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Ölpreis fällt über Nacht – warum er heute Nachmittag weiter fallen könnte

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Ölpumpe Beispielbild

Der Ölpreis verlief seit Montag dieser Woche vereinfacht gesagt in einer Art Seitwärtstrend. Das kann man aus heutiger Sicht so formulieren. Wir hatten es am Dienstag bereits angesprochen. Tagelang wurde der Ölmarkt mit News überflutet, und sprang rauf und runter. Dann offenbar beruhigte sich die Lage zuletzt ein wenig. Grundsätzlich spricht die Gesamtlage wohl eher für einen fallenden Ölpreis, so meinen wir. Aber bitte klammern Sie sich nicht fest an unsere Einschätzung! Bilden Sie sich bitte immer ihre eigene Meinung!

Ölpreis fällt über Nacht

Heute Nacht ist der WTI-Ölpreis von 53,27 auf 52,75 Dollar gefallen. Grund dafür waren die um 22:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlichten API-Daten für die Rohöl-Lagerbestände in den USA. Sie stiegen im Wochenvergleich um 10,5 Millionen Barrels (Erwartungen lagen bei +2,8). Ein kräftiger Anstieg. Er ist so stark wie seit Februar 2017 nicht mehr, in den API-Daten jedenfalls. Stark ansteigende Lagerbestände an Rohöl bedeuten, dass das Angebot steigt, oder dass die Nachfrage sinkt, oder beides gleichzeitig. So wird natürlich Druck auf den Ölpreis ausübt, denn mehr Angebot als Nachfrage lässt grundsätzlich Preise fallen.

Heute 17 Uhr wird sehr wichtig

Normalerweise kommen sie am Mittwoch, aber bei Feiertagen in den USA verschieben sich die staatlich vermeldeten Öl-Lagerdaten um einen Tag. Daher vermeldet die US-Energiebehörde EIA ihre offiziellen Lagerdaten heute um 17 Uhr deutscher Zeit. Am Ölmarkt gab es schon seit Anfang der Woche Vermutungen, dass die Lagermengen diese Woche stark steigend vermeldet werden. Die API-Daten mit ihren +10,5 Millionen Barrels verfestigen diese Ansicht. Und so kann es sein, dass bei stark steigenden Lagermangen heute Nachmittag der Ölpreis einen Abrutsch erlebt. Denn der rückläufige Preis heute Nacht war mit gut 50 Cents noch begrenzt. Da hat man als Beobachter des Ölmarkts in den letzten Jahren schon weitaus heftigere Bewegungen erlebt.

Steigen die offiziellen Lagermengen heute Nachmittag deutlich (schon seit Wochen geht es nach und nach bergauf), so könnte der Ölpreis aus seiner Range nach unten ausbrechen, die im rechten Teil des folgenden Charts (Verlauf WTI-Ölpreis seit dem 7. Oktober) zu erkennen ist. Also, heute 17 Uhr wird für Öl-Trader ein sehr wichtiger Termin. Wir werden dann umgehend berichten. Wichtig zu beachten ist: In den ersten Minuten nach Veröffentlichung jagen die ALGOS (Computerprogramme) den Ölpreis oft unerklärlich rauf und runter. Daher ist die allererste Reaktion im Kurs machmal merkwürdig.

Ölpreis WTI seit dem 7. Oktober

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Aktien

E-Mobilität: Jetzt kommt der Durchbruch

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Lieber Börsianer,

Autoaktien sind gegenwärtig nicht unbedingt der Liebling der Anleger. Der Diesel-Skandal stürzte die Unternehmen der Branche in eine veritable Sinnkrise. VW, Daimler und Co. lebten lange in der Welt von gestern. Man wollte den heißgeliebten Diesel nicht verabschieden und stand der Elektro -Mobilität skeptisch gegenüber. Die Kritikpunkte sind bekannt: Zu teuer, zu wenig Reichweite, keine Lade-Infrastruktur. Nun, die Zeiten ändern sich. Mittlerweile haben alle großen deutschen Autobauer ihre Chefs in die Wüste geschickt, und die neue Führungsgeneration glaubt an die Stromer. Man hat wieder einen klaren Kompass und gibt nun richtig Gas. Tesla, der aktuelle Marktführer, wird sich warm anziehen müssen.

Keine Frage: Die Angebotspalette für den interessierten Kunden ist mittlerweile groß. Im Kleinwagen-Segment tummeln sich besonders die Franzosen etwa mit den Modellen Renault Zoe oder dem neuen Peugeot iOn. BMW wiederum hat zuletzt den bewährten i3 optisch aufgehübscht und neu aufgelegt. Allen vorweg wird allerdings in den kommenden Monaten der neue ID.3 aus dem Hause Volkswagen fahren. Tatsächlich sind die Kunden aus dem Häuschen. Derzeit liegen dem norddeutschen Autobauer 30.000…..

