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IWF mit perfidem Vorschlag: Bei Negativzinsen Bargeld laufend entwerten!

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Warum haben Notenbanken wie die EZB mit -0,40% oder die Schweizer Nationalbank mit -0,75% den Einlagenzins für Geschäftsbanken nur relativ minimal ins Negative gesetzt? Warum nicht -10%? Das würde die Wirtschaft doch vermeintlich viel, viel stärker stimulieren? Dann würden Unternehmer doch wie die Wilden Kredite aufnehmen und neue Fabriken bauen, Mitarbeiter einstellen etc? So einfach und schön wäre doch die Notenbanker-Welt!

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Und noch ein Problem steht aktuell an. Europa hat vergessen die Zinsen wieder anzuheben, so wie es die USA getan haben. Und jetzt beginnt gerade der Konjunkturabschwung. Platz nach unten ist nicht vorhanden für Zinssenkungen, um einen neuen Stimulus für die Volkswirtschaften in Europa zu produzieren. Tja, es sei denn man senkt Leitzinsen und Einlagenzinssätze weit, weit ins Negative. Aber warum wird das nicht einfach gemacht?

Der nervige Bürger mit seinem nervigen Bargeld

Ganz einfach. Der (nervige?) Bürger, Verbraucher, Bankkunde. Wenn der nicht wäre, dann wäre doch alles viel Einfacher. Was passiert nämlich, wenn die EZB den Einlagenzins für Geschäftsbanken zum Beispiel auf -5% oder -10% senkt? Richtig, alle, wirklich alle Banken und Sparkassen müssten für ihre Kunden auf normalen Bankkonten und Sparbüchern Negativzinsen einführen. Was wäre die logische Folge? Richtig, alle ab zum Geldautomaten, Bargeld abheben, und ab damit unters Kopfkissen.

Und genau das wollen die Notenbanker ja nicht haben. Einen „Bank Run“ der nervigen Kleinsparer kann kein Notenbanker und keine Regierung gebrauchen. Also: Da gäbe es die Möglichkeit Bargeld ganz abzuschaffen. Problem gelöst, der Bankkunde ist de facto Geisel des Bankensystems, und muss die Negativzinsen über sich entgehen lassen, und wird enteignet, Monat für Monat, Tag für Tag. Aber ja, das wäre eine verdammt unpopuläre Maßnahme. Da wäre die Wiederwahl der Regierung (welche auch immer) arg gefährdet, und man triebe viele Wähler in die Hände von Populisten.

Perfider Vorschlag des IWF

Der Internationale Währungsfonds macht ganz aktuell einen hochinteressanten und perfiden Vorschlag für Notenbanken, um genau dieses Problem zu lösen (hier nachzulesen im Wortlaut). Wenn beispielsweise ein Einlagenzins der Notenbank negativ wird mit -5%, dann soll Bargeld als quasi „Parallelwährung“ zum elektronischen Geld um 5% pro Jahr entwertet werden. So hätte der Bürger keinen Vorteil mehr davon, sein Geld in bar abzuheben. Beides, elektronisches Geld auf Bankkonten und Bargeld würden pro Jahr 5% jeweils an Wert verlieren.

Teuflischer kann man es sich gar nicht ausdenken als die Damen und Herren des IWF, so möchten wir es sagen. So lautet der Titel der IWF-Denkschrift auch„Cashing In: How to Make Negative Interest Rates Work“. Also zurück mit dem Bargeld auf die Bankkonten, so bekomme man negative Zinsen zum Funktionieren. Bargeld und Banken-Buchgeld sollen quasi als zwei einzelne Währungen nebeneinander laufen. So könnten Notenbanken beide parallel abwerten.

Und kein Bankkunde hätte mehr einen Grund Geld vom Konto abzuheben, um dramatisch hohen Negativzinsen zu entfliehen. Der Weg für vielleicht zweistellige Negativzinsen wären offen. Das klingt dramatisch übertrieben, als Horrorszenario von Verschwörungstheoretikern? Nein. Bei diesem Vorschlag des IWF wäre alles möglich, wenn er in die Tat umgesetzt werden würde. Allein schon, dass sich jemand so etwas ausdenkt, ist schon mehr als unglaublich (unsere Meinung).

IWF-Idee Bargeld Höllenfeuer
Ist der IWF-Vorschlag eine perfide Idee aus dem Höllenfeuer? Foto: User: (WT-shared) Jpatokal at wts wikivoyage CC BY-SA 3.0

29 Kommentare

29 Comments

  1. Avatar

    morpheus

    11. Februar 2019 13:40 at 13:40

    Wie soll man das denn praktisch umsetzen? 100€ sind 100€ oder wird eine Jahreszahl auf den 100€ Zettel gedruckt?

