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Märkte

Ölpreis fällt über Nacht – warum er heute Nachmittag weiter fallen könnte

Claudio Kummerfeld

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am

Ölpumpe Beispielbild

Der Ölpreis verlief seit Montag dieser Woche vereinfacht gesagt in einer Art Seitwärtstrend. Das kann man aus heutiger Sicht so formulieren. Wir hatten es am Dienstag bereits angesprochen. Tagelang wurde der Ölmarkt mit News überflutet, und sprang rauf und runter. Dann offenbar beruhigte sich die Lage zuletzt ein wenig. Grundsätzlich spricht die Gesamtlage wohl eher für einen fallenden Ölpreis, so meinen wir. Aber bitte klammern Sie sich nicht fest an unsere Einschätzung! Bilden Sie sich bitte immer ihre eigene Meinung!

Ölpreis fällt über Nacht

Heute Nacht ist der WTI-Ölpreis von 53,27 auf 52,75 Dollar gefallen. Grund dafür waren die um 22:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlichten API-Daten für die Rohöl-Lagerbestände in den USA. Sie stiegen im Wochenvergleich um 10,5 Millionen Barrels (Erwartungen lagen bei +2,8). Ein kräftiger Anstieg. Er ist so stark wie seit Februar 2017 nicht mehr, in den API-Daten jedenfalls. Stark ansteigende Lagerbestände an Rohöl bedeuten, dass das Angebot steigt, oder dass die Nachfrage sinkt, oder beides gleichzeitig. So wird natürlich Druck auf den Ölpreis ausübt, denn mehr Angebot als Nachfrage lässt grundsätzlich Preise fallen.

Heute 17 Uhr wird sehr wichtig

Normalerweise kommen sie am Mittwoch, aber bei Feiertagen in den USA verschieben sich die staatlich vermeldeten Öl-Lagerdaten um einen Tag. Daher vermeldet die US-Energiebehörde EIA ihre offiziellen Lagerdaten heute um 17 Uhr deutscher Zeit. Am Ölmarkt gab es schon seit Anfang der Woche Vermutungen, dass die Lagermengen diese Woche stark steigend vermeldet werden. Die API-Daten mit ihren +10,5 Millionen Barrels verfestigen diese Ansicht. Und so kann es sein, dass bei stark steigenden Lagermangen heute Nachmittag der Ölpreis einen Abrutsch erlebt. Denn der rückläufige Preis heute Nacht war mit gut 50 Cents noch begrenzt. Da hat man als Beobachter des Ölmarkts in den letzten Jahren schon weitaus heftigere Bewegungen erlebt.

Steigen die offiziellen Lagermengen heute Nachmittag deutlich (schon seit Wochen geht es nach und nach bergauf), so könnte der Ölpreis aus seiner Range nach unten ausbrechen, die im rechten Teil des folgenden Charts (Verlauf WTI-Ölpreis seit dem 7. Oktober) zu erkennen ist. Also, heute 17 Uhr wird für Öl-Trader ein sehr wichtiger Termin. Wir werden dann umgehend berichten. Wichtig zu beachten ist: In den ersten Minuten nach Veröffentlichung jagen die ALGOS (Computerprogramme) den Ölpreis oft unerklärlich rauf und runter. Daher ist die allererste Reaktion im Kurs machmal merkwürdig.

Ölpreis WTI seit dem 7. Oktober

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Gold/Silber

World Gold Council meldet für 2020 Rekordzahlen – positive wie negative

Jörg Bernhard

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis performte im vergangenen Jahr mit plus 24,6 Prozent ausgesprochen gut. In den einzelnen Marktsegmente entwickelte sich die weltweite Nachfrage nach Gold allerdings eher uneinheitlich.

Rekordhohe Zuflüsse bei ETFs

Der World Gold Council (WGC), die Interessenvertretung internationaler Goldminenunternehmen, liefert alle drei Monate interessante Daten zum Goldmarkt. Diesmal standen Zahlen zum vierten Quartal bzw. zum Gesamtjahr 2020 zur Bekanntgabe an. Grundsätzlich kann man festhalten: Zu verdanken war die starke Performance im Goldpreis vor allem stark verunsicherten Investoren (unter Joe Biden wird es nicht einfach – mehr dazu hier).