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Indizes

USA: Die Politik der alten, weißen Politiker

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Erstaunlich: eine so dynamische Macht wie die USA wird fast ausschlielich von alten Politikern regiert! Ich habe es diese Woche schon einmal in einem Artikel angedeutet, der sich mit der Frage des Kampfes um die Weltwirtschaft zwischen den USA und China abspielt: Die jetzige Politikergarde befindet sich in einem Alter, in dem sie die Wachablösung gar nicht mehr recht aktiv verfolgen kann. Ein Artikel des Reporters der „Welt“ Hannes Stein in New York setzt dieser Aussage noch einen drauf und wirft zudem ein schlechtes Licht auf die kommenden Präsidentschaftswahlen am 3. November 2020.

 

USA: Regierung und die Opposition – kein Aufbruch in die Zukunft

Wie bereits angedeutet hat der 73-jährige Donald Trump sehr „erfahrene“ Kabinettsmitglieder um sich geschart: Vom 81-jährigen Handelsminister über die auch über 70 Jahre zählenden Politiker Robert Lightizer, Larry Kudlow, Peter Navarro – alles Herren, die gerade an der künftigen Ausrichtung der Wirtschaftpolitik beteiligt sind. Die Ausnahme ist US-Finanzminister Mnuchin, ein Mittfünfziger, der aber, von Goldman Sachs kommend, die Tradition des Geldhauses fortsetzt, zu diese Wall Street-Bank  anscheinend ein uraltes Vorrecht besitzt: die Steuerreform lässt grüßen.

Aber auch sehr wichtige Republikaner im Senat sind bereit 86 beziehungsweise 77 Jahre alt, so etwa Chuck Grassley und Mitch McConnell.

Seltsamerweise folgt auch die Opposition diesem Beispiel. Die aussichtsreichsten Kandidaten der Demokraten Joe Biden (76), Elisabeth Warren (70) und Bernie Sanders (78) zählen bereit addiert 224 Lenze und wollen Donald Trump 2020 das Amt streitig machen.

Zur Erinnerung: Die letzten drei US-Präsidenten Obama, Bush und Clinton waren alles Endvierziger bzw. Mittfünfziger, als sie ihre Amtszeit begannen. Und da gibt es noch den ehemaligen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg 77-jährig, der sich gerade erst zu einer Kandidatur für das Präsidentenamt bekannt hat sowie die 79-jährige Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, die in punkto Amtsenthebungsverfahren zur großen Gegnerin für Trump avanciert ist.

USA: Das fehlende Interesse der Jungen an der Politik

Hannes Stein stellt eine berechtigte Frage: „Sollten die berüchtigten amerikanischen Wahlfinanzierungsgesetze schuld sein, die unkontrollierte Wahlwerbung durch Firmen und Gewerkschaften erlauben? Vielleicht. Aber warum sollten die Großkapitalisten unserer Zeit, die allesamt eher junge Leute sind Sergey Brin 46 (Google) Jeff Bezos 55 (Amazon), Tim Cook 59 (Apple), Mark Zuckerberg 35 (Facebook) und Jack Dorsey 42 (Twitter) ausgerechnet eine Herrschaft der Alten bevorzugen und finanzieren?“

Aber auch die Senatoren in den USA sind nicht gerade die Jüngsten – das ist immer wieder schön zu beobachten, wenn Manager wie zum Beispiel Mark Zuckerberg bei Befragungen vor Ausschüssen „gegrillt“ werden.

Ein wichtiger Grund scheint das Interesse der jungen Amerikaner an den Wahlen zu sein. Bei Präsidentschaftswahlen liegt die Wahlbeteiligung dieses Personenkreises unter 40 Prozent, bei Wahlen zum Repräsentantenhaus und zum Senat sogar nur halb so hoch.

Auf die Frage, warum junge Amerikaner nicht zur Wahl gehen, kommt Stein auf zwei Antworten: Zum einen läge es am amerikanischen Wahlsystem, wo man sich zur Wahl registrieren müsse. Das sei kompliziert, wenn man häufig umziehen müsse, wie es die jungen Leute tun. Dann fänden amerikanische Wahlen immer am Dienstag statt, und dieser Dienstag ist ein normaler Arbeitstag.

Als zweiten Grund sieht Stein: „Viele junge Amerikaner haben jeden Glauben an das System verloren. Sie halten Amerika für unrettbar korrupt. Und erstaunliche 20 Prozent der jungen Amerikaner erklären, sie seien zu ungebildet. Sie verstünden zu wenig von Politik und wollten sich deshalb nicht an Wahlen beteiligen.“ Eigentlich unglaubliche Erkenntnisse zu der Nation, die schon ein ganzes Jahrhundert die Führungsmacht auf dieser Erde (gewesen) ist.