    • Avatar

      verkäufer

      11. Februar 2019 15:30 at 15:30

      „Mark und Schere
      Die Finnen fürchteten den Scherenschnitt durch ihre Finnmark. 1945,
      nach dem verlorenen Krieg, hatte jeder Finne seine Banknoten zerschneiden müssen.
      Eine der Hälften durfte er behalten. Sie blieb Zahlungsmittel zum halben Nennwert.
      Die andere Hälfte mußte er dem Staat als zinsfreies Darlehen überlassen.“

      – AUS:
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46185341.html

      – ODER:
      „Somit wurde schließlich auf Vorschlag des Ministers für Finanzen
      und Verproviantierung zur Aufnahme eines Zwangskredits mittels
      der Zweiteilung der Banknoten geschritten. Die Hälfte mit dem Abbild
      des Gründers der Nationalbank, G. Stavrou, blieb in Umlauf und
      behielt 50% des anfänglichen Wertes bei. Die andere Hälfte
      – mit der Krone – wurde bei der Bank gegen Obligationen
      mit zwanzigjähriger Laufzeit eingetauscht.“

      – AUS: https://www.griechenland-blog.gr/2013/05/griechenland-hat-patent-auf-schnitt-der-guthaben/13086/

      • Avatar

        verkäufer

        11. Februar 2019 16:11 at 16:11

        – aber bitte sehr vorsichtig mit dem geld zerschneiden!!!!
        – es könnte eine straftat sein????

        „Dabei musst du nur eine einzige Sache beachten:
        Du darfst nicht mehr als 15.000 Euro im Klo runterspülen, verbrennen,
        zerschneiden oder sonst wie mutwillig beschädigen oder zerstören.
        Anders als etwa in den USA, wo du laut Titel 18, Sektion 333 des
        United States Code bereits für das Kaputtmachen einer einzelnen Dollarnote
        (egal mit welchem Wert) bis zu einem halben Jahr ins Gefängnis musst,
        oder in Thailand, wo du wegen Majestätsbeleidigung verurteilt werden kannst,
        wenn du auf einen Geldschein trittst, blüht dir in Österreich höchstens
        eine Strafe von 2000 Euro, wenn du die maximale zur Zerstörung freigegebene
        Menge an Geld beschädigst. Trotzdem ist nur die Nationalbank dazu befugt,
        mehr als 15.000 Euro zu vernichten. “

        – AUS:

        https://www.vice.com/de_ch/article/bnb4md/eine-frau-hat-knapp-eine-million-euro-zerschnitten-und-damit-eigentlich-eine-straftat-begangen-123

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      Uru Sig

      11. Februar 2019 18:18 at 18:18

      Das würde mich auch interessieren, wie das mit der Entwertung von Bargeld praktisch gehen soll?

    • Avatar

      sj

      13. Februar 2019 12:35 at 12:35

      Neu ist diese Idee ja nun wirklich nicht.

      um das 14. Jhd. war das ja möglich, da wurde das Geld einfach „abgestempelt“
      Als Ergebnis gab es damals z.B. die heutigen Kirchenreichtümer (weil die Leute Ihren überflüssigen Geldteil lieber gespendet haben als abwerten zu lassen) und Facharbeiter haben nur 3 Tage/Woche gearbeitet.

    • Avatar

      sj

      13. Februar 2019 12:47 at 12:47

      möglich wäre theoretisch z.B. eine Lösung über die Seriennummer(n)
      Allerdings ist die Beibehaltung von Bargeld generell problematisch und vor allem sehr aufwändig bei so was, ansonsten wäre das auch schon gekommen. Nicht umsonst sagt Draghi ja immer „Reformen müssen dringend umgesetzt werden“

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      Jürgen Kempe

      4. März 2019 09:27 at 09:27

      Dann wirst Du einfach statt 100 eben 103 oder 106 Euro bezahlen müssen…bei Barzahlung

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    Peter Tsoi

    11. Februar 2019 13:56 at 13:56

    Ist das ironisch gemeint ????? so geil ist Dummheit 😉

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    leftutti

    11. Februar 2019 14:04 at 14:04

    Also ich fänd’s klasse! Ich würde dann einen langfristigen Kredit über 10 Millionen aufnehmen, für den ich jährlich 3 bis 4% Zinsen von der Bank erhalten würde. Die Millionen würde ich dann strong long in die Aktienmärkte investieren, die nach so einem Notenbank-Stimulus ja pro Jahr etwa 500% steigen würden. Zusätzlich würde die globale Wirtschaft mit Ausnahme Großbritanniens nach kürzester Zeit wieder historisch boomen, sodass man nach 35 Jahren den Leitzins wieder auf ein Allzeithoch von 0% hochfahren könnte.

