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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Pfund im Koma bis Mittwoch, Wirecard stürzt weiter ab, Venezuela laut IEA eine Gefahr

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Das britische Pfund ist nun offenbar in eine komatöse Phase eingetreten. Gestern gab es die Entscheidung der Parlamentarier in London, dass Theresa May in Brüssel um eine Verschiebung des Brexit-Datums bitten soll. Das will sie aber nur tun, wenn die Parlamentarier ihr am nächsten Mittwoch den 20. März ihren Deal absegnen. Also ist Mittwoch der nächste „große“ Tag für die Abstimmungsorgie im House of Commons. Bis dahin wird sich im britischen Pfund vermutlich nicht viel tun, weil die Trader auf diesen Event warten. Diese Lustlosigkeit sieht man auch in der engen Seitwärtsrange im aktuellen Chart (Pfund vs US-Dollar seit Montag Abend). Das soll natürlich nicht heißen, dass die Schwankung bis Mittwoch definitiv so eng bleiben muss!

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Pfund vs USD

Wirecard

Nachdem die Aktie von Wirecard diese Woche bereits kräftig verloren hatte von 136 auf 115 Euro bis gestern Abend, ging es heute weiter in den Keller auf 105 Euro. Wir hatten gestern schon darauf hingewiesen: Alle Welt wartet auf den Prüfungsbericht einer Kanzlei aus Singapur, ob bei Wirecard in Asien in den Büchern manipuliert wurde oder nicht. Aktuell kommt erschwerend hinzu, dass Citi die Wirecard-Aktie abgestuft hat. Das Kursziel wurde deutlich reduziert von 144 auf 100 Euro. Neue Fakten konnte Citi nicht beitragen zur aktuellen Gemengelage bei Wirecard. Man spricht aber zum Beispiel von „immanenten Risiken im Geschäftsmodell“ des Unternehmens, welche nun höher einkalkuliert werden müssten. Und laut Handelsblatt würden Ermittler in Singapur sich nun die Wirecard-Geschäfte in Indien genauer anschauen. Das sorgt natürlich für zusätzliche Verunsicherung. Einmal mehr meinen wir: Der Markt wartet auf den Prüfbericht. Hopp oder Top, wer hat recht? Die Kritiker um die FT oder das Unternehmen? (im Chart ist die Aktie seit Mitte Januar zu sehen)

Wirecard Aktie seit Januar

Venezuela

Von Ende 2017 bis Ende Februar 2019 hat sich die Ölförderung in Venezuela fast halbiert von 1,9 auf 1,0 Millionen Barrels pro Tag, wie die gestern veröffentlichten OPEC-Daten zeigen. Laut den eigenen Angaben der Venezuelaner ging es „nur“ bergab von 2 auf 1,4 Millionen Barrels pro Tag. Aber die OPEC-Zentrale in Wien vertraut offenbar stets den externen Schätzungen mehr als den eigenen Angaben der Mitglieder. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) glaubt gemäß heutiger Veröffentlichung, dass Venezuela derzeit 1,2 Millionen Barrels pro Tag fördert.

Das Land ist das Hauptthema im heutigen Monatsbericht der IEA (Tochterorganisation der OECD). Man habe ernsthafte Bedenken um die dortige Fördermenge, vor allem wegen dem allgemeinen Chaos und dem jüngsten Stromausfall im Land. Im Klartext: Wenn die Förderung weiter stark zurückgeht, und die OPEC-Mitglieder aus der Golfregion weiterhin ihre Kürzungen aufrecht erhalten, könnte es zu einer Unterversorgung kommen? Sowas in diese Richtung will die IEA wohl andeuten. Aber rückläufige Lieferungen der Venezuelaner auf den Weltmarkt könnten laut IEA auch eine Chance für andere Produzenten sein mehr zu liefern. So hätten zum Beispiel die Russen mehr Öl in die USA geliefert und de facto den Platz der Südamerikaner eingenommen. Wir bei FMW (aber was wissen wir schon) glauben nur an eine begrenzte Auswirkung Venezuelas auf den Weltmarkt. Die Saudis können in kürzester Zeit gigantische Fördermengen kürzen oder erhöhen, wenn es für die Versorgung der Kunden von Nöten wäre.

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Aktien

Boeing mit staatlicher Schützenhilfe beim 737 Max-Problem?

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Tja, wie kann Boeing sich vor einer Lawine von Schadenersatzansprüchen retten? Wie kann man die Fluggäste massenhaft wieder davon überzeugen, dass sie sicher mit der Boeing 737 Max fliegen können nach zwei Abstürzen in den letzten Monaten? Die Untersuchungen laufen immer noch. Kommt da (sicher rein zufällig?) von staatlicher Seite Schützenhilfe? Laut US-Medienberichten sollen Mitarbeiter der US-Flugaufsichtsbehörde „FAA“ der Meinung sein, dass möglicherweise Vogelschlag den Absturz in Äthiopien verursacht haben soll.

