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Nach Horror-Woche: Trumps Beliebtheit ist – gestiegen…

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Schmusekurs mit Putin, das Eingeständnis von Versprechern, trotzige Twitter-Tiraden, das Auftauchen eines „Tapes“ über Schweigegeld-Zahlungen an eine Ex-Mätresse, ein Chor von Kritikern, die seinen Geisteszustand erörtern – Donald Trump, möchte man glauben, hatte gerade die schlimmste Woche seiner Amtszeit hinter sich.

Wie gesagt, möchte man glauben: Denn in den Meinungsumfragen bleibt die Popularitätskurve des Krawall-Präsidenten stabil, ja sie tickt sogar leicht nach oben.

Im Schnitt unterstützten am Montag 43,5 Prozent der US-Wähler seine Amtsführung, am Tag des Putin-Skandalgipfels waren es 43 Prozent.

In einer NBC/WSJ-Erhebung erreichte Trump sogar die höchste Popularität in dieser Umfrage seit dem Amtseintritt – und das trotz des ständigen Skandal-Feuerwerks im Großteil der Medien.

Offenbar: Die „Trump-Bewegung“ hält ihm die Stange, egal wie abstoßend sein Führungsstil sein mag. Die Polarisierung der USA scheint permanent.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

 



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28 Kommentare

  1. Warten wir den Abschwung ab…

  2. Da gibt es doch tatsächlich welche, die sich wundern, daß Trump immer noch beliebt ist. Ein bißchen Hausverstand und schon könnte man sich derartige Kolumnen sparen. Ein ganzes Menschenleben lang nur kalte und gelegentlich auch heiße Kriege zwischen Rußland und Amerika und dann kommt einer, schimpft, fuchtelt ein bißchen herum und setzt sich dann mit dem vermeintlich Leibhaftigen zusammen und plaudert. Genau das wollen die Leute und nicht, daß ihnen die Atomköpfe um die Ohren fliegen. Trump redet mit Putin und zieht tolpatschig den Kürzeren, fast schon rührend, das ist den Leuten doch lieber, als das Andere. Trump und Putin haben Atomwaffen, da schaue ich ihnen gerne zu, wie sie miteinander reden, selbst wenn es nur ums Wetter ginge.

    1. Sie haben aber schon bemerkt, dass Trump den Rüstungsetat – der noch unter Obama gesenkt wurde – deutlich erhöht hat und dass er die anderen Nato-Staaten dazu drängt, ebenfalls deutlich mehr Geld auszugeben?

      1. @tm,
        auch Hitler hatte sein Rüstungsetat deutlich erhöht, nur hat er sich meines Wissens niemals mit Stalin getroffen.

        1. @Columbo, das hat Ribbentropp damals für Hitler gemacht in den Geheimverhandlungen zur Aufteilung Polens..

        2. Mal abgesehen von Herrn Fugmanns korrekter Anmerkung: Was wollen Sie mit dem „Argument“ sagen? Hätten sich Hitler und Stalin persönlich getroffen, wäre alles prima gewesen?

          Es gilt doch vielmehr, wer Krieg möchte, rüstet auf. Das bedeutet natürlich nicht, dass jede Aufrüstung zum Krieg führt, aber ausgrechnet Trump nach massiver Erhöhung des Etats, dem Einsatz der größten konventionellen Bombe, Drohungen gegen den Iran und mehr Drohneneinsätzen als Obama (laut rt deutsch) als Friedensengel zu feiern, ist einigermaßen absurd. Noch absurder ist es alelrdings, Trumps Beliebtheit in Teilen der Bevölkerung mit dieser „Friedensliebe“ zu erklären.

  3. @Markus,
    ich weiß schon, wie das damals gelaufen war. Trump und Putin haben halt nicht ihre Außenminister geschickt, sondern sich selbst hinbemüht, das ist ein Unterschied. Nicht daß ich der große Trump-Fan bin, aber die Gesprächsbereitschaft ist von ihm ausgegangen, das muß man ihm zugute halten. Solange sie reden, schießen sie nicht, meistens.
    @TM
    „Wer Krieg möchte, rüstet auf“
    stimmt nicht, einfache Psychologie. Seit Adam und Eva rüsten wir auf, jeder gegen jeden und es gibt uns noch immer.
    Si vis pacem, para bellum.

    1. ne. Unter Obama haben die USA ihre Militärausgaben gesenkt und allgemein hat der Westen anch Ende des Kalten Krieges bis 2001 deutlich abgerüstet. GWB hat dann wieder etwwDie russischen Militärausgaben sind unter Putin hingegen explodiert, 18% mehr pro Jahr…

      Welcher Kriegsherr hat denn vor dem Krieg abgerüstet?

