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Nächste Schlappe für Trump: Ersetzung von Obamacare jetzt in ganz weiter Ferne..

Das ist der nächste Rückschlag für Donald Trump – und das wahrscheinliche Ende aller Bemühungen, Obamacare zu ersetzen! Vor wenigen Stunden, in einer dramatischen Nacht-Abstimmung, ist ein erneuter Anlauf zur Ersetzung von Obamacare gescheitert, weil drei republikanische Abgeordnete mit „nein“ stimmten..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Das ist der nächste Rückschlag für Donald Trump – und das wahrscheinliche Ende aller Bemühungen, Obamacare zu ersetzen! Vor wenigen Stunden, in einer dramatischen Nacht-Abstimmung, ist ein erneuter Anlauf zur Ersetzung von Obamacare gescheitert, weil drei republikanische Abgeordnete mit „nein“ stimmten und damit nur 49 Ja-Stimmen für einen erneuten Anlau für eine Gesundheitsreform stimmten.

Für Trump ist das eine herbe Niederlage und zeigt die offensichtliche Unfähigkeit der Republikaner, geschlossen aufzutreten. Mit „nein“ stimmten die Republikaner Susan Collins (Maine), Lisa Murkowski (Alaska) – und John McCain (Arizona), der gerade erst von einer Operation wegen eines Gehirntumors zurück gekehrt und zuvor mit sehr freundlichen Worten von Trump bedacht worden war (was zuvor bekanntlich nicht der Fall war – McCain gilt als großer Opponent Trumps und wurde vom US-Präsidenten mehrfach mit gehässigen Tweets bedacht!).

Trump selbst war vor der Abstimmung noch optimistisch gewesen:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Um dann umso enttäuschter zu reagieren mit einem nächtlichen Twee – er habe ja schon immer gesagt, dass Obamacare zuerst abgeschafft, und erst dann ersetzt werden sollte:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Die Republikaner hatten kurz vor der hastig einberufenen Abstimmung eine Art „Gesundheitsreform light“ vorgeschlagen, die sogenannte „skinny repeal bill“. Sie sah die Kürzung einiger Leistungen vor, die der amerikanische Staat im Rahmen von Obamacare bislang auszahlt werden. Eine Analyse des Congressional Budget Office, die ebenfls kurz vor der Abstimmung erstellt worden war, ging davon aus, dass mit der „skinny repeal bill“ 16 Millionen Amerikaner bis zum Jahr 2026 ihren Versicherungsschutz verloren hätten.

McCain begründete nach der Abstimmung sein überraschendes „nein“ damit, dass damit weder die Kosten des Gesundheitswesens gesenkt noch der Wettbewerb im Gesundheitssektor gestärkt worden wären. Es sei nun, so McCain in einem Statement, Zeit, zu ordentlichen (also nicht überhasteten) Gesetzesverfahren zurück zu kehren:

„We must now return to the correct way of legislating and send the bill back to the committee, hold hearings, receive input from both sides of aisle, heed the recommendations of nation’s governors, and produce a bill that finally delivers affordable health care for the American people.“

Trump, der McCain zuvor noch im Lager der Befürworter einer Ersetzung von Obamacare wähnte, dürfte heute sehr wahrscheinlich seinem Unmut über McCain freien Lauf lassen..


Hat schlechte Laune: Donald Trump
Foto: whitehouse.gov

Das erneute Scheitern der Trump-Administration hat dazu beigetragen, dass der Dollar wieder etwas schwächer wurde, weil damit auch die Verabschiedung einer Steurreform unwahrscheinlicher wird, zumal geringere Kosten für das Gesundheitswesen durch die Abschaffung von Obamacare bereits fest im Budget eingeplant sind und dazu beitragen sollten, die absehbar geringeren Einnahmen durch die geplante Steuersenkung zumindest teilweise zu refinanzieren.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Alex Kreis

    28. Juli 2017 11:18 at 11:18

    Diese Ohnmacht des amerikanischen Präsidenten-Amtes ist das beste Beispiel dafür, dass Wahlen für den Arsch sind. Trump hat mit der Abschaffung von Obamacare (u.v.m.) geworben und die Wahl gewonnen, aber der amerikanische Staat lässt diese Abschaffung nicht zu und es geht weiter wie bisher.