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      morpheus

      11. Februar 2019 16:37 at 16:37

      Long mit einem CFD und einem hohen Hebel…würde dann mal sagen. Läuft!

      • Avatar

        leftutti

        11. Februar 2019 17:03 at 17:03

        Na klar, wenn schon, denn schon. CFD sowieso und ich denke da an einen 500er Hebel, da man ja langfristig an den Aktienmärkten NIE verlieren kann. Solange man strong long positioniert ist, versteht sich 🙂
        Altersvorsorge mehr als gesichert, und da ich dann zu den Superreichen gehören werde, auch noch steuerfrei. Die Gewinne gehen nämlich als externe Beraterhonorare an die leftutti lave & veil Consulting in London, das sich bis dahin zur internationalen Steueroase entwickelt hat. Und wie in solchen Oasen üblich, gibt es dort auch noch tonnenweise Bargeld, welches aufgrund des seltenen globalen Vorkommens massiv aufgewertet hat 😉

    • Avatar

      Columbo

      11. Februar 2019 17:56 at 17:56

      @leftutti??. Sie sollten aber besser verschlüsselt kommentieren, sonst liest der IWF noch mit und dann könnte den ach so hellen Köpfen dort womöglich noch ein Licht aufgehen?.

      • Avatar

        leftutti

        11. Februar 2019 19:46 at 19:46

        @Columbo, wenn ich verschlüsselt kommentiere, lesen NSA und Bundestrojaner aus Gründen der nationalen Sicherheit mit.

        Unverschlüsselt mache ich mich vermutlich schon aufgrund der geheiligten EU-DSGVO strafbar, weil ich eben unverschlüsselt Internas über meine persönliche Anlagestrategien, Vermögenswerte und Steuermodelle veröffentliche. Zumindest ist mir kein Passus bekannt, der sich nur auf andere Personen und nicht auf mich selbst bezieht: Betroffene Person ist jede identifizierte oder identifizierbare natürliche Person, deren personenbezogene Daten von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen verarbeitet werden. 😉

        Dass den Quasaren in der Hall of Fame der hellsten Lichter im Universum noch ein weiteres, zusätzliches Licht aufgehen könnte, ist zwar möglich, aber unwahrscheinlich. Falls doch, bin vielleicht ich dieses Licht und man nominiert mich zum Nachfolger von Christine Madeleine Odette, deren hell strahlende Weste nicht minder befleckt sein dürfte, wie meine eigene:
        https://www.wiwo.de/politik/europa/christine-lagarde-das-urteil-ist-eine-desastroese-botschaft/15002122-all.html

  4. Avatar

    Columbo

    11. Februar 2019 14:09 at 14:09

    Man müßte dann auch jeglichen Handel mit kleinteiligen Wertspeichern verbieten, sonst würden die „nervigen“ Kleinsparer alles da hineinstecken und keiner hätte mehr Geld auf dem Konto.
    Und auch dann: Nicht nur der IWF perfide Ideen, sondern auch der nervige Kleinsparer.

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    christine schmidt

    11. Februar 2019 14:09 at 14:09

    viele menschen wurden verlacht als sie vor dem euro warnten vor dem euro fond der keienrlei rechenschaft schuldet – nicht vor der idee das europas voelker in frieden leben kommunizieren austausch betreiben . der letzte ehrliche zentralbanker prof wilhelm hanke warnte vor 4 jahren eindruecklich auch vor den sich daruas ergebenden konsequenzen
    wenn mneschen dermassen perfide enteignet werden die sich nichts zu schulden haben kommen lassen dann werden sich breite teile der bevoelkerung radikalisieren und auch davor warnte hanke vor einem vierten reich . er wurde fuer diese warnung als nazi verschriene als mitbegruender der afd deren begruender professoren waren – lucke trat aus petry trat aus und die nun die reste ihrer ehemaligen partei von npd unterwandert sehen . hoecke etcetera. auch dies ist politisch von den eleiten gewollt .
    der oestreicher kurz traf sich mit hoecke . es liess keinen aufhorchen – er traf sich vorranging mit hoecke .
    in allem was prpf hanke sagte lag eine ernste warnung – sie wurde uberhoert . fast scheitn es so als sei die ehemalige stasi politische instrumentalisiert um den weg fuer das grsse kippen bereit zu machen welches bereits stattfindet .
    was ich empfehle ist beurgerbund mitte recht ordnung udn freiheit als echte alternative udn eine partei embargo 2019 die grosszuegig den hebel dort ansetzt wo aus dem topf hart arbeitetender leute gestohlen wurde udn das geld zureckfuehrt ehe es zu spaet ist und wie im sdritten reich unschuldige trifft