      1. @TM, Ihre Argumente in Ehren, es ist nicht „absurd“, was Sie schreiben. Dieses Wort gebrauchen Sie ja gerne, wenn Sie andere kritisieren.
        Schauen Sie sich die Tierwelt an, von der wir immer noch nicht weit entfernt sind Lesen Sie Konrad Lorenz und ähnliche. Zwei „Chefgorillas“ kämpfen nicht, wenn sie gleich stark sind. Sie beobachten sich eine Weile und kommen dann zum vernünftigen Schluß, daß ein Kampf zu schmerzhaft wäre. Wir sind halt immer noch in diesem primitiven Abschreckungsmodus verhaftet, die Nächstenliebe es leider noch nicht geschafft, das zu ändern.
        Zugegeben, es hat nicht immer funktioniert, da es häufig Fehleinschätzungen gab, aber an eine nachhaltige Abrüstung zu glauben, heißt, die menschliche Natur zu verkennen.

        1. :-) ohje jetzt kommen noch Tiervergleiche… wobei das bei Trump nicht ganz unpassend ist, muss ich zugeben.

          In welcher Hinsicht denn gleich stark?

          Also Ihrer Meinung nach ist massive Aufrüstung also nicht nur kein Problem, sondern sogar ein Zeichen des Friedenswillens? Das erklärt durchaus einige Ausführungen von Trump- und Putinfans und den gemeinsamen Hass auf Obama, der abgerüstet hat und damit im Umkehrschluss also ein Kriegstreiber war…

          https://books.google.de/books?id=OS_3omFSeOMC&pg=PA205&lpg=PA205&dq=gleich+starke+gorillas+kampf&source=bl&ots=BqeDXMXhd5&sig=u-kseFMuUvLu7I0fuVgkBvLhYBw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjbl8Hc9LncAhUCLlAKHWQpC1gQ6AEwCnoECAEQAQ#v=onepage&q=gleich%20starke%20gorillas%20kampf&f=false

          „Bei anähernd gleich starken Männchen kann es zu einem echten Beschädigungskampf kommen, der immer zu schwersten Verletzungen und manchmal zum Tode eiens der Kontrahenten führt.“

          1. @TM, ich kann Ihren Kommentar auf dem ipad leider nicht vollständig sehen, da das Schriftbild zu weit rechts ist(nicht im übertragenen Sinn gemeint?), schade.
            Wenn man über Aufrüstung spricht, muß man über die menschliche Natur sprechen, sonst bleibt alles nur ein wirklichkeitsfremdes akademisches Geplänkel.

          2. Und die menschliche Natur ist wie ein Gorilla? Ich persönlich finde da Bonobos ja besser…

            Wie dem auch sei, gleichstarke Gorillamännchen verzichten nicht, wie Sie behaupten auf Kämpfe, sondern kämpfen besonders blutig, mitunter bis zum Tod.

            Und nochmals die ernst gemeitne Frage: Sie halten Aufrüstung wie bei Trump und Putin für ein Zeichen des Friedenswilens und umgekehrt Abrüstung wie bei Obama und Clinton als Zeichen der Kreigswillens?

  4. Die Beliebtheit von Trump soll gestiegen sein? Das zeigt entweder die Dummheit des Durchschnitts-Amis oder die Umfrage ist inkorrekt. Spätestens bei den November-Wahlen werden wir wissen, wie es um den IQ der Amis bestellt ist. Allerdings – ich ahne Böses…

  5. also ich bin ein Trump- und auch Putin Fan. Beide vermeiden Kriege. Die von den meisten geliebte Hillary Clinton wäre sicherlich in den Iran einmarschiert. Wahrscheinlich auch in Korea. Da ist mir ein Trump 1000 x lieber. Er will die Macht der Wallstreet brechen. Und mit den Zöllen liegt er so falsch auch nicht, ebenso hat er mit dem Wehretat recht. Lesen sie Alle doch mal was der IWF über „D“ heute geschrieben. letztlich muss „D“ aus dem euro raus, dann pendeln sich die Überschüsse von selbst ein…
    Tut mir für euch leid. ich weiß, hier haben trump- und Putin fans nichts zu suchen…aber ihr werdet in einpaar jahren an mich denken..

    1. Ich bin nicht sicher, ob jeder Ihre feien Ironie erkennt – oder meinen Sie ernst, was Sie da schreiben?

      1. Schon spannend … es kann nicht sein, dass es andere Meinungen gibt… es gibt dann goldene Brücken: „Es ist doch Ironie, oder gar Satire?“
        Es ist meine Meinung, was da steht.

