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IWF mit perfidem Vorschlag: Bei Negativzinsen Bargeld laufend entwerten!

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Warum haben Notenbanken wie die EZB mit -0,40% oder die Schweizer Nationalbank mit -0,75% den Einlagenzins für Geschäftsbanken nur relativ minimal ins Negative gesetzt? Warum nicht -10%? Das würde die Wirtschaft doch vermeintlich viel, viel stärker stimulieren? Dann würden Unternehmer doch wie die Wilden Kredite aufnehmen und neue Fabriken bauen, Mitarbeiter einstellen etc? So einfach und schön wäre doch die Notenbanker-Welt!

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Und noch ein Problem steht aktuell an. Europa hat vergessen die Zinsen wieder anzuheben, so wie es die USA getan haben. Und jetzt beginnt gerade der Konjunkturabschwung. Platz nach unten ist nicht vorhanden für Zinssenkungen, um einen neuen Stimulus für die Volkswirtschaften in Europa zu produzieren. Tja, es sei denn man senkt Leitzinsen und Einlagenzinssätze weit, weit ins Negative. Aber warum wird das nicht einfach gemacht?

Der nervige Bürger mit seinem nervigen Bargeld

Ganz einfach. Der (nervige?) Bürger, Verbraucher, Bankkunde. Wenn der nicht wäre, dann wäre doch alles viel Einfacher. Was passiert nämlich, wenn die EZB den Einlagenzins für Geschäftsbanken zum Beispiel auf -5% oder -10% senkt? Richtig, alle, wirklich alle Banken und Sparkassen müssten für ihre Kunden auf normalen Bankkonten und Sparbüchern Negativzinsen einführen. Was wäre die logische Folge? Richtig, alle ab zum Geldautomaten, Bargeld abheben, und ab damit unters Kopfkissen.

Und genau das wollen die Notenbanker ja nicht haben. Einen „Bank Run“ der nervigen Kleinsparer kann kein Notenbanker und keine Regierung gebrauchen. Also: Da gäbe es die Möglichkeit Bargeld ganz abzuschaffen. Problem gelöst, der Bankkunde ist de facto Geisel des Bankensystems, und muss die Negativzinsen über sich entgehen lassen, und wird enteignet, Monat für Monat, Tag für Tag. Aber ja, das wäre eine verdammt unpopuläre Maßnahme. Da wäre die Wiederwahl der Regierung (welche auch immer) arg gefährdet, und man triebe viele Wähler in die Hände von Populisten.

Perfider Vorschlag des IWF

Der Internationale Währungsfonds macht ganz aktuell einen hochinteressanten und perfiden Vorschlag für Notenbanken, um genau dieses Problem zu lösen (hier nachzulesen im Wortlaut). Wenn beispielsweise ein Einlagenzins der Notenbank negativ wird mit -5%, dann soll Bargeld als quasi „Parallelwährung“ zum elektronischen Geld um 5% pro Jahr entwertet werden. So hätte der Bürger keinen Vorteil mehr davon, sein Geld in bar abzuheben. Beides, elektronisches Geld auf Bankkonten und Bargeld würden pro Jahr 5% jeweils an Wert verlieren.

Teuflischer kann man es sich gar nicht ausdenken als die Damen und Herren des IWF, so möchten wir es sagen. So lautet der Titel der IWF-Denkschrift auch„Cashing In: How to Make Negative Interest Rates Work“. Also zurück mit dem Bargeld auf die Bankkonten, so bekomme man negative Zinsen zum Funktionieren. Bargeld und Banken-Buchgeld sollen quasi als zwei einzelne Währungen nebeneinander laufen. So könnten Notenbanken beide parallel abwerten.

Und kein Bankkunde hätte mehr einen Grund Geld vom Konto abzuheben, um dramatisch hohen Negativzinsen zu entfliehen. Der Weg für vielleicht zweistellige Negativzinsen wären offen. Das klingt dramatisch übertrieben, als Horrorszenario von Verschwörungstheoretikern? Nein. Bei diesem Vorschlag des IWF wäre alles möglich, wenn er in die Tat umgesetzt werden würde. Allein schon, dass sich jemand so etwas ausdenkt, ist schon mehr als unglaublich (unsere Meinung).

