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Märkte

Ölpreis: Saudis helfen kaum – Preis vor weiterem Absturz – rettet Powell?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Ölpreis rutscht ab, und rutscht ab, und immer weiter geht es nach unten. Gestern dann legte er mal eine Pause ein. WTI-Öl stieg vom Tief bei 52,11 Dollar bis auf 54,55 Dollar. Der saudische Öl-Minister Al-Falih (die graue Eminenz des globalen Ölmarkts) sagte er fühle sich verplichtet alles zu tun was notwendig sei (whatever it takes, der alte Draghi-Spruch), um den Markt zu stabilisieren. Er sei zuversichtlich, dass die OPEC tun werde was notwendig sei um Marktstabilität zu gewährleisten. Tja, was für eine nette Formulierung bei so einem desaströsen Absturz im Ölpreis in so kurzer Zeit.

Weiterer Absturz möglich

Denn immerhin hat nur der WTI-Ölpreis binnen 14 Tagen nun glatt 10 Dollar verloren. Der gestrige kleine Anstieg verpuffte gestern aber so schnell, wie er gekommen war. Von 54,55 Dollar ist er bis jetzt wieder auf 52,76 Dollar gefallen. Das bedeutet einmal mehr: Der Markt interessiert sich momentan nicht für die Fördermengenkürzungen der Saudis. Man spielt das Szenario a la „Handelskrieg + Konjunkturabschwung“ (weitere Details dazu hier). Es knallte die letzten Tage voll rein. Und nun könnte es passieren, dass der Ölpreis (WTI) sein Tief bei 52,11 von Freitag Abend anläuft und nach unten durchbricht. Dann ist mal wieder ein weiterer starker Abwärtsschub möglich. Im folgenden Chart seit dem 23. Mai haben wir das ganz aktuelle Tief von Freitag Abend eingezeichnet.

Ölpreis Absturz mit Tiefstmarke

Rettet Powell den Ölpreis vor weiterem Absturz?

Wir berichten heute ab 15:45 Uhr deutscher Zeit über die Rede von Fed-Chef Jerome Powell. Er könnte den Ölpreis gleich doppelt retten vor einem weiteren Absturz. Denn wenn er (wie vom Markt erwartet) Zinssenkungen andeutet, wird das natürlich grundsätzlich die Analysten und Kommentatoren zu der Meinung veranlassen, dass niedrigere Zinsen konjunkturförderlich sind (billigere Kredite). Das hilft dann natürlich folgerichtig der Öl-Nachfrage auf die Beine (eher langfristig gesehen). Kurzfristig aber kann die Zinssenkung und natürlich schon ihre Ankündigung den US-Dollar weiter schwächen. Das hilft allen Assets, die gegen den Dollar gehandelt werden – also könnte dies auch für einen steigenden Ölpreis sorgen.

Andererseits bedeutet es aber auch: Äußert sich Powell heute nicht so klar in Richtung Zinssenkung, kann das dem Dollar schnell auf die Beine helfen, und Gold, Öl, Euro etc belasten. Also: Die Rede von Fed-Chef Powell ist sehr, sehr wichtig. Und der WTI-Ölpreis bei 52,11 Dollar, dies ist im kurzen Bild eine sehr wichtige Marke. Bricht sie, ist erneut Platz auf dem Weg nach unten. Einige Analysten spielen schon mit der runden Zahl von 50 Dollar. Weit weg sind wir davon ja nicht mehr.

Noch weiter fallender Ölpreis? Im Bild eine Ölpumpe in China
Eine Ölpumpe in China. Foto: John Hill CC BY-SA 3.0

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