    freedom

  6. Pingback: Aktuelles Meldungen und Nachrichten vom 11. Februar 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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    franko33

    11. Februar 2019 14:18 at 14:18

    Eine ganz banale Ergänzung zu diesem „Modell“

    Wenn man mit diesem Bargeld einkaufen geht wäre es doch zwangsläufig weniger Wert.
    Dann müßte doch der Dienstleister entprechend seine Preise erhöhen !
    Das ist doch ein guter Weg in unsere neue „bargeldlose Welt“ ! ?
    Allerdings Vorsicht vor einer galoppierenden Inflation !
    Dieses ist wohl einer der Gründe,daß dies nicht wie andere „Nettigkeiten“ über „ein Wochenende“ gemacht wird.
    Also nach wie vor eine eher auswegslose Situation ?

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    asisi1

    11. Februar 2019 14:41 at 14:41

    Solch tolle Vorschläge kommen von den Pennern die uns den Mist eingebrockt haben!

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    Josef

    11. Februar 2019 15:01 at 15:01

    5% Geldentwertung p.a wuerde bedeuten, dass die Loehne nochmals um 5% p.a angehoben warden muessten, also muss der Fabriksbesitzer, der jetzt noch guenstiger an Kredite kommt, mit Lohnerhoehungen derzeit um die 8% p.a. rechnen…Beginn einer gesteuerten Hyperinflation…wozu bitte? Sollten die Loehne + Renten nicht entsprechend angepasst werden kommt es zu Unruhen, da der Fabriksbesitzer nicht bereft sein wird, seine Produkte um 5% p.a. billiger zu verkaufen. Um „Demokratie“ aufrechtzuerhalten MUSS unterm Strich allies weiter wachsen, sonst funktionierte das Konstrukt schon in der Vergangenheit nicht mehr. Perfide ja, aber eben extrem undemokratisch. Uebrigens: Politiker, Parteien und Lobbys (IWF) gibts eigentlich, um das Leben von hart arbeitenden Menschen zu erleichtern….ansonsten brauchen die Menschen diese Konstrukte inkl. der „demokratischen Verhaeltnisse“ nicht mehr und werden sich was Andres ueberlegen…der IWF und so manche andere Institution saegen da massiv, ohne
    es zu bemerken, an ihrer eigenen Existenzberechtigung.

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    Abrakadabra-001

    11. Februar 2019 17:29 at 17:29

    Da hat jemand beim IWF wohl Silvio Gesell oder das Wunder von Wörgel gegoogelt?

    • Avatar

      Markus Fugmann

      11. Februar 2019 17:31 at 17:31

      @Abrakadabra, richtig, das erinnert stark an Gesells „Schrumpfgeld“..

      • Avatar

        Abrakabra-001

        11. Februar 2019 18:00 at 18:00

        Tipp wäre noch Equilibrismus zu googeln. Dann wäre es wenigstens ein wenig aktueller

    • Avatar

      Martin Ebner

      11. Februar 2019 22:54 at 22:54

      Fairerweise ist da anzumerken, dass nach Gesells Vorstellungen der IWF abgeschafft werden müsste, samt Großbanken, Staaten & Planwirtschaft. Gesell, selbst ja Unternehmer, lehnte „leistungslose“ Einkommen und ungerechtfertigte Zinsen ab (also keineswegs alle Zins-Bestandteile, z.B. nicht Risikoprämien!!!).
      Gesell wollte marktwirtschaftlichen Wettbewerb (!) ohne Kapitalismus. Er hatte sich auch durchaus Gedanken gemacht, wer den Gewinn von Geldschöpfung und Negativzinsen bekommen soll – und dabei ganz bestimmt nicht an Banker und Politiker gedacht. Kurz gesagt: es gibt gute Gründe, warum Gesell zwischen allen gesellschaftlich akzeptierten Stühlen sitzt und weitestmöglich totgeschwiegen wird (da hilft nicht einmal, dass er einer der ersten Feministen war und für Mütter-Renten trommelte)…
      Das von Gesell inspirierte Not-Experiment von Wörgel wurde in Rekordzeit abgewürgt.
      http://martin-ebner.net/topics/money/waehrungsexperiment-woergl/