Das würde Boeing natürlich von A-Z entlasten. Und noch genauer: Der Vogelschlag soll die fehlerhaften Sensordaten verursacht haben. Ähhh? Wirklich? Wir bei FMW sind keine Flugzeugexperten. Aber wie können Vögel vor dem Flugzeug, oder Vögel die gerade ins Triebwerk fliegen, die Höhenanzeige des Flugzeugs beeinflussen? Haben die Vögel den Sensor abgerissen? Aber gut. Diese Vermutung der FAA steht im Raum. Verfestigt sich solch eine „Vermutung“, könnte Boeing natürlich irgendwann zur Aussage kommen, dass am Absturz einfach nur die höhere Gewalt (beziehungsweise die bösen Vögel) schulden gewesen seien. Tja, und daher eben kein Schadenersatz? Aber dafür ist es natürlich noch viel zu früh.

Gäbe es bei einem Airbus-Absturz auf US-Boden eine ebenso unterstützende Aussage der FAA? Gut, noch sind es Berichte. Die Boeing-Aktie stieg in der Vorbörse um 3%, und jetzt im laufenden Handel liegt sie mit 1,3% im Plus. Also scheint die Euphorie der Börsianer begrenzt zu sein, ob das nun wirklich schon die Wende für Boeing ist.

Boeing 737 Max
Boeing 737 MAX Roll-out im December 2015 mit der ersten 737 MAX 8. Foto: Aka The Beav CC BY 2.0

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Aktien

Tesla von allen Seiten unter Beschuss: „Worst Case-Szenario“ von 97 auf 10 Dollar gesenkt

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Tesla kriegt momentan von überall die volle Breitseite. Erst gestern berichteten wir über die „Alarmstufe Rote“-Analyse des Brokers Wedbush zur Tesla-Aktie. Dann wurde gestern auch bekannt, dass Firmenchef Elon Musk in einem Brandbrief an alle Mitarbeiter des Unternehmens „Hardcore-Maßnahmen“ verlangt hat um Geld zu sparen. Alle Ausgaben müssten auf den Prüfstand, denn schon in zehn Monaten könnte Tesla das Geld ausgehen. Solche und andere Nachrichten der letzten Tage brachten die Aktie schon stark zum Fallen.

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Und heute geht es weiter. Ganz aktuell meldet sich nun Morgan Stanley mit einer Anpassung seines „Worst Case-Szenarios“, also was im schlimmsten Fall bei Tesla passieren könnte. Bisher habe man dafür ein Kursziel von 97 Dollar angesetzt. Dieses maximal negative Ziel hat man jetzt auf nur noch 10 Dollar gesenkt. Das ist quasi gar nichts mehr bei einem Schlusskurs von gestern Abend bei 205,36 Dollar. Ende 2018 stand die Aktie noch bei 379 Dollar.

Was bewegt Morgan Stanley dazu sein negatives Szenario quasi fast auf Null zu senken? Man habe Bedenken wegen der steigenden Verschuldung bei Tesla. Und man sehe Probleme bei der Nachfrage nach Tesla-Autos in China. Und in der Tat, wenn man darüber nachdenkt: Der Handelskrieg zwischen China und den USA verschärft sich. Und die hochmodernen Autos von Elon Musk sind ein Prestigeprojekt der USA, wenn man es so nennen will.

Daher sind genau diese Autos auch ein mögliches Ziel der chinesischen Regierung, als Antwort auf Donald Trumps Zölle und Huawei-Angriffe. Es wäre ein Leichtes für die Regierung in Peking (mit welchen Maßnahmen auch immer) Tesla-Autos in China für die dortigen Käufer extrem zu verteuern, was den Absatz zum Einstürzen bringt. Dies könnte ganz schnell zu einem Desaster für Elon Musk werden. Aktuell notiert die Aktie vorbörslich mit -3% um die 199 Dollar.

Tesla
Glückliche Gesichter in der Tesla Factory in Fremont, Kalifornien, im Jahr 2012. Die Lage dürfte inzwischen deutlich angespannter sein. Foto: Flickr user jurvetson (Tim Draper/Steve Jurvetson) – https://www.flickr.com/photos/jurvetson/7423566928/ CC BY 2.0

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Aktien

Sind Unternehmensgewinne und der Buchwert sinnlose Kennzahlen?

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Der Börsen-YouTuber Jens Rabe nimmt aktuell eine wichtige Aussage von Warren Buffett auf, die dieser jüngst bei der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway gemacht hatte. Der Blick in Unternehmensbilanzen sei nicht mehr besonders aussagekräftig. Schuld daran seien zu großen Teilen neue Bilanzierungsrichtlinien. Kennzahlen wie der Unternehmensgewinn oder der Buchwert seien nicht mehr wirklich nützlich. Jens Rabe erklärt den Hintergrund dieser Aussagen im folgenden Video sehr gut. Sein Fazit: Der Privatanleger sollten nicht versuchen in Bilanzen oder Unternehmensberichten zu stöbern. Nein, man solle eher auf die reale Perspektive des Unternehmens schauen. Was ist das Produkt, und wie ist die Aussicht dieses Produkts am Markt? Aber schauen Sie selbst (Video bitte erst ab Minute 4 anschauen).

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