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Netflix-Quartalszahlen: Finanzdaten besser, Aussicht mau, Hui und Pfui bei Abo-Zahlen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben vermeldet. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 4,52 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 3,7/erwartet 4,5). Im 4. Quartal 2018 waren es 4,19 Milliarden Dollar Umsatz. Für das laufende Quartal erwartet man gemäß aktueller Veröffentlichung 4,93 Milliarden Dollar Umsatz.

Der Gewinn (Gaap) liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,64/erwartet 0,57). Im 4. Quartal 2018 lag der Gewinn bei 0,30 Dollar pro Aktie. Für das laufende Quartal erwartet man gemäß aktueller Veröffentlichung 0,55 Dollar Gewinn pro Aktie – bisher lagen die Erwartungen bei 0,99 Dollar pro Aktie.

Die Zahl neuer Abonnenten im letzten Quartal liegt bei 9,6 Millionen. Die Erwartungen lagen bei 8,96 Millionen (laut FaceSet). Im letzten Quartal waren es insgesamt 8,84 Millionen neue Abonnenten.

Für das aktuell laufende 2. Quartal erwartet Netflix NUR 5 Millionen neue Abonnenten (bisher erwartet 6 Mio).

Die operative Marge liegt bei 10,2% nach 5,2% im Vorquartal. Sie soll im laufenden Quartal auf 12,5% steigen.

Kurz-Fazit: Die Finanzkennzahlen des abgelaufenen Quartal sind zwar besser als erwartet. Auch die Zahl der Neu-Abonnenten lag mit 9,6 Mio gut 0,6 Millionen höher als gedacht. Aber die Aussicht auf „nur noch“ 5 Millionen statt bisher erwartet 6 Millionen Neu-Abonnenten im laufenden Quartal wird vom Markt sicher als wichtiger Negativ-Faktor angesehen werden. Auch die niedrigere Gewinnerwartung schlägt natürlich aufs Gemüt. Und man bedenke bitte (so meinen wir), dass Disney und Apple mit ihren Milliarden-Budgets noch dieses Jahr ihre Konkurrenzangebote auf den Markt bringen werden!

Die Aktie notiert nachbörslich mit -1%. Kurz nach 22 Uhr lag sie schon mit bei -7%, hat sich also vom ersten Schock erholt. Aber der nachbörsliche Handel läuft ja noch eine Weile.

Netflix Quartalszahlen - Unternehmenszentrale in Kalifornien
Netflix-Zentrale in Kalifornien. Foto: Coolcaesar CC BY-SA 3.0

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Hesterberg

    16. April 2019 23:56 at 23:56

    Netflix ist für mich ein klarer Verkauf! Gar nicht mal so sehr wegen des schlechten Ausblicks, für den mich eine Begründung sehr interessieren würde. Aber wie um Himmels Willen will Netflix gegen Disney, Amazon und Apple bestehen? Wenn die drei Giganten es wollten, könnten sie Netflix am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Aber selbst wenn es nicht zu einem für Netflix ruinösen Preiswettbewerb kommt, hätte man in Los Gatos wohl die besten Zeiten sehr bald hinter sich.

    Gut vorstellen könnte ich mir eine Übernahme von Netflix durch Apple. Das könnte für beide ein ziemlich verlockender Deal sein.

  2. Avatar

    Denker

    17. April 2019 01:08 at 01:08

    Hä, nachbörslich bei – 1%, nach 22 Uhr dann bei – 7%….. hat sich erholt? Ok, minus plus minus ist bei manchen ja auch plus.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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