  11. Avatar

    Alex Rainer

    11. Februar 2019 18:09 at 18:09

    Artikel zu Bargeldabschaffung:
    https://www.econstor.eu/handle/10419/157906

  12. Pingback: IWF Plan: jährlich 5% Bargeldentwertung - SwissCryptoSchool.com

  13. Avatar

    Dagobert Duck

    15. Februar 2019 17:50 at 17:50

    So ein unfassbarer linker IWF Unsinn . Dann zieht auch die letzte friedlichste deutsche Oma die gelbe Weste an und wirft die Scheibe bei der Bank ein ! Manche „Experten“ sollten doch mal vorher nachdenken was sie nur schon mit ihrem Gebrabbel anrichten wenn sie öffentliches Brainstorming machen .

    • Avatar

      leftutti

      15. Februar 2019 19:07 at 19:07

      @Dagobert Duck, jetzt verorten Sie sogar schon den IWF in die linke (und somit eigentlich sozialistische) Ecke?! Manchmal beschleicht mich der Verdacht, das Sie und Ihresgleichen inzwischen so weit rechts stehen, dass aus dieser verdrehten Sichtweise fast die gesamte Restwelt (> 99,9%) linken Unsinn verkörpert.

      Ich dachte immer, der IWF verfolge eher eine sehr wirtschaftsliberale bis marktfundamentalistische Strategie, wobei die natürlich auch ganz schön link 😉 sein kann: Sie führt meist zu Massenentlassungen, Verarmung, Deregulierung des Kapitalverkehrs und Privatisierung. Sobald diese Hindernisse der freien Marktwirtschaft aus dem Weg geräumt sind, kann es dann richtig bergauf gehen. Siehe dazu z. B.
      https://www.sueddeutsche.de/geld/x-hintergrund-stichwort-internationaler-waehrungsfonds-1.1097605

      Schon eher links, aber in medias res (eine Mitte-Links-Halbsatzkombination) und somit nicht weniger wahr, geht folgende Aussage des Attac Bankentribunals von 2010 (exakte Quelle bzw. Artikel leider nicht mehr verfügbar, war mal auf http://www.attac.de zu finden):
      Zu Beginn der 1980er Jahre, mit dem Aufkommen des Monetarismus als vorherrschender ökonomischer Schule und beeinflusst von den so genannten Chicago Boys, änderte der Internationale Währungsfond (IWF) seine wirtschaftspolitische Ausrichtung und schlug einen strikt neoliberalen Wirtschaftskurs ein. Mit diesem Richtungswechsel verabschiedete sich der IWF von seinen ursprünglichen Zielen. Kredite wurden fortan nur noch in Verbindung mit massiven Auflagen, den so genannten Strukturanpassungsprogrammen (SAPs) erteilt. Mit der Durchsetzung der Prinzipien des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs, der Wettbewerbsorientierung, vor allem aber der Deregulierung und Privatisierung öffentlicher Aufgaben, verschaffte der IWF den global agierenden Konzernen der reichen Mitgliedsländer Zugang zu neuen Märkten und wirtschaftliche Macht. Diese Politik wirkte sich überwiegend fatal auf die Lebensbedingungen großer Teile der Bevölkerung der vom IWF “geförderten” Staaten, insbesondere in den sog. Entwicklungsländern aus. Oft ist auch eine damit eine massive Zerstörung der Umwelt einhergegangen.

      Aber rechts und neongelbe Protestfantasien scheinen gut zu harmonieren. Es wäre also vielleicht eine gute Kampagnenfarbe für die nächsten Wahlen, nachdem sich das einstmals kräftige Königsblau derzeit in lilablassblauen Nebel aufspaltet.

  14. Avatar

    Paul

    15. Februar 2019 18:44 at 18:44

    …und ihr labert dauernd von DEMOKRATIE,warum?
    Die schleichende DIKTATUR im Finanzsektor ist doch schon lange am laufen!
    Sammelt noch schnell eure Brotkruemel auf,bevor das Licht aus geht…

    • Avatar

      Michael

      15. Februar 2019 19:28 at 19:28

      Also @Bauer Paul, jetzt mal im Ernst! Ich mache mir langsam Sorgen um Sie: Ist nicht eher schon lange eine schleichende Diktatur des Rinderwahnsinns oder einer irreversiblen Überdosis Gras und Weißbier in Ihrem Urteilsvermögen am Laufen? Geht es „uns“ tatsächlich soviel schlechter, als den freien und glücklichen Thai-Bürgern, dass wir schon nach Brotkrümeln bei Sonnenuntergang suchen müssen, während wir vor lauter Hunger ständig von Demokratie brabbeln?