IWF-Idee Bargeld Höllenfeuer
Ist der IWF-Vorschlag eine perfide Idee aus dem Höllenfeuer? Foto: User: (WT-shared) Jpatokal at wts wikivoyage CC BY-SA 3.0

29 Kommentare

29 Comments

  1. Avatar

    morpheus

    11. Februar 2019 13:40 at 13:40

    Wie soll man das denn praktisch umsetzen? 100€ sind 100€ oder wird eine Jahreszahl auf den 100€ Zettel gedruckt?

    • Avatar

      verkäufer

      11. Februar 2019 15:30 at 15:30

      „Mark und Schere
      Die Finnen fürchteten den Scherenschnitt durch ihre Finnmark. 1945,
      nach dem verlorenen Krieg, hatte jeder Finne seine Banknoten zerschneiden müssen.
      Eine der Hälften durfte er behalten. Sie blieb Zahlungsmittel zum halben Nennwert.
      Die andere Hälfte mußte er dem Staat als zinsfreies Darlehen überlassen.“

      – AUS:
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46185341.html

      – ODER:
      „Somit wurde schließlich auf Vorschlag des Ministers für Finanzen
      und Verproviantierung zur Aufnahme eines Zwangskredits mittels
      der Zweiteilung der Banknoten geschritten. Die Hälfte mit dem Abbild
      des Gründers der Nationalbank, G. Stavrou, blieb in Umlauf und
      behielt 50% des anfänglichen Wertes bei. Die andere Hälfte
      – mit der Krone – wurde bei der Bank gegen Obligationen
      mit zwanzigjähriger Laufzeit eingetauscht.“

      – AUS: https://www.griechenland-blog.gr/2013/05/griechenland-hat-patent-auf-schnitt-der-guthaben/13086/

      • Avatar

        verkäufer

        11. Februar 2019 16:11 at 16:11

        – aber bitte sehr vorsichtig mit dem geld zerschneiden!!!!
        – es könnte eine straftat sein????

        „Dabei musst du nur eine einzige Sache beachten:
        Du darfst nicht mehr als 15.000 Euro im Klo runterspülen, verbrennen,
        zerschneiden oder sonst wie mutwillig beschädigen oder zerstören.
        Anders als etwa in den USA, wo du laut Titel 18, Sektion 333 des
        United States Code bereits für das Kaputtmachen einer einzelnen Dollarnote
        (egal mit welchem Wert) bis zu einem halben Jahr ins Gefängnis musst,
        oder in Thailand, wo du wegen Majestätsbeleidigung verurteilt werden kannst,
        wenn du auf einen Geldschein trittst, blüht dir in Österreich höchstens
        eine Strafe von 2000 Euro, wenn du die maximale zur Zerstörung freigegebene
        Menge an Geld beschädigst. Trotzdem ist nur die Nationalbank dazu befugt,
        mehr als 15.000 Euro zu vernichten. “

        – AUS:

        https://www.vice.com/de_ch/article/bnb4md/eine-frau-hat-knapp-eine-million-euro-zerschnitten-und-damit-eigentlich-eine-straftat-begangen-123

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      Uru Sig

      11. Februar 2019 18:18 at 18:18

      Das würde mich auch interessieren, wie das mit der Entwertung von Bargeld praktisch gehen soll?

    • Avatar

      sj

      13. Februar 2019 12:35 at 12:35

      Neu ist diese Idee ja nun wirklich nicht.

      um das 14. Jhd. war das ja möglich, da wurde das Geld einfach „abgestempelt“
      Als Ergebnis gab es damals z.B. die heutigen Kirchenreichtümer (weil die Leute Ihren überflüssigen Geldteil lieber gespendet haben als abwerten zu lassen) und Facharbeiter haben nur 3 Tage/Woche gearbeitet.