        1. Na Sie können Ihre Meinung doch kundtun, oder etwa nicht?

          Dass Sie aber ernsthaft der Meinung sind, der massiv aufrüstende Trump, der die größte konventionelle Bombe eingesetzt hat, der den Iran bedroht, der Saudi-Arabien im Jemen unterstützt und der massiv Drohnen einsetzt, würde Kriege vermeiden, während Clinton, zu deren Zeit die USA abgerüstet haben, als Kriegstreiebrin dargestellt wird, darf ich wohl umgekehrt auch als absurd bezeichnen. Oder darf ich meine Meinung nicht äußern?

          Und die Macht der Wall Street will Trump brechen? Während unter Obama die Finanzmarktregulierung deutlich verschärft wurde, will Trump die De-Regulierung nicht nur auf das Vor-Krisen-Niveau reduzieren, sondern noch weiter. Und seien Steuerreform kommt in erster Linie der Wall Street zugute.

          Trump ist der Held der Wall Street, der Waffenindustire und von Big Oil.

  6. @tm, Sie sind ein beneidenswerter Idealist. Ja, die menschliche Natur ist großteils wie ein Gorilla, das ist genetisch und verhaltenswissenschaftlich erwiesen. Die Minderheit sind Jesus, Goethe, Ghandi, @tm(?sorry, mußte sein).
    Zu ihrer Frage: Die Aufrüstung ist weder Friedens-noch Kriegswillen. Sie gehört zum Gorillateil im Menschen.

    1. :-) bin ich, ja.

      Bei Ghandi fällt mir ein: Kennen Sie den politischen Kompass? https://www.politicalcompass.org/germany2017

      Da lande ich in etwa wirklich dort, wo Ghandi verortet wird :-)

      Ahja.. naja dann halte ich es dennoch für problematisch, dass der US-Präsident sich wie ein Gorilla aufführt.

      1. Trotz meines zum Pessimismus neigenden Charakters halte ich Jesus und Ghandi für die wichtigsten Fortschritte der Evolution.
        Also in diesem Sinne: Auf in den Kampf gegen die Gorillas (ist jetzt allerdings gar nicht ghandimäßig?).

        1. :-) ehrlicherweise weiß ich über Ghandi zu wenig. Bei Jesus bin ich recht sicher, dass er nicht existiert hat – aber das ist nun ein ganz anderes Thema.

          Grundsätzlich glaube ich, haben wir die Gorillanatur des Menschen doch schon ganz gut in den Griff bekommen. Kurz nach der Jahrtausendwende lag die Zahl der Kriegstoten auf einem historischen Tief und trotz des Anstiegs in den letzten Jahren ist die Zahl weiterhin niedrig. Auch die Kriminalitätsraten, insbesondere die Mordraten, sinken seit langem. Und auch in vielen anderen Bereichen gab es große Fortschritte. tendenziell gewinnen wir den Kampf also, trotz gelegentlicher Rückschritte.

          1. Sie haben King Kong vergessen! Der wird alle gorillamäßigen Fortschritte wieder zunichte machen :-)

          2. @tm, zum Thema Ghandi, Trump, Gorilla und Horror etc.: Bei Jesus bin ich recht sicher, dass er nicht existiert hat
            Gibt es da Statistiken, die das belegen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass Jesus auf alle Fälle existiert hat, dass er eine Art Ur-Hippie und Revoluzzer war und dass utopische Geschichten bis hin zu einer ganzen (am Ende fehlgeleiteten) Religion aus seinem kurzen Leben gesponnen wurden.

            Was Ihren Link zum politischen Kompass und Ghandi angeht, kann ich in dem Kompass leider keine Verortung von Ghandi finden. Der liegt vermutlich wie alle im oberen rechten Quadranten? ;)

            Was Trump und ein Gorillamännchen angeht, sollte man die beiden für 3 Tage im Knast vereinen. Mit Wasser und Nahrung, die gerade für beide ausreichen, sofern sie sich einigen können…

          3. wenn Sie die Kompassfragen beantworten und dann das Ergebnis sehen, kommt auch eine Einordnung als Vergleich. Also ich liege etwas weiter unten, aber nicht ganz so weit links wie Ghandi :)

  7. @tm,
    Fragen zur politischen Einstellung und Ähnlichem im Netz zu beantworten erzeugt in mir ein äußerst ungutes Gefühl. Ich tu das lieber nicht. Nicht angenehm, wenn das einem irgendwann am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt unter Nase gehalten wird. Vielleicht nur Paranoia, aber hat’s in der Geschichte halt schon gegeben und nicht nur einmal…

    1. :-) ok…aber Sie haben dann keine Angst, Ihre politische Meinung hier öffentlich zu machen?

      Aber wie Sie mögen. Ich kam da auch nur wegen des Ghandi-Vergleichs drauf und finde das recht spannend.

      1. Natürlich, im Netz ist das immer problematisch. Nur hier fragt mich niemand, ob ich beispielsweise lieber Merkel oder Che Guevara als meine geistigen Führer sehe(wirklich nur ein Beispiel?).

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