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Warum die US-Notenbank die Zinsen bald wieder senken muss

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Zentrale der US-Notenbank Fed

Ein Blick auf den US-Anleihemarkt offenbart ein bekanntes Muster: Die erneut drohende Invertierung der US-Zinsstrukturkurve zwingt die US-Notenbank zum Handeln.

Die US-Notenbank ist in der Zinskurven-Falle gefangen

Erst vor drei Tagen wies ich auf die sich wieder deutlich verflachende Zinsstrukturkurve in den USA hin und schlussfolgerte, dass „Die US-Notenbank Fed keine andere Wahl hat, als die Leitzinsen weiter zu senken“. Zu diesem Zeitpunkt betrug der ohnehin schon geringe Abstand zwischen den kurz- und langlaufenden Renditen noch 20 Basispunkte (0,2 Prozent). Die Renditedifferenz war somit nicht mehr weit entfernt von der erneuten Invertierung der Zinsstrukturkurve.

Bekanntlich ist eine solche Struktur am Rentenmarkt Gift für die Margen des Kreditgeschäftes der Banken und damit auch für die gesamtwirtschaftlich bedeutende Kreditvergabebereitschaft der Institute. Eigentlich wollte die US-Notenbank Fed mit ihrem im Oktober letzten Jahres gestarteten „Non-QE“-Programm genau diese Konstellation bei den Zinsen vermeiden, indem sie kurzlaufende US-Staatsanleihen kaufte, um die Zinsen einseitig am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve nach unten zu drücken und die Zinsstrukturkurve so zu versteilern.

Doch im Laufe der aktuell laufenden Aktienmarktkorrektur und der der damit einhergehenden Flucht in den „Sicheren Hafen“ US-Staatsanleihen ist der Zinsunterschied zwischen den dreimonatigen und zehnjährigen US-Staatsanleihen auf kaum noch wahrnehmbare 0,07 Prozent (7 Basispunkte) zusammengeschrumpft. Damit ist die erneute Invertierung der US-Zinsstrukturkurve nur noch einen Wimpernschlag entfernt.

Zinsen kurzfristig vs langfristig in den USA

Betrachtet man die effektive US-Fed-Funds-Rate, also den Leitzins der USA, so liegt dieser gemäß der Fed of New York aktuell bei 1,55 Prozent. Die Zinsen für langlaufende US-Staatsanleihen (zehnjährige Treasury Notes) halten sich somit bereits mitten im Zins-Band der aktuellen US-Leitzins-Range von 1,5 bis 1,75 Prozent auf. Dieses kolossale Scheitern der US-Geldpolitik bezogen auf ihre Strategie der Versteilerung der US-Zinsstrukturkurve zeigt die Machtlosigkeit der US-Notenbank gegenüber den anderen Zentralbanken der Welt, die in Sachen Zinsen längst den Takt vorgeben. Die jüngsten Aussagen und Maßnahmen der Peoples Bank of China, der Schweizerischen Nationalbank, der Bank of Japan sowie zuletzt am vergangenen Mittwoch der EZB deuten ganz klar in Richtung anhaltend niedriger Zinsen und fortgesetzter Flutung der Märkte mit Liquidität.

Da sich diese Liquidität auf der weltweiten Suche nach Rendite verstärkt ihren Weg in die US-Staatsanleihemärkte mit noch relativ hohen Zinskupons bahnt, werden die Zinsen am US-Kapitalmarkt, wie überall auf der Welt, auch dort auf null sinken – auch bei langlaufenden Staatsanleihen. Zumal es immer schwerer fällt, überhaupt noch Zinsen im positiven Bereich bei Anleihen bester Bonität zu ergattern. Mit einer Rendite von 1,61 Prozent ragen die US-Zinsen noch sehr stark aus dem internationalen Zinsgefüge heraus – noch.

Ergo ist die Fed gezwungen, auch auf Druck ihrer privaten Anteilseigner aus dem Club der Großbanken, den Leitzins nach unten anzupassen, um die für die Kreditmargen schädliche Zinskurven-Invertierung zu vermeiden.