    • Avatar

      sj

      13. Februar 2019 12:47 at 12:47

      möglich wäre theoretisch z.B. eine Lösung über die Seriennummer(n)
      Allerdings ist die Beibehaltung von Bargeld generell problematisch und vor allem sehr aufwändig bei so was, ansonsten wäre das auch schon gekommen. Nicht umsonst sagt Draghi ja immer „Reformen müssen dringend umgesetzt werden“

    • Avatar

      Jürgen Kempe

      4. März 2019 09:27 at 09:27

      Dann wirst Du einfach statt 100 eben 103 oder 106 Euro bezahlen müssen…bei Barzahlung

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    Peter Tsoi

    11. Februar 2019 13:56 at 13:56

    Ist das ironisch gemeint ????? so geil ist Dummheit 😉

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    leftutti

    11. Februar 2019 14:04 at 14:04

    Also ich fänd’s klasse! Ich würde dann einen langfristigen Kredit über 10 Millionen aufnehmen, für den ich jährlich 3 bis 4% Zinsen von der Bank erhalten würde. Die Millionen würde ich dann strong long in die Aktienmärkte investieren, die nach so einem Notenbank-Stimulus ja pro Jahr etwa 500% steigen würden. Zusätzlich würde die globale Wirtschaft mit Ausnahme Großbritanniens nach kürzester Zeit wieder historisch boomen, sodass man nach 35 Jahren den Leitzins wieder auf ein Allzeithoch von 0% hochfahren könnte.

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      morpheus

      11. Februar 2019 16:37 at 16:37

      Long mit einem CFD und einem hohen Hebel…würde dann mal sagen. Läuft!

      • Avatar

        leftutti

        11. Februar 2019 17:03 at 17:03

        Na klar, wenn schon, denn schon. CFD sowieso und ich denke da an einen 500er Hebel, da man ja langfristig an den Aktienmärkten NIE verlieren kann. Solange man strong long positioniert ist, versteht sich 🙂
        Altersvorsorge mehr als gesichert, und da ich dann zu den Superreichen gehören werde, auch noch steuerfrei. Die Gewinne gehen nämlich als externe Beraterhonorare an die leftutti lave & veil Consulting in London, das sich bis dahin zur internationalen Steueroase entwickelt hat. Und wie in solchen Oasen üblich, gibt es dort auch noch tonnenweise Bargeld, welches aufgrund des seltenen globalen Vorkommens massiv aufgewertet hat 😉

    • Avatar

      Columbo

      11. Februar 2019 17:56 at 17:56

      @leftutti??. Sie sollten aber besser verschlüsselt kommentieren, sonst liest der IWF noch mit und dann könnte den ach so hellen Köpfen dort womöglich noch ein Licht aufgehen?.

      • Avatar

        leftutti

        11. Februar 2019 19:46 at 19:46

        @Columbo, wenn ich verschlüsselt kommentiere, lesen NSA und Bundestrojaner aus Gründen der nationalen Sicherheit mit.

        Unverschlüsselt mache ich mich vermutlich schon aufgrund der geheiligten EU-DSGVO strafbar, weil ich eben unverschlüsselt Internas über meine persönliche Anlagestrategien, Vermögenswerte und Steuermodelle veröffentliche. Zumindest ist mir kein Passus bekannt, der sich nur auf andere Personen und nicht auf mich selbst bezieht: Betroffene Person ist jede identifizierte oder identifizierbare natürliche Person, deren personenbezogene Daten von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen verarbeitet werden. 😉

        Dass den Quasaren in der Hall of Fame der hellsten Lichter im Universum noch ein weiteres, zusätzliches Licht aufgehen könnte, ist zwar möglich, aber unwahrscheinlich. Falls doch, bin vielleicht ich dieses Licht und man nominiert mich zum Nachfolger von Christine Madeleine Odette, deren hell strahlende Weste nicht minder befleckt sein dürfte, wie meine eigene:
        https://www.wiwo.de/politik/europa/christine-lagarde-das-urteil-ist-eine-desastroese-botschaft/15002122-all.html

  4. Avatar

    Columbo

    11. Februar 2019 14:09 at 14:09

    Man müßte dann auch jeglichen Handel mit kleinteiligen Wertspeichern verbieten, sonst würden die „nervigen“ Kleinsparer alles da hineinstecken und keiner hätte mehr Geld auf dem Konto.
    Und auch dann: Nicht nur der IWF perfide Ideen, sondern auch der nervige Kleinsparer.

