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Ölpreis fällt – USA, China und viele andere mit Anzapfen der Öl-Reserven?

Öl-Pumpe

Der Ölpreis fällt. Seit Dienstag Abend ist WTI-Öl von über 81 Dollar auf aktuell 77,66 Dollar zurückgekommen. Dies liegt zu aller erst an der zunehmenden Angst der Trader vor einem Anzapfen der Öl-Reserven, um die Angebotsmenge an Öl zu erhöhen. Dies würde den Ölpreis runterdrücken. Und am Terminmarkt wird so ein Szenario natürlich sofort eingepreist.

Druck aus den USA für Anzapfen der Öl-Reserven senkt den Ölpreis

Am Sonntag hatte der demokratische Mehrheitsführer im US-Senat Präsident Joe Biden dazu gedrängt die strategischen Öl-Reserven der USA anzuzapfen – mit dem klaren Ziel, dass der Ölpreis und damit auch der Benzinpreis in den USA sinken soll. Damit könnte man direkt Einfluss auf die kräftig steigende Inflation nehmen (in den USA aktuell bei 6,2 Prozent).

Joe Biden hat noch nicht verkündet, dass die USA ihre strategische Öl-Reserve anzapfen werden – aber das Szenario liegt in der Luft. Laut dem Rohstoffexperten Carsten Fritsch von der Commerzbank wollen die USA nun auch andere wichtige Verbrauchsländer wie Japan, Südkorea, Indien und China dazu bringen, ihre Notfallreserven anzuzapfen. Eine koordinierte Aktion hätte seiner Meinung nach sicher einen größeren Einfluss auf den Ölmarkt (sinkender Ölpreis), als wenn nur die USA alleine diesen Weg gehen würden. Letztmals gab es eine koordinierte Freigabe vor zehn Jahren, als der Bürgerkrieg in Libyen zu einem Ausfall der dortigen Ölproduktion führte.

China deutet Anzapfen der eigenen Reserven an

China hatte bereits im September Teile seiner Öl-Reserven zum Verkauf angeboten, was aber den Ölpreis nicht wirklich kräftig zum Fallen brachte. Ist also eine global koordinierte Aktion sinnvoller? Heute zeigt sich jedenfalls, dass man in China offenbar konkret vor hat seine Reserven erneut anzuzapfen. Laut heutigen Berichten bereitet die chinesische Regierung diesen Schritt vor. Dazu soll es noch eine Mitteilung geben.

Chart zeigt Verlauf im WTI-Ölpreis seit Ende Juli Verlauf im WTI-Ölpreis seit Ende Juli.



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