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Moderna-Aktie fällt – US-Aufsicht verzögert Impfstoff für 12-17jährige

Ärztin mit Spritze

Die Moderna-Aktie fällt heute um 5,2 Prozent. Dies liegt an einer Mitteilung des Unternehmens über eine Verzögerung durch die US-Aufsichtsbehörde FDA. Es geht um eine anstehende Notfallzulassung des Impfstoffs gegen COVID-19 für Heranwachsende im Alter von 12-17 Jahren. Die FDA hat das Unternehmen darüber informiert, dass man zusätzliche Zeit benötigt, um die Bewertung des Antrags von Moderna auf eine Notfallzulassung (mRNA-1273) in einer Dosierung von 100 µg bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren abzuschließen.

Am Freitagabend bereits habe die FDA Moderna mitgeteilt, dass die Behörde zusätzliche Zeit benötigt, um die jüngsten internationalen Analysen zum Myokarditisrisiko nach der Impfung auszuwerten. Die FDA habe mitgeteilt, dass diese Prüfung möglicherweise nicht vor Januar 2022 abgeschlossen sein wird. Die Sicherheit der Empfänger des Impfstoffs sei für Moderna von größter Bedeutung. Man sei fest entschlossen eng mit der FDA zusammenzuarbeiten, um deren Überprüfung zu unterstützen, und man sei der FDA für ihre Sorgfalt dankbar.

Nebenwirkungen bei Impfstoff von Moderna?

Für COVID-19-Impfstoffe, einschließlich des COVID-19-Impfstoffs von Moderna, wurde ein erhöhtes Risiko für Myokarditis beschrieben, insbesondere bei jungen Männern und nach der zweiten Dosis. Die U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben demnach erklärt, dass Myokarditis nach der Impfung mit mRNA-Impfstoffen selten und im Allgemeinen mild verläuft.

Es wird geschätzt, dass über 1,5 Millionen Jugendliche den Moderna COVID-19-Impfstoff erhalten haben. Bislang lässt die in der globalen Sicherheitsdatenbank von Moderna beobachtete Rate von Myokarditis-Meldungen bei unter 18-Jährigen nicht auf ein erhöhtes Myokarditis-Risiko in dieser Bevölkerungsgruppe schließen. Moderna verpflichte sich neue externe Analysen sorgfältig zu prüfen, sobald sie verfügbar werden. Das Unternehmen habe noch keinen Zugang zu den Daten aus einigen neueren internationalen Analysen. Moderna sagt auch in seiner Mitteilung, man werde die Beantragung einer EUA für mRNA-1273 in der Dosierung von 50 µg in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe (6-11 Jahre) aufschieben, bis die FDA ihre Prüfung des EUA-Antrags für Jugendliche abgeschlossen hat.



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