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Marktgeflüster (Video): Tag der Algos

Von Markus Fugmann

Heute ist der Tag der Algos! Aber der Reihe nach: erst regelrechte Panik beim Dax, nachdem Frankreichs Behörden eine Razzia bei Renault durchführten wegen vermeintlicher Abgasmanipulationen. Das zog die deutschen Autobauer mit in die Tiefe, der Dax fiel bis knapp über 9600 Punkte. Dann Entwarnung wegen Renault (bisher kein Beleg für Manipulation), leichte Erholung beim Dax. Und dann kam James Bullard (Fed), der sich extrem besorgt über die immer weiter fallenden Inflationserwartungen aufgrund des Ölpreises zeigte. Subtext: wenn das so weiter geht, wird die Fed die Zinsen nicht mehr anheben. Irgendwann, so Bullard, werde der Ölpreis einen Boden bilden. Das war das Signal für die Algos: Öl schoß nach oben, und damit auch die Aktienmärkte. Aber das dürfte nicht von langer Dauer sein..



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5 Kommentare

  1. Herr Fugmann, ich schätze ja die Hintergrundinformationen, die Sie hier regelmäßig verlautbaren. Besonders die Informationen bzgl. China etc.

    Aber die Zusammenhänge, die Sie hier heute darstellen, sind schlichtweg Bullshit.

    Die deutschen Autobauer und der Dax gingen garantiert nicht wegen Renault in die Knie. Es war schlichtweg hoher Verkaufsdruck da, weil man nicht wusste, wie es im Dow etc. heute weitergeht.

    Der Ölpreis „schoss“ auch nicht nach oben, gegen 16:30 gab’s nen kleinen Peak. Bis jetzt ist noch nicht mal der gestrige Tageshöchstkurs erreicht. Der Anstieg der Aktienmärkte hat also heute garantiert nichts mit Öl zu tun. Der DoQuartalw stieg vorbörslich ab ca 13:00 (und amit auch der Dax), als die Zahlen von JP Morgan als erste Bank für dieses bekannt gegeben wurden. Wahrscheinlich war die gestrige starke Korrektur nach unten auch die Angst davor, dass der Bankensektor für Q4 schlechte Zahlen abliefert. Morgen sehen wir, ob auch City Group und Wells Fargo liefern können. Beobachten Sie morgen mal die Märkte, wenn die Zahlen der beiden Banken veröffentlicht werden.

    Übrigens, war somit gestern auch Tag der Algos, halt nur in die andere Richtung.

    1. @HeMe,

      das kann ich nicht so stehen lassen. Beispiel Renault: als die Razzia bekannt wurde, ging es sehr wohl dynamisch bergab mit Werten wie Daimler; Daimler selbst sah sich dann ja auch veranlasst, erneut zu versichern, dass man selber keinen Dreck am Stecken habe etc.
      Die US-Märkte wiederum gingen auch nach den Zahlen von JP Morgan noch deutlich tiefer (auf Future-Basis). Der Wendepunkt kam ca. 15.45, also deutlich später als die Zahlen von JP Morgan. JP Morgan war dann nach Öffnung des Aktienmarktes ein Baustein der Rally, wichtiger war aber Bullard und Öl – Öl stieg mit den Bullard-Aussagen (Boden beim Öl-Preis absehbar; Inflationserwartung besorgniserregend niedrig wegen Ölpreis etc.), die Aktien mit dem Öl etc.

      1. Der Zusamenhang Bullard und die leichte Ölbewegung kann schon sein. Allerdings haben wir hatten schon seit Vorgestern eine relative Stabilisierungsphase. Ich würde diese eher auf die gestiegenen China-Importe im Dezember und die psycholgisch wichtige 30 Dollar Marke schieben. In den letzen Tagen konnte ich auch feststellen, dass eine Korrelation im Intraday zwischen Öl und Dow nur sporadisch besteht. Wir hatten z. B. auch den 11.Jan., an dem Öl 5 – 6 % gefallen ist und der Dow gestiegen ist.

        Und der Future des Dow ist ab ca. 13:00 gestiegen (= JP Morgan Zahlen) und konnte sich bis Handelsbeginn halten (gem. DB-Indikator). Zu Handelsbeginn wurde nochmal abverkauft. Möglich, dass der Markt wieder gestiegen wegen Bullard und seiner Besorgnis bzgl. Inflation und damit möglichen Abkehr von der Zinswende. Der damit eihergehende schwächere Dollar würde den Ölpreis eventuell supporten. Vielleicht ist das die Fantasie dahinter, aber nicht die heutige Minibewegung im Ölpreis.

        @Sabine, für das Wort Bullshit, aber ich denke, Herr Fugmann nimmt das so locker, wie ich das gemeint habe.

  2. Ich finde das Wort Bullshit, gelinde gesagt deplaziert! Wie kann man nur soetwas sagen? Die Analysen hier sind immer super und schlüssig. Sogar noch mit Humor. Es ist nie etwas, das stark aus der Reihe tanzt, vielleicht hier oder da mal eine Richtung verschätzt. Aber das ist normal. Noch dazu in einem fast ganz reguliertem Markt. Man muß ja nicht mehr die Märkte, sondern nur noch die paar Köpfe der Manipulierer kennen. Was fällt denen heute wieder ein? Täuschungs-manöver, Rettungsaktion, Fehlreaktion, Hyperventilierung – alles ist möglich. Und da es die Großen sind, die manipulieren, rumeiern, blöffen, lügen, dazu die 95% beherrschende Lügenpresse …, ist es eben schwierig, immer genau richtig zu liegen. Für mich muß der Grundtenor stimmen. Ich les alle meine Nachrichten nur noch hier. (Bzw. noch bei Marc Faber, Daniele Ganser und info-direkt. Aber das sind oft andere Themen.)

    1. Lügenpresse? Wie kann man soetwas nur sagen.

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