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Öl: Jede Menge schlechter Nachrichten

Der Ölpreis (WTI) hat in dieser Woche bereits 3% verloren – und es gibt jede Menge schlechter Nachrichten für den Ölpreis. Hier sind sie!

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FMW-Redaktion

Der Ölpreis (WTI) hat in dieser Woche bereits 3% verloren – und das ist einer Serie von schlechten Nachrichten geschuldet! Da sind die gestern veröffentlichten Daten des American Petroleum Institutes (API), die mit 14,2 Millionen Barrel gestiegenen Lagerbeständen den zweitgrößten Anstieg der Bestände in der US-Geschichte aufwiesen. Die Lager sind also zum Bersten voll. Heute nun stehen die Daten der US-Regierung an zu den US-Öl-Lagerbeständen (16.30Uhr, wir berichten wie immer sehr zeitnah), die Erwartung liegt bei einem Zuwachs der Bestände von 2,5 Millionen Barrel Crude Oil, und 1,2 Millionen Barrel Benzin. Sollten die Öl-Bestände deutlich darüber liegen, dürfte der nächste Nackenschlag für den Ölpreis die Folge sein:

Dazu kommt: gegen Ende des Winters ist saisonal meist eine schlechte Zeit für den Ölpreis (das erste Quartal ist meist das Schwächste), die Raffinerien nutzen weniger Crude-Öl, der Benzinverbrauch in den USA ist um diese Zeit recht niedrig – und die Lager für Benzin sind nur 1,7 Millionen Barrel unter dem im Februar letzten Jahres erreichten Höchststand von 257 Millionen Barrel.

In den letzten Wochen ist die Zahl der aktiven Bohrlöcher in den USA stark gestiegen (rig counts), und gestern hat die Internationale Energie Agentur (IEA) ihre Prognose für die Ölproduktion in den USA deutlich erhöht auf 9 Millionen Barrel in diesem Jahr, 2018 dann erwartet sie 9,5 Millionen Barrel pro Tag. Dazu gestern noch der Bericht einer Nachrichtenagentur, wonach der Ölbedarf Chinas so langsam wachse wie seit drei Jahren nicht mehr – nicht gerade ein ideales Umfeld für steigende Ölpreise!

Grundsätzlich geht es um die Frage: was ist wichtiger – der Anstieg der amerikanischen Öl-Produktion, oder die Kürzungen der OPEC, die sich derzeit auf ca. eine Millionen Barrel pro Tag belaufen. Dabei dürfte die amerikaniosche Produktion bis Ende des vierten Quartals jedoch nur um 500.00 Barrel pro Tag steigen – also weniger, als die derzeitigen Kürzungen der OPEC. Aber der Deal der OPEC über die Kürzung der Produktion läuft im Sommer aus, und die Frage ist, ob die OPEC es noch einmal schafft, sich zu einigen.


Ein Fracking-Förderturm in den USA. Foto: Wikipedia / public domain

So oder so: der WTI-Ölpreis handelt derzeit wieder unter seiner 50-Tage-Linie, ein technisches Warnzeichen. Doch zeigt sich bei Öl immer wieder ein geradezu irrationales Muster, etwa wenn ein massiver Anstieg der immer mittwochs vermeldeten Bestände von Algos gekauft wird. Wie die derzeitige Lage im WTI-ÖL derzeit einzuschätzen ist, können Sie in diesem Video sehen:

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