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Märkte

Öl (Brent): Zu schnell zu hoch gestiegen – jetzt der Abverkauf?

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Seit April hat sich der Preis für Öl (Brent) mehr als verdoppelt – ging dieser Anstieg zu schnell? Der Anstieg bei den Preisen für Öl korresponierte mit steigenden Aktienmärkten – man glaubte an eine V-förmige Erholung der globalen Konjunktur. Dann aber die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, der eine solche V-förmige Erholung deutlich in Frage stellte – die Aktienmärkte rauschten crashartig nach unten, Öl (Brent) gestern mit den stärksten Verlusten seit März.

Obwohl sich die OPEC+ darauf geeinigt hat, die Förderkürzungen bis Ende Juli zu verlängern, stürzte der Ölpreis der Sorte Brent am Dienstag ab. Wie Aktien-Indizes reagiert auch der Preis für Öl auf einen stärker werdenden US-Dollars (der gestern den stärksten Anstieg seit März verzeichnete). Und auf der anderen Seite gibt es nach wie vor starke Sorgen über das Überangebot, die den Brent-Ölpreis zusätzlich unter Druck setzen.

Zumindest im Moment sind die Analysten geteilter Meinung darüber, was vom Brent-Ölpreis im Juni 2020 zu erwarten ist. Einige sehen starke Anzeichen dafür, dass der Preis für Öl deutliche Gewinne erzielen könnte, wenn wir einen Durchbruch über die Marke von 43,86 Dollar sehen. In diesem Fall könnte der Ölpreis (Brent)  sogar bis auf 50,45 $ pro Barrel steigen.

Andererseits sagen Analysten von Goldman Sachs beispielsweise eine weitere Abwärtsbewegung für Öl voraus: man rechnet damit, dass der Ölpreis bis auf 35 USD pro Barrel fallen könnte.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, blickt auf die aktuelle charttechnische Lage – und platziert einen Trade bei Brent-Öl:

Der Preis für Öl (Brent) kam gestern stark unter Druck

 

 

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Finanznews

Gold: Wie hoch klettert das Edelmetall? Marktgeflüster (Video)

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Das Highlight des Tages ist der Anstieg von Gold über die Marke von 1300 Dollar! Wie weit wird der Preis noch steigen, nachdem deutlich mehr Geld als im Gefolge der Finanzkrise in ETFs geflossen sind, die Gold basiert sind? Ein entscheidender Punkt ist die Bilanz der Notenbanken – und bei der wichtigsten Notenbank der Welt – also der Fed – ist die Bilanzsumme derzeit leicht rückläufig, während die Bilanzsumme der EZB ein neues Allzeithoch erreicht. Je mehr digitales Geld die Notenbanken drucken, umso besser für den Preis von Gold. Im kurzen Zeitfenster dürfte noch Luft sein bis zur Marke von 1850 Dollar. Die Aktienmärkte heute volatil – zwischen Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur und den nach wie vor extrem hohen Corona-Zahlen in den USA..

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Aktien

Stefan Riße zum Commerzbank-Desaster – warum die IT entscheidend ist

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Commerzbank Tower in Frankfurt

Sie erinnern sich noch? Im April letzten Jahres scheiterte die Fusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank, letztlich am Management der Deutschbanker. Gott sei Dank, möchte man sagen? Denn ja, in der Bankenszene ist es kein Geheimnis, wie komplex und veraltet die IT-Systeme von Banken und Sparkassen heute oft noch sind. Und auch von den beiden größten deutschen Banken gibt es in der Szene Gruselgeschichten, wie es in Sachen IT zugeht. Alleine die Größe der Institute und der Umfang der Geschäfte lässt erahnen, wie komplett die IT-Strukturen sind. Gerade erst hatte die Deutsche Bank die Postbank ablauftechnisch integriert.

Man stelle sich nun vor, die Deutsche Bank hätte als Seniorpartner nun auch noch die IT-Systeme der Commerzbank aufsaugen müssen, oder noch schlimmer: Es wäre zu einer Art Kombination beider IT-Systeme gekommen, oder es hätte einen kompletten Neubau gegeben? Milliarden-Investitionen und diverse Probleme auf Jahre hinaus wären programmiert gewesen. Aber Gott sei Dank, die Fusion scheiterte. Die Commerzbank kämpft nun weiter alleine. Und geht man nach dem Aktienkurs, der brutal im Keller hängt, kämpft sie ziemlich erfolglos. Deswegen muss aktuell auch der farblose CoBa-Chef Martin Zielke seinen Hut nehmen.

Im folgenden Video besprechen Manuel Koch und Stefan Riße das Thema Commerzbank als Schwerpunkt rund um die Bankenbranche. Das Thema IT sei entscheidend. Bei der Commerzbank wäre es laut Stefan Riße vielleicht sogar sinnvoller gewesen, die nun integrierte comdirect nicht einzubauen, sondern eher die ganze Commerzbank um die comdirect herum umzubauen. Denn laut Riße sei die comdirect im Commerzbank-Konzern derzeit die einzig gesunde Komponente. Die Ausführungen zu dem Thema sind recht interessant. Aber auch die weiteren Ausführungen zur Bankenbranche sind beachtenswert. Es ist laut Stefan Riße unklar, ob Deutsche Bank und Commerzbank überhaupt in der Lage sind ein neues profitables Geschäftsmodell zu finden. Von daher sieht er deren Aktien kritisch.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +5,7 Mio Barrels (jetzt 539,2 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 539,2 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 5,7 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -3 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -4,8 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen unverändert.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-3,7 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -20 Cents auf 40,41 Dollar. Wow, nur so ein kleiner Rückfall im Ölpreis, bei so einem kräftigen Anstieg der Lager, der sogar noch deutlich höher war als von API vermeldet? Kommt da noch was mit fallenden Ölpreisen in den nächsten Stunden?


source: tradingeconomics.com

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