 

Fazit

Es scheint sich in dieser Form schon um eine spezifische Entwicklung in den USA zu handeln, wenn man andere demokratische Regierungen betrachtet, von Kanada, über Großbritannien, Frankreich bis hin zum Extrembeispiel Österreich. Selbst der auf Lebenszeit gewählte chinesische Regierungschef Xi Jinping erscheint aus US-Sicht fast wie ein jüngerer Vertreter.

Aber vielleicht ergibt sich aus globaler Sicht gerade eine Gegenbewegung in Gestalt von Greta Thunberg, die mit 16 Jahren fast noch ein Kind ist, aber eine riesige Bewegung angefacht hat. So etwas wäre auch in der Politik wünschenswert, nicht nur in den USA. Diese ist angesichts der Probleme mit dem demokratischen Umbruch, zumindest in den Industriestaaten, doch sehr auf Besitzstandswahrung fixiert, natürlich im Interesse der Alten.

 

Die führenden Politker der USA sind fast alles Greise

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Aktien

Streaming-Krieg voll ausgebrochen! Disney-Angebot gewinnt 10 Millionen Abos – Aktie +7%

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Streaming-Krieg in USA nun voll in Gange

Der Streaming-Krieg ist nun volle Pulle ausgebrochen in den USA! Netflix war bis jetzt der Branchenführer. Aber vor geraumer Zeit machten vor allem Disney und Apple Verlautbarungen eigene Streaming-Services mit Bezahl-Abos auf den Markt bringen zu wollen. Apple geht aktuell an den Start, und auch Disney mit seinem Angebot namens „Disney+“. Und man halte sich fest. Disney+ wurde am Dienstag gestartet, und hat Stand gestern Abend schon 10 Millionen Abonnenten akquirieren können! Wow, was für ein Schock für den Platzhirsch Netflix!

Disney prescht vor im Streaming-Krieg

Die Disney-Aktie schoss gestern Abend direkt nach der offiziellen Verkündung dieser Zahl nach oben, und schloss den gestrigen Handelstag ab mit +7,32%. Wohl vor allem Familien mit Kindern wird Disney erreichen können, weil man grundsätzlich das familienfreundliche Image „gepachtet“ hat. Dieses Plus bei Disney hatte gestern Abend auch dem Dow Jones 30-Index weiter nach oben geholfen, weil die Disney-Aktie dort enthalten ist als Aktie mit der zwölft stärksten Gewichtung.

Die Aktie von Netflix verlor gestern unterm Strich 3%, Discovery verlor 2,8%, CBS verlor 2,4%. Nun geht er also so richtig los, der Streaming-Krieg in den USA. Es ist kaum vorstellbar, dass sich eine breite Masse an US-Konsumenten 3 oder mehr Streaming-Dienste parallel leisten wird, um wirklich alle Filme und Serien sehen zu können. Die Anbieter werden nun wohl brutal ihre Budgets für Eigenproduktionen raufschrauben, was für die Giganten Disney und Apple aufgrund gigantischer Resourcen (Geld bei Apple und Content bei Disney) kein Problem sein wird. Netflix selbst hatte ja schon unlängst seine Budgets massiv hochgefahren, wird nun aber zunehmend unter Druck geraten.

Augen auf bei Netflix

Bei den nächsten Quartalszahlen von Netflix wird es besonders spannend sein, ob die Zahl neu gewonnener Kunden, die für die Aktie der Gradmesser schlechthin ist, sogar ein Minus aufweist, weil man Kunden an Disney und Apple verliert? Wäre dem so, könnte die Netflix-Aktie massiv einbrechen. Gut denkbar, dass Angebote wie die von Disney und Apple auch nach Europa kommen. Was würde das bedeuten? Eine Aufsplittung von Filmen und Serien auf mehrere Anbieter auch hierzulande? Obwohl die einzelnen Anbieter wohl günstige Angebote machen werden um die Kunden anzulocken, wäre es doch mehr als nervig und auch ein Kostenfaktor für den einzelnen Konsumenten zwei oder drei Abos gleichzeitig nutzen zu müssen.

In diesem Krieg werden wohl kaum alle Anbieter dauerhaft durchhalten. Wird Netflix langfristig als kapitalschwächster Anbieter untergehen? Vielleicht war man der erste Anbieter am Markt, und man ist auch vielleicht der beste Anbieter? Aber wird man in einigen Jahren untergehen, weil man diesen Streaming-Krieg aufgrund der geringsten finanziellen Reserven nicht durchhalten konnte? Denn mal ehrlich. Im Vergleich zum anfälligen Winzling Netflix sind Apple und Disney als finanzieller Sicht Giganten!

Disney vs Netflix-Aktie
Im folgenden Chart sieht man die ansteigende Disney-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate, mit dem ganz frischen Move nach oben. Dazu in blau die Netflix-Aktie, die weniger gut lief.

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