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Ölpreis steigt weiter an – die Saudi-Wette

Der Ölpreis hat momentan Aufwärts-Momentum, wie es so schön heißt! Alleine seit letztem Freitag ging es um gut 3 Dollar nach oben auf aktuell 57 Dollar im WTI-Öl. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis im großen Bild seit Oktober 2018. Den Fake-Ausbruch nach unten vor einigen Tagen hat er überwunden und sämtliche Widerstände (Linien im Chart) überlaufen. Somit ist für Charttechniker der Weg nach oben (erst einmal) frei.

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Ölpreis WTI im großen Bild

Im folgenden Chart sieht man das etwas kürzere Bild seit Ende Januar. Der Fake-Ausbruch nach unten bis fast runter auf 51 Dollar ist längst überwunden.

Ölpreis WTI kurzfristig

Ölpreis-Anstieg wird von zwei Faktoren getragen

Gerade diese Woche wird der Anstieg im Ölpreis getragen von der Hoffnung, dass sich die USA und China nun doch noch einigen, und dass der Handelskrieg mit sich gegenseitig hochschaukelnden Zöllen beendet wird. Dies würde den globalen Handel stimulieren und die Öl-Nachfrage wohl erhöhen. Das wäre natürlich gut für die Öl-Bullen am Terminmarkt. Diese Hoffnung gab dem Ölpreis gestern einen Schub von gut 1,70 Dollar nach oben.

Saudis machen Hoffnung

Aber jenseits dieser Hoffnung für ein Ende des Handelskriegs gibt es noch etwas viel Wichtigeres. Der Ölmarkt hofft, dass die Saudis nach dem Draghi-Motto „Whatever it takes“ den Ölpreis hochprügeln werden, egal was es kostet. Sie sind weltweit die Einzigen, die dank modernster Förderanlagen und Logistik in kurzer Zeit Millionen von Barrels pro Tag dem Weltmarkt zusätzlich zuführen oder entziehen können. Im Januar hatten sie nachweislich laut OPEC-Veröffentlichung 350.000 Barrels pro Tag gekürzt – die gesamte OPEC sogar 797.000 Barrels pro Tag.

Und zuletzt hatten die Saudis angedeutet, dass sie weiterhin bereit seien kräftig zu kürzen. Damit bleiben sie auf ihrer Linie als Vorreiter innerhalb der OPEC mehr zu kürzen als notwendig. Und auch wenn die Amerikaner (noch) ihre Produktion weiter hochfahren, so ist die Hoffnung doch berechtigt, dass die Saudis volle Kanne dagegen halten, und mit kräftigen Kürzungen derzeit für eine globale Angebotsknappheit im Öl sorgen, was den Ölpreis weiter steigen lassen sollte.

Genauer weiß man dies erst Mitte März, wenn die OPEC-Daten für Februar veröffentlicht werden. Aber die Hoffnungen diesbezüglich sind durchaus realistisch. Oben drauf kommt ja noch, dass die US-Regierung mit Sanktionen gegen Venezuela und Iran deren Fördermengen zu großen Teilen vom Weltmarkt fern hält. Dies hilft der Angebotsverknappung ebenfalls. Wie immer möchten wir erwähnen: Der Ölmarkt bleibt unberechenbar. Dass dieses Saudi-Szenario wochenlang so anhält, ist nicht in Stein gemeißelt. Aber für den Augenblick bleibt der Ölpreis im Aufwärts-Momentum.



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1 Kommentar

  1. Das Rätsel, des nach meiner Ansicht unberechenbaren Marktes ist ganz einfach gelöst. Die Kameltreiber
    treiben ( bestimmen ) den Markt. Da bräuchte es also keine teuren Rohstoffanalysten u.Nichts.
    Der ganze Ölmarkt ist also eine Wette auf das Handeln eines oder zwei grossen Anbieters.Sie sind also sozusagen die NOTENBÄNKER DES ÖLMARKTES. Dank an @sufaap2008 u.H.Kummerfeld für die Einschätzungen. Im Moment sieht es also so aus als möchten Sie höhere Preise. Das Theater mit den steigenden oder fallenden Ölreserven oder die Nachfrage wegen China kann man ruhig vergessen.Was hilfreich sein könnte, wären Insider- Infos auf die Absichten dieser Preismacher.Einer sagte einmal, im Chart seien alle Infos enthalten.Ich glaube eher ,dass mit den vielen Fehlausbrüchen die grosse Masse verarscht wird.Typisch, nach dem Journalistenmord haben sie vor Trump gekuschelt u. schnell die Preise gedrückt.

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