint. Selbst wenn man im Intraday- oder Wochenhandel einen netten Gewinn macht, kann es passieren, dass Teile oder große Teile davon durch die zu große Spanne aufgefressen werden. Verluste werden durch diese Spanne natürlich noch vergrößert. Also, Augen auf bei der Brokerwahl, wenn man Bitcoin, Ripple, Ethereum und Co über CFD-Broker handelt. Der CFD-Handel von Kryptowährungen ist für Privatkunden deutlich einfacher, verständlicher und vor allem sicherer als der tatsächliche Handel mit den Kryptos, aber man muss eben darauf achten den richtigen Broker mit vor allem geringen Spreads zu finden. Auch ist natürlich eine stabile technische Handelsplattform mit verlässlichen Trading-Ausführungen wichtig!

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