Auswirkungen auf andere Märkte

Eigentlich wollte die US-Notenbank, gemessen an den jüngsten Aussagen des Präsidenten der Federal Reserve Bank of Dallas, Robert Steven Kaplan, die Blase am US-Aktienmarkt nicht noch weiter inflationieren. Daher war eigentlich zu erwarten, dass anlässlich des nächsten FOMC-Meetings der US-Notenbank am kommenden Mittwoch mahnende Worte zur irrationalen Übertreibung an den Aktienmärkten kommen und die Verbalakrobatik der Geldpolitiker darauf abzielen würde, etwas Luft aus dem Hochdruckkessel an der Wall Street abzulassen.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Warum die Zinsen in Lagarde-Land im Keller bleiben

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Die Zinsen in der Eurozone werden noch lange, lange im Keller bleiben. Gut, das ist zum Beispiel wegen der vielen Zombie-Unternehmen fast schon ein Muss. Denn bei Anhebung der Zinsen würden ihre derzeit fast gar nicht vorhandenen Kapitalkosten explodieren, und sie würden reihenweise pleite gehen. Aber welche wirklich guten und auch nachvollziehbaren Begründungen kann und wird es im Verlauf des Jahres 2020 vermutlich geben, warum die EZB unter Christine Lagarde die Zinsen nicht anheben wird?

Die große Pause im Jahr 2020

Letzte Woche hatte Christine Lagarde es im Rahmen der PK direkt nach der Zinsentscheidung der EZB verkündet. Bis Ende des Jahres wird man sich innerhalb der EZB Zeit nehmen für eine große „Strategie-Überprüfung“. Alles kommt auf den Prüfstand, und bis dahin ist vermutlich überhaupt keine Änderung der EZB-Politik in irgendeiner Weise zu erwarten. Zumindest wohl kaum in Sachen Zinsanhebung! Ein verdammt cleveres und simples Argument von Madame Lagarde, möchte man da sagen. Man kann nichts sagen oder ändern, denn man prüft nun erstmal elf Monate lang! Thorsten Polleit von Degussa schrieb letzte Woche nach dem EZB-Entscheid über diese „Strategie-Überprüfung der EZB“, dass sie wohl den Drang hin zu noch weiter sinken oder zumindest langfristig so tief bleibenden Zinsen verstärke. Zitat auszugsweise:

Dies vor allem deshalb, weil Lagarde bei der Überprüfung der geldpolitischen Strategie auch die Stimmen von Sonderinteressengruppen (z. B. auch EU-Parlament, Banken) einholen will. Und was Politiker und Banken wünschen, wenn sie die Geldpolitik mitbestimmen dürfen, liegt auf der Hand: niedrige Zinsen, mehr Kredit und Geld, höhere Inflation.

Ölpreis bricht ein – keine Chance für höhere Zinsen

Das weitaus bessere Argument für nicht steigende Zinsen in den nächsten Monaten wird die Inflation sein. Auch wenn die EZB es notwendigerweise immer wieder behauptet. Sie ist mit ihrer Politik (Geld drucken und Zinsen abschaffen) nicht der größte Beeinflusser der Verbraucherpreise. Nein, der Ölpreis bringt die Inflation rauf und runter, wie man in den letzten Monaten in den deutschen Daten wie auch den Daten für die Eurozone stets gut sehen konnte. Steigender Ölpreis, Inflation rauf. Und jetzt der stark fallende Ölpreis im Januar – wir vermuten, dass die Inflationsdaten, die in Kürze veröffentlicht werden, für Januar wieder eine „plötzliche“ neue Schwäche zeigen werden.

Lesen Sie hier den gesamten Text der EZB zur „Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie“.

Christine Lagarde letzte Woche in Frankfurt - Zinsen bleiben im Keller
Christine Lagarde letzten Donnerstag in Frankfurt. Foto: EZB Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0)

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Irrt Markus Krall? Warum die Zinsüberschüsse stiegen und nicht fielen

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Banktürme in Frankfurt - Markus Krall sieht die Entwicklung extrem kritisch

Viele unserer Leser kennen Markus Krall aus Artikeln, Vorträgen, Büchern etc. (hier eine hochinteressante Talkrunde mit Krall, Otte, Häring).  Der Bankenexperte, der jahrelang Berechnungsmodelle für Banken zum Thema Kredite erstellt hat, kennt die Materie bestens. Weil er für 2020/2021 einen Crash prognostiziert, gilt er für viele Beobachter als „einer der Crash-Propheten“, womit er damit schon fast automatisch in die Ecke der Verschwörungstheoretiker zu stellen ist. Ob der Crash so kommen wird wie von ihm vorhergesagt? Das wissen wir auch nicht. Denn man muss schon sagen, dass es sehr viele Variablen gibt, die den Crash verhindern oder auch verzögern können.