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    christine schmidt

    11. Februar 2019 14:09 at 14:09

    viele menschen wurden verlacht als sie vor dem euro warnten vor dem euro fond der keienrlei rechenschaft schuldet – nicht vor der idee das europas voelker in frieden leben kommunizieren austausch betreiben . der letzte ehrliche zentralbanker prof wilhelm hanke warnte vor 4 jahren eindruecklich auch vor den sich daruas ergebenden konsequenzen
    wenn mneschen dermassen perfide enteignet werden die sich nichts zu schulden haben kommen lassen dann werden sich breite teile der bevoelkerung radikalisieren und auch davor warnte hanke vor einem vierten reich . er wurde fuer diese warnung als nazi verschriene als mitbegruender der afd deren begruender professoren waren – lucke trat aus petry trat aus und die nun die reste ihrer ehemaligen partei von npd unterwandert sehen . hoecke etcetera. auch dies ist politisch von den eleiten gewollt .
    der oestreicher kurz traf sich mit hoecke . es liess keinen aufhorchen – er traf sich vorranging mit hoecke .
    in allem was prpf hanke sagte lag eine ernste warnung – sie wurde uberhoert . fast scheitn es so als sei die ehemalige stasi politische instrumentalisiert um den weg fuer das grsse kippen bereit zu machen welches bereits stattfindet .
    was ich empfehle ist beurgerbund mitte recht ordnung udn freiheit als echte alternative udn eine partei embargo 2019 die grosszuegig den hebel dort ansetzt wo aus dem topf hart arbeitetender leute gestohlen wurde udn das geld zureckfuehrt ehe es zu spaet ist und wie im sdritten reich unschuldige trifft

    freedom

  6. Pingback: Aktuelles Meldungen und Nachrichten vom 11. Februar 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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    franko33

    11. Februar 2019 14:18 at 14:18

    Eine ganz banale Ergänzung zu diesem „Modell“

    Wenn man mit diesem Bargeld einkaufen geht wäre es doch zwangsläufig weniger Wert.
    Dann müßte doch der Dienstleister entprechend seine Preise erhöhen !
    Das ist doch ein guter Weg in unsere neue „bargeldlose Welt“ ! ?
    Allerdings Vorsicht vor einer galoppierenden Inflation !
    Dieses ist wohl einer der Gründe,daß dies nicht wie andere „Nettigkeiten“ über „ein Wochenende“ gemacht wird.
    Also nach wie vor eine eher auswegslose Situation ?

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    asisi1

    11. Februar 2019 14:41 at 14:41

    Solch tolle Vorschläge kommen von den Pennern die uns den Mist eingebrockt haben!

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    Josef

    11. Februar 2019 15:01 at 15:01

    5% Geldentwertung p.a wuerde bedeuten, dass die Loehne nochmals um 5% p.a angehoben warden muessten, also muss der Fabriksbesitzer, der jetzt noch guenstiger an Kredite kommt, mit Lohnerhoehungen derzeit um die 8% p.a. rechnen…Beginn einer gesteuerten Hyperinflation…wozu bitte? Sollten die Loehne + Renten nicht entsprechend angepasst werden kommt es zu Unruhen, da der Fabriksbesitzer nicht bereft sein wird, seine Produkte um 5% p.a. billiger zu verkaufen. Um „Demokratie“ aufrechtzuerhalten MUSS unterm Strich allies weiter wachsen, sonst funktionierte das Konstrukt schon in der Vergangenheit nicht mehr. Perfide ja, aber eben extrem undemokratisch. Uebrigens: Politiker, Parteien und Lobbys (IWF) gibts eigentlich, um das Leben von hart arbeitenden Menschen zu erleichtern….ansonsten brauchen die Menschen diese Konstrukte inkl. der „demokratischen Verhaeltnisse“ nicht mehr und werden sich was Andres ueberlegen…der IWF und so manche andere Institution saegen da massiv, ohne
    es zu bemerken, an ihrer eigenen Existenzberechtigung.

