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Marktgeflüster (Video): Tag der Algos

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Heute ist der Tag der Algos! Aber der Reihe nach: erst regelrechte Panik beim Dax, nachdem Frankreichs Behörden eine Razzia bei Renault durchführten wegen vermeintlicher Abgasmanipulationen. Das zog die deutschen Autobauer mit in die Tiefe, der Dax fiel bis knapp über 9600 Punkte. Dann Entwarnung wegen Renault (bisher kein Beleg für Manipulation), leichte Erholung beim Dax. Und dann kam James Bullard (Fed), der sich extrem besorgt über die immer weiter fallenden Inflationserwartungen aufgrund des Ölpreises zeigte. Subtext: wenn das so weiter geht, wird die Fed die Zinsen nicht mehr anheben. Irgendwann, so Bullard, werde der Ölpreis einen Boden bilden. Das war das Signal für die Algos: Öl schoß nach oben, und damit auch die Aktienmärkte. Aber das dürfte nicht von langer Dauer sein..

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5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    HeMe

    14. Januar 2016 20:13 at 20:13

    Herr Fugmann, ich schätze ja die Hintergrundinformationen, die Sie hier regelmäßig verlautbaren. Besonders die Informationen bzgl. China etc.

    Aber die Zusammenhänge, die Sie hier heute darstellen, sind schlichtweg Bullshit.

    Die deutschen Autobauer und der Dax gingen garantiert nicht wegen Renault in die Knie. Es war schlichtweg hoher Verkaufsdruck da, weil man nicht wusste, wie es im Dow etc. heute weitergeht.

    Der Ölpreis „schoss“ auch nicht nach oben, gegen 16:30 gab’s nen kleinen Peak. Bis jetzt ist noch nicht mal der gestrige Tageshöchstkurs erreicht. Der Anstieg der Aktienmärkte hat also heute garantiert nichts mit Öl zu tun. Der DoQuartalw stieg vorbörslich ab ca 13:00 (und amit auch der Dax), als die Zahlen von JP Morgan als erste Bank für dieses bekannt gegeben wurden. Wahrscheinlich war die gestrige starke Korrektur nach unten auch die Angst davor, dass der Bankensektor für Q4 schlechte Zahlen abliefert. Morgen sehen wir, ob auch City Group und Wells Fargo liefern können. Beobachten Sie morgen mal die Märkte, wenn die Zahlen der beiden Banken veröffentlicht werden.

    Übrigens, war somit gestern auch Tag der Algos, halt nur in die andere Richtung.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      14. Januar 2016 20:45 at 20:45

      @HeMe,

      das kann ich nicht so stehen lassen. Beispiel Renault: als die Razzia bekannt wurde, ging es sehr wohl dynamisch bergab mit Werten wie Daimler; Daimler selbst sah sich dann ja auch veranlasst, erneut zu versichern, dass man selber keinen Dreck am Stecken habe etc.
      Die US-Märkte wiederum gingen auch nach den Zahlen von JP Morgan noch deutlich tiefer (auf Future-Basis). Der Wendepunkt kam ca. 15.45, also deutlich später als die Zahlen von JP Morgan. JP Morgan war dann nach Öffnung des Aktienmarktes ein Baustein der Rally, wichtiger war aber Bullard und Öl – Öl stieg mit den Bullard-Aussagen (Boden beim Öl-Preis absehbar; Inflationserwartung besorgniserregend niedrig wegen Ölpreis etc.), die Aktien mit dem Öl etc.

      • Avatar

        HeMe

        14. Januar 2016 22:55 at 22:55

        Der Zusamenhang Bullard und die leichte Ölbewegung kann schon sein. Allerdings haben wir hatten schon seit Vorgestern eine relative Stabilisierungsphase. Ich würde diese eher auf die gestiegenen China-Importe im Dezember und die psycholgisch wichtige 30 Dollar Marke schieben. In den letzen Tagen konnte ich auch feststellen, dass eine Korrelation im Intraday zwischen Öl und Dow nur sporadisch besteht. Wir hatten z. B. auch den 11.Jan., an dem Öl 5 – 6 % gefallen ist und der Dow gestiegen ist.

        Und der Future des Dow ist ab ca. 13:00 gestiegen (= JP Morgan Zahlen) und konnte sich bis Handelsbeginn halten (gem. DB-Indikator). Zu Handelsbeginn wurde nochmal abverkauft. Möglich, dass der Markt wieder gestiegen wegen Bullard und seiner Besorgnis bzgl. Inflation und damit möglichen Abkehr von der Zinswende. Der damit eihergehende schwächere Dollar würde den Ölpreis eventuell supporten. Vielleicht ist das die Fantasie dahinter, aber nicht die heutige Minibewegung im Ölpreis.

        @Sabine, für das Wort Bullshit, aber ich denke, Herr Fugmann nimmt das so locker, wie ich das gemeint habe.

  2. Avatar

    Sabine

    14. Januar 2016 21:16 at 21:16

    Ich finde das Wort Bullshit, gelinde gesagt deplaziert! Wie kann man nur soetwas sagen? Die Analysen hier sind immer super und schlüssig. Sogar noch mit Humor. Es ist nie etwas, das stark aus der Reihe tanzt, vielleicht hier oder da mal eine Richtung verschätzt. Aber das ist normal. Noch dazu in einem fast ganz reguliertem Markt. Man muß ja nicht mehr die Märkte, sondern nur noch die paar Köpfe der Manipulierer kennen. Was fällt denen heute wieder ein? Täuschungs-manöver, Rettungsaktion, Fehlreaktion, Hyperventilierung – alles ist möglich. Und da es die Großen sind, die manipulieren, rumeiern, blöffen, lügen, dazu die 95% beherrschende Lügenpresse …, ist es eben schwierig, immer genau richtig zu liegen. Für mich muß der Grundtenor stimmen. Ich les alle meine Nachrichten nur noch hier. (Bzw. noch bei Marc Faber, Daniele Ganser und info-direkt. Aber das sind oft andere Themen.)

    • Avatar

      Malcom X

      14. Januar 2016 23:21 at 23:21

      Lügenpresse? Wie kann man soetwas nur sagen.

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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