Kreditkontraktion voraus?

Was aber kaum bestreitbar ist: Die Analyse von Markus Krall ist bestechend. Der Auslöser für die große bevorstehende Krise ist laut seiner Analyse das schrumpfende Eigenkapital der Banken in der Eurozone, und auch vor allem in Deutschland. Eigenkapital ist extrem wichtig, weil für jeden vergebenen Kredit bei den Banken ein kleiner Teil als Eigenkapital hinterlegt werden muss – als Sicherheit für den Fall, dass der Kredit ausfällt. Markus Krall hat berechnet, dass das Eigenkapital der Banken ab Ende 2020 an einen kritischen Punkt kommt, so dass ab diesem Zeitpunkt die Kreditkontraktion einsetzt.

Da die Banken dank nicht mehr vorhandener Zinsmarge und sinkender Gewinne immer weniger Eigenkapital hätten, müssten sie laut Markus Krall ab diesem Zeitpunkt anfangen ihre Kreditvergabe runterzufahren. Das würde vor allem die sehr große Zahl an Zombieunternehmen schnell in die Pleite führen, da sie auf ständig neue Kredite angewiesen seien. Auch die produktiv tätige Wirtschaft hätte nicht mehr den vollen Zugang zu Krediten, und es komme zu einem Lawineneffekt in der Volkswirtschaft (stark verkürzt zusammengefasst). Im folgenden Video erklärt Markus Krall das gesamte Szenario nochmal ausführlich.

Hat Markus Krall sich geirrt?

Aber hat Markus Krall sich etwa geirrt? Im folgenden aktuellen Video spricht er ab Minute 12 darüber, dass Zinsüberschüsse der deutschen Banken laut seiner Theorie immer weiter fallen, und fallen, und fallen. Und bis 2017 haben sie das auch getan. Wichtig dabei ist: 86 Milliarden Euro hört sich nach viel an. Aber diese Summe ist nicht der Gewinn der Bank, sondern nur der Zinsüberschuss. Zusammen mit noch ein wenig Provisionsüberschuss (Gebühren) müssen sie davon erstmal all ihre Kosten bezahlen! Schrumpft der Zinsüberschuss immer weiter, hat die Bank irgendwann ein echtes Problem!

Zurück zum Chart, der ab Minute 12 im Video gezeigt wird. Die Zinsüberschüsse der Banken fielen. Aber 2018 stiegen sie etwas an. Markus Krall wirft selbst die Frage in den Raum, ob er sich mit seiner Crash-Prognose etwas geirrt habe? Auf diese Frage geht er detailliert ein und liefert gute Erklärungen, was in den Banken geschehen sei. Es gehe um Bilanztricks, mit denen die Banken ihre Zahlen sozusagen kurzfristig aufgehübscht hätten. Man kann seine Ausführungen dazu nur empfehlen. Hier in Kurzform.

Erstens hätten die Banken stille Reserven aufgelöst und in die Gewinne verschoben. Da dank der Nullzinspolitik der EZB so wenig Kredite derzeit ausfallen, hätten die Banken ihre Risikovorsorgen gesenkt, und somit einmalig Gelder in die Gewinne buchen können. Zweitens hätten die Banken laut Markus Krall mit dem Trick der Vorfälligkeitsentschädigungen gearbeitet. Bei lang laufenden Krediten hätten sie den Schuldnern eine Umschuldung auf neue Darlehen zu geringeren Zinsen angeboten. Dazu mussten die Kunden aber erstmal sofort die zukünftigen Zinsen des Altkredits jetzt zahlen, was den Banken per sofort mehr Einnahmen beschert habe. Langfristig würden die Banken durch die neuen Kredite mit niedrigen Zinsen Geld verlieren – aber kurzfristig hätten sie optisch höhere Erträge.

Also, liegt Markus Krall weiterhin richtig mit seiner Analyse und Prognose, und haben die Banken ihre Zahlen mit diesen Tricks geschönt, um das Desaster ein wenig weiter in die Zukunft verschieben zu können? Bilden Sie sich ihre eigene Meinung. Das Video ist auf jeden Fall sehenswert!

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