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Netflix-Quartalszahlen: Finanzdaten besser, Aussicht mau, Hui und Pfui bei Abo-Zahlen

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Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben vermeldet. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 4,52 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 3,7/erwartet 4,5). Im 4. Quartal 2018 waren es 4,19 Milliarden Dollar Umsatz. Für das laufende Quartal erwartet man gemäß aktueller Veröffentlichung 4,93 Milliarden Dollar Umsatz.

Der Gewinn (Gaap) liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,64/erwartet 0,57). Im 4. Quartal 2018 lag der Gewinn bei 0,30 Dollar pro Aktie. Für das laufende Quartal erwartet man gemäß aktueller Veröffentlichung 0,55 Dollar Gewinn pro Aktie – bisher lagen die Erwartungen bei 0,99 Dollar pro Aktie.

Die Zahl neuer Abonnenten im letzten Quartal liegt bei 9,6 Millionen. Die Erwartungen lagen bei 8,96 Millionen (laut FaceSet). Im letzten Quartal waren es insgesamt 8,84 Millionen neue Abonnenten.

Für das aktuell laufende 2. Quartal erwartet Netflix NUR 5 Millionen neue Abonnenten (bisher erwartet 6 Mio).

Die operative Marge liegt bei 10,2% nach 5,2% im Vorquartal. Sie soll im laufenden Quartal auf 12,5% steigen.

Kurz-Fazit: Die Finanzkennzahlen des abgelaufenen Quartal sind zwar besser als erwartet. Auch die Zahl der Neu-Abonnenten lag mit 9,6 Mio gut 0,6 Millionen höher als gedacht. Aber die Aussicht auf „nur noch“ 5 Millionen statt bisher erwartet 6 Millionen Neu-Abonnenten im laufenden Quartal wird vom Markt sicher als wichtiger Negativ-Faktor angesehen werden. Auch die niedrigere Gewinnerwartung schlägt natürlich aufs Gemüt. Und man bedenke bitte (so meinen wir), dass Disney und Apple mit ihren Milliarden-Budgets noch dieses Jahr ihre Konkurrenzangebote auf den Markt bringen werden!

Die Aktie notiert nachbörslich mit -1%. Kurz nach 22 Uhr lag sie schon mit bei -7%, hat sich also vom ersten Schock erholt. Aber der nachbörsliche Handel läuft ja noch eine Weile.

Netflix Quartalszahlen - Unternehmenszentrale in Kalifornien
Netflix-Zentrale in Kalifornien. Foto: Coolcaesar CC BY-SA 3.0

2 Kommentare

2 Comments

  1. Hesterberg

    16. April 2019 23:56 at 23:56

    Netflix ist für mich ein klarer Verkauf! Gar nicht mal so sehr wegen des schlechten Ausblicks, für den mich eine Begründung sehr interessieren würde. Aber wie um Himmels Willen will Netflix gegen Disney, Amazon und Apple bestehen? Wenn die drei Giganten es wollten, könnten sie Netflix am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Aber selbst wenn es nicht zu einem für Netflix ruinösen Preiswettbewerb kommt, hätte man in Los Gatos wohl die besten Zeiten sehr bald hinter sich.

    Gut vorstellen könnte ich mir eine Übernahme von Netflix durch Apple. Das könnte für beide ein ziemlich verlockender Deal sein.

  2. Denker

    17. April 2019 01:08 at 01:08

    Hä, nachbörslich bei – 1%, nach 22 Uhr dann bei – 7%….. hat sich erholt? Ok, minus plus minus ist bei manchen ja auch plus.

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Markus Koch LIVE zum Start an der Wall Street – Quartalszahlen im Fokus

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Aktuell: Continental mit Ad hoc-Info zu Abschreibungen, Verlusten und Spin Off

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Continental steht als Autozulieferer bereits seit Monaten voll im Orkan namens Autokrise. Jetzt gibt es eine Ad hoc-Mitteilung von Continental und eine Info zum Spin Off eines Teils des Unternehmens, um diesen Teil separat an die Börse bringen zu können. Vorab die Info: Die Continental-Aktie steigt aktuell dank dieser Infos von 120,47 Euro auf jetzt über 123 Euro! Zuerst zur den Abschreibungen. Hier der wichtigste Teil der Veröffentlichung im Wortlaut:

Im Rahmen ihres jährlichen Planungsprozesses wird die Continental AG im dritten Quartal 2019 Wertminderungen von rund 2,5 Milliarden Euro berücksichtigen. Wertminderungen resultieren im Wesentlichen aus der Annahme der aktuellen Geschäftsplanung, dass sich die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den kommenden fünf Jahren (2020-2024) nicht wesentlich verbessern wird. Basierend auf dieser und anderen Annahmen sind Wertminderungen in den Divisionen Chassis & Safety, Interior und Powertrain in Höhe von 724 Millionen Euro, 1,537 Milliarden Euro, bzw. 244 Millionen Euro vorzunehmen. Der wesentliche Teil der jetzt zu mindernden Werte geht auf Akquisitionen vor 2008 zurück.

Insbesondere werden die Wertminderungen und Restrukturierungsrückstellungen zu einem negativen Wert des berichteten EBITs für das dritte Quartal 2019 führen. Gleiches gilt für das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis für das dritte Quartal 2019 und für das Geschäftsjahr 2019. Continental erwartet durch diese Wertminderungen und Restrukturierungsrückstellungen jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2019.

Und nun zum Spin Off. Hier Continental vollständig im Wortlaut:

Der Vorstand der Continental AG hat beschlossen, die Vorbereitung eines möglichen Teilbörsenganges von Vitesco Technologies (jetzige Division Powertrain) nicht mehr länger zu verfolgen. Stattdessen wird nun allein eine Abspaltung von 100 Prozent von Vitesco Technologies mit anschließender Börsennotierung – ein sogenannter Spin-Off – angestrebt. Die Zustimmung des Aufsichtsrats der Continental AG vorausgesetzt soll der geplante Spin-Off am 30. April 2020 der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Continental Gebäude
Foto: © Continental AG

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Bayer startet neue Innovationsoffensive

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Lieber Börsianer,

DAX-Unternehmen werden häufig als schwerfällige Dickschiffe wahrgenommen, die längst an Innovationsgeist verloren haben und nur noch wegen ihrer schieren Größe erfolgreich bleiben. Daran ist wahr, dass sich große Strukturen mit ihren beamtenähnlichen Stabsabteilungen nur langsam verändern lassen. Doch es geht auch anders. Das zeigen uns viele große Unternehmen immer wieder. Beispiel: Bayer ist ein Schwergewicht in der Gesundheits- und Agrarwirtschaft. Rund 117.000 Menschen arbeiten für das Unternehmen. Um flexibel und innovativ zu bleiben, ist bei dieser Größe manchmal allerdings ein bisschen Schwung von außen hilfreich. Und den holt sich Bayer immer wieder ins Haus. So gründet Bayer gemeinsam mit Arvinas ein Joint Venture namens Oerth Bio. Arvinas ist ein Biotechunternehmen aus den USA, das eine neue Klasse von Medikamenten entwickelt, die das körpereigene natürliche…..

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