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CFD-Broker Plus500: Sehr gute Zahlen, aber deutliche Warnung – Aktie kollabiert!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der CFD-Broker Plus500 hat heute sensationelle Zahlen für das Gesamtjahr 2018 sowie für das letzte Quartal geliefert. In den folgenden Grafiken können Sie die Zahlen einsehen. Der Umsatz steigt von 437 Millionen Dollar im Jahr 2017 auf 720 Millionen US-Dollar im Jahr 2018. Der Nettogewinn steigt von 200 auf 379 Millionen Dollar. Was für eine Gewinnmarge in Relation zum Umsatz!

Plus500

Plus500 mit tollen Zahlen und eindeutiger Warnung

Die folgende Grafik zeigt Daten für das letzte Quartal im Vergleich zum 4. Quartal 2017. Der Umsatz steigt (noch) von 132 auf 155 Millionen Pfund. Und das, obwohl die Anzahl neuer Kunden von 150.573 auf 19.405 regelrecht kollabiert ist. Das hat natürlich damit zu tun, dass damals die große Krypto-Euphorie massenweise Zocker ins Trading getrieben hatte. Nach dem Einbruch der Krypto-Kurse war diese Euphorie sofort tot. Die Zahl aktiver Kunden bei Plus500 hat sich daher binnen Jahresfrist auch halbiert von 223.864 auf 101.634 Kunden.

All das war so schon erwartet worden. Ein viel größeres Problem für alle CFD-Broker sind aber die inzwischen gültigen Restriktionen durch die europäische Finanzaufsicht. Am meisten trifft die Broker die Hebel-Beschränkung. Die oft kleinen Kundeneinlagen können also nicht mehr extrem stark vergrößert werden, so dass im Handel viel größere Summen bewegt werden, als real Geld auf dem Kundenkonto vorhanden ist. Dementsprechend haben die Broker auch geringere Erlöse.

Aber die negativen Effekte hieraus liegen berichts-technisch noch vor den Brokern. Plus500 weist heute schon mal auf dieses bald anstehende Desaster hin. Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr werden demnach noch tiefer liegen als bisher eh schon angenommen. Genaue Zahlen für die Erwartungen nennt man nicht. Wie denn auch, möchten wir anmerken. Diese neue Welt voll mit Regulierungen muss erstmal von den Brokern „bewältigt“ werden.

Plus500 will im Ausland wachsen und sich breiter aufstellen

Plus500 schreibst selbst, dass man global breiter aufgestellt sein will und neue Märkte sucht. Wird das gelingen? Kann diese breitere Aufstellung außerhalb Europas die Zahlen retten? Vielleicht langfristig, aber wohl kaum im aktuellen Jahr. Die Aktie von Plus500 kollabiert heute früh, und verliert gegenüber gestern Abend 39% an Wert! (siehe Chart seit 2015 am Ende des Artikels, roter Balken rechts ist der heutige Verlust)

Following our latest assessment of the impact of the ESMA regulatory measures, FY19 revenue is expected to be lower than current market expectations. This, combined with our intention to maintain our marketing spend, is likely to result in 2019 profit being materially lower than current market expectations;

Work is ongoing to extend the global footprint and to continue to diversify revenues through growth in current territories and the addition of new operating licences.

„Our operating licences in the United Kingdom, Australia, Cyprus, New Zealand, Israel, South Africa and Singapore, provide a strong foundation in this new environment and the benefits of a diversified revenue stream.

„In summary, our highly flexible business model, industry leading scale and market share, technology edge, lean cost structure and robust financial position will help mitigate the impact of regulatory measures and ensure the delivery of sustained market leading financial performance. We are therefore confident that we can continue to successfully develop our business and expand into new markets, enabling us to continue providing strong shareholder returns.“

Plus500

Plus500 Aktie seit 2015

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    12. Februar 2019 11:42 at 11:42

    Na ja, das Desaster durch Europa (ESMA) betrifft prinzipiell alle und zwar alle europäischen CFD-Broker.

    Wenn mir einer erzählen will, dass die „Big-Boys“ deren „Hauptkunden“ sind und CFDs handeln, tja dann… :D

    Beim Brexit, wäre ja GB „nicht mehr dabei“ ? Immerhin ein Vorteil, für die GB-„Rosinenpicker“… aber : ob dies die Nachteile überwiegen sollte… hmmm…

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Aktien

Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Aktien

Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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