Bei physisch hinterlegten Gold-ETFs (Begriffserklärung hier) fiel das weltweite Kaufinteresse besonders stark ins Gewicht. Obwohl im vierten Quartal Abflüsse in Höhe von 130 Tonnen zu Buche schlugen, haben sich auf Jahressicht die Goldbestände dieser Wertpapiere um 120 Prozent auf 877,1 Tonnen erhöht. Damit wurde zudem der bisherige Rekord aus dem Jahr 2009 (646,1 Tonnen) deutlich übertroffen. Bergauf ging es aber auch mit dem Interesse an Goldbarren bzw. -münzen, wenngleich deutlich weniger dynamisch. Weil in China (-6 Prozent) und Indien (-11 Prozent) deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren, war hier insgesamt lediglich ein Zuwachs um drei Prozent auf 896,1 Tonnen verzeichnet worden.

Rekordtief bei der globalen Schmucknachfrage

Ausgesprochen schlecht entwickelte sich im vergangenen Jahr jedoch die Schmucknachfrage. In diesem Marktsegment stellte sich nämlich corona-bedingt ein kräftiger Nachfrageeinbruch bei Gold in Höhe von 34 Prozent auf das Rekordtief von 1.411,6 Tonnen ein. Die beiden wichtigsten Nachfragenationen China (-35 Prozent) und Indien (-42 Prozent) waren hierfür hauptverantwortlich.

Nachlassendes Interesse war aber auch im Notenbankensektor zu beobachten. Nachdem sich die Nettokäufe der Zentralbanken im Jahr 2019 noch auf 668,5 Tonnen belaufen haben, gab es für das vergangene Jahr mit 272,9 Tonnen Gold einen markanten Einbruch um 59 Prozent zu beklagen. Bei der Industrienachfrage überwogen ebenfalls die negativen Vorzeichen. Gegenüber den Vorjahreszahlen stellte sich in diesem Marktsegment ein Minus von sieben Prozent auf 301,9 Tonnen ein.

Last but not least: Auf der Angebotsseite in Gold gab es für 2020 – bedingt durch die Pandemie – trotz des steigenden Goldpreises einen Rückgang des globalen Goldangebots um vier Prozent auf 4.633,1 Tonnen zu beklagen. Während im Recyclingsektor (+ 1 Prozent) leichte Zuwächse erzielt wurden, haben die Lockdowns in der Minenproduktion (-4 Prozent) signifikante Einbußen verursacht.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – das Problem mit den aktuellen Zockereien

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die Zockereien der letzten Tage, und warum dies im großen Bild gesehen ein Problem für die Börse ist.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Aktien

Kleinanleger verprügeln Short-Seller – Werbung

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Lieber Börsianer,

kennen Sie eigentlich schon das neue Online-Spiel, das seit einigen Tagen mit wachsender Begeisterung in den USA gespielt wird? Es heißt „Hau den Short-Seller“. Für den Fall, dass Sie auch einmal mitmachen möchten, hier kurz die Spielregeln.

In der Reddit-Gruppe „Wall Street Bets“ (Wall Street Wetten) einigen Sie sich mit Ihren Mitspielern – rund 3,5 Millionen sind dort derzeit – darauf, dass alle ein und dieselbe Aktie kaufen. Vor einigen Tagen vereinbarte man dort den konzertierten Kauf der Aktie des US-Einzelhändlers GameStop. Dem Unternehmen, das Videospiele in einigen tausend stationären Niederlassungen in den USA verkauft, geht es aufgrund des Lockdowns gar nicht gut. Am Markt gehen Gerüchte um eine bevorstehende Insolvenz um.

Deshalb haben diverse Hedgefonds diese Aktie leerverkauft bzw. geshortet. Diese Short-Seller sind übrigens Ihre Gegenspieler, die Sie aus der Aktie drängen möchten. Sie geben also mit Ihren digitalen Freunden von Reddit solange Kaufkraft in die Aktie, bis die Short-Seller richtig quietschen. Am Ende kippt der Short-Seller dann um und stellt seine Short-Position glatt. Zu Deutsch: Er muss nun ebenfalls die Aktie kaufen. Spätestens dann wird das Spiel für Sie richtig lustig.

Börsianer bezeichnen ein solches Phänomen, wenn der Short-Seller plötzlich auf die Käuferseite wechseln muss, auch als Short-Squeeze. Das Ergebnis: Die Aktie der GameStop legte gestern um 134 % zu. Auf Wochensicht liegt der US-Nebenwert mit 783 % im Plus.

Die Reddit-Gruppe hat daneben bereits die Aktie des US-Kinobetreibers AMC Entertainment hochgekauft (566 % in einer Woche) und damit den Short-Seller Melvin Capital zur Strecke gebracht. In der Branche wird gerade…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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