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Aktien

Märkte: derzeit steigt alles – kann das gut gehen?

Wir leben scheinbar in der besten aller Welten: derzeit steigt so ziemlich alles an den Finanzmärkten nach dem Brexit – mit Ausnahme des britischen Pfunds…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wir leben scheinbar in der besten aller Welten: derzeit steigt so ziemlich alles an den Finanzmärkten nach dem Brexit – mit Ausnahme des britischen Pfunds. Es stiegen nach dem Brexit-Schock besonders stark die Aktienmärkte und Rohstoffe, aber auch die Währungen der Emerging Markets. Und eben auch die sicheren Häfen Gold und Staatsanleihen von Ländern wie USA (neues Allzeittief bei der Rendite 10-jähriger US-Anleihen) und Deutschlands (neues Allzeittief bei der Rendite des Bundesanleihe).

Und das macht diesmal sogar Sinn: die Annahme ist, dass die Notenbanken bald zu neuen Stimlusmaßnahmen greifen werden, die Zinsen auch in den USA nicht steigen werden. Und sollte sich diese Annahme als richtig erweisen, ist das eben gut für die Aktienmärkte, gut für Gold (das bekanntlich unter Zinsanhebungen leidet, weil es selbst keine Verzinsung hat), gut auch für Staatsanleihen, die im Falle etwa der 10-jährigen US-Anleihe ja noch etwas Rendite bieten und daher in einem solchen Umfeld stark gesucht sind.

Schauen wir uns einmal den Ist-Zustand an: derzeit rentieren global Staatsanleihen im Volumen von 12 Billionen (!) Dollar im Negativbereich, so viel wie noch nie. Der Leitindex S&P 500 hat in den letzten vier Handelstagen 5,2% zulegen können (beste Handelswoche seit November des Vorjahres). Und so sind nach dem massiven Verlust an den beiden ersten Handelstagen nach dem Brexit-Votum wieder knapp 1,8 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung hinzu gekommen:

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So weit, so gut. Sieht man genauer hin, erkennt man, dass es in den USA vor allem die am meisten geshorteten Aktien sind, die besonders zulegen konnten (laut eines Index von Goldman Sachs über den Index Russel 3000). Da wurden also vor allem jene Shorties auf dem falschen Fuß erwischt, die nachvollziehbarer Weise gedacht hatten, dass der Brexit die Aktienmärkte nachhaltig würde abstürzen lassen. Die Rally an den Aktienmärkten speist sich also zu einem Teil aus den eingeckten Short-Positionen, andererseits hatten viele Fondsmanager Gelder aus den Aktienmärkten abgezogen – und müssen bei anziehenden Kursen nun wieder hinein.

Die Party könnte daher sowohl bei den Aktienmärkten, also auch bei den sicheren Häfen Gold und Staatsanleihen noch weiter gehen. Aber eines sollte man bedenken: am Freitag hatten wir einen sehr starken ISM Index in den USA, und wenn am komenden Freitag die US-Arbeitsmarktdaten wieder einmal stark ausfallen sollten, könnte sich der Wind wieder drehen. Denn je höher etwa die Aktienmärkte nun steigen, umso eher dürfte die Fed zu der Auffasssung gelangen, dass alles in Ordnung sei, der Brexit also doch global nicht so folgenreich wäre (womit man sich irren würde!). Und sollte die Fed dann wieder hawkisher werden – und diese Gefahr unterschätzen die Märkte derzeit extrem – dann dürfte dieser Rally schnell der Nährboden entzogen werden..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leser

    4. Juli 2016 15:01 at 15:01

    Das verstehe ich nicht ganz. Wir haben also die historisch einmalige Situation, dass „Staatsanleihen im Volumen von 12 Billionen (!) Dollar im Negativbereich“ notieren und das ist dann gleichzeitig ein „sicherer Hafen“?

    Oder doch eher die größte Blase aller Zeiten kurz vor dem Platzen?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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