    Zitat: „Wenn Wahlen etwas verändern würden dann wären sie verboten“.

    Und genau so ist es überall in der Welt. Der Staatsapparat wird nicht zulassen, dass irgendetwas umgesetzt wird was nicht zu seinen eigenen Gunsten ist. Im Fall von Obamacare sind es die Gelder der Pharma-Industrie, die im Hintergrund fließen und die US-Abgeordneten schmieren.

    Die Bürger können wählen wen sie wollen, das Staatsmonopol, manifestiert in Legislative, Judikative und Exekutive, wird sich immer selbst schützen und füttern bzw. füttern lassen. Wer erwartet, dass sich das je verändert (diese Erwartung drückt übrigens jeder Bürger mit dem Akt der Wahlteilnahme aus), der würde auch erwarten, dass ein Mafia-Boss Umsatzrückgänge im Drogenverkauf durch freiwillige Gebietsverkleinerungen hinnimmt, weil er von Eltern drogenabhängiger Kinder dazu aufgefordert wird. Der Rechtsstaat ist eine Illusion – der an allen Ecken scheiternde Donald Trump ist dafür der beste Beweis.

    • Avatar

      Lars

      28. Juli 2017 21:49 at 21:49

      @Alex „Wenn Wahlen etwas verändern würden dann wären sie verboten…Und genau so ist es überall in der Welt. Der Staatsapparat wird nicht zulassen, dass irgendetwas umgesetzt wird was nicht zu seinen eigenen Gunsten ist…“
      Aufgrund dieser Aussage muss man schließen, dass Wahlen ohnehin sinnlos und nur ein Beruhigungsmittel für die wählenden Bürger sind.

      Da bin ich voll auf Ihrer Seite.

      Warum dann aber populistische Politkracher auch noch Wahlbetrug begehen, erschließt sich mir nicht:
      http://www.n-tv.de/politik/AfD-darf-trotz-Manipulation-zur-Wahl-antreten-article19958710.html

      Ist das nicht Energieverschwendung?

  2. Avatar

    Jana

    28. Juli 2017 12:40 at 12:40

    Ja sehe ich auch teilweise so….die Amis wählten Trump auch mit weil er OC abschaffen wollte. Das sollte man so akzeptieren – aber scheinbar machen es 3 Republikaner nicht. Schade dass die so nicht weiter kommen und Stillstand ist werden sie merken. So kann man Trumps Arbeit kaum beurteilen außer eben zu sagen er hat nicht alle hinter sich bekommen.

  3. Avatar

    oscar

    28. Juli 2017 13:17 at 13:17

    tja, ob nun dieser veruß7 des versicherungsschutzes für mill. menschen gut ist oder nicht…den ami zu verstehen ist eh ein sehr zweifelhaftes unterfangen. aber in allen punkten voll is schwarze getroffen haben es die vorrposter ;-) !!!
    es git ein gute buch dazu, die revolution der demokratie. eine realutopie für die schweigende mehrheit, von j. heinrichs. aber was solls, hauptsache lügenschau, sofa, belchhaufen und ja nur nicht auffallen, irgendwie unbeschadet davon kommen…frage wie lange, wenn sich der diktaorische eisenring immer enger zieht. da sind wie wieder bei @alex. hauptsache wir können uns ungefiltert, imbezil, rechts austoben. ja man braucht doch zur devoten funktionalität ein feindbild. so es nicht richtig vorhanden, wird es durchtieben gebaut und brutal verbreitet. das ist dann ne zukunftsvision ala rot-grüner demokratie voila….

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Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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