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    Abrakadabra-001

    11. Februar 2019 17:29 at 17:29

    Da hat jemand beim IWF wohl Silvio Gesell oder das Wunder von Wörgel gegoogelt?

    • Avatar

      Markus Fugmann

      11. Februar 2019 17:31 at 17:31

      @Abrakadabra, richtig, das erinnert stark an Gesells „Schrumpfgeld“..

      • Avatar

        Abrakabra-001

        11. Februar 2019 18:00 at 18:00

        Tipp wäre noch Equilibrismus zu googeln. Dann wäre es wenigstens ein wenig aktueller

    • Avatar

      Martin Ebner

      11. Februar 2019 22:54 at 22:54

      Fairerweise ist da anzumerken, dass nach Gesells Vorstellungen der IWF abgeschafft werden müsste, samt Großbanken, Staaten & Planwirtschaft. Gesell, selbst ja Unternehmer, lehnte „leistungslose“ Einkommen und ungerechtfertigte Zinsen ab (also keineswegs alle Zins-Bestandteile, z.B. nicht Risikoprämien!!!).
      Gesell wollte marktwirtschaftlichen Wettbewerb (!) ohne Kapitalismus. Er hatte sich auch durchaus Gedanken gemacht, wer den Gewinn von Geldschöpfung und Negativzinsen bekommen soll – und dabei ganz bestimmt nicht an Banker und Politiker gedacht. Kurz gesagt: es gibt gute Gründe, warum Gesell zwischen allen gesellschaftlich akzeptierten Stühlen sitzt und weitestmöglich totgeschwiegen wird (da hilft nicht einmal, dass er einer der ersten Feministen war und für Mütter-Renten trommelte)…
      Das von Gesell inspirierte Not-Experiment von Wörgel wurde in Rekordzeit abgewürgt.
      http://martin-ebner.net/topics/money/waehrungsexperiment-woergl/

  11. Avatar

    Alex Rainer

    11. Februar 2019 18:09 at 18:09

    Artikel zu Bargeldabschaffung:
    https://www.econstor.eu/handle/10419/157906

  12. Pingback: IWF Plan: jährlich 5% Bargeldentwertung - SwissCryptoSchool.com

  13. Avatar

    Dagobert Duck

    15. Februar 2019 17:50 at 17:50

    So ein unfassbarer linker IWF Unsinn . Dann zieht auch die letzte friedlichste deutsche Oma die gelbe Weste an und wirft die Scheibe bei der Bank ein ! Manche „Experten“ sollten doch mal vorher nachdenken was sie nur schon mit ihrem Gebrabbel anrichten wenn sie öffentliches Brainstorming machen .

    • Avatar

      leftutti

      15. Februar 2019 19:07 at 19:07

      @Dagobert Duck, jetzt verorten Sie sogar schon den IWF in die linke (und somit eigentlich sozialistische) Ecke?! Manchmal beschleicht mich der Verdacht, das Sie und Ihresgleichen inzwischen so weit rechts stehen, dass aus dieser verdrehten Sichtweise fast die gesamte Restwelt (> 99,9%) linken Unsinn verkörpert.

      Ich dachte immer, der IWF verfolge eher eine sehr wirtschaftsliberale bis marktfundamentalistische Strategie, wobei die natürlich auch ganz schön link 😉 sein kann: Sie führt meist zu Massenentlassungen, Verarmung, Deregulierung des Kapitalverkehrs und Privatisierung. Sobald diese Hindernisse der freien Marktwirtschaft aus dem Weg geräumt sind, kann es dann richtig bergauf gehen. Siehe dazu z. B.
      https://www.sueddeutsche.de/geld/x-hintergrund-stichwort-internationaler-waehrungsfonds-1.1097605

      Schon eher links, aber in medias res (eine Mitte-Links-Halbsatzkombination) und somit nicht weniger wahr, geht folgende Aussage des Attac Bankentribunals von 2010 (exakte Quelle bzw. Artikel leider nicht mehr verfügbar, war mal auf http://www.attac.de zu finden):
      Zu Beginn der 1980er Jahre, mit dem Aufkommen des Monetarismus als vorherrschender ökonomischer Schule und beeinflusst von den so genannten Chicago Boys, änderte der Internationale Währungsfond (IWF) seine wirtschaftspolitische Ausrichtung und schlug einen strikt neoliberalen Wirtschaftskurs ein. Mit diesem Richtungswechsel verabschiedete sich der IWF von seinen ursprünglichen Zielen. Kredite wurden fortan nur noch in Verbindung mit massiven Auflagen, den so genannten Strukturanpassungsprogrammen (SAPs) erteilt. Mit der Durchsetzung der Prinzipien des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs, der Wettbewerbsorientierung, vor allem aber der Deregulierung und Privatisierung öffentlicher Aufgaben, verschaffte der IWF den global agierenden Konzernen der reichen Mitgliedsländer Zugang zu neuen Märkten und wirtschaftliche Macht. Diese Politik wirkte sich überwiegend fatal auf die Lebensbedingungen großer Teile der Bevölkerung der vom IWF “geförderten” Staaten, insbesondere in den sog. Entwicklungsländern aus. Oft ist auch eine damit eine massive Zerstörung der Umwelt einhergegangen.

      Aber rechts und neongelbe Protestfantasien scheinen gut zu harmonieren. Es wäre also vielleicht eine gute Kampagnenfarbe für die nächsten Wahlen, nachdem sich das einstmals kräftige Königsblau derzeit in lilablassblauen Nebel aufspaltet.

  14. Avatar

    Paul

    15. Februar 2019 18:44 at 18:44

    …und ihr labert dauernd von DEMOKRATIE,warum?
    Die schleichende DIKTATUR im Finanzsektor ist doch schon lange am laufen!
    Sammelt noch schnell eure Brotkruemel auf,bevor das Licht aus geht…

    • Avatar

      Michael

      15. Februar 2019 19:28 at 19:28

      Also @Bauer Paul, jetzt mal im Ernst! Ich mache mir langsam Sorgen um Sie: Ist nicht eher schon lange eine schleichende Diktatur des Rinderwahnsinns oder einer irreversiblen Überdosis Gras und Weißbier in Ihrem Urteilsvermögen am Laufen? Geht es „uns“ tatsächlich soviel schlechter, als den freien und glücklichen Thai-Bürgern, dass wir schon nach Brotkrümeln bei Sonnenuntergang suchen müssen, während wir vor lauter Hunger ständig von Demokratie brabbeln?

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Florian Homm: Warum die EZB scheitern wird

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Florian Homm ist inzwischen vor allem über seinen YouTube-Channel als kritischer Begleiter der Finanzmärkte bekannt. Auch wenn man nicht immer seiner Meinung sein muss, so sind doch seine Bestandsaufnahmen inhaltlich oft bestechend. In seinem folgenden aktuellen Video bespricht er im Grundsatz, warum seiner Meinung nach die Politik der EZB zum Scheitern verurteilt sein soll. Es geht darum schwache Inflation und Konjunktur mit immer tieferen Zinsen und immer mehr Gelddrucken bekämpfen zu wollen. Florian Homm erwähnt in dem Zusammenhang diverse Faktoren, die so viel stärker sind, und eine Wirksamkeit der EZB-Maßnahmen unmöglich machen. Da wären zum Beispiel die Digitalisierung und der Demografiewandel. Die hieraus entstehenden Veränderung zum Beispiel in Sachen Arbeitsplatzabbau wären so groß, dass die Maßnahmen der EZB verpuffen würden (sinngemäß zusammengefasst). Aber Florian Homm hat noch viel mehr zu bieten. Schauen Sie dazu bitte das folgende Video.

Florian Homm

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Dubai mit Absturz am Immobilienmarkt – Einkaufsmanagerindex Crash für VAE

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Dubai Innenstadt - der Bauboom geht weiter?

Gut 1/3 der Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) lebt im Emirat Dubai. Was die „harte Wirtschaft“ (Öl) angeht, ist das flächenmäßig viel größere Emirat Abu Dhabi viel bedeutender. Dort sitzt auch das Machtzentrum der VAE. Aber wer an die Emirate denkt, hat zuerst immer nur Dubai im Kopf. Dort läuft seit mehr als zwanzig Jahren eine riesige Sause. Es wird Geld rausgehauen für aufgeschüttete Inseln, Flughäfen, hunderte Wolkenkratzer, Einkaufszentren, Ski-Anlagen, und und und. Die Touristen kommen, aber rechnet sich das alles? Und wohnt überhaupt jemand in all diesen Hochglanztürmen? Öl hat Dubai nicht mehr. Schon im Zuge der letzten Finanzkrise musste der Herrscher von Dubai sich Geld beim eigentlich bestimmenden Emirat Abu Dhabi leihen. Sozusagen Nachbarschaftshilfe innerhalb einer Staatengemeinschaft, fast vergleichbar wie die Griechenland-Rettung innerhalb der EU? 20 Milliarden Dollar Schulden wurden erst dieses Jahr wieder umgeschuldet in die Zukunft.

Jede Menge Schulden in Dubai

Aber in Dubai als Gesamtkonstrukt steckt ein viel größeres systemisches Risiko. Gut 60 Milliarden Dollar Schulden (50% der Wirtschaftsleistung von Dubai) sollen mit der Regierung (dem Herrscher) verbundene Vehikel aufgenommen haben. Dies können zum Beispiel Immobilienentwickler sein, die sich am Markt finanzieren. Viele dieser Schulden sind in den nächsten Jahren fällig. Und nun geschieht folgendes. Der Immobilienmarkt in Dubai ist gerade jetzt so richtig am Crashen. Das wird gerade für kreditfinanzierte Immobilienentwickler zum Problem, und somit für die ganze Volkswirtschaft vor Ort.

Laut den aktuellsten Daten von „Cavendish Maxwell“ für das 3. Quartal sind die Wohnungspreise in Dubai gegenüber dem 3. Quartal 2018 um 16,5% gefallen! Hauspreise sind um 15% rückläufig! In Abu Dhabi sehen die Rückgänge kaum besser aus. Fast schon lustig: Die Bau-Orgie in Dubai scheint immer weiter zu gehen, obwohl schon der gesunde Menschenverstand sagen müsste, dass die Nachfrage nicht immer weiter in exorbitantem Tempo weiter steigen kann.

Preise für Immobilien in Dubai fallen deutlich

Vor Ort scheint man die brutale Krise vor zehn Jahren schon völlig vergessen zu haben. Damals waren die Immobilien-Spekulationen so schlimm ausgeufert, dass Wohnungen in neuen Wohntürmen schon mehrmals verkauft wurden, bevor der Bau überhaupt fertiggestellt war. Tja, nur der letzte Spekulant, der bekam keinen Stuhl mehr ab, als die Musik aufhörte zu spielen. Das Angebot ist das Problem, so auch die Experten von Cavendish Maxwell. Das viel zu große Angebot sei der Auslöser für den Preisverfall in Dubai. Viel zu lange wurde auch viel zu stark auf den Bau von Luxusimmobilien Wert gelegt. Immobilien-Entwickler würden jetzt versuchen potenzielle Käufer mit attraktiven Konditionen zu locken. Einer der größten Player vor Ort appelliert sogar, dass man in Dubai den Bau neuer Immobilien für ein oder zwei Jahre komplett aussetzen sollte, um eine Katastrophe durch das viel zu große Überangebot zu verhindern.

Wer soll den ganzen Spaß bezahlen, wenn der Herrscher des Emirats sich schon Kohle nebenan leihen musste, und wenn die großen staatseigenen Entwickler auch volle Kanne auf Risiko fahren, bei stark sinkenden Immobilienpreisen? Da gibt es nur einen Ausweg. Mann kann es einfach wie in Europa machen. Immer weiter umschulden in die Zukunft. Eine Art Dauerumschuldung, die zum Normalzustand wird. So wird der Vermögensgegenstand des Gläubigers (die Forderung) buchhalterisch auch nie wertlos, wenn der Kredit ständig durch neue Kredite abgelöst wird, mit denen die alten Schulden bedient werden können. Dann kann die Party in Dubai auch endlos weitergehen. Wenn der Gläubiger denn mitspielt. Ansonsten…

Einkaufsmanagerindex fällt deutlich

Das die gesamtwirtschaftliche Lage in den Vereinigten Arabischen Emiraten (also vor allem Dubai und Abu Dhabi) wenig rosig bis sehr kritisch aussieht, belegt auch der gestern veröffentlichte Einkaufsmangerindex für die VAE von IHS Markit. Der Chart reicht bis 2010 zurück. Man sieht den extrem starken Einbruch der letzten Monate von fast 60 bis jetzt auf 50,3 Indexpunkte. Die Schwelle von 50 Punkten ist immer exakt die Trennlinie zwischen einem Wirtschaftswachstum und einer rückläufigen Wirtschaftsleistung. Die VAE rauschen also volle Pulle in die Problemzone. Aber gut. Wie gesagt. Letztlich kann Abu Dhabi den Laden zusammenhalten, wenn man es denn will. Die Weltausstellung 2020 wird in Dubai stattfinden. Bringt dieses Ereignis mehr Touristen, Investoren und einen Wirtschaftsaufschwung? Laut IHS Markit kann dieses Ereignis helfen. Aber wir meinen: Das ist nur ein kurzfristiger Sondereffekt!

VAE PMI von IHS Markit

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Indien gerät in den globalen Abwärtsstrudel

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Das Taj Mahal ist eines der Symbole für Indien

Die nach Kaufkraftparität drittgrößte Volkswirtschaft der Welt Indien erlebt eine deutliche Wachstumsverlangsamung. Die Expansionsrate des indischen BIP fällt auf das niedrigste Niveau seit über 6 Jahren zurück. Ein Alarmsignal für die Weltwirtschaft.

Indien bleibt weit hinter seinen Wachstumsambitionen zurück

Mit 2,7 Billionen US-Dollar ist das Bruttoinlandsprodukt des südasiatischen Landes fast gleichauf mit dem Frankreichs. Bereinigt um die Kaufkraft liegt das Land sogar an dritter Stelle der größten Volkswirtschaften weltweit – noch vor Japan und Deutschland. Daher ist der Einbruch des indischen BIP-Wachstums im dritten Quartal für die Weltwirtschaft durchaus relevant.

Kaufkraftbereinigtes BIP - Indien auf Platz 3

Die Expansionsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichte im dritten Quartal 2019 mit annualisiert nur noch 4,5 Prozent das tiefste Niveau seit dem zweiten Quartal 2013. Der im Vorfeld mehrfach nach unten revidierte Konsens der Ökonomen lag um 0,2 Prozent höher bei 4,7 Prozent.

Damit befindet sich das Land zwar weit jenseits einer Rezession aber dennoch unter seinem langjährigen Durchschnitt: Die jährliche Wachstumsrate des BIP in Indien betrug von 1951 bis 2019 durchschnittlich 6,18 Prozent und erreichte im ersten Quartal 2010 ein Allzeithoch von 11,40 Prozent und im vierten Quartal 1979 ein Rekordtief von -5,20 Prozent. Für ein Entwicklungsland ist allein der starke Verlust an Wachstumsdynamik schon problematisch und sorgt für soziale und politische Spannungen. Zumal die Versprechen der indischen Regierung in den letzten Jahren sehr vollmundig klangen: Indien sollte China überflügeln und die am schnellsten wachsende Wirtschaftsmacht